Seit einer Woche bin ich nun wieder zu Hause, doch ich habe dir noch gar nicht von meinen Erlebnissen im Juni berichtet. Das werde ich deshalb nun mit etwas Verspätung tun.

Camping Trip und Theos Baseball Tournament

Am ersten Wochenende im Juni hatte Theo ein Baseball Tournament, sein aller aller erstes um genau zu sein. Es fand in Cranbrook statt und weil es keinen Sinn gemacht hätte, drei Tage hintereinander dort runter und wieder zurück nach Invermere zu fahren, haben meine Gastmutter, Theo und ich es einfach mit einem Camping Trip nach Wasa verbunden. Wasa ist ein kleines Dorf, mit dem Auto etwa 30 Minuten nördlich von Cranbrook und wird von vielen das Weekend-Invermere genannt.

Dort sind wir am Freitag nach der Schule mit dem Wohnwagen von Steves Eltern hingefahren. Theos Team hatte nämlich schon am Freitag ihr erstes Spiel. Bei diesem haben wir drei das restliche Team aber nur angefeuert. Ich habe tatsächlich noch nie ein Baseballspiel gesehen, genauso wie das Team noch nie eins offiziell gespielt hat. Die Spiele gingen darum auch nicht sonderlich gut für uns aus. Aber das wichtigste war, dass alle Spaß hatten und etwas gelernt haben. Am Abend gab es dann noch ein Team-Lagerfeuer auf dem Campingplatz.

Samstag wurden die nächsten drei Spiele gespielt. Diesmal war Theo auch aufgestellt und hat sich sogar sehr gut geschlagen. Im Verlauf des Tages hat man immer wieder gesehen, wie unsere Spieler sich verbessert haben. Das hat leider nichts daran verändert, dass wir die Spiele verloren haben. Nach seinen drei Spielen war Theo zwar super müde, doch er wollte mir unbedingt Cribbage beibringen. Cribbage ist ein sehr bekanntes Spiel in Kanada, dass laut Theo ‚jeder echte Kanadier kennen muss‘. Ich persönlich muss sagen, dass das Spiel super viel Spaß macht! Das lustigste an dem Abend war aber, dass Theo von dem Spiel zu müde war, um klar zu denken.

Am Sonntag sind wir morgens nur noch zu dem letzten Spiel gefahren, dass wir auch verloren haben, und dann ging es für uns auch wieder nach Hause.

Finale Projekte

Wie auch schon im ersten Semester, endete dieses mit finalen Klausuren in manchen Fächern. Eigentlich war geplant, dass ich in Chemie eine schreiben sollte, doch nachdem meine Lehrerin an eine andere Schule gewechselt hat, viel diese nun aus. In meinen übrigen Fächern habe ich dafür aber finale Projekte abgeben müssen. Wir haben zwei Wochen Zeit für diese bekommen.

Childhood Development

Für diesen Kurs habe ich mit einer Freundin, Kiara, zusammengearbeitet. Wir haben nämlich ein Buch für Vorschulkinder geschrieben. Es hat zwei ganze Tage gedauert, bis wir eine gute Idee hatten. Und dann ging das altersgerechte Schreiben los… Du glaubst gar nicht, wie schwierig es ist, eine ganze Geschichte auf Englisch zu verfassen! Wir haben uns so viele Meinungen einholen müssen und Verbesserungen vorgenommen, weil unsere Sprachkenntnisse dann doch noch nicht ganz für sowas ausgereicht haben. In der zweiten Woche haben wir dann endlich auch die Illustrationen erstellt, sodass wir tatsächlich genau pünktlich fertig geworden sind.

Eine Seite aus dem Kinderbuch

 

Culinary Arts

In diesem Kurs ging es in finalen Projekt darum, für unsere Familie zu kochen. Das habe ich tatsächlich für eine längere Zeit einfach liegen gelassen, bis es ein wenig knapp wurde. Naja, ist nicht so schlimm, denn ich habe es schließlich immer noch abgegeben. Ich habe für meine Gastfamilie Deviled Eggs als Vorspeise gemacht, Hähnchenbrust in Kräutersoße mit Reis und Salat als Hauptspeise und typischen American Cheesecake als Nachtisch. Es hat auch an sich alles geklappt. Nur für den Cheesecake stand ich am Montag Abend 5h in der Küche und habe verschiedene Rezepte so zusammengewürfelt, wie ich es gerade brauchte. Hier sind noch die Fotos, die ich mit meinem Bericht abgegeben habe.

Photography

Weil ich sehr gerne backe, habe ich mich für Photography dazu entschieden, Foodphotography zu machen. Innerhalb der ersten Woche war ich damit schon fertig. Ich habe mich nämlich während jeder Stunde, in der ich nicht gebraucht wurde, und in jeder freien Minute in die Schulküche gestellt und gebacken. Das war mein absolutes Lieblingsprojekt in den zwei Wochen! Die fertigen Nachtische habe ich dann immer an meine Freunde, Lehrer und einmal auch an eine andere Klasse verteilt.

Hier sind ein paar der Ergebnisse:

 

Meine letzte Woche des Auslandsjahr

Die letzte Schulwoche war offiziell auch meine letzte Woche mit meiner Gastfamilie und mit meinen Freunden. Ich habe die viele freie Zeit natürlich dazu genutzt, mich noch so oft wie möglich mit Leuten zu treffen oder Spiele mit meiner Gastfamilie zu spielen. Das ist jetzt wahrscheinlich ein schlechtes Beispiel, aber ich bin teilweise mit Freunden während des Unterrichts frühstücken gegangen (natürlich nur nach Absprache mit meinen Lehrerinnen).

Donnerstag war dann auch Danica nochmal bei mir und hat mir beim Packen geholfen und sich verabschiedet. Das ging logischerweise nicht, ohne noch ein letztes mal Pandamic mit ihr zu spielen!

Am Freitag hat Steve mich schließlich mit nach Nipika genommen, wo ich am Sonntag von meinen Eltern abgeholt werden sollte. In diesen letzten drei Tagen, haben Theo, Rooney und ich ein paar runden Discgolf gespielt und natürlich auch ein wenig die Sonne genossen. Wir sind noch ein letztes mal zusammen mit den Pferden unterwegs gewesen. Und da war auch schon Sonntag und meine Eltern waren angekommen.

Mein Auslandsjahr war damit zwar beendet, aber ich bin nicht direkt wieder nach Deutschland geflogen. Meine Eltern, meine Schwester, meine Oma und ich haben noch drei Wochen Urlaub in den Rockies gemacht, bevor für mich der normale Wahnsinn wieder losgegangen ist.

Diese Flagge haben alle meine Freunde und neue Familie in Kanada unterschrieben. So habe ich sie irgendwie auch hier in Deutschland bei mir.

 

Das hier war leider mein letzter Eintrag, da mein Auslandsjahr nun seit einer Woche vorbei ist. Ich habe im vergangenem Jahr so viele unglaubliche Dinge erleben können! Für diese Möglichkeit möchte ich darum noch einmal Danke sagen, nicht nur zu meinen Eltern, sondern auch der ELE. Ihr habt mir dieses geniale und unvergessliche Jahr möglich gemacht!


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