Jul 092018
 

Zwischenzeitlich war auch bereits der Juni angebrochen und mein Auslandsjahr neigte sich dem Ende zu.  Ein Jahr voller Erinnerungen lag hinter mir. Ich durfte eine amerikanische Highschool kennenlernen, konnte in einer Familie die Sitten und Gebräuche der Amerikaner erfahren, lernte viel von dem Land kennen und hatte unendlich viele Freundschaften geschlossen. Noch eine kurze Zeit durfte ich meinen Traum leben. In diesen letzten Tagen machten sich auch meine Eltern auf in die USA. Bald würde ich Sie wiedersehen. Ein schönes Gefühl nach einem Jahr. Hatten Sie sich wohl verändert? Gab es irgendetwas neues zu Hause? Und dann war es auch so weit. Die letzte Woche brach an und meine Eltern trafen in Orem ein und standen dann auch endlich vor mir. Meine Mama fiel mir direkt mit Tränen in den Augen in die Arme. Es war etwas ungewohnt, aber sehr schön sich endlich wiederzusehen.

Meine Familie lernte meine Gastfamilie kennen und ich zeigte ihnen das Haus. Dann checkten meine Eltern in ihrem Hotel, nicht weit von unserem Haus, ein. In den ersten zwei Tagen zeigte ich meinen Eltern meine Schule, meine Lieblings-Essplätze, meine Lieblings-Aussichten, die besten Eisdielen und andere Dinge. Mein Gastvater führte uns noch ein paar Stunden durch Salt Lake City. Besonders beeindruckend waren der Mormonentempel und das Parlamentsgebäude. In den Tagen darauf folgte ein geplanter Trip. Nachdem ich in meinem Jahr 10 verschiedene Bundesstaaten besucht hatte, war es mein Wunsch, noch zwei weitere zu besuchen. Tom, mein Gastvater, empfahl uns einen Trip zu dem sogenannten Four Corners Monument. Das Four Corners (deutsch Vier Ecken) Monument ist ein Denkmal. Es wurde an der Stelle errichtet, an der die vier US-Bundesstaaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona aufeinandertreffen. Dies ist das einzige Bundesstaaten-Vierländereck der Vereinigten Staaten. Es liegt auf dem Colorado-Plateau und gehört zur Navajo Nation, dem selbstverwalteten Territorium der Navajo-Indianer. Wie man auf dem Foto sieht, versucht man gerne, alle 4 Staaten gleichzeitig zu berühren. Rund um das Denkmal sind viele Einkaufsstände, wo Indianer Schmuck, Pfeil und Bogen, selbstgemalte Bilder, geschnitzte Holzfiguren verkaufen. Meine Familie und ich bringen uns seit vielen Jahren grundsätzlich als Souvenir einen Kühlschrankmagneten mit. Diesen fanden wir zum Glück auch bei einer alten Indianerin. Zwischenzeitlich ziert er unseren Kühlschrank zu Hause.

Das letzte Ziel dieser Reise sollte der Black Canyon sein. Wie auch bereits die anderen Canyons, hatte auch dieser eine einzigartige Faszination. Der Black Canyon ist eine tiefe Schlucht, durch die der Gunnison River fließt. Er ist so schmal, dass nur sehr wenig Sonnenlicht bis auf den Grund fällt, was die Wände dunkel bis schwarz erscheinen lässt und so dem Canyon seinen Namen gab. Am Chasm Overlook-Aussichtspunkt erreicht er eine Tiefe von 555 m. Mein Vater konnte sich gar nicht satt sehen an der schönen Aussicht und schoss ein Foto nach dem anderen.

Zwei beeindruckende Museen rundeten den Ausflug ab. Zunächst waren wir im Museums of Western Colorado. Das Museum des Westens bietet eine tausendjährige Geschichte, die man erleben kann. Alte Postkutschen, Flugzeuge, alte und neue Waffen und vieles mehr können dort besichtigt werden.

Im zweiten Museum drehte sich alles um die alte Welt der Dinosaurier. Gezeigt werden echte Fossilien, gegossene Skelette und Roboter-Rekonstruktionen von Dinosauriern. Unter den Exponaten sind echte Knochen von Dinosauriern wie Apatosaurus, Allosaurus und der größte bekannte Triceratops-Schädel.

Nachdem dieser wunderschöne Trip vorüber war, brach auch schon das letzte Wochenende an. An diesem Samstag organisierte mein Gastvater eine Abschiedsparty für mich. Natürlich wollten wir auch etwas zum Buffet beitragen. So entschieden wir uns, den Amerikanern eine echte Schnippelbohnensuppe und zusätzlich Wienerschnitzel mit Bratkartoffeln und Speck zu servieren. Es war beeindruckend, wie gut unsere Gerichte dort ankamen. Meine Mutter erhielt extrem viel Lob, was sie direkt einen Zentimeter größer werden ließ 😊

Alle meine Freunde kamen und es wurde ein richtig toller Abend. Die deutschen Süßigkeiten, die meine Eltern mitgebracht haben, kamen bei den Gästen besonders gut an. Meine Eltern mussten im Gegenzug S´mores (amerikanische Marshmallows über dem Feuer erwärmt mit Schokolade und Keks) probieren und fanden das aber auch sehr lecker. Viele meiner Freunde hatten bei der Verabschiedung Tränen in den Augen. Sie wollten mich gar nicht mehr loslassen. Einige versprachen mir sogar, mich eines Tages in Deutschland besuchen zu kommen.

Nach einer rund 24-Stündigen Heimreise war ich dann endlich wieder zu Hause. Das großartige Jahr war endgültig vorbei. Die ersten Tage wollte ich es gar nicht wahrhaben, dass der Traum von der großen weiten Welt nun zu Ende ist. Ich habe so viele interessante, lustige und beeindruckende Geschichten erlebt, die ich in meinem Leben nie vergessen werde. An dieser Stelle bedanke ich mich auch ausdrücklich bei allen, die mir diesen Traum ermöglicht haben. Danke liebe Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels und Danke auch der ELE für das großzügige Stipendium.

Ich weiß noch nicht wann, aber ich weiß genau, dass ich eines Tages dort wieder hinreisen werde.

Dies war der letzte Bericht meiner Tour. Ich hoffe, ich konnte Ihnen und  Euch etwas Interessantes über meine Erlebnisse und Eindrücke erzählen.

Liebe Grüße aus Gelsenkirchen

Fabius Schilling

Mai 292018
 

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe natürlich wie immer, dass es euch gut geht. Heute möchte ich euch gedanklich mit auf eine Reise nehmen. Und zwar in eine Mine. Denn mein Gastvater arbeitet in einer Kohlmine und hat mir angeboten, dass er mich einmal mit unter Tage nehmen kann. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen…

Ausrüstung kriegen

Bevor wir in den Schacht einfahren konnten, bekamen wir eine Schutzausrüstung. Diese Bestand aus einem reflektierenden Ganzkörperanzug, Stahlkappenstiefeln und einem Helm mit einer ziemlich hellen Lampe. Aus Sicherheitsgründen erhielten wir auch noch eine Sauerstoffflasche. Nachdem wir das Alles angezogen hatten, konnte es endlich losgehen.

Einfuhr in den Schacht

Bevor wir in den Schacht einfuhren, steckten wir uns noch kurz die Ohrenstöpsel rein. Dann konnte es losgehen. Es ging langsam aber sicher in die Tiefe. Am Ende waren es 180 Meter. Unten angekommen war ich erstmal von der Größe der Mine erstaunt. Ich hatte mir nämlich vorgestellt, dass die Gänge unter Tage winzig sind. Doch das Gegenteil war der Fall. Die Gänge waren so groß, dass wir mit einem Pick-up herum fahren konnten. Das war aber auch nötig, denn wir brauchten eine gute halbe Stunde, um an die tatsächliche Stelle zu kommen, wo Kohle abgebaut wurde. Das Lustige an der Fahrt war, dass wir jedes Mal hupten, wenn wir um eine Kurve fuhren. Außerdem war ich davon fasziniert, wie finster es dort unten war. Sobald ich meine Lampe ausschaltete, konnte ich meine eigene Hand vor Augen nicht mehr sehen.

Abbaustelle

Als wir an der eigentlichen Abbaustelle ankamen, hatte ich gleich doppelt Glück. Ich konnte nämlich auf Grund eines Stromausfalls die riesigen und hochmodernen Maschinen aus nächster Nähe betrachten. Das war beeindruckend! Vor allem war ich aber überrascht, dass ein Land der dritten Welt über solche großartigen Technologien verfügt. Meine Führerin erklärte mir alle Prozesse im Detail. Besonders erstaunt war ich davon, dass die Sicherheit eine so große Priorität ist. Denn selbst die Maschinen messen während des Abbaus stetig die Werte des doch so entzündlichen und beim Abbau austretenden Methans. Doch auch das Belüftungssystem, oder wie die Decke befestigt wurde, war faszinierend. Als wir alles betrachtet hatten, wollten wir gerade wieder nach oben aufbrechen, als der Strom wieder funktionierte. Deshalb sahen wir die Maschinen, die wir noch zuvor aus nächster Nähe bestaunt haben, in Aktion. Dabei fand ich vor allem erstaunlich, dass in Sekunden, Tonnen von Kohle abgebaut wurden. Das ich den Abbauprozess dann auch noch live sehen konnte, war die Krönung des Ganzen.

An der Oberfläche

Als wir zurück an die Oberfläche kamen, waren wir völlig schwarz. Selbst wenn wir uns die Nase putzten, kam Ruß heraus. Doch ich denke, dies gehört zu einer richtigen Erfahrung dazu…

Ich hoffe euch hat der Blog gefallen.

Euer

Paul

PS: Leider durfte ich keine Fotos innerhalb des Minengeländes aufnehmen. Deshalb nur ein Foto von mir vor dem Gelände.

 

 

Mai 232018
 

 

Jeder kennt ihn aus den High-School-Filmen, den berühmten amerikanischen Schulball PROM (kurz für engl. Promenade), der in der USA am Ende eines jeden Highschool-Jahres gefeiert wird. Auch diesen Schulball konnte ich mir nicht entgehen lassen.

So ist er abgelaufen: Als erstes brauchte ich natürlich ein Date. Also habe ich mir ein nettes, hübsches Mädchen namens Harlie ausgesucht. Wie sich das gehört, musste Harlie auch gefragt werden, ob sie mit mir dort hingehen will. Das Ganze habe ich folgendermaßen gemacht:

Einer meiner Freunde hat sie von ihrem Nebenjob abgeholt und nach Hause gebracht. Dort stand ich in einem aus Kerzen eingekringelten Kreis mit einer Ananas (weil das ihre Lieblingsfrucht ist) und einem Plakat, das fragt, ob sie mit mir zum PROM gehen möchte. Sie hatte sich riesig darüber gefreut und natürlich hat sie auch „Ja“ gesagt.

Am Tag des Dates wurde am Morgen dann erstmal das passende Blumenbukett für Harlie‘s Handgelenk gekauft. Danach ging es weiter zum „Day-Date“. Wir waren eine Gruppe aus 6 Jungs mit ihren Dates – also 12 Personen. Alle wurden eingesackt und es ging den Tag über schwimmen. Es hat allen wirklich viel Spaß gemacht und alle wurden immer aufgeregter, denn in wenigen Stunden ging es zum Ball. Als wir mit Schwimmen fertig waren, sind wir alle nach Hause gefahren und haben uns fertig für den Ball gemacht. Wenn man wahrscheinlich das Haargel, Haarspray, Schminke usw. von allen 12 Personen zusammenzählt, werden da schon so ein paar Kilo Kosmetikartikel zusammengekommen sein. Ist auch egal – wir sahen zumindest alle Top aus.

Jetzt wurden alle Jungs mit dem Auto eingesackt und jeder holte sein Date von der Haustür ab. Mein Date sah wirklich sehr hübsch aus in ihrem süßen blauen Kleid. Nun wurde sich auf dem Weg zum Fotos schießen gemacht. Ein guter Fotograph machte eine großartige Fotosession mit seriösen wie aber auch verrückten Fotos von uns. Anschließend ging es zum Dinner. Wir aßen in einem japanischen Restaurant, wo wir in einem kleinen Raum einen Tisch für uns alleine hatten. Jeder musste dort seine Schuhe ausziehen. Als Essen hatte ich ein super leckeres Hähnchengericht. Allen anderen waren genauso zufrieden mit ihren Gerichten wie ich. Natürlich mussten die Jungs auch wieder mal für das Essen bezahlen, weil das bei diesen Dates so Tradition ist. Der Weg zum PROM dauerte diesmal etwas länger, da der Schulball nicht wie jeder andere in der Schule, sondern in einem extra gemieteten Gebäude stattfand. Als wir ankamen, war die Party schon „fett am Dampfen“. Es wurde viel getanzt und gelacht. Es war ein wirklich schöner Tag und ein noch schönerer Abend.

 

 

Mein Gastvater hat für mich und meine Gastgeschwister 2 Tage schulfrei rausgeholt, so dass wir am 3. Mai für fünf Tage auf einen Trip zum Yellowstone-Nationalpark gehen konnten. Dieser Park liegt zu 96% in Wyoming, 3% in Montana und 1% in Idaho. Er ist der älteste Nationalpark der Welt und wurde 1978 sogar von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Am Donnerstag fuhren wir ca. 4 Stunden bis zu unserem ersten Haltepunkt, in Idaho Falls, bei einer sehr netten befreundeten Familie, die auch etwas Deutsch sprechen konnte und sogar Sprudelwasser bei sich zuhause hatte, was ich nach so langer Zeit auch mal wieder richtig genossen habe. Da wir aber relativ spät ankamen, und alle fertig waren von der Autofahrt, wurde auch recht schnell geschlafen. Am nächsten Morgen planten wir, früh aufzustehen und weiterzufahren. Als aber alles gepackt war, fuhren meine Gastbrüder mit City Rollern einen Berg runter. Meine Gastschwester wollte es, bevor wir losfuhren, aber auch nochmal ausprobieren und es schlug leider so fehl, dass sie vom Roller fiel und sich den Kopf aufschlug. Alle gerieten in Panik und sie wurde zum Doktor gefahren. Das dauerte erstmal ein paar Stunden, bevor mein Gastvater mit meiner Gastschwester wieder zurück war. Meine Gastschwester konnte den Trip leider nicht mehr weitermachen und wir ließen sie bei der Familie und fuhren ohne sie weiter zum Yellowstone. Wir kamen am Abend an und erhielten unser Hotelzimmer, was wirklich sehr schön und groß und mit einer eigenen Küche ausgestattet war. Am nächsten Morgen wurde aufgestanden, sich fertig gemacht, super leckeres Pancake, Eggs und Bacon zum Frühstück gegessen und los gings. Wir fuhren durch den Yellowstone-Nationalpark und sahen viele sehr interessante heiße Quellen, die alle sehr unterschiedlich aussahen und in denen das Wasser unterschiedlich hoch spritzte. Aufgrund seiner Lage über eine Magmakammer des Yellowstone Vulkans befinden sich etwa 10.000 heiße Quellen in dem Park.

Außerdem sahen wir Elche und Bisons im Park. Besonders über die Bison-Büffel habe ich mich sehr gefreut. Hierzu muss man wissen, dass es um 1900 durch Wilderei nur noch weniger als 2 dutzend Bisons dort gab. Durch staatliche Maßnahmen wurde diese Herde vergrößert. Am Ende des Tages bin ich mit meinem kleinen Gastbruder dann noch ausgiebig in den Hotel-Pool gegangen.

Am nächsten Tag fuhren wir eine andere Route durch den Nationalpark und sahen wieder viele außergewöhnliche Plätze und Quellen. Dieses Mal sahen wir aber auch Rehe und einen Fuchs. Als wir nach dem Tag wieder im Hotel ankamen, war Sara mit der befreundeten Familie in unserem Hotelzimmer, die dann mit uns noch Abendbrot aß bevor sie zurück nach Hause fuhren. Sara ging es schon viel besser. Sie hatte nur noch ein paar Probleme mit dem Laufen, was noch etwas langsam ging. Am Abend ist die ganze Familie noch zusammen in den Hotelpool gegangen und dann wurde geschlafen.

Endlich kam der Tag, auf den alle am meisten gewartet haben, denn es ging zum Rafting. Wir fuhren zum Rafting-Ort und es ging mit einem Boot den Fluss hinunter. Es war wirklicher sehr spaßig, besonders wenn du vom Boot gesprungen bist. Das einzige Problem war, der Fluss war wirklich kalt! Aber die ständigen extremen Abkühlungen ersparten einem definitiv einen Sonnenbrand. Zu guter Letzt gab es noch für jeden ein fettes Eis und dann hieß es, zurück zum Hotel, Sachen packen und die Heimreise angetreten. Wegen diesen einmaligen, wunderschönen Landschaften, die vielen Tiere und das tolle Miteinander mit meiner Gastfamilie wird auch dieser Ausflug mir unvergessen in Erinnerung bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt habe ich hier noch schöne 4 Wochen übrig, bevor es für mich wieder nach Hause geht. Ich freue mich jetzt noch auf alles was kommt und ganz besonders, wenn meine Eltern mich meine letzte Woche hier besuchen kommen und ich ihnen meine Lieblings-Ess- und Chillplätze zeigen kann.

Euer Fabius

Mai 162018
 

Mittlerweile sind es nur noch 29 Tage bis ich wieder ins Flugzeug steigen und nach Hause fliegen werde. Letzten Sonntag hatten alle Austauschschüle meiner Organisation in Iowa das letzte Event, bei dem wir alle mit unseren Gastfamilien zusammen gekommen sind und für mich gilt noch zwölf Mal früh aufstehen – Wochenenden und freie Tage nicht mitgezählt – bis die Schule am 30ten Mai endet und meine drei Monate langen Sommerferien beginnen.
Alles in allem bedeutet es, dass allmählich Vorfreude, aber auch Angst, jeden Tag ein bisschen mehr spürbar werden. Vorfreude darauf, wieder in Deutschland zu sein, jedoch Angst davor, Amerika und meine Gastfamilie – vor allem meine Mom – zu verlassen und nicht zu wissen, wann man sie wiedersehen wird. Außerdem denke ich auch öfters darüber nach, wie viel sich Menschen verändert haben werden, wenn ich sie nach einem Jahr wieder treffe und ob ein paar meiner Freunde vielleicht nicht meine Frendevleiben werden da wir uns möglicherweise zu sehr verändert haben – was aber natürlich komplett in Ordnung wäre, manchmal entwickeln sich Menschen einfach anders.
Für die restliche Zeit hier habe ich definitiv vor, so viel zu unternehmen wie möglich (auch wenn das schon vorher mein Ziel war). Beispielsweise gehe ich heute mit meiner Mom ins Kino, morgen werden wir zu einem ‘Farmers Markt’ gehen und anschließend werde ich meiner Gastfamilie die Ausstellung im Museum zeigen, an der ich die letzten Monaten mit einem anderen Schüler von meiner High School gearbeitet habe, und am Sonntag haben wir ein Familientreffen, da am 13. Mai Muttertag in den USA ist.
Mit dem Eintrag heute wollte ich einen kleinen Überblick darüber geben, was bei mir gerade so los ist und ich denke, das ist auch ganz gut gelungen.

Ich wünsche Jedem, der das liest noch eine großartige Woche.
Bis dann! 😉

 Posted by at 03:52
Mai 022018
 

Hallo und herzlich willkommen zurück auf meinem Blog!

Wie ihr am Titel schon lesen konntet, bin ich mittlerweile zurück in Deutschland, nachdem ich nun ein Jahr lang in Australien gelebt hatte. Dass das die beste Zeit meines Lebens war, muss man deshalb auch gar nicht infrage stellen!

Um ehrlich zu sein, kann ich es immer noch gar nicht glauben, dass es jetzt wirklich um ist: Im Januar hatte ich noch vier Monate übrig, dann war es plötzlich nur noch einer, dann eine Woche und schließlich nur noch ein Tag. Meine Gefühle dabei kann ich kaum beschreiben, denn in einem Moment war mir zum Weinen zumute, doch im anderen habe ich mich schon wahnsinnig darauf gefreut wieder zurück in Deutschland zu sein!

Außerdem war ich auch extremst nervös: Was ist, wenn alles nicht mehr dasselbe ist? Was ist, wenn ich mich nicht mehr mit meinen Freunden verstehe? Habe ich überhaupt einen Grund nervös zu sein? Werde ich mit all meinen australischen Freunden in Kontakt bleiben? uuuuuuund so weiter.

Letztendlich war es dann so weit und ich saß im Flugzeug. Schon das hatte sich absolut absurd angefühlt und nicht, als ob ich jede Minute zurück nach Deutschland fliegen würde. Deswegen konnte ich auch gar nicht traurig sein, denn mein Abschied fühlte sich nicht wie einer an.

Am Tag zuvor war ich zwar traurig, als all meine Freunde sich nach der Schule von mir verabschiedet hatten, aber auch eher, weil es mich berührt hatte und ich erstmal realisiert hatte, was für hammer Freunde ich in Australien gefunden habe.

Schon jetzt, nur drei Tage zurück in Deutschland vermisse ich alle sehr!

„You build a life for 15 years and leave it for a year. You build a life for a year and leave it forever. Which one is harder?“

Ich finde, das trifft so ziemlich den Nagel auf den Kopf, denn was ich mir in Australien aufgebaut hatte, war mein Leben und mein Alltag und nicht nur ein Urlaubsvergnügen, was den meisten nicht so wirklich bewusst ist.

Ich plane jetzt schon meinen Besuch in ein paar Jahren nach dem Abi, aber jetzt habe ich hier erstmal ein Video für euch, dass Ausschnitte aus meinen 2 Monaten, die ich dort Sommerferien hatte, zeigt.

Obwohl ich natürlich Australien sehr vermisse, freue ich mich sehr, zurück in Deutschland zu sein, besonders weil alle meine Sorgen sich als unbegründet herausgestellt hatten. Ich versuche gerade, schnell wieder in meinen Alltag einzufinden und das Leben einfach so zu genießen, wie es jetzt gerade im Moment ist!

Da dies mein letzter Blogeintrag sein wird, hoffe ich, ich konnte euch allen einen realistischen Eindruck von einem Auslandsjahr in Australien vermitteln, so wie ich  es erlebt hatte und ihr konnte etwas mitnehmen!

Johanna