Aug 212016
 
Hallo zusammen!

 

Ich melde mich nach 2 Wochen auch mal aus der kleinen Stadt Marlow in Oklahoma. Denn dies ist die Stadt, in der ich die nächsten 5 Monate mit meiner Gastfamilie leben werde, zur Schule gehen werde und hoffentlich eine unvergessliche Zeit mit vielen tollen Erinnerungen erleben werde!

Meine Gastfamilie besteht aus meiner Gastmutter Ashley, meinem Gastvater Wade und meinen drei kleinen Gastbrüdern Bladyn (8), Lane (5) und Carter (1), welche drei Katzen und zwei Hunde haben.

Als ich am 5. August am Morgen um 10.50 in Düsseldorf das Flugzeug betreten habe, war ich natürlich sehr nervös, da ich von nun an auf mich allein gestellt war, total aufgeregt, was alles passieren würde, traurig, meine Freunde und Familie hinter mir lassen zu müssen, überglücklich, meine Reise endlich antreten zu können nach all der Arbeit, aber auch irgendwie stolz auf mich, mich tatsächlich für ein so riesiges Abenteuer entschieden zu haben. Und noch vieles mehr. Was mir und wahrscheinlich allen Austauschschülern bei so einem Moment durch den Kopf geht, ist wahrscheinlich unbeschreiblich.

Mein erster Flug ging von Düsseldorf nach Atlanta ca. 10 Stunden. Nachdem ich in Atlanta angekommen und durch die Zoll-Kontrolle gegangen bin, habe ich mich tatsächlich erst einmal ziemlich verloren gefühlt, da der Flughafen wirklich riesig ist. Aber nachdem ich immer Mal wieder ein paar Mitarbeiter mit meinen wahrscheinlich teilweise ziemlich dummen Fragen genervt  habe, bin ich auch endlich mit dem richtigen Zug an dem Eingang zu meinem Gate angekommen, (Und ja, auch das war für mich neu. Mit einem Zug oder eher einer U-Bahn einen Flughafen zu durchkreuzen. Ich bin erstmal auf Höhe meines Gates angekommen, in die falsche Richtung gelaufen und durfte wieder zurück fahren :D) und konnte erstmals wieder durchatmen. Ich war schließlich gerade in den United States of America angekommen, und war nur noch einen kurzen Flug und wenige Stunden von meiner Gastfamilie entfernt.

In Atlanta hatte ich dann einen ziemlich langen Aufenthalt von ca. 5-6 Stunden und habe in der Zeit am Flughafen etwas gegessen, angefangen mein Reisetagebuch zu schreiben, mich auf den nächsten Flug vorbereitet und vor allem darauf geachtet nicht am Gate einzuschlafen.

Als mein Flieger dann endlich um ca. 20 Uhr Ortszeit bereit war, war ich totmüde, da ich seit frühmorgens auf war, schon so viel erlebt habe, es in Deutschland bei mir Zuhause schließlich schon mitten in der Nacht, bzw. früh am morgen war und ich bei meinem ersten Flug einfach zu aufgeregt war um zu schlafen :D.

Als ich in Oklahoma City am späten Abend angekommen bin, wurde ich von meiner Gastfamilie und der Mutter und der Schwester von Wade, meinem Gastvater, empfangen. Während der ca. 1,5 stündigen Autofahrt zu meinem neuen Zuhause, habe ich mich schon recht viel mit meinen Gasteltern unterhalten und sie haben mir schon (so gut wie es im dunkeln möglich war) etwas von der Umgebung gezeigt. Meine Gastbrüder waren während der gesamten Zeit sehr still, was man auch so näher beschreiben könnte, dass Lane geschlafen, Carter mich angestarrt und Bladyn schüchtern, auf die Straße guckend, geschwiegen hat 😀 (was ich allen natürlich nicht verübeln kann 🙂 ). Als wir um ca. 23.30 endlich am Haus angekommen sind, wurde mir alles gezeigt und ich bin duschen und danach direkt ins Bett gegangen und habe meine erste Nacht in meinem neuen, amerikanischen Zuhause verbracht.

Am nächsten Tag, meinem ersten richtigen Tag in den USA, bin ich mit Ashley, Brenda (der Mutter von Wade), Kristen (Wades Schwester) und einer Freundin von allen (welche übrigens früher einmal Deutschlehrerin war), nach Texas in eine Mall gefahren, da alle zusammen wie jedes Jahr Kleidung für ihre Kinder bzw. Enkelkinder kaufen wollten. Es war für mich schon sehr aufregend mit dem Auto durchs Land zu fahren und erst Recht die verschiedenen Städte zu sehen (welche hier im ländlichen Oklahoma und Texas wirklich sehr anders aussehen), was alle ganz lustig fanden und mich schon neugierig über Unterschiede zu Deutschland ausgefragt haben. Als wir spät abends zurück gekommen sind, bin ich schon früh ins Bett gegangen um Schlaf aufzuholen und mich der Zeitumstellung anzupassen.

Am nächsten Tag waren wir an einem der Seen hier in der Nähe und haben Rehe mit extra „Deer Corn“ gefüttert, welche hier wirklich in Unmengen herumlaufen. Ansonsten habe ich habe mit Bladyn und Lane zum ersten Mal „Catch“ gespielt, wie man das Werfen und Fangen des Baseballs bzw. Softballs nennt, was mehr Spaß macht, als es sich jetzt anhört ;), und war mit ihnen im Pool.  Am nächsten Tag sind wir drei und Wade schon sehr früh im Morgen aufgestanden, um an dem  See angeln zu gehen. Und ich war schon gespannt, wie der Sonnenaufgang hier aussieht, denn die Sonneneuntergänge hier sind wirklich traumhaft im Vergleich zu Deutschland! Wir sind dann schon recht früh wieder zurück nach Hause gefahren, da es zu heiß war um viele Fische zu fangen und Lane und Bladyn nur geschlafen haben, da sie so müde vom frühen Aufstehen waren :D.Etwas später dann bin ich mit Wade und einem Freund von ihm in die nächste Stadt gefahren, um schießen zu gehen. Als wir an dem Schießplatz angekommen sind, habe ich Ohren- und Augenschutz bekommen, was zusammen mit der schweren Pistole oder was auch immer das für ein riesiges Gerät war das ich getragen habe, schon etwas beunruhigend auf mich gewirkt hat, da so etwas komplett neu für mich war. Beide haben mir auch gerne alles gezeigt und erklärt und haben mich immer mal wieder gefragt, ob ich nicht auch mal schießen möchte, was ich allerdings beim ersten mal noch nicht wollte.

Am nächtsten Tag sind wir mit der ganzen Familie zu meiner Schule, der Bray-Doyle High School gefahren, um mich anzumelden. Dort habe ich dann auch zum ersten Mal mein Softball Team getroffen, bei dem mich meine Gastmutter schon im Voraus angekündigt hatte. Für die Amerikaner hier ist es übrigens ziemlich schwer meinen Namen richtig auszusprechen, weshalb ich schon bei diesem ersten Treffen sehr schnell von meinem Coach den Spitznamen „Vinny“ bekommen habe, der anfangs anscheinend nur sehr wenig von meinem Namen verstanden hat 😀

Am nächsten Tag hatte ich schon zum ersten Mal Softball Practice, weshalb ich schon ziemlich nervös war, da ich eigentlich noch gar nicht wirklich etwas über den Sport oder die Regeln wussste. Aber ich hatte viel Spaß, habe viel gelernt und habe sogar schon meine Kleidung für die anstehenden Spiele bekommen.

In den weiteren Tagen war ich dann zum ersten Mal in dem riesigen Walmart einkaufen, ich habe die Familien meiner Gasteltern schon ein bisschen kennengelernt, mit denen wir dann auch den Nachmittag an Bladyns 8. Geburtstag verbracht haben und ich war zum ersten Mal bei einem Football Spiel.

In den letzten Tagen hatte ich dann eigentlich immer morgens Softball Practice und dann nachmittags ein Spiel, aber zu Softball erzähle ich später mal mehr 🙂

Täglicher Sonnenuntergang... Außerdem kann man meine Familie beim "Fourwheeler" fahren sehen, was ich auch schon ausprobieren durfte :)

Täglicher Sonnenuntergang… Im Hintergrund kann man auch ein bisschen von meiner  Familie beim „Fourwheeler“ fahren erkennen, was ich auch schon ausprobieren durfte :)

 

 

Am Morgen, als wir angeln waren

Am Morgen, als wir angeln waren

 

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Mehr Bilder folgen hoffentlich spätestens bei meinem nächsten Eintrag, aber ich habe es leider noch nicht geschafft, die Bilder von meinem Handy auf meinen Laptop zu ziehen und außerdem kämpfe ich noch immer mit dem Programm…

Und damit bis zum nächsten Mal, ich hoffe ich konnte euch schon einen ersten Eindruck von meinem neuen Leben hier in den USA verschaffen!

Eure Svenja

 

 

 

Aug 162016
 

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Die ersten zwei Tagen waren ziemlich aufregend. Ich habe das ganze Haus und den Garten gezeigt bekommen und habe mich in meinem Zimmer etwas mehr eingerichtet und letzte Sachen ausgepackt.

Am ersten Tag sind wir wieder zu der Freundin meiner Gastmutter gefahren und haben dort gegessen und haben geredet. Nach dem Abwasch sind wir dann im Pool schwimmen gegangen und hatten dabei Begleitung von den beiden Hunden. Marley und Buddy lieben es zu schwimmen und im Wasser zu spielen. Dort haben wir auch den Abend verbracht. Erst spät abends sind wir dann wieder nach hause gefahren und sind in Bett gegangen.

Der zweite Tag fing später an. Nach dem Frühstück hatte jeder noch etwas Zeit für sich erst um die Mittagszeit sind wir zu unserer neuen Schule gefahren. Weeki Wachee High School. Es ist eine moderne und relativ übersichtliche Schule. Wir haben einige Formulare ausgefüllt und haben einige Informationen mit nach Hause bekommen. Danach sind wir dann zusammen wieder nach Hause gefahren und haben etwas gegessen. So um 19 sind wir dann das erste mal einkaufen gefahren. Ich wusste ja wie groß amerikanische Supermärkte sind. Aber so groß? Ich war ziemlich beeindruckt. Wir haben unsere Sachen eingekauft sind wieder nach Hause gefahren und wir haben zusammen das Dinner vorbereitet. Als wir fertig waren und aufgeräumt haben, haben wir unsere Taschen gepackt denn am nächsten Tag sollte es für uns nach Mobile Alabama gehen. Ich war schon ziemlich aufgeregt die Familie von meiner Gastfamilie zu treffen aber habe mich auch gefreut. An dem Abend sind wir früh ins Bett gegangen was auch mir ziemlich gelegen kam denn ich war von meinem langen Flug und den ersten und neuen Eindrücken ziemlich müde.

Was wir in Alabama erlebt haben und wie die Fahrt dahin war kommt in meinem nächsten Bericht.

 Posted by at 18:17
Aug 082016
 

Am 02. August.2016 um 9Uhr 40 min ging mein erster Flug von Düsseldorf nach Zürich. Anstatt der angedachten Stunde flog ich nur 40 Minuten. Es war ein ziemlicher ruhiger Flug und es fühlte sich komisch an zu wissen das ich ab jetzt auf mich alleingestellt war. Aber andererseits auch ein Stück weit erwachsen. Ich las mein Abschiedsbuch, das meine Freunde mit Liebe für mich gemacht haben und dachte über den langen anstehenden Flug nach.

Der Abschied meiner Familie viel mir schwer. Nach den letzten  Ratschlägen war es soweit: Ich musste mich für eine lange Zeit von meiner Familie verabschieden. Das fiel mir aber auch allen anderen nicht leicht. Ich versprach mich regelmäßig zu melden, drehte mich um und ging auf den Sicherheitsbereich zu. Dort war es der Prozess den ich schon von Flügen in den Urlaub kannte. Nachdem das geschafft war drehte ich mich ein letztes mal um, um meiner Familie das letzte mal zu winken.

Ich ging zu meinem Gate und wartete auf das Boarding. Als auch das geschafft war konnte ich endlich im Flugzeug tief durchatmen.

In Zürich angekommen hatte ich erste Orientierungsschwierigkeiten, mir wurde aber direkt geholfen und so fand ich den Weg. Mein Koffer wurde direkt weitergeleitet sodass ich mich darum schon mal nicht mehr kümmern brauchte. Ich hatte noch ein wenig Zeit mir was zu trinken zu kaufen, mich umzusehen und dann schon mal zu meinem nächsten Gate zu gehen. Bevor ich allerdings dort ankam musste ich durch eine Kontrolle wo mein Reisepass und Visum gecheckt wurden. Als ich auch sicher in meinem zweiten Flieger saß fühlte ich mich zuerst merkwürdig und ich vermisste meine Familie war aber auch gleichzeitig stolz auf mich es endlich so weit geschafft zu haben. Mit diesem Flugzeug bin ich ungefähr 9 Stunden bis nach Tampa geflogen.

Während des Fluges las ich ein wenig, guckte verschiedene Filme, hörte Musik und unterhielt mich mit meiner Sitznachbarin. Nach den ersten 2 Stunden gab es ein warmes Essen und es wurden während des Fluges  immer wieder verschiedene Snacks verteilt. Kurz vor der Landung wurden Zettel verteilt die wir ausfüllen mussten.

Als ich dann endlich nach aufregenden 9 Stunden in Tampa gelandet bin musste ich durch verschiedene Kontrollen und die ausgefüllten Zettel wieder abgeben, erst danach durfte ich mein Gepäck abholen. Mein Gepäck kam als einer der letzten . Während des Wartens betete ich inständig das er bitte nicht verloren gegangen sei. Gerade nachdem alles weitere so gut geklappt hat. Aber auch als die letzte Hürde überstanden war konnte ich mich auf die Suche meiner Gastfamilie machen. Ich fand sie nach kurzer Zeit und wurde herzlich begrüßt. Wir wurden von einer Freundin von meiner Gastmutter abgeholt und fuhren zu dem Haus ihrer Freundin um dort zu essen. Als ich aus dem Flughafen ging musste ich kurz stehen bleiben und versuchen weiter zu atmen was mir zwar gelang aber dies nur schwer. Ich wusste ja das es in Florida warm werden kann aber so warm? Als ich mich daran gewöhnt hatte stiegen wir ein und fuhren los. Während der Autofahrt machte sich langsam die Müdigkeit breit die ich zuvor erfolgreich verdrängt habe. Nach dem Essen fuhren wir nach Hause für mich war es schwer halbwegs noch wach zu bleiben. Als wir ankamen zeigte sie mir kurz das Hus und ich ging ins Bett.

In meinem nächsten Bericht erzähle ich euch von unserem Haus und die ersten Tage in den USA.

PS: Zu diesem Beitrag folgen in den nächsten Tagen auch noch Bilder

 

 

 Posted by at 04:15
Aug 082016
 

Hallo!

Herzlichen Willkommen. Hier werde ich in den nächsten 10 Monaten meine Erfahrungen die ich in den USA mache mit euch teilen.

Aber zuerst möchte ich mich gerne vorstellen:

Ich bin Anna Knust und bin 15 Jahre alt. Ich wohne in Bottrop und besuche dort das Heinrich-Heine Gymnasium.

Die nächsten 10 Monate verbringe ich in einer Gastfamilie in Florida, USA.

Eine Zeit lang ins Ausland zu gehen war schon immer ein großer Wunsch von mir, der sich hiermit erfüllt. Deswegen freue mich auch sehr auf die Erfahrungen die ich sammeln kann und darauf viele neue Leute kennenzulernen. Und auch darauf meine Eindrücke mit euch teilen zu können.

In meinem nächsten Bericht erzähle ich euch von dem Abschied meiner Familie, meinem Flug und dem Ankommen in meinem neuen zu Hause.

 Posted by at 03:32