Nov 222017
 

Drei Monate hier und es läuft immer noch alles bestens. Diesen Monat gab es viele neue Erlebnisse. Dach abreißen und neu decken in Logan, Geburtstagsparty, Halloween, Sadies Ball, Footballfinalspiel von meiner Schule und mein erstes College-Footballspiel.  Aber der Reihe nach.

Es hieß früh aufstehen und ab nach Logan. Da meine Familie früher in Logan gewohnt hat,  haben sie dort noch ihr altes Haus, wo einer meiner Gastgeschwister jetzt lebt. Das Dach dieses Hauses war ziemlich kaputt. Das hieß, zwei Tage Arbeit für Abriss und Neubelag vom Dach. Das war eine ganz schön harte Arbeit,  wurde aber mit einem wirklich leckeren Abendessen belohnt. Was mich aber ziemlich beeindruckt hat, ist die Hilfe der Nachbarn. Im Laufe weniger Stunden waren wir 15 Leute, die alle mitgeholfen haben.

Auch in diesen Wochen habe ich schon wieder so viele neue Leute kennengelernt und wurde auch auf die erste Geburtstagsparty eingeladen. Die war wirklich sehr lustig, da wir Eislaufen waren und dies einer meiner Lieblingsaktivitäten ist.

Dann kam Halloween in den USA. Es ist wirklich sehr cool, da hier alle Halloween lieben und schon einen Monat vorher das Haus schmücken. Die Kürbisse werden hier nicht einfach im Supermarkt gekauft, sondern es wird dafür extra zu einer Kürbisfarm gefahren. Zwei Tage vor Halloween war ich auf einer richtig coolen Halloweenparty. Das Haus war riesig und es gab einen Indoor Pool und einen Outdoor Whirlpool. Fast alle Gäste waren auch schwimmen. Überall im ganzen Haus waren Leute, wie man es aus den amerikanischen Filmen kennt. Nur hier gibt es keinen Alkohol, stattdessen in reichlichem Maße Cola, Fanta und Sprite. An Halloween selbst gehen, anders als in Deutschland, wo die Kinder ja so bis ca. 12 Jahren noch nach Süßigkeiten fragen, auch noch 17-jährige durch die Straßen. Wir selber haben aber an Halloween ein paar Leute eingeladen und eine kleine Party gefeiert.

Wie ich ja in meinem letzten Beitrag erwähnt habe, gibt es im November einen weiteren Ball, zu dem die Mädchen die Jungen fragen müssen. Dieser Ball nennt sich Sadie und ich wurde tatsächlich von einem sehr netten Mädchen gefragt. Es war wirklich sehr süß. Es ist Tradition, dass das Mädchen dich mit einem Plakat fragt, das sie dir vor die Haustür legt, klopft und schnell wegrennt. Auf dem Plakat hat mein Mädchen versucht, mich auf Deutsch zu fragen. Außerdem hat sie neben dem Plakat überall Monster und andere Süßigkeiten gelegt. Dann ist es Tradition, dass der Junge antwortet. Da sie seit mehreren Jahren die gleichen Schuhe hatte und die wirklich schon sehr kaputt waren, habe ich Schuhe gekauft und ihr vor die Haustür gelegt mit dem Spruch: Let‘s Kick It At Sadies. An dem Tag des Sadies macht man normalerweise einen „Date Tag“. Aber da mein Gastvater für genau diesen Tag Karten für ein College-Footballspiel hatte, mussten wir diesen Programmpunkt ausfallen lassen, planen aber, das nachzuholen. Das College-Footballspiel war wirklich bombastisch und hat sich auf jeden Fall gelohnt anzusehen. Das Team, für das meine Gastfamilie schwärmt, hat auch gewonnen. Nach dem Footballgame sind wir dann nach Hause gefahren und Glena (mein Ballmädchen) hat mich abgeholt. Dann haben wir uns mit ihrer besten Freundin und dessen Freund getroffen, um uns zu schminken. Das Thema  des Balls war Safari, deshalb sind wir als Tiere gegangen. Zuerst waren wir wieder super lecker essen und dann ging es zum Sadies Ball. Es wurde viel getanzt und war wie eine riesige Party. Ich hatte einen tollen Abend.

In diesem Monat gab es auch viele Footballspiele, die unsere Schulmannschaft alle gewonnen hatte und es so ins Finale geschafft hatte. An dem Finalfreitag hieß es für die Schüler nur 15 Minuten Unterricht, so dass um 9 Uhr Schluss war und so gut wie alle zum Finalspiel nach Salt Lake City gefahren sind. Es war ein super lustiges Spiel mit viel Anfeuerung, was wir dann auch haushoch gewonnen haben. Das einzige Problem war an diesem Tag die Kälte. Es hat sogar geschneit.

Das war ein wirklich aufregender und spannender Monat mit einer ganzen Menge Spaß. Das nächste Highlight, was jetzt auf mich wartet, ist Thanksgiving. Ich freue mich wirklich sehr darauf und natürlich auch auf den Black-Friday.  Aber davon erzähle ich das nächste Mal.

Liebe Grüße aus Utah,

Fabius

 

Okt 302017
 

Was in Deutschland eher als überflüssig und oftmals sogar nervig betrachtet wird, wird in den USA noch richtig gefeiert. Die Rede ist von Halloween.

In Deutschland habe ich Halloween immer so verbracht, dass ich Zuhause geblieben bin und jeder im Haus ab und zu genervt wurde, wenn die Haustür geklingelt hat. Ich habe mich zu Halloween nie verkleidet und bin nie um die Häuser gelaufen.
Jetzt gerade ist es zwar noch einen Tag hin, bis zu meinem ersten Halloween in den USA, aber da ich schon diverse Erfahrungen damit gemacht habe, wie Amerikaner Halloween feiern, möchte ich euch schonmal daran teilhaben lassen.

Meine erste ‘wahre’ Halloween-Erfahrung hatte ich vor ca. zwei Wochen als ich mit meiner Mom und meinem Gastbruder Süßigkeiten an kleine Kinder bei einem sogenannten “Trunk or Treat”-Event verteilt habe – mein Dad hatte leider kein Interesse daran, uns beim Verteilen der Süßigkeiten Gesellschaft zu leisten. Das Event wurde von einem lokalen Fitnessstudio veranstaltet. “Trunk or Treat” kann man übrigens in etwas als “Kofferraum oder Süßigkeit” übersetzen. Bei dem Event verkleiden sich Freiwillige und dekorieren den Kofferraum eines Autos oder Trucks in dem Thema ihrer Verkleidungen. Die Freiwilligen verteilen Süßigkeiten an Kinder (die sich ebenfalls verkleiden), sobald diese “Trunk or Treat”zu ihnen gesagt haben. Das Thema von meiner Gastfamilie und mir war Star Wars. Mein Gastbruder war Boba Fett, meine Mom R2D2 und ich Ahsoka Tano. In dem Bild unter diesem Artikel könnt ihr mein Outfit und unseren Kofferraum sehen. Das Event hat mir wirklich viel Spaß gemacht!

Eine andere Sache, die Amerikaner (oder zumindest Leute in Iowa) zu Halloween machen, ist Partys geben. Ich hätte zu so einer Party gehen können, da sie aber am Samstag stattfand und Samstag das einzige Nacht-Footballspiel der Mannschaft der University of Iowa war, habe ich mich dazu entschieden, zu dem Footballspiel zu gehen (meine Gastfamilie hat Jahreskarten für die Heimspiele dieser Mannschaft). Meine Mom und mein Dad haben mir nämlich von dem ersten Footballspiel an, auf dem wir waren, immer wieder gesagt, das Nachtspiele eine besondere Atmosphäre haben, daher wollte ich diese Atmosphäre selbst einmal erleben und es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Um wieder auf das Thema Halloween zurückzukehren, werde ich jetzt erzählen, was meine Dad, mein Gastbruder und ich morgen – wenn Halloween ist – machen werden. Wir werden zu einem Berg namens ‚Sleepy Hollow‘ fahren. Dort gibt es mehrere Gruselhäuser und gruselige Attraktionen – meine Mom kommt leider nicht mit, da sie so gut wie alles hasst, was etwas mit Erschrecken oder Gruseln zu tun hat. Ich hingegen freue mich schon wirklich sehr darauf!

Andere kleiner Sachen, die mir hier zu Halloween aufgefallen sind, sind einmal, dass eine meine Lehrerin ihren Klassenraum in der Schule sehr schön zu Halloween dekoriert hat. Insgesamt habe ich hier schon sehr viele gruselig-schön dekorierte Häuser gesehen. Auch gibt es in meiner Nähe – wie gesagt – mehrere Gruselhäuser, die immer extra zur Halloween-Zeit aufmachen. Und ich habe vor ein paar Tagen einen Kürbis geschnitzt, was ziemlich viel Spaß gemacht hat. Die morgendliche Ansage in der Schule wurde sogar so verändert, dass am Ende immer eine ‘gruselige’ Musik zu hören war und morgen nochmal sein wird.

Alles in allem kann ich sagen, dass Halloween in den USA auf jeden Fall schon etwas anderes ist als in Deutschland, und ich würde mich wirklich freuen, wenn es in Deutschland größer und beliebter wäre. Ich wünsche jedem noch eine schöne Woche!

Bis Bald! 😉

So sah der Platz vor Beginn des „Trunk or Treat“-Events aus

Unser Kofferraum

Mein Kostüm

Der extra zu Halloween dekorierte Raum meiner Psychologie Lehrerin

So sah der Kürbis, den ich geschnitzt habe, von vorne aus

Und so von hinten

 Posted by at 23:09
Okt 262017
 

Herzlich willkommen zu einem weiteren Blog,

eigentlich wollte ich in meinem nächsten Blogeintrag berichten, wie ich zu meiner nächsten Gastfamilie reise. Doch letztes Wochenende hatte ich die Ehre, bei einer Clantradition dabei zu sein. Und davon MUSS ich euch einfach erzählen, denn in Deutschland gibt es nicht ansatzweise etwas vergleichbares!

Das Ritual fand ein ganzes Wochenende in der Geburtsstadt meines Gastvaters statt und wurde dieses Mal für zwei meiner Gastgeschwister veranstaltet. Der Hintergrund des Rituals ist der, dass die verstorbenen Clanmitglieder über die Jugendlichen wachen sollen, nachdem sie das Ritual absolviert haben. Mit ,,wachen“ ist gemeint, dass die verstorbenen Clanmitglieder die Jugendlichen von bösen Gedanken und Gefahren fernhalten sollen.

Ablauf

Alles began damit, dass die Körper meiner Gastgeschwister mit Pulver eines roten Steines eingeschmiert wurden. Danach mussten sich beide auf eine Decke setzen, die sie bis zum Ende des Rituals nicht mehr verlassen durften. Ja, ihr habt richtig gehört sie mussten auf der Decke von Freitag bis Sonntag sitzen. Auf der Decke sitzend, wurde jedem jetzt jeweils eine Ziege vorgeführt und zu den verstorbenen Clanmitgliedern gebetet. Als nächstes wurde im Hinterhof ein Loch neben einer Heilpflanze gegraben. An diesem Loch schlachteten sie dann die zwei Ziegen und gaben sowohl deren Blut als auch den Mageninhalt in das Loch. Das soll einen positiven Effekt auf die Heilpflanze haben. Am selben Tag mussten mein Gastbruder und meine Gastschwester, für die das Ritual stattfand, das rechte Hinterbein verzehren, weil es das vermutlich stärkste Bein ist. Der Rest der Ziege wurde am ersten Tag nicht gekocht, sondern nur ins Haus gebracht. Denn die meine Gastgeschwister mussten auf der Decke neben den zwei toten Ziegen schlafen. Am nächsten Tag wurden dann die Reste der Ziegen gekocht und anschließend von allen gegessen. Mit dem Ziegenkopf geschah jedoch noch etwas besonderes. Zur Erinnerung wurden von ihm die Hörner entfernt und an einen Pfahl gehangen. Außerdem entfernten sie das Fell vom Kopf, um ihn anschließend komplett bis auf die Knochen aufessen zu können. Für meine Gastgeschwister stand nach dem Mahl noch eine weitere Nacht auf der Decke an. Als sie auch diese überstanden hatten, gab jeder Teilnehmer noch seinen Segen zu einer Kette. Diese wurde ihnen zum Abschluss des Rituals umgehangen. Dazu muss man noch sagen, dass sie die Kette nicht abnehmen dürfen, bis sie von alleine abfällt. So endete ein für mich total fremdes, aber total interessantes Ritual.

Ich hoffe, es war auch für euch interessant.

Unten habe ich noch Bilder und Videos angehangen.

Bis zum nächsten Mal

Euer Paul

 

 

 

 

 

In diesen Töpfen wurden die Ziegen gekocht.

Hier wird gerade das Fell vom Kopf entfernt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Fell wird vom Körper entfernt.

Okt 252017
 

Hey Leute,

ich melde mich mal wieder!

In diesem Blogeintrag wollte ich mal genauer auf meine Schule eingehen und die ganzen Unterschiede zwischen einer Schule in Australien und einer Schule in Deutschland, denn da sind mir einige aufgefallen!

Die Uniform

Ich denke, dass das wohl offensichtlich war, denn so gut wie alle Schulen in Australien haben Schuluniformen. Ich werde euch unten auch mal ein Bild von mir in meiner Uniform einblenden, so wie ich sie jeden Tag im Moment trage.

Ehrlich gesagt habe ich mich erst seeeeehr auf die Uniformen gefreut, einfach weil Filme wie Hanni + Nanni einen immer den Eindruck gemacht haben, dass diese cool sind.

Sind sie aber nicht, g

laubt mir. Natürlich ist es praktisch, dass man nie darüber nachdenken muss, was man anziehen muss, aber diese Dinger sind echt unbequem und

ich vermisse echt meine normale Kleidung! 😉


 

 

Beten in
der Schule/Religion

Weil viele Schulen in Australien von der Kirche geleitet werden, gehört zum einen Religion zu den Pflichtfächern, zum Anderen beten wir aber jeden Morgen vor der Schule und nachmittags nach der Schule.

Das mag sich jetzt zwar etwas langweilig anhören, was es auch oft ist, aber was ich echt toll finde, ist dass man hier vieles mit einem religiösen Verständnis von Nächstenliebe etc. angeht, weshalb wir viele soziale Produkte, wie z.B. Operation Christmas Child an der Schule macht und soziale und ausserschulische Projekte und Organisationen unterstützt.

Bei Operation Christmas Child z.B. macht man ein Geschenk für ein Kind in einem anderen Land, das noch nie zuvor ein Weihnachtsgeschenk gekriegt hat.

Die Fächer

Wie auch in Deutschland hat man in der 10. Klasse die Möglichkeit, seine Fächer zu wählen. Der Unterschied dabei ist aber, dass man in Australien statt 11 oder 12 Fächern nur 7 hat.

Pflichtfächer in meiner Jahrgangsstufe sind Englisch, Religion und Sport. Weil man, um in Australien zur Schule gehen zu dürfen, aber Geld bezahlen muss, haben wir ganz andere Möglichkeiten  für den Unterricht.

So habe ich z.B. Photography und FoodTech gewählt, die Schule stellt uns dafür sehr gute Kameras und Essen kostenlos zur Verfügung.

Andere Möglichkeiten sind WoodTech, worin man lernt zu schreinern; Musik, worin jeder Schüler ein Musikinstrument lernen kann, Drama, Dance und so weiter.

Ich muss schon sagen, dass mir diese Seite von Schule in Australien sehr gut gefällt, einfach weil jeder Schüler sich noch viel mehr für den zukünftigen Beruf spezialisieren kann und nur das machen kann, was zu einem passt und worin man gut ist.

Es hat aber auch seine Nachteile, denn da Mathe hier kein Pflichtfach ist, wählen viele es ab und auch Sprachen werden hier kaum angeboten, weshalb viele Leute nur Englisch sprechen können.

Meiner Meinung nach ist das echt schade!

Ist Schule in Australien oder in Deutschland schwieriger?

Viele Leute haben mir vor dem Anfang meines Austausches gesagt, dass Schule in Australien viel einfacher ist, was auch viele meiner Austauschschüler- Freunde bestätigen konnten. Sie lernen nämlich so gut wie gar nichts und das meiste ist auf dem Level einer 9. oder 8. Jahrgangsstufe.

Mich hat es aber ziemlich gut getroffen, da ich durch Zufall auf eine sehr beliebte und gute Privatschule kam (viele Schulen in Australien sind privat).

Meine Schule ist z.B. Mathe betreffend ungefähr auf dem Level von meiner deutschen Schule und ich lerne viele Sachen, die ich vorher noch nicht kannte.

Letztendlich ist Schule in Australien aber selbst noch bei meiner Schule etwas leichter als meine Schule in Deutschland.

Die ganze Mentalität

Australier haben einen großen Nationalstolz, weshalb wir zum Beispiel beim AthleticsDay an meiner Schule gemeinsam die Nationalhymne gesungen haben.

Wie ich schon in einem vorigen Beitrag erwähnt habe, ist Football (oder auch Footy) eine große Sache in Australien. Als es dann das Grand Final war, also das grosse Finale und der Gewinner feststand, sind mehr als nur ein paar  (Freuden-)Tränen geflossen, da das Team meiner Gastfamilie gewonnen hat.

Ich war komplett verwundert darüber, aber das Finale ist so eine große Sache hier, dass da wohl immer Tränen fließen.

Erst war es alles ein bisschen komisch, aber es ist echt mitreißend und toll, da man sich wie ein Teil einer Einheit fühlt.

Ehrlich gesagt, könnte ich noch vieeeel mehr schreiben, doch letztendlich wäre dieser Blogeintrag zu lang!

Deshalb bis zum nächsten Mal!

Johanna, seit mehr als 3 Monaten in Australien.

Okt 152017
 

 

Nun bin ich seit zwei Monaten hier und ich bereue meine Entscheidung, ein Austauschjahr zu machen, nicht. Ich habe in diesem Monat noch mehr Leute kennengelernt und neue Freundschaften geknüpft. Mit meiner Familie läuft alles super und ich hatte bis jetzt noch keine Probleme.

Langsam wird hier in Utah das Wetter immer kälter und kälter. Ich hatte lange Tagestemperaturen von ca. 30 C°. Das ist leider vorbei. Die Temperaturen sind gefallen auf 10 – 16 C°. Man kann auch schon Schnee oben auf den Bergen der Rocky Mountains sehen.

Gespräche auf Englisch laufen mittlerweile recht gut. Aber wenn in der Schule der Lehrer seinen Vortrag hält, fällt mir das Verstehen immer noch ein bisschen schwer. Das Fach Fitness macht mir in letzter Zeit immer mehr Spaß, weil ich immer mehr Sportspiele kennenlerne. Gestern waren wir im Fitnessraum, wovon ich heute den ganzen Tag Muskelkater habe. Aber es war trotzdem sehr cool zu trainieren.

Am 7. Oktober hatte ich „Homecoming“. Das ist ein Schulball, bei dem der Junge ein Mädchen fragen muss, ob sie ihn zu diesem Ball begleiten möchte und dann hat man hier ein Date. Ich habe ein Mädchen namens Jenna gefragt, aber erst zwei Tage vor dem Homecoming, sodass das Ganze mit Kleid, Krawatte und Blumen etwas stressig wurde. Die Krawatte muss nämlich die gleiche Farbe wie das Kleid haben und die Blumen auch. Der Junge muss für das Mädchen die Blumen besorgen und umgekehrt. Ich habe meiner Begleiterin also Blumen fürs Handgelenk gekauft und sie hat mir Blumen zum Anstecken an den Anzug gemacht. An dem Tag des Homecoming bin ich dann von meinem Gastvater zu ihrem Haus gefahren worden und dann von Jennas Vater ins Haus gelassen worden. Dann kam Jenna mit ihrem Kleid stilecht ins Zimmer  und wir mussten uns gegenseitig die Blumen anstecken. Danach fotografierte uns Jennas Mutter. Wir hatten uns mit noch einem weiteren Pärchen verabredet, zusammen den Abend zu verbringen. Die beiden kamen dann auch zum Haus von Jenna. Nun wurden nochmals Fotos von den beiden und von uns allen vieren gemacht. Jetzt ging es auf zum Dinner. Wir fuhren zu einem Sushi-Steak Restaurant, wo vor unseren Augen auf lustige Art und Weise mit viel Jongleurgeschick unser Essen vorbereitet wurde. Danach musste natürlich der Junge für das Dinner bezahlen.

Jetzt ging es auf zum Homecoming Ball. Das Ganze fand in einer großen Turnhalle statt und war wie so eine Art Disco. Zwischendurch wurde aber langsame Musik gespielt, bei der man mit seinem Partner zu  tanzen hatte. Kurz vor Ende des Balls wurde dann noch der Homecoming King und die Homecoming Queen aufgerufen, die dann zusammen eine Ehrenrunde tanzen mussten. Insgesamt hat mich Homecoming über 100$ gekostet, was sich aber gelohnt hat. Es war ein wirklich großartiger Abend und ich hatte eine Menge Spaß. Im November ist der nächste Ball, bei dem aber dieses Mal die Mädchen die Jungs fragen müssen. Ich bin mal gespannt, ob ich gefragt werde.

 

 

Am letzten Donnerstag hatte ich hier mein erstes Konzert mit der Jazz-Band und dem Orchester. Das war wirklich sehr schön und ich muss sagen,  wir waren wirklich gut. Im Orchester hatte ich sogar beim letzten Stück zusammen mit einem anderen Jungen ein Flügelhorn-Solo,  was wir super hinbekommen haben. Mein Gastvater war wirklich sehr begeistert und er freut sich schon auf das nächste Konzert.

 

Also wie man sieht, fühle ich mich wirklich wohl hier und habe eine Menge Spaß.

Liebe Grüße aus Utah,

Fabius