Mai 292018
 

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe natürlich wie immer, dass es euch gut geht. Heute möchte ich euch gedanklich mit auf eine Reise nehmen. Und zwar in eine Mine. Denn mein Gastvater arbeitet in einer Kohlmine und hat mir angeboten, dass er mich einmal mit unter Tage nehmen kann. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen…

Ausrüstung kriegen

Bevor wir in den Schacht einfahren konnten, bekamen wir eine Schutzausrüstung. Diese Bestand aus einem reflektierenden Ganzkörperanzug, Stahlkappenstiefeln und einem Helm mit einer ziemlich hellen Lampe. Aus Sicherheitsgründen erhielten wir auch noch eine Sauerstoffflasche. Nachdem wir das Alles angezogen hatten, konnte es endlich losgehen.

Einfuhr in den Schacht

Bevor wir in den Schacht einfuhren, steckten wir uns noch kurz die Ohrenstöpsel rein. Dann konnte es losgehen. Es ging langsam aber sicher in die Tiefe. Am Ende waren es 180 Meter. Unten angekommen war ich erstmal von der Größe der Mine erstaunt. Ich hatte mir nämlich vorgestellt, dass die Gänge unter Tage winzig sind. Doch das Gegenteil war der Fall. Die Gänge waren so groß, dass wir mit einem Pick-up herum fahren konnten. Das war aber auch nötig, denn wir brauchten eine gute halbe Stunde, um an die tatsächliche Stelle zu kommen, wo Kohle abgebaut wurde. Das Lustige an der Fahrt war, dass wir jedes Mal hupten, wenn wir um eine Kurve fuhren. Außerdem war ich davon fasziniert, wie finster es dort unten war. Sobald ich meine Lampe ausschaltete, konnte ich meine eigene Hand vor Augen nicht mehr sehen.

Abbaustelle

Als wir an der eigentlichen Abbaustelle ankamen, hatte ich gleich doppelt Glück. Ich konnte nämlich auf Grund eines Stromausfalls die riesigen und hochmodernen Maschinen aus nächster Nähe betrachten. Das war beeindruckend! Vor allem war ich aber überrascht, dass ein Land der dritten Welt über solche großartigen Technologien verfügt. Meine Führerin erklärte mir alle Prozesse im Detail. Besonders erstaunt war ich davon, dass die Sicherheit eine so große Priorität ist. Denn selbst die Maschinen messen während des Abbaus stetig die Werte des doch so entzündlichen und beim Abbau austretenden Methans. Doch auch das Belüftungssystem, oder wie die Decke befestigt wurde, war faszinierend. Als wir alles betrachtet hatten, wollten wir gerade wieder nach oben aufbrechen, als der Strom wieder funktionierte. Deshalb sahen wir die Maschinen, die wir noch zuvor aus nächster Nähe bestaunt haben, in Aktion. Dabei fand ich vor allem erstaunlich, dass in Sekunden, Tonnen von Kohle abgebaut wurden. Das ich den Abbauprozess dann auch noch live sehen konnte, war die Krönung des Ganzen.

An der Oberfläche

Als wir zurück an die Oberfläche kamen, waren wir völlig schwarz. Selbst wenn wir uns die Nase putzten, kam Ruß heraus. Doch ich denke, dies gehört zu einer richtigen Erfahrung dazu…

Ich hoffe euch hat der Blog gefallen.

Euer

Paul

PS: Leider durfte ich keine Fotos innerhalb des Minengeländes aufnehmen. Deshalb nur ein Foto von mir vor dem Gelände.

 

 

Mai 232018
 

 

Jeder kennt ihn aus den High-School-Filmen, den berühmten amerikanischen Schulball PROM (kurz für engl. Promenade), der in der USA am Ende eines jeden Highschool-Jahres gefeiert wird. Auch diesen Schulball konnte ich mir nicht entgehen lassen.

So ist er abgelaufen: Als erstes brauchte ich natürlich ein Date. Also habe ich mir ein nettes, hübsches Mädchen namens Harlie ausgesucht. Wie sich das gehört, musste Harlie auch gefragt werden, ob sie mit mir dort hingehen will. Das Ganze habe ich folgendermaßen gemacht:

Einer meiner Freunde hat sie von ihrem Nebenjob abgeholt und nach Hause gebracht. Dort stand ich in einem aus Kerzen eingekringelten Kreis mit einer Ananas (weil das ihre Lieblingsfrucht ist) und einem Plakat, das fragt, ob sie mit mir zum PROM gehen möchte. Sie hatte sich riesig darüber gefreut und natürlich hat sie auch „Ja“ gesagt.

Am Tag des Dates wurde am Morgen dann erstmal das passende Blumenbukett für Harlie‘s Handgelenk gekauft. Danach ging es weiter zum „Day-Date“. Wir waren eine Gruppe aus 6 Jungs mit ihren Dates – also 12 Personen. Alle wurden eingesackt und es ging den Tag über schwimmen. Es hat allen wirklich viel Spaß gemacht und alle wurden immer aufgeregter, denn in wenigen Stunden ging es zum Ball. Als wir mit Schwimmen fertig waren, sind wir alle nach Hause gefahren und haben uns fertig für den Ball gemacht. Wenn man wahrscheinlich das Haargel, Haarspray, Schminke usw. von allen 12 Personen zusammenzählt, werden da schon so ein paar Kilo Kosmetikartikel zusammengekommen sein. Ist auch egal – wir sahen zumindest alle Top aus.

Jetzt wurden alle Jungs mit dem Auto eingesackt und jeder holte sein Date von der Haustür ab. Mein Date sah wirklich sehr hübsch aus in ihrem süßen blauen Kleid. Nun wurde sich auf dem Weg zum Fotos schießen gemacht. Ein guter Fotograph machte eine großartige Fotosession mit seriösen wie aber auch verrückten Fotos von uns. Anschließend ging es zum Dinner. Wir aßen in einem japanischen Restaurant, wo wir in einem kleinen Raum einen Tisch für uns alleine hatten. Jeder musste dort seine Schuhe ausziehen. Als Essen hatte ich ein super leckeres Hähnchengericht. Allen anderen waren genauso zufrieden mit ihren Gerichten wie ich. Natürlich mussten die Jungs auch wieder mal für das Essen bezahlen, weil das bei diesen Dates so Tradition ist. Der Weg zum PROM dauerte diesmal etwas länger, da der Schulball nicht wie jeder andere in der Schule, sondern in einem extra gemieteten Gebäude stattfand. Als wir ankamen, war die Party schon „fett am Dampfen“. Es wurde viel getanzt und gelacht. Es war ein wirklich schöner Tag und ein noch schönerer Abend.

 

 

Mein Gastvater hat für mich und meine Gastgeschwister 2 Tage schulfrei rausgeholt, so dass wir am 3. Mai für fünf Tage auf einen Trip zum Yellowstone-Nationalpark gehen konnten. Dieser Park liegt zu 96% in Wyoming, 3% in Montana und 1% in Idaho. Er ist der älteste Nationalpark der Welt und wurde 1978 sogar von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Am Donnerstag fuhren wir ca. 4 Stunden bis zu unserem ersten Haltepunkt, in Idaho Falls, bei einer sehr netten befreundeten Familie, die auch etwas Deutsch sprechen konnte und sogar Sprudelwasser bei sich zuhause hatte, was ich nach so langer Zeit auch mal wieder richtig genossen habe. Da wir aber relativ spät ankamen, und alle fertig waren von der Autofahrt, wurde auch recht schnell geschlafen. Am nächsten Morgen planten wir, früh aufzustehen und weiterzufahren. Als aber alles gepackt war, fuhren meine Gastbrüder mit City Rollern einen Berg runter. Meine Gastschwester wollte es, bevor wir losfuhren, aber auch nochmal ausprobieren und es schlug leider so fehl, dass sie vom Roller fiel und sich den Kopf aufschlug. Alle gerieten in Panik und sie wurde zum Doktor gefahren. Das dauerte erstmal ein paar Stunden, bevor mein Gastvater mit meiner Gastschwester wieder zurück war. Meine Gastschwester konnte den Trip leider nicht mehr weitermachen und wir ließen sie bei der Familie und fuhren ohne sie weiter zum Yellowstone. Wir kamen am Abend an und erhielten unser Hotelzimmer, was wirklich sehr schön und groß und mit einer eigenen Küche ausgestattet war. Am nächsten Morgen wurde aufgestanden, sich fertig gemacht, super leckeres Pancake, Eggs und Bacon zum Frühstück gegessen und los gings. Wir fuhren durch den Yellowstone-Nationalpark und sahen viele sehr interessante heiße Quellen, die alle sehr unterschiedlich aussahen und in denen das Wasser unterschiedlich hoch spritzte. Aufgrund seiner Lage über eine Magmakammer des Yellowstone Vulkans befinden sich etwa 10.000 heiße Quellen in dem Park.

Außerdem sahen wir Elche und Bisons im Park. Besonders über die Bison-Büffel habe ich mich sehr gefreut. Hierzu muss man wissen, dass es um 1900 durch Wilderei nur noch weniger als 2 dutzend Bisons dort gab. Durch staatliche Maßnahmen wurde diese Herde vergrößert. Am Ende des Tages bin ich mit meinem kleinen Gastbruder dann noch ausgiebig in den Hotel-Pool gegangen.

Am nächsten Tag fuhren wir eine andere Route durch den Nationalpark und sahen wieder viele außergewöhnliche Plätze und Quellen. Dieses Mal sahen wir aber auch Rehe und einen Fuchs. Als wir nach dem Tag wieder im Hotel ankamen, war Sara mit der befreundeten Familie in unserem Hotelzimmer, die dann mit uns noch Abendbrot aß bevor sie zurück nach Hause fuhren. Sara ging es schon viel besser. Sie hatte nur noch ein paar Probleme mit dem Laufen, was noch etwas langsam ging. Am Abend ist die ganze Familie noch zusammen in den Hotelpool gegangen und dann wurde geschlafen.

Endlich kam der Tag, auf den alle am meisten gewartet haben, denn es ging zum Rafting. Wir fuhren zum Rafting-Ort und es ging mit einem Boot den Fluss hinunter. Es war wirklicher sehr spaßig, besonders wenn du vom Boot gesprungen bist. Das einzige Problem war, der Fluss war wirklich kalt! Aber die ständigen extremen Abkühlungen ersparten einem definitiv einen Sonnenbrand. Zu guter Letzt gab es noch für jeden ein fettes Eis und dann hieß es, zurück zum Hotel, Sachen packen und die Heimreise angetreten. Wegen diesen einmaligen, wunderschönen Landschaften, die vielen Tiere und das tolle Miteinander mit meiner Gastfamilie wird auch dieser Ausflug mir unvergessen in Erinnerung bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt habe ich hier noch schöne 4 Wochen übrig, bevor es für mich wieder nach Hause geht. Ich freue mich jetzt noch auf alles was kommt und ganz besonders, wenn meine Eltern mich meine letzte Woche hier besuchen kommen und ich ihnen meine Lieblings-Ess- und Chillplätze zeigen kann.

Euer Fabius

Mai 162018
 

Mittlerweile sind es nur noch 29 Tage bis ich wieder ins Flugzeug steigen und nach Hause fliegen werde. Letzten Sonntag hatten alle Austauschschüle meiner Organisation in Iowa das letzte Event, bei dem wir alle mit unseren Gastfamilien zusammen gekommen sind und für mich gilt noch zwölf Mal früh aufstehen – Wochenenden und freie Tage nicht mitgezählt – bis die Schule am 30ten Mai endet und meine drei Monate langen Sommerferien beginnen.
Alles in allem bedeutet es, dass allmählich Vorfreude, aber auch Angst, jeden Tag ein bisschen mehr spürbar werden. Vorfreude darauf, wieder in Deutschland zu sein, jedoch Angst davor, Amerika und meine Gastfamilie – vor allem meine Mom – zu verlassen und nicht zu wissen, wann man sie wiedersehen wird. Außerdem denke ich auch öfters darüber nach, wie viel sich Menschen verändert haben werden, wenn ich sie nach einem Jahr wieder treffe und ob ein paar meiner Freunde vielleicht nicht meine Frendevleiben werden da wir uns möglicherweise zu sehr verändert haben – was aber natürlich komplett in Ordnung wäre, manchmal entwickeln sich Menschen einfach anders.
Für die restliche Zeit hier habe ich definitiv vor, so viel zu unternehmen wie möglich (auch wenn das schon vorher mein Ziel war). Beispielsweise gehe ich heute mit meiner Mom ins Kino, morgen werden wir zu einem ‘Farmers Markt’ gehen und anschließend werde ich meiner Gastfamilie die Ausstellung im Museum zeigen, an der ich die letzten Monaten mit einem anderen Schüler von meiner High School gearbeitet habe, und am Sonntag haben wir ein Familientreffen, da am 13. Mai Muttertag in den USA ist.
Mit dem Eintrag heute wollte ich einen kleinen Überblick darüber geben, was bei mir gerade so los ist und ich denke, das ist auch ganz gut gelungen.

Ich wünsche Jedem, der das liest noch eine großartige Woche.
Bis dann! 😉

 Posted by at 03:52
Mai 022018
 

Hallo und herzlich willkommen zurück auf meinem Blog!

Wie ihr am Titel schon lesen konntet, bin ich mittlerweile zurück in Deutschland, nachdem ich nun ein Jahr lang in Australien gelebt hatte. Dass das die beste Zeit meines Lebens war, muss man deshalb auch gar nicht infrage stellen!

Um ehrlich zu sein, kann ich es immer noch gar nicht glauben, dass es jetzt wirklich um ist: Im Januar hatte ich noch vier Monate übrig, dann war es plötzlich nur noch einer, dann eine Woche und schließlich nur noch ein Tag. Meine Gefühle dabei kann ich kaum beschreiben, denn in einem Moment war mir zum Weinen zumute, doch im anderen habe ich mich schon wahnsinnig darauf gefreut wieder zurück in Deutschland zu sein!

Außerdem war ich auch extremst nervös: Was ist, wenn alles nicht mehr dasselbe ist? Was ist, wenn ich mich nicht mehr mit meinen Freunden verstehe? Habe ich überhaupt einen Grund nervös zu sein? Werde ich mit all meinen australischen Freunden in Kontakt bleiben? uuuuuuund so weiter.

Letztendlich war es dann so weit und ich saß im Flugzeug. Schon das hatte sich absolut absurd angefühlt und nicht, als ob ich jede Minute zurück nach Deutschland fliegen würde. Deswegen konnte ich auch gar nicht traurig sein, denn mein Abschied fühlte sich nicht wie einer an.

Am Tag zuvor war ich zwar traurig, als all meine Freunde sich nach der Schule von mir verabschiedet hatten, aber auch eher, weil es mich berührt hatte und ich erstmal realisiert hatte, was für hammer Freunde ich in Australien gefunden habe.

Schon jetzt, nur drei Tage zurück in Deutschland vermisse ich alle sehr!

„You build a life for 15 years and leave it for a year. You build a life for a year and leave it forever. Which one is harder?“

Ich finde, das trifft so ziemlich den Nagel auf den Kopf, denn was ich mir in Australien aufgebaut hatte, war mein Leben und mein Alltag und nicht nur ein Urlaubsvergnügen, was den meisten nicht so wirklich bewusst ist.

Ich plane jetzt schon meinen Besuch in ein paar Jahren nach dem Abi, aber jetzt habe ich hier erstmal ein Video für euch, dass Ausschnitte aus meinen 2 Monaten, die ich dort Sommerferien hatte, zeigt.

Obwohl ich natürlich Australien sehr vermisse, freue ich mich sehr, zurück in Deutschland zu sein, besonders weil alle meine Sorgen sich als unbegründet herausgestellt hatten. Ich versuche gerade, schnell wieder in meinen Alltag einzufinden und das Leben einfach so zu genießen, wie es jetzt gerade im Moment ist!

Da dies mein letzter Blogeintrag sein wird, hoffe ich, ich konnte euch allen einen realistischen Eindruck von einem Auslandsjahr in Australien vermitteln, so wie ich  es erlebt hatte und ihr konnte etwas mitnehmen!

Johanna

 

Apr 262018
 

 

In meinen Osterferien hatte ich auch noch die Möglichkeit, den Bundesstaat Washington kennenzulernen. Die Familien von zwei meiner Freunde wohnen dort. Daher waren die Unterkünfte für unseren Trip gesichert. Da wir zunächst über 800 Meilen (fast 1.300 km) vor uns hatten, standen wir am Karsamstag sehr früh auf und los gings.

Nach circa 12 Stunden Fahrt kamen wir bei der Familie an, die in Grenznähe von Washington, noch im Bundesstaat Oregon lebt und verbrachten dort unsere erste Nacht.

Am nächsten Morgen, es war Ostersonntag, gab es ein super leckeres Osterfrühstück. Anschließend hatte ich ein schönes Ostertelefonat mit meiner Familie in Deutschland, die ich auch schon länger nicht mehr gesprochen hatte. Auch wenn man so weit weg von zu Hause ist, ist es doch ein gutes Gefühl, an so wichtigen Feiertagen einmal die eigene Familie in Deutschland zu sprechen.

Der Trip ging nun weiter und wir besuchten Portland. Portland ist eine sehr schöne Stadt im Bundesstaat Oregon. Dort findet man viele verrückte Leute. Besonders cool war ein Flash Mop in Portland. Dort fand ganz spontan eine riesen Kissenschlacht mitten in der City statt. Hier trafen sich dutzende von Menschen und bewarfen bzw. schlugen sich einfach mit weichen Kissen. Ein riesen Spaß für Groß und Klein. Dass wir da mitgemacht haben, dürfte wohl klar sein.

Bevor wir Portland verließen, waren wir noch in einem sehr berühmten Donutsladen. Ich habe noch nie eine so große Auswahl an leckeren Donuts gesehen. Donuts mit verschiedenen Schokoladen- und Nusssorten, herzhafte sowie süße und bunte Donuts soweit das Auge reichte. Wir mussten zwar eine halbe Stunde anstehen, aber ich kann nur sagen: Es hat sich gelohnt!

Dann fuhren wir weiter zu einer anderen Familie von einem meiner Freunde nach North Bent in Washington. Dort angekommen erhielten wir noch ein zünftiges Abendbrot und danach sind alle ganz schnell eingeschlafen.

Für den nächsten Tag war ein super cooler Hike zu einem wunderschönen Wasserfall geplant. Wir mussten über viele Hindernissen, wo man alle 10 Sekunden fast hingefallen ist. Zum Glück haben es aber alle heile, ein wenig nass aber mit ganz viel Spaß geschafft.

Während des nächsten Tages haben wir uns die Hauptstadt vom Bundesstaat Washington, Olympia, angeschaut, wo wir den „TEMPLE OF JUSTICE“ und das „LEGISLATIVE BUILDING“ sahen. Der Temple of Justice ist ein sehr beeindruckendes Gebäude, welches direkt im Eingangsbereich mächtige Säulen hat. Im Inneren ist es nicht weniger überwältigend. Man erfährt hier viel über die Geschichte von Olympia. Die große Bibliothek ist wahrscheinlich besonders für Jura-Studenten sehr empfehlenswert. Das Legislative Building ist auch sehr interessant gebaut und ist sozusagen das Zuhause der Regierung des Staates Washington.

Nach so viel Stadtkultur sind wir noch ein paar Stunden zum Strand gefahren. Es war super lustig dort, weil wir mit dem Auto über den Sandstrand mit hoher Geschwindigkeit fahren konnten. Außerdem war der Strand unendlich schön. Selten sah ich so ein klares Wasser. Ein wunderschöner Sonnenuntergang rundete den Tag ab. Der Rückweg dauerte etwas länger, da wir mitten im Nirgendwo mit dem Auto stehen geblieben sind. Das Öl war alle! Zum Glück hat ein freundlicher junger Mann angehalten, uns zu einer Tankstelle gefahren, damit wir neues Öl kaufen konnten und zurück zum Auto gebracht. Das nenne ich Einsatz!

Der nächste Tag wurde mit einem Besuch nach Seattle verbracht. Seattle ist nicht nur eine wunderschöne Stadt, sondern auch die größte Stadt im Nordwesten der Vereinigten Staaten. Wir waren auf einem Markt, dann in einem deutschen Einkaufsladen, wo meine Freunde auch mal deutsches Essen probiert haben. Ich muss zugeben, dass das Essen wirklich annähernd wie zu Hause geschmeckt hat. Meine Freunde sagten nur: Auf jeden Fall auch ein guter Grund, mal nach Deutschland zu kommen“. Anschließend fuhren wir zur sogenannten Kaugummi-Wand, wo eine komplette Wand voll mit Kaugummis war. Letztendlich haben wir  noch eine Stadtrundfahrt gemacht um einen Gesamteindruck von Seattle zu bekommen. Wir sind auch mit einer Schwebebahn, der „Monorail“, gefahren. Mit der Monorail fährt man zwischen den Hochhäusern der Stadt und hat einen netten Blick auf und durch die „Skyline“. Zum Abendessen waren wir in einem japanischen Restaurant. Aus Sicht meiner Freunde war dieser Tag definitiv ein internationaler kulinarischer Festtag😊.

Am darauffolgenden Tag haben wir in Seattle noch ein paar mehr Sehenswürdigkeiten erhascht. Dabei sind wir auch in einen wirklich coolen Park mit einer wunderschönen Aussicht auf Seattle gegangen. Der Tag endete mit dem Besuch im Seattle Art Museum. Hierbei handelt es sich um ein Kunstmuseum. Dort haben wir berühmte Gemälde und Skulpturen sowie andere Kunsthandwerke gesehen. Klingt auf den ersten Blick zwar ein wenig langweilig, war aber wirklich abwechslungsreich und interessant.

Am letzten Tag vor unserer Heimreise sind wir mit einer Fähre zum „Ft Casey Historical State Park“ gefahren. Dieser Park ist 189 Hektar groß.  Dort gab es viel zu sehen. Besonders die zahlreichen historischen Gebäude von einer ehemaligen Festung waren sehr interessant. Einen Bunker konnten wir auch besichtigen.  Natürlich waren wir auch am berühmten Leuchtturm, der ehemals von großer Bedeutung für das US Militär war. Um uns zu stärken waren wir in einem Restaurant, was aufgebaut war wie ein normales Haus. Das Essen war super lecker.

Am Samstag wurde die Heimreise angetreten und es ging dann nochmal circa 13 Stunden zurück.

Der Trip war sehr spannend, interessant und das Wichtigste, wir hatten eine Menge Spaß.

Liebe Grüße aus Utah

Euer Fabius