Sep 042017
 

Am 24. September begann für mich die Schule. Schon ein paar Tage davor hatte ich einen Termin in der Schule, um meine Fächer zu wählen.

Die Fächerwahlen für Austauschschüler sind an meiner Schule flexibler als wenn ich eine ’normale‘ High School-Schülerin wäre. Die einzigen Fächer, die ich verpflichtend wählen musste, sind amerikanische Geschichte und Englisch – die hätte ich aber auch gewählt, wenn ich nicht dazu verpflichtet gewesen wäre.
Um es gleich vorweg zu nehmen, ich habe meinen Stundenplan insgesamt vier Mal geändert. Das mag für den ein oder anderen im ersten Augenblick womöglich ein bisschen oft klingen, aber immer wenn ich gemerkt habe, dass mir bestimmte Fächer keinen Spaß machen, dachte ich mir einfach:

„Dann probiere ich eben etwas anderes aus. Das ist zumindest besser als jeden Tag unzufrieden zur Schule zu gehen, weil mir mein Stundenplan nicht gefällt.“

Und diesen Gedanken habe ich befolgt – ganze vier Mal. Im Endeffekt kann ich nur sagen, dass ich es besser nicht hätte machen können. Jetzt gefällt mir mein Stundenplan sehr gut und es gibt nicht ein einziges Fach, auf das ich ’so gar keinen Bock‘ habe.
Ich kann nur allen, die das hier lesen, raten genau das gleiche zu tun. Auch wenn ihr dabei viermal fast euren ganzen Stundenplan ändert. Ich habe genau das Gleiche getan und damit geht es mir wirklich super. Die Fächer, die ich in diesem Halbjahr habe oder im nächsten Halbjahr noch haben werde, sind:
US History I, US History II, US Government, English II Writing, English II Literature, Survey of Literature, American Literature, Psychology, Sociology, Ancient Greek and Roman History, 20th Century Wars, British Literature und World Literature.

 

Der erste Schultag..

.. war überraschend leicht. Die größte Herausforderung war für mich, meinen ersten Klassenraum zu finde, weil ich wirklich keine Ahnung hatte, wo dieser lag und das Raumprinzip meiner Schule noch überhaupt nicht verstanden hatte. Ich fragte also zwei Mädchen, die gerade an mir vorbeiliefen. Diese zeigten mir sofort, wo ich hin musste und von diesem Zeitpunkt aus, hatte ich nie wieder Probleme, mich in meiner Schule zurechtzufinden.
Mit meinen Lehrern habe ich immer am Anfang der Stunden gesprochen, um ihnen mitzuteilen, dass ich eine Austauschschülerin aus Deutschland bin. Wobei das im Endeffekt gar nicht nötig gewesen wäre, da alle Lehrer von der Schule schon ein Mail bekommen hatten, in der sie über mich informiert worden waren. Mein Tipp an euch wäre, vorsichtshalber aber trotzdem mit allen Lehrern zu reden, da jede Schule natürlich unterschiedlich mit Austauschschülern umgeht und außerdem wissen die Lehrer dann auch, wie der jeweilige Austauschschüler aussieht und kennen nicht nur seinen/ihren Namen.
Ich habe übrigens schon Volleyball ausprobiert, auch wenn ich gemerkt habe, dass das kein Sport für mich ist. Aber das ist OK! Wenn ihr ein Auslandsjahr machen solltet, dann probiert einfach verschiedene Sachen aus, ändert euren Stundenplan vier Mal, wenn ihr damit nicht zufrieden seid! Das schlimmste, das ihr als Austauschschüler machen könnt, ist wenn ihr mit etwas nicht zufrieden seid oder euch etwas kein Spaß macht, das einfach zu ignorieren und ohne Veränderung weiterzumachen.
Euer Auslandsjahr ist nur ein Jahr oder vielleicht auch nur ein Halbjahr lang, das solltet ihr euch nicht durch Sachen kaputt machen, die euch nicht gefallen, die ihr aber eigentlich ganz schnell ändern könntet!

Damit verabschiede ich mich auch erstmal wieder. Wir werden am Abend grillen, da heute Labor Day ist und meine Mom und mein Dad daher nicht arbeiten und ich und mein Gastbruder nicht in die Schule müssen.

Bis bald! 🙂

 

Das Schulgebäude

 

Der Haupteingang

 

Ein Schulkorridor

 

Ein standard Klassenzimmer

 

Ein ‚Cardinal‘, das Maskottchen meiner Schule

 

 

 Posted by at 20:31
Sep 012017
 

Hallo zusammen,

wie bereits angekündigt, werde ich in diesem Blog von meinen Erlebnissen an meiner neuen Schule berichten.

Und eins kann ich bereits vorwegnehmen: Die ersten Schulwochen waren wirklich wie erwartet ganz anders im Vergleich zu Deutschland und somit sehr aufregend!

Als endlich der erste Schultag gekommen war, durfte ich also auch ENDLICH die Schuluniform tragen. Hemd und Krawatte tragend merkte ich aber auch langsam, dass sich die Schulen in Südafrika wirklich von den Deutschen unterscheiden. Auf der 30 minütigen Autofahrt zur Schule bekam ich noch die letzten Regeln erklärt, die von Aufstehen, wenn der Lehrer den Raum betritt, über das Verbot den Rasen zu betreten, reichten. Während mir die, für mich völlig neuen, Regeln erklärt wurden, spürte ich schon auf der Autofahrt eine gewisse Zusammengehörigkeit, wenn man andere Schüler in der selben Uniform sah. Kurz vor der Schule gerieten wir dann in den täglichen Stau. Dieser entsteht hier jeden Morgen aus dem Grund, dass wirklich jeder Schüler mit dem Auto kommt. Das hängt damit zusammen, dass es in Südafrika nur wenige gute Schulen gibt und viele deshalb einen langen Weg auf sich nehmen, um eine gute Schule zu besuchen. Für diejenigen, für die der Weg zu weit ist, um ihn täglich zu fahren, für die gibt es eine Art Herberge in der Schule, wo sie dann wohnen und nur in den Ferien nach Hause fahren. Als wir dann an der Schule ankamen, war ich erstmal erstaunt wie riesig die Schule ist (kleiner Ausschnitt oben rechts). Denn mal ganz abgesehen von der Schüleranzahl, besitzen gute Schulen in Südafrika schuleigene Tennis-, Hockey-, Fußball- und Rugbyfelder. Nachdem ich mich dem Direktor vorgestellt hatte, wie es hier üblich ist, ging ich mit meinem Gastbruder zum morgendlichen Register, wo die Anwesenheit überprüft wird. Dort hießen mich alle herzlich willkommen, weshalb meine anfängliche Befürchtung, auf Desinteresse zu stoßen, völlig unberechtigt war. Als ich dann noch die von mir aus Deutschland mitgebrachten Haribos verteilte, kam ich auch mit den Letzten ins Gespräch und der Grundstein für eine schöne Zeit war bereits gelegt. Den restlichen ersten Tag verbrachten wir vor allem damit, dass alle ihre Noten gesagt bekamen, die auf dem Zeugnis stehen. Denn das Zeugnis bekommt man hier, im Gegensatz zu Deutschland, erst nach den Ferien. Am Ende des Tages stand noch ,,Assembly“ an, worunter ich mir von allem am wenigsten vorstellen konnte. Noch bevor mich mein Gastbruder zu dem Gebäude wo ,,Assembly“ stattfindet, führte, konnte ich mir durch das aufgeregte Gerede über ,,Assembly“ und dem Fakt, dass es jeden Montag und Freitag ist, denken, welchen Stellenwert ,,Assembly“ für die Schule hat. Dadurch, dass der Stellenwert eben so hoch ist, war der Andrang von Schülern, die in das Gebäude wollten, eben auch so groß. Deshalb mussten wir uns beeilen, um einen der beliebten Plätze zu ergattern. Denn wer keinen Platz findet, kann nur eine Liveübertragung vom Klassenraum aus gucken. Doch glücklicherweise erkämpften wir uns unsere Plätze. Die ganzen Schultrophäen in den Vitrinen beeindruckten mich schon bevor die Versammlung überhaupt begonnen hatte. Zuerst werden immer alle Lehrer von den bereits sitzenden Schülern mit tobendem Applaus zur Versammlung willkommen geheißen. Anschließend wurde zusammen gebetet. Selbst das war imposant, weil es eine riesige Masse an Schülern geschafft hat, nicht einen Mux zu sagen. Daraufhin hielt der Schulleiter eine Motivationsrede für das neue Quartal. In der Rede versuchte er sowohl die Motivation für bessere schulische, als auch sportliche Leistungen zu puschen. Zum Schluss haben wir dann noch die Schulhymne gesungen. Dabei konnte ich einen ,,Schulspirit“ erleben, wie ich ihn in aus Deutschland nicht annähernd kenne. Es war ein faszinierendes Bild eine große Menge Schüler, mit einheitlicher Kleidung stehen zu sehen. Jeder fasst sich an sein Herz und sang so laut wie er nur konnte. Und glaubt mir: Bei einer Jungenschule, in einem Gebäude, das schallt, ist das ziemlich laut. In der restlichen Woche bekamen meine Mitschülere ihre restlichen Noten und die Schule fing wieder an ernst zu werden. Ich lernte immer mehr Leute kennen und fing an, mich immer wohler zu fühlen. Am Freitag der ersten Schulwoche, fand auch schon wieder etwas statt, was ich so aus Deutschland nicht kannte. Meine Schule organisierte ein Fußballturnier, zu dem Schulen aus dem ganzen Land anreisten. Die ganze Schule bekam sogar schulfrei, um unser Schulteam anzufeuern. Obwohl unsere Schule immer das ganze Spielfeld umrandete und wir unsere Schulsongs sangen, schied unser Fußballteam leider nach einigen Siegen knapp aus.

In der zweiten Woche ging es in der Schule dann richtig los. Neben den ganzen neuen Regeln, an die ich mich versuchte bestmöglichst zu halten, es meist aber nicht schaffte, weil ich immer mal vergaß aufzustehen, wenn der Lehrer den Raum betratt, war mir außerdem der Stundenplan fremd. In Südafrika hat man nur Sieben Fächer, die man dann auch täglich hat. Doch daran gewöhnt man sich sehr schnell.

In den letzten Wochen hatte ich vor allem in Fächern wie Biologie, durch die vielen spezifischen englischen Begriffe Schwierigkeiten zu folgen. Fächer wie zum Beispiel Mathe fallen mir hingegen relativ leicht, weil ich dafür nicht all zu viele Fremdwörter kennen muss.

Abschließend kann ich wirklich nur sagen, dass meine Schule vom Schulstoff her mit einer deutschen Schule zu vergleichen ist und das Bild von schlecht ausgebildeten Lehrkräften und schlecht ausgestatteten Schulen, was die meisten Leute im Kopf haben, wenn sie an afrikanische Schulen denken, nicht zwingend der Fall ist. Doch was man überhaupt nicht mit einer deutschen Schule vergleichen kann, ist das Gemeinschaftsgefühl in einer südafrikanischen Schule. Der ,,Schulspirit“ ist sogar so groß, dass die ganze Schule am letzten Wochenende durch das halbe Land gereist ist, nur um das erste Schulrugbyteam in einem Spiel anzufeuern. Und das ist wirklich etwas um das man südafrikanische Schulen nur beneiden kann. Genau dieser Zusammenhalt ist auch das, was mich bisher am meisten hier begeistert hat.

Ich hoffe, ich konnte euch einen möglichst genauen Einblick in mein Schulleben geben.

Ich wünsche euch allen auf diesem Weg einen guten Start ins neue Schuljahr.

Hier unten habe ich noch ein Bild von mir und meinen Freunden in Schuluniform angehangen.

In dem Sinne bis zum nächsten Blog

Euer Paul

 

 

 

 

Aug 252017
 

Hey und herzlich willkommen zu meinem neuen Blogeintrag!

!!!Fuer alle, die es noch nicht wissen: Ihr koennt mein Auslandsjahr auf YouTube verfolgen! Mein Name ist dort: JohannaInDownUnder !!!!

Fuer mich sind es jetzt schon bald zwei Monate, die ich in Australien bin und ich kann es gar nicht in Worte fassen, wie viel mir die Erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe, gebracht haben und wie sehr ich meine Zeit hier geniesse!!!

Zu meiner Gastfamilie habe ich ein echt gutes Verhaeltnis aufgebaut und da sie mich wie eine zweite Tochter behandeln, habe ich schon irgendwie „meinen Platz“ in der Familie gefunden.

Das Heimweh hat mich zwar noch nicht gepackt, doch ich vermisse in manchen Momenten meine Familie, meine Freunde und generell typische deutsche Sachen, wie Sprudelwasser oder vernuenftige Chips, die nicht „Chicken, Barbeque oder Cheese-Flavour“ haben. Das sind alles nur Kleinigkeiten, doch man beginnt sie wertzuschaetzen. Das sind z.B. meine Lieblingschips hier!

 

Was mir an Australien aber besonders gefaellt, sind folgende drei Sachen:

1.Schule:

Schule in Australien bedeutet einen mehr vielseitigeren Unterricht, der auch z.B. aus Fotografieren (eins meiner Wahlfaecher) oder Schreinern (auch „Woodtech“) genannt bestehen kann.

Da man hier naemlich Geld bezahlen muss, um zur Schule zu gehen, haben viele Schulen etwas preisintensivere Moeglichkeiten fuer die Unterrichtsgestaltung, da z.B. meine Schule einen Fernseher, Beamer und mehr in jedem Klassenraum hat.

Zudem ist das Verhaeltnis zwischen Schuelern und Lehrern vieeeeel lockerer und man unterhaelt sich mal gerne mit ihnen in den Pausen.

Die Schuluniformen gehoeren zwar auch dazu, gefallen mir aber nicht ganz so!

Wenn ihr sehen wollt, wie meine Schuluniformen aussehen, dann schaut euch mein YouTube-Video dazu an! (YouTube: JohannaInDownUnder)

Hier aber mal einen kleinen Einblick in meine Sommeruniform!

  1. AFL (oder Aussie Rules Football):

Ich muss dazu sagen, dass ich in DE nie ein grosser Fan von Fussball war, weil es mich oft gelangweilt hat. Aussie Rules Football ist aber das komplette Gegenteil von Fussball:

Es fallen um die 40 Goals jedes Spiel und es passiert eigentlich immer etwas. Es ist zwar etwas aggressiv, aber weitaus weniger als es in den Medien dargestellt wird!

Hier seht ihr ein Foto von mir bei meinem 1.Footballspiel in Melbourne, wo die Geelong Cats (meine Heimatstadt) gegen Carlton gespielt haben:

 

  1. Die Menschen hier:

Ja, man merkt auch einen Unterschied zwischen den Leuten in Australien und Deutschland!

Meinen Erfahrungen nach sind die Menschen hier etwas offener gegenueber Neuem und natuerlich die „Easy-Going“-Mentalitaet, die man den Australiern nachsagt. Ich wurde super schnell in die Gemeinschaft hier aufgenommen und kenne mittlerweile die meisten Leute meiner (250 Leute!!!) Stufe. Die Menschen sind hier direkt auf mich zugegangen und haben sich fuer mich und mein Herkunftsland interessiert. Ich bin bereits auf zwei Geburtstagspartys fuer den naechsten Monat eingeladen, war bereits auf einer anderen, habe mich mit mehreren Leuten getroffen, bin in einem Netball-Team und koennte nicht gluecklicher sein!!!

 

 

Ich hoffe, ich kann euch vermitteln, wie sehr ich diese Chance eines Auslandsjahres wertschaetze und wie viel es mir bringt!

Bis zum naechsten Mal!

Johanna.

 

Aug 172017
 

8. August 2017

Dieses Datum wird mir wahrscheinlich für immer im Kopf bleiben – an diesem Tag bin ich zum ersten Mal in meinem Leben in die USA geflogen.

Der Tag fing mit einer Fahrt zum Flughafen in Düsseldorf an. Angekommen am Flughafen checkte ich ein und dann musste ich mich auch schon von meiner Familie verabschieden. Das alles passierte wie als würde jemand einen Film vorspulen, so kam es mir zumindest vor… Nach der Verabschiedung ging es schon durch den Sicherheitscheck und zum Gate.
Zuerst flog ich nach Frankfurt, traf dort auf andere Austauschschüler meiner Organisation und zusammen ging es dann auf den ca. siebenstündigen Flug nach Newark.. Und dann war ich auch schon in den USA – viel unkomplizierter als erwartet und auch wenn mich die Vorstellung, alleine zu fliegen, vor ein paar Tagen noch geängstigt hat, so tut sie das jetzt nicht mehr.

 

Der erste Tag..

.. begann mit einer Präsentation zu Themen wie Sicherheit, Benimmregeln, usw., eben Themen, die einfach besprochen werden müssen.
Danach ging es schon los mit einer Bustour durch New York. Die Stadt die ich am Tag zuvor nur kurz durch das Flugzeugfenster erblickte, konnte ich jetzt wirklich erkunden.. Es war einfach der Wahnsinn, durch New York zu fahren und die Gebäude, die man schon so oft auf Fotos gesehen hat, wirklich vor sich zu haben.
Noch unbeschreiblicher wurde es, als wir das One World Trade Center besuchten, das höchste Gebäude der USA und das sechshöchste der ganzen Welt.

Nach der Bustour ging es für ca. zwei Stunden auf ein Boot, auf welchem wir Abendessen aßen und ein bisschen ‚Party machten‘. Das Boot fuhr an der Freiheitsstatue und Ellis Island vorbei, uns wurde auf dem Boot ein unglaublicher Blick auf New York gewährt.
Als wir vom Boot gingen war es bereits Abends, weshalb wir New York auch noch im Dunkeln genießen durften. Die ganzen Lichter zu sehen, die die Stadt Abends erhellen, war wirklich der Hammer.

 

Der zweite Tag..

.. begann mit einem Frühstück im Planet Hollywood. Bevor wir jedoch dorthin kamen, fuhren wir erstmal wieder ein bisschen mit einem Bus durch New York, außerdem sahen wir diesmal den Times Square.
Nach dem Frühstück ging es dann in den Central Park. Für mich war das Besonderste daran, diese riesige grüne Fläche und im Hintergrund die ganzen Wolkenkratzer zu sehen. Das ist einfach nichts alltägliches und ich habe bis jetzt auch noch nichts vergleichbares gesehen.

Anschließend fuhren wir mit einem Boot zu Ellis Island. Dort durften wir ca. eine Stunde tun, was wir wollten. Ich verbrachte fast die ganze Zeit in einem Museum. Leider hatten wir nur eine Stunde, denn ich wäre sehr gerne noch länger dort geblieben…
Darauffolgend fuhren wir dann zu einer Mall, wo wir zwei Stunden lang ebenfalls machen konnten, was wir wollten.

Wieder angekommen im Hotel hieß es dann für uns alle packen, was wir ausgepackt hatten und noch ein bisschen schlafen, bevor wir alle uns auf den Weg zu unseren Gastfamilien machten. Ich musste um fünf Uhr zum Flughafen fahren, andere schon um drei, manche auch erst um sieben.

 

Alles in allem kann ich sagen, dass das Orientierungsseminar wirklich super war. Es war nicht nur richtig interessant, New York zu erkunden, sondern auch Leute von überall zu treffen und kennen zulernen war eine ganz besondere Erfahrung, die ich so wahrscheinlich nie wieder machen werde und auf die ich keinesfalls verzichten möchte!

Die Sicht über New York vom One World Trade Center

Früchstück im Planet Hollywood

Planet Hollywood

Central Park

Der Central Park mit Hochhäusern im Hintergrund

Ellis Island

Die Freiheitsstatue

New York bei Nacht

 

 Posted by at 23:47
Aug 152017
 

Am 8.8.2017 hieß es 3 Uhr morgens aufstehen und mit dem Auto auf nach Frankfurt. Die Fahrt dauerte ca. 3 Stunden. Am Flughafen angekommen haben wir erst einmal die Gruppenbetreuer gesucht und auch recht schnell gefunden. Dann wurde gewartet, bis alle da waren und es wurde gemeinsam eingecheckt. Auf einmal ging alles ganz schnell und es hieß, verabschieden von den Eltern und Geschwistern und ab ging es durch die Kontrolle. Nach der zweiten Kontrolle wurde mit mir noch ein anderer Junge rausgepickt für eine Extrakontrolle. Das heißt, wir mussten die Schuhe ausziehen und noch einmal durch den Generator laufen. Wieder war Warten angesagt, bis wir ins Flugzeug einsteigen durften. Der Flug dauerte etwas über 9 Stunden, wurde aber durch Filme und etwas Schlaf überbrückt. In New York angekommen, haben wir unsere Koffer eingesackt und ab ging es mit dem Jeep zum Hotel. Bei der Zimmeraufteilung wurden wir bunt gemischt, so dass sich einige schon mit Schülern aus anderen Ländern das Zimmer geteilt haben. Ich hatte das Glück und kam mit dem Jungen, mit dem ich die extra Kontrolle machen musste, auf ein Zimmer. Die Zimmer waren wirklich sehr schön und die Betten auch sehr groß und bequem. Nach etwas Zeit für uns trafen sich alle zum Abendessen, wobei man dann die ganzen Leute von anderen Organisationen und anderen Ländern kennenlernte. Danach war der Abend schnell zu Ende, da alle ziemlich müde vom Flug und von den ersten Eindrücken bei der Ankunft waren. Am nächsten Morgen wurde dann wieder mit allen gefrühstückt und danach gab es die erste Informations-Veranstaltung, die natürlich direkt auf Englisch vorgetragen wurde. Endlich ging die Sightseeingtour los. Uns wurde in den nächsten zwei Tagen eine ganze Menge gezeigt, wie z.B. den Central Park und den Times Square, die Freiheitsstatue und „top of the rock“, von wo man auch aus das Empire State Building sehen konnte. Bei der Rückkehr im Hotel erfuhr ich, dass ich schon um 2.30 Uhr mit dem Bus zum Flughafen gebracht werde. Also wurde die Nacht mit ein paar anderen durchgemacht. Die Aufregung stieg. Mir wurde zwar bis zum Check in geholfen, aber dann war ich auf mich alleine gestellt. Am Flughafen sind die Sicherheitskontrollen nochmal viel stärker als in Deutschland. Zum Beispiel musste dort jeder seine Schuhe ausziehen und auf das Fließband legen. Nachdem ich alles geschafft hatte, musste ich ein paar Stunden auf meinen Flieger warten. Doch dann ging es los und ich wurde immer aufgeregter, unter anderem, weil mein Englisch wirklich nicht perfekt ist. Naja, als ich dann nach 5 Stunden Flug in Salt Lake City gelandet war, kam meine erste Bewährungsprobe, denn ich wusste weder wo meine Gastfamilie noch wo der Koffer ist. Also habe ich mich durchfragen müssen und irgendwie haben die mich auch verstanden und konnten mir helfen. Auf der Rolltreppe habe ich dann auch schon meine Gastfamilie erkannt. Die Gastfamilie ließ es sich nehmen, mich persönlich abzuholen. Wir begrüßten uns und fanden dann auch meinen Koffer. Nun ging es Von Salt Lake City ab nach Orem. Das waren auch nochmal 2 Stunden Autofahrt. Als wir dann in meinem neuen Zuhause ankamen, hang dort erstmal ein großes Schild mit „Herzlich Willkommen Fabius“. Das hat mich sehr gefreut und mein Gastvater Tom hat direkt ein Foto für Facebook geschossen. Meine Gastfamilie besteht übrigens aus einem Vater und 6 Kindern, wovon 3 noch im Haus bei mir leben, Kaleb (10), Sarah (13), Zachary (15). Sarah habe ich bis jetzt noch nicht kennengelernt, weil sie momentan noch im Urlaub ist.  Kaleb zeigte mir das Haus und ich spielte mit ihm ein bisschen PS3. Am Nachmittag machten wir den ersten Ausflug auf die Rocky Mountains, der sehr lustig war. Die Aussicht war wirklich sehr beeindruckend. Ich hatte sogar das seltene Glück, eine Giftschlange zu sehen. Danach fuhren wir zu einem Supermarkt mit Eisdiele.  Der „kleine“ Milchshake, den ich mir dort bestellte, war aber ziemlich groß und ich war danach ziemlich voll. Der „kleine“ Milchshake ist bei uns ein XL Shake.

Am nächsten Tag gingen wir shoppen und ich kaufte mir die wichtigsten Dinge. Es kommt einem alles so überdimensioniert vor, da es hier nur Großpackungen gibt. Nach dem shoppen gingen wir bei einem Freund schwimmen, der einen riesigen Pool hatte und es gab meinen ersten selbstgemachten Amerikanischen Burger. Und heute, mein dritter Tag hier in Orem, ist ein Sonntag. Also bin ich mit meinem Gastvater in eine mormonische Kirche gegangen. Die Kirche hier ist total anders als ich sie in Deutschland kenne. Bis jetzt gefällt mir alles sehr gut hier. Meine Familie ist super nett und kümmert sich gut um mich, dass mir nichts fehlt. Jetzt bin ich noch sehr gespannt auf die High-School, aber da muss ich mich noch ein paar Tage gedulden. 😊