Liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten Wochen war hier in Limpopo einiges los von dem ich euch berichten kann. Für euch habe ich mir die drei wichtigsten Erlebnisse rausgesucht.

 1. Lock down

Bei dem so genannten ,,Lock down“ handelt es sich um eine Tradition meiner Schule in Limpopo. Dabei verhaften die Abiturienten einmal im Jahr alle Lehrer und sperren sie bis zum Schulschluss ein. Um den Schulleiter zu verhaften, ist sogar die örtliche Polizei gekommen und hat den Schülern geholfen. Nachdem dann alle Lehrer und Lehrerinnen verhaftet worden waren und die Schule nun den Schülern alleine gehörte, stürmten alle zum Sportplatz und der Spaß konnte erst richtig losgehen… Jeder bewaffnete sich mit Wasserbomben und Farbpulvern. Als jeder bewaffnet war, konnte der Krieg zwischen den Schülern beginnen. Danach sahen wir natürlich alle aus wie die Schweine, aber es hat riesen Spaß gemacht.

So sah ich nach ,,Lock down“ aus.

2. Valentinsball

Der Valentinstag wird in Südafrika ein bisschen größer gefeiert als in Deutschland. Am Valentinstag selber, war es Pflicht, entweder eine rote Krawatte oder eine rote Fliege zur der Schuluniform zu tragen. Außerdem wurde abends ein Ball veranstaltet. Auf diesem wurde natürlich hauptsächlich getanzt. Die Südafrikaner versuchten mir, ihren traditionellen Tanz namens ,, Sokkie“ beizubringen. Jedoch hatte ich damit, um ehrlich zu sein, große Schwierigkeiten. Nichts desto trotz habe ich den Abend und die ausgelassene Stimmung sehr genossen.

 

Meine Ballpartnerin und ich.

Interschools

Als ,,Interschools“ bezeichnet man in Südafrika die regionalen Schulwettkämpfe, bei denen alle Schulen der Umgebung in verschieden Sportarten gegeneinander antreten. Es findet einmal im Jahr statt und es wird ein riesen Drama und Aufwand drumherum gemacht. Denn es geht schließlich um den Namen der Schule. Und wenn du verlieren solltest, hast du erst die Chance auf eine Revenge im nächsten Jahr. Dementsprechend war es auch dieses Jahr wieder eine große Sache. In den letzten Wochen hatten die besten Schüler die Chance, sich für die verschiedenen Disziplinen zu qualifizieren. Wenn man dies geschafft hat, hat man die Ehre an den ,,Interschools“ teilzunehmen und damit seine Schule zu vertreten. Doch selbst wenn man es nicht schaffte, ins Interhigh-Team zu kommen, hatte man die Möglichkeit als Sänger mitzukommen. Denn jede Schule darf 200 Sänger zum anfeuern mitbringen. Diese studieren dann mit den Cheerleadern Choreographien ein. Denn auch für die besten Supporters wird bei den Interschools ein Preis vergeben. Letzte Woche wurden alle Athleten, die es tatsächlich ins Interhigh-Team geschafft haben, vorgestellt. Natürlich gab es großen Beifall von allen Schülern. Auch die Sänger zeigten ihre eingeübten Choreographien. Auch diese waren beeindruckend. An diesem Wochenende war es soweit. Die Leichtathletik-Interschools waren gekommen. Die ganze Atmosphäre war wirklich schön und die Supporter versuchten die Athleten bestmöglich für den bevorstehenden Wettkampf einzuheizen. Und es half. Wir gewonnen die ,,Interschools “ und jeder einzelne rastete total aus.

 

Ein Beispiel für die Support/ Sänger.

Ich hoffe, der Blog hat euch gefallen.

Bis zum nächsten Mal.

Euer

Paul

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