Mittlerweile ist schon Januar und man merkt, dass es Winter ist. Wir haben wohl weniger Schnee als in den vorherigen Jahren, was aber trotzdem nichts gegen die Kälte macht. Teilweise haben wir Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. Schotterstraßen, die nicht viel befahren werden, sehen dann auch mal ganz schön vereist aus, weil natürlich die viel befahrenen Straßen zuerst geräumt werden.

Da meine Gastfamilie auf dem Grundstück einen kleinen Teich hat, war klar, dass wir Schlittschuhlaufen gehen möchten. Also haben wir uns letzte Woche mit Schneeschaufeln bewaffnet und uns auf dem Weg zum Teich gemacht, um das Eis vom Schnee zu befreien. Dadurch, dass der Schnee schon wieder ein bisschen festgefroren war, war das gar nicht so leicht.

Nach einiger Zeit haben wir es dann aber endlich geschafft und konnten Schlittschuhfahren. Meine Gasteltern haben dafür zum Glück noch eine ganze Menge Schlittschuhe gefunden.

    

Das Eis war an manchen Stellen nicht so glatt war, wie man das aus der Eishalle kennt, aber dafür ist man auch draußen in der Natur und es ist ein ganz anderes Gefühl es sich selbst „erarbeitet“ zu haben, Eislaufen zu können. Das Eis hatte an manchen Stellen eine grobe Struktur, da zum Beispiel Tiere darüber gelaufen sind und ihre Spuren hinterlassen haben. Die groben Stellen haben dafür gesorgt, dass man ein wenig ins Straucheln kommt, aber auch daran habe ich mich nach kurzer Zeit gewöhnt. Als meinen Gastvater und seiner Schwester die spontane Idee kam Freitagabends eine kleine „Skating-Party“ zu veranstalten, hat mein Gastvater direkt überlegt, wo wir ein Lagerfeuer machen könnten.

Tierspuren im Eis

 

 

 

 

 

 

 

Für Freitagabend hatte meine Gastfamilie einfach ein paar Leute eingeladen und ein Lagerfeuer neben dem Teich gemacht. Es hat vorher zwar etwa einen Zentimeter Neuschnee gegeben, welchen wir dann aber nicht weggeschippt haben, weil wir zu faul waren. Es war zwar kalt, aber zum Glück hatten wir heißen Kakao zum Aufwärmen. Außerdem konnten wir uns über dem Lagerfeuer selbst Würstchen und Marshmallows machen. Nur im Schein des Feuers auf dem etwas unebenen Eis zu fahren war ein unvergessliches Erlebnis!

Sonnenuntergang beim Schlittschuhlaufen

Inzwischen ist meine Zeit hier in Kanada leider schon halb vorbei und das erste Semester abgeschlossen. Deshalb werde ich in meinem nächsten Blogeintrag etwas vom Schulsystem hier in Kanada berichten.

Bis zum nächsten Mal
Inga

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