Wie ich ja bereits in meinen ersten Berichten erwähnt habe, habe ich als Unterrichtsfach sowohl Band als auch Jazz-Band.

Von Donnerstag bis Samstag (15.-17. März)wurde von der Schule eine Band-und Orchesterfahrt angeboten, die ich natürlich nicht verpassen wollte. Vor der Fahrt wurde noch einiges Organisatorisches geklärt. Aber sehr kurios fand ich die Regeln, die wir  erhalten haben und auch unterschreiben mussten. Sowas habe ich im Leben noch nicht gesehen. Auf den Regeln stand unter anderem bei dem Punkt „ Du kannst nicht:“ auf dem Schoß des anderen Geschlechts sitzen, Küssen, Kuscheln, Hände halten, unter einer Decke zusammensitzen, im Schoß eines anderen liegen. Das witzigste war: nach Einbruch der Dunkelheit im Bus neben jemandem  des anderen Geschlechts sitzen.  Weiter ging es mit: längere Umarmungen, heiraten. Ein Mädel in die Augen schauen war allerdings ausdrücklich erlaubt. So typisch deutsche Dinge wie Alkohol, Rauchen, Drogen etc. war dort gar nicht erwähnt, da das hier in Utah überhaupt gar kein Thema ist.

Am Donnerstag war noch ganz normal Unterricht. In der letzten Stunde, die eh Band-Probe gewesen wäre, wurde alles eingepackt und dann ging es mit dem Bus endlich los. Der erste Zwischenstopp wurde dann in der „University of Utah“ in Salt Lake City eingelegt. Jeder hat sich sein Instrument geschnappt und es wurde die erste Probe eingelegt. Die Probe wurde aber nicht von unserem normalen High-School Lehrer geleitet sondern von einem Profi,  der an der Uni arbeitet. Wir haben alle sehr viele Tipps mitbekommen. Nachdem  die Proben von der Band und dem Orchester vorbei waren, ging es auf zum Bowling. Wir hatten eine Menge Spaß und die Bahn sah super cool aus, als sie mit Schwarzlicht beleuchtet wurde (alles Weiße leuchtet im Dunkeln). Danach ging es  zum Hotel in Logan,  wo wir unsere Zimmer bekamen. Die Zimmer waren sehr schön, mussten sich aber zu viert geteilt werden. Das war aber kein Problem. Ich hatte zum Glück meinen Laptop mit, den wir dann an den Fernseher angeschlossen haben und so Netflix gucken konnten.

Freitag hieß es 6 Uhr aufstehen, fertig machen, Frühstücken und losfahren. Es gab die nächste Probe. Diesmal an einer anderen Schule mit einem anderen Profimusiker, der uns auch wieder sehr hilfreiche Anregungen gegeben hat. Dieser legte extrem viel Wert auf Dynamik und Tempowechsel. Nach den Proben gab es dann Lunch und es wurde weitergefahren. Nun gab es zwei Jazz- Proben von anderen Profi-Bands,  wo jeder von uns sich entscheiden konnte, einfach nur zuzuhören oder mitzumachen. Da brauchte ich nicht lange zu überlegen: ich war dabei und habe mich der Probe angeschlossen. Klar, waren die Stücke ziemlich schwer, waren ja auch Profi-Musiker. Aber genau das war der Reiz und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Danach hörten wir das nächste Orchester. Nach dem Konzert bekamen wir von diesem Dirigenten noch eine Probe und erhielten auch von ihm wieder zahlreiche Verbesserungsvorschläge. Gegen 18 Uhr war das Tages-Programm  beendet und wir fuhren hungrig zum Essen in ein Restaurant. Das Essen war super lecker. Gegen 20 Uhr waren wir dann zurück im Hotel. Hier konnte ich mich mit meinen Freunden  noch einmal in dem Hotelpool beim Schwimmen auspowern.

Samstag mussten wir um 8.30 Uhr die Hotelzimmer geräumt haben. Von dort aus fuhren wir zu einer privaten High-School, an denen Konzerte stattfanden, die wir uns anhören konnten. Einige Stunden später haben wir den Heimweg angetreten.

Das Wochenende war sehr anstrengend, da wir wirklich viel geprobt oder uns Konzerte angehört haben. Trotzdem war es ein gelungenes Wochenende, da ich wirklich eine ganze Menge mitnehmen konnte.

Das nächste Event für mich  ist der berühmte Prom-Schulball. Bei diesem Ball sind die Jungs wieder am Zug, ein Mädchen einzuladen. Bis jetzt habe ich noch niemanden gefragt, werde ich aber noch tun. Bei so viel netter Auswahl ist die Entscheidung halt schwer, aber ich freu mich schon drauf.

Bis demnächst

 

Euer Fabius

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