Nun bin ich seit zwei Monaten hier und ich bereue meine Entscheidung, ein Austauschjahr zu machen, nicht. Ich habe in diesem Monat noch mehr Leute kennengelernt und neue Freundschaften geknüpft. Mit meiner Familie läuft alles super und ich hatte bis jetzt noch keine Probleme.

Langsam wird hier in Utah das Wetter immer kälter und kälter. Ich hatte lange Tagestemperaturen von ca. 30 C°. Das ist leider vorbei. Die Temperaturen sind gefallen auf 10 – 16 C°. Man kann auch schon Schnee oben auf den Bergen der Rocky Mountains sehen.

Gespräche auf Englisch laufen mittlerweile recht gut. Aber wenn in der Schule der Lehrer seinen Vortrag hält, fällt mir das Verstehen immer noch ein bisschen schwer. Das Fach Fitness macht mir in letzter Zeit immer mehr Spaß, weil ich immer mehr Sportspiele kennenlerne. Gestern waren wir im Fitnessraum, wovon ich heute den ganzen Tag Muskelkater habe. Aber es war trotzdem sehr cool zu trainieren.

Am 7. Oktober hatte ich „Homecoming“. Das ist ein Schulball, bei dem der Junge ein Mädchen fragen muss, ob sie ihn zu diesem Ball begleiten möchte und dann hat man hier ein Date. Ich habe ein Mädchen namens Jenna gefragt, aber erst zwei Tage vor dem Homecoming, sodass das Ganze mit Kleid, Krawatte und Blumen etwas stressig wurde. Die Krawatte muss nämlich die gleiche Farbe wie das Kleid haben und die Blumen auch. Der Junge muss für das Mädchen die Blumen besorgen und umgekehrt. Ich habe meiner Begleiterin also Blumen fürs Handgelenk gekauft und sie hat mir Blumen zum Anstecken an den Anzug gemacht. An dem Tag des Homecoming bin ich dann von meinem Gastvater zu ihrem Haus gefahren worden und dann von Jennas Vater ins Haus gelassen worden. Dann kam Jenna mit ihrem Kleid stilecht ins Zimmer  und wir mussten uns gegenseitig die Blumen anstecken. Danach fotografierte uns Jennas Mutter. Wir hatten uns mit noch einem weiteren Pärchen verabredet, zusammen den Abend zu verbringen. Die beiden kamen dann auch zum Haus von Jenna. Nun wurden nochmals Fotos von den beiden und von uns allen vieren gemacht. Jetzt ging es auf zum Dinner. Wir fuhren zu einem Sushi-Steak Restaurant, wo vor unseren Augen auf lustige Art und Weise mit viel Jongleurgeschick unser Essen vorbereitet wurde. Danach musste natürlich der Junge für das Dinner bezahlen.

Jetzt ging es auf zum Homecoming Ball. Das Ganze fand in einer großen Turnhalle statt und war wie so eine Art Disco. Zwischendurch wurde aber langsame Musik gespielt, bei der man mit seinem Partner zu  tanzen hatte. Kurz vor Ende des Balls wurde dann noch der Homecoming King und die Homecoming Queen aufgerufen, die dann zusammen eine Ehrenrunde tanzen mussten. Insgesamt hat mich Homecoming über 100$ gekostet, was sich aber gelohnt hat. Es war ein wirklich großartiger Abend und ich hatte eine Menge Spaß. Im November ist der nächste Ball, bei dem aber dieses Mal die Mädchen die Jungs fragen müssen. Ich bin mal gespannt, ob ich gefragt werde.

 

 

Am letzten Donnerstag hatte ich hier mein erstes Konzert mit der Jazz-Band und dem Orchester. Das war wirklich sehr schön und ich muss sagen,  wir waren wirklich gut. Im Orchester hatte ich sogar beim letzten Stück zusammen mit einem anderen Jungen ein Flügelhorn-Solo,  was wir super hinbekommen haben. Mein Gastvater war wirklich sehr begeistert und er freut sich schon auf das nächste Konzert.

 

Also wie man sieht, fühle ich mich wirklich wohl hier und habe eine Menge Spaß.

Liebe Grüße aus Utah,

Fabius

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