Hallo zusammen,

Mittlerweile bin ich leider wieder zuhause. Hiermit endet natürlich auch mein Auslandsjahr, was jetzt mehr so 9 Monate lang war. Auf meiner Heimreise habe ich viel erlebt (ich war 25 Stunden in einem Flugzeug, ohne auszusteigen).

Manche leute fragen sich vielleicht, wie ich in Zeiten ohne Passagierflüge einmal auf die andere Seite der Welt geflogen bin. Viele haben bestimmt schon von dem sog. Rückholprogramm gehört. Das ist eine Initiative der Bundesregierung, Deutsche Staatsbürger, die im Ausland gestrandet sind, wieder nach Hause zu holen. Man trägt  sich auf einer Internetseite ein und wartet dann auf ein Ticket per Email

An einem Mittwoch, dem 08.04, bekam ich eine Mail von Air New Zealand. Es war ein Ticket für Freitag den 10.4! Dann ging alles sehr schnell, ich packte meine Sachen und Freitag Nachmittag war ich auch schon auf dem Weg zum Flughafen. Nun, da Corona sich auf der ganzen Welt verbreitet ist zum Flughafen gehen aber deutlich anders geworden.  Auf der Fahrt zum Flughafen mussten wir die Auckland Harbour Bridge, wie fast auf jeder Fahrt überqueren. Dieses Mal wurden wir jedoch noch auf der Rampe von einer Polizeikontrolle gestoppt. Dort wurden wir gefragt, wieso wir im Moment mit einem Auto woanders hin fahren müssen, aber nachdem wir erklärt haben, dass ich zum Flughafen muss wurden wir problemlos durchgelassen. Am Flughafen angekommen, musste ich mich dann direkt von der Familie meines Freundes (welche mich dorthin gefahren hat) verabschieden und bevor ich in den Flughafen gelangte musste ich mein Ticket und Eine ausgefüllte Ausreiseerklärung hervorzeigen. Im Flughafen angekommen, musste ich mein Gepäck aufgeben. Hier zeigten sich zwei Probleme: Erstens durfte ich nur eine Tasche à 23 Kilo mitnehmen (womit ich aber vorher schon gerechnet hatte) was hieß, ich musste erstmal die hälfte meines Gepäcks dort lassen, was jetzt von meiner Familie dort verschickt wird. Das größere Problem war aber, dass es keine Sitzplatzwahl gab. Da ich ja etwas größer als manche Leute bin, wollte ich auf jeden Fall einen Platz am Anfang eines Economysegments, also da, wo eine Wand vor einem ist. Glücklicherweise konnte ich den Mann am Check-in fragen und nach zwei Anrufen bekam ich ein neues Ticket!

Nach Check-in waren es noch fast 3 Stunden bis zum Flug. Glücklicherweise waren zwei andere Deutsche Mädchen die ich fast nicht kannte auch gerade auf ihrem Weg nach Hause, das heißt, ich konnte mich wenigstes mit Leuten (auf Abstand) unterhalten.  Tatsächlich hätten wir ungefähr zusammengesessen, hätte ich nicht mehr meinen Sitzplatz ändern lassen. Nach etwas Verspätung waren wir dann im Flugzeug. Ich war sehr erleichtert, da jetzt wohl wenig noch passieren konnte, um mich von diesem Flug abzuhalten. Wir hoben um 16:20 nach ursprünglichen 15:30 ab Richtung Vancouver, wo wir einen Zwischenstopp einlegen würden, um Aufzutanken. Nach den ersten 13 Stunden kamen wir dort dann auch an. Zu dieser Zeit tat mir mein Rücken schon total weh und ich sehnte mich nach etwas Ausgang. Dann wurde uns gesagt, dass wir nicht aussteigen würden. Rückblickend war es also etwas Fragwürdig, warum wir am Flughafen von Beamten im Auftrag der Kanadischen Regierung befragt wurden. Nach 1.5 Stunden hoben wir dann wieder ab, mit 10 Stunden auf der Uhr verbleibend. In Frankfurt angekommen, mussten wir dann erneut, da Leute nur in Gruppen von 40 Menschen rausgelassen wurden und ich im hintersten Abteil saß. Nach 30 Minuten verließ ich dann nach über 24 Stunden das erste Mal das Flugzeug und konnte, nachdem ich mein Gepäck gefunden hatte, endlich meine Eltern nach fast einem Jahr wieder sehen.

Hiermit endet mein Auslandsjahr und damit alle zukünftigen Posts, ich werde aber noch Einträge für die Monate, die ich verpasst habe, nachreichen!

-Mika

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Mika

14¾, Austauschschüler in Auckland, NZ.

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