Gerade hat etwas unglaublich Schönes für mich ein Ende genommen: die Basketball Saison.  Diese Zeit war die beste, die ich in meinem gesamten Auslandsjahr hatte und es fühlt sich an, als hätte mein Auslandsjahr erst mit Basketball so richtig begonnen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll von dieser unglaublichen Zeit zu erzählen. Ich hatte zwar durch das Cheerleading und den Unterricht schon Freunde, aber erst durch den Sport habe ich so richtig enge Freundschaften geknüpft und viele tolle Mädchen kennengelernt. Wir haben jeden einzelnen Tag zusammen trainiert, sind oft mehrere Stunden in einem Bus zusammen zu Spielen gefahren und haben beim Spielen ganz viel Zeit miteinander verbracht.

Besonders Spaß gemacht haben die Fahrten im Teambus

Meine Gastschwester Alex hat zwar kein Basketball gespielt, wurde für die Junior-Klasse aber ins Homecoming gewählt. Homecoming ist ein Event, dass es für alle Teamsportarten gibt, wie zum Beispiel Football, Baseball und Basketball.  Aus jeder Jahrgangsstufe gibt es ein Paar, das dann aufgerufen wird und zusammen einläuft. Dabei werden ihre Zukunftspläne vorgelesen und was sie im Sport und akademisch schon alles erreicht haben. Am Ende werden Homecoming Queen und King gekürt. Danach wird dann Basketball gespielt und es gibt einen Ball. Unsere Jungen und Mädchen Teams haben beide ihr Spiel gewonnen und es war eine wunderschöne Veranstaltung.

Alex und ich nach dem Spiel

Insgesamt hatten wir eine sehr erfolgreiche Saison. Wir haben nur eines der Saisonspiele verloren und dieses Team im Rückspiel geschlagen. Neben einem Turniersieg sind wir noch Distrikt und Regionale Champions geworden.

Leider hat alles Schöne auch ein Ende. In der letzten Qualifikationsrunde zur Staatsmeisterschaft mussten wir leider eine sehr emotionale Niederlage einstecken. Da es das letzte Spiel für die Seniors war (und auch für mich), gab es viele Tränen. Insgesamt kann ich aber trotzdem glücklich auf die Zeit zurückblicken und einfach dankbar sein für all die unglaublichen Menschen die ich kennengelernt habe und die vielen tollen Erinnerungen die ich gesammelt habe.

Vor dem Spiel haben wir noch ganz viele Bilder gemacht

In unserem Locker-room haben wir für unsere Seniors die Spinde dekoriert. Wir haben den ganzen Raum mit Luftschlangen und Fotos dekoriert und auch dieser Tag war sehr emotional.

Mit der Basketball Saison geht leider auch das Cheerleading vorbei. Zum Abschluss der Saison haben wir noch ein Mannschaftsfoto gemacht.

Neben dem Sport ist Agrarkultur eine große Sache an meiner Schule. Es gibt die Möglichkeiten zu Wettbewerben zu gehen und dort seine aufgezogenen Tiere zu präsentieren, wie zum Beispiel Stiere, Schaafe oder Ziegen. Zudem gibt es Wettbewerbe zur Bewertung  und Einstufung von Stieren, Fleisch, Insekten und  Range Land. Dieses Jahr werde ich Teil des Range Land Teams sein. Das bedeutet, dass du die verschiedenen Arten von Gräsern, deren Faktoren und Nützlichkeit für Vieh bewerten muss. Bisher ist das deutlich schwieriger und interessanter als ich gedacht hätte.

Ein Teilnehmer führt seinen Stier durch den Ring

Am 14. Februar war Valentinstag. Natürlich gab es auch in meiner Schule etwas besonderes. Die ganze Schule war rosa dekoriert und man konnte seinen Mitschülern einen Luftballon, Schokolade oder einen Valentinstags- Korb schicken, die dann in der Schule ausgeteilt wurden. Es ist eine wirklich süße Tradition und meine Gasteltern haben uns allen einen Korb geschickt.

Meine Auslandsorganisation organisiert für uns immer mal wieder ein Event für Austauschschüler in meiner Umgebung. Dort konnten wir dann Austauschschüler aus aller Welt kennen lernen, was wirklich interessant war. Besonders, da wir uns von anderen Aktionen schon etwas kennen und uns daher gut verstehen. Was wirklich cool war, war jedoch dass es eine Gruppe von deutschen Austauschschülern gab. Ihr glaubt gar nicht, wie gut es sich anfühlt, nach so einer langen Zeit mal wieder persönlich mit jemandem in der eigenen Sprache zu sprechen.

Ich lebe hier in Oklahoma wirklich ländlich und meine Gastfamilie hat eine kleine Farm. Dazu gehören natürlich auch Hühner. Meine Gastmutter hat sich dazu entschieden, zusätzlich achtzehn Küken aufzunehmen. Wir haben ihnen natürlich Namen gegeben und sie in der Hand gehalten.

Ansonsten habe ich noch einiges hier erlebt. Zum Beispiel habe ich zum ersten mal Golf gespielt, war auf einem Rockkonzert, im Trampolinpark und vieles mehr. Das beste Event war allerdings unser Camping Wochenende in Arkansas, mit der ganzen Familie in einem Wohnwagen mitten im Nirgendwo, mit Lagerfeuer und Spaziergängen im Wald. Es war wirklich traumhaft.

Charlotte, Februar 2020

Categories: Charlotte

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