Hallo Zusammen,

erst einmal herzlich Willkommen zu meinem fünften Blogbeitrag. Ich hoffe Ihr seid alle gut in die Weihnachtszeit gestartet.
In diesem Beitrag werde ich Euch davon berichten, was ich in dem vergangenen Monat alles so erlebt habe, denn es ist wieder sehr viel passiert. Unteranderem werde ich euch auch von meinem ersten amerikanischen „Thanksgiving“ berichten.
Wie ich Euch ja bereits in meinem letzten Beitrag berichtet habe, sind wir mit einem Sieg erfolgreich in die neue Basketballsasion gestartet.
Natürlich haben wir nicht nur jede Woche Spiele, sondern haben auch Turniere. Diese Turniere unterscheiden sich sehr von den Turnieren in Deutschland, denn so ein Turnier zählt zur regulären Saison. Normalerweise ist es in Deutschland so, dass man ein Turnier eigentlich nur spielt um ein wenig Spaß zu haben und den nicht so erfahrenen Spielern ein wenig Spielzeit zu geben. Diese Turniere spielen wir in Deutschland auch meistens nicht während der Saison (wie hier in Amerika) sondern vorher. So können wir dann vor Saisonbeginn sehen, woran wir noch arbeiten müssen.
Hier in den USA ist es daher wirklich komplett anders, da so ein Turnier wie ein reguläres Spiel ist und man sich daher mehr darauf konzentriert zu gewinnen. So ein Turnier kann auch ganz wichtig sein, weil man eine gewisse Anzahl von Siegen braucht, um in die „Playoffs“ zu kommen.
Bei den „Playoffs“ spielt man gegen andere Teams um die Meisterschaft. Wenn man so ein „Playoff“ Spiel verliert ist die Saison für das Team beendet.
Daher sagt man hier in den USA, dass die richtige Saison erst ab den „Playoffs“ losgeht.
Und wenn man so ein Turnier gewinnt ist man z.b drei Siege näher dran um bei den „Playoffs“ mitspielen zu können und vielleicht nachher die Meisterschaft zu gewinnen.
Normalerweise geht so ein Turnier auch über mehrere Tage, so war es auch bei unserem ersten Turnier der Saison. Unser Turnier ging insgesamt drei Tage, wodurch wir zwei ganze Tage nicht in der Schule waren. Da das letzte Spiel an einem Samstag war, war unser Wochenende nur ein Tag lang. Da der Ort, in dem wir gespielt haben, circa zwei Stunden von „Slidell“ entfernt war, haben wir in einem Hotel übernachtet.
Wenn wir in Deutschland an einem Turnier teilgenommen haben, haben wir meistens in den Sporthallen oder in einer Schule übernachtet. Dies lag hauptsächlich daran, dass mein Verein es einfach nicht finanzieren konnte für eine ganze Mannschaft, eine oder zwei Hotelübernachtungen zu bezahlen. Hier in den USA, kosten z.B unsere Basketballspiele Eintritt und dadurch kann die Schule ein wenig Geld einnehmen um so etwas zu finanzieren.
Unser erstes Spiel hatten wir am Donnerstag, den 21 November. Dieses Spiel haben wir mit zwei Punkten gewonnen, durch diesen Sieg haben wir nur noch gegen Teams gespielt die auch ihr erstes Spiel gewonnen haben.
Unser zweites Spiel haben wir dann recht deutlich mit 26 Punkten gewonnen und dadurch standen wir im Finale und haben um den Turniersieg gespielt.
Wir haben uns alle riesig gefreut und waren am Abend noch alle zusammen essen und haben den Abend dann noch schön ausklingen lassen.
Am nächsten Morgen, hatten wir dann vor unserem großen Finale, nochmal eine kleine Trainingseinheit. Denn normalerweise haben wir vor jedem Spiel eine kleine Trainingseinheit, die so eine Stunde andauert. Bei diesem Training werfen wir meistens ein wenig oder gehen unsere Spielsysteme durch. Bei so einem Training wird auch sehr darauf geachtet, dass man sich nicht allzu sehr vor ein Spiel verausgabt.
Ich finde diese kleinen Trainingseinheiten eigentlich immer recht gut, da man sich so einfach nochmal ein wenig besser auf das Spiel vorbereiten kann. So etwas haben wir meistens nie in Deutschland gemacht, weil mein Verein keine eigene Turnhalle besitzt und dadurch auch andere Mannschaften in dieser Halle spielen.
Da wir an diesem Tag diese kleine Trainingseinheit sehr früh hatten, hatten wir noch ein wenig Zeit einkaufen zu gehen. Außerdem hatten wir, zusammen als Team, noch einen kleinen Snack um uns vor dem Finale des Turniers ausreichend zu stärken.
Danach sind wir auch schon zur der Sporthalle gefahren, wo auch die Spiele davor stattfanden. So hatten wir auch noch die Chance uns ein anderes Spiel anzusehen.
Kurz darauf haben wir uns dann auch schon unsere Trikots angezogen. Danach ist unser Spiel eigentlich auch schon recht zügig losgegangen, diesmal sind wir richtig gut in dieses Spiel gestartet, denn wir führten nach fünf Minuten bereits mit zehn Punkten. Danach haben wir diesen Vorsprung immer weiter ausgebaut und am Ende verdient mit 15 Punkten gewonnen.
Nachdem wir dieses Turnier gewonnen haben, wurden noch zahlreiche Bilder gemacht und es wurden auch persönliche Auszeichnungen verteilt.
Danach sind wir eigentlich auch schon nachhause gefahren, weil es schon sehr spät war und wir auch noch zwei stunden nachhause fahren mussten. Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen kurzen Halt gemacht um etwas zu essen.
Mittlerweile haben wir auch ein weiteres Turnier gespielt und sind dabei dritter geworden, durch dieses Turnier haben wir mittlerweile zehn Siege und nur drei Niederlagen.
Nach diesem Turnier, hatten wir erst einmal eine ganze Woche schulfrei, weil wir „Thanksgiving-Ferien“ hatten. Ich denke, dass die meisten von Euch wissen was „Thanksgiving“ ist aber für die die es nicht wissen werde ich es erklären.
„Thanksgiving“ ist eines der bekanntesten Feste in den USA und Kanada. „Thanksgiving“ kann man eigentlich sehr gut mit dem Ernte-Dank Fest vergleichen, aber die Traditionen an so einem Fest gehen natürlich sehr weit auseinander.
Da eigentlich fast jeder an „Thanksgiving“ nicht arbeiten muss, eignet sich so ein Tag dazu den ganzen Tag nichts zu tun und ein wenig Zeit mit der Familie zu verbringen.
Meine Gastfamilie und ich haben daher den ganzen Tag Filme geguckt oder Spiele gespielt. Natürlich gehört haben wir auch einiges an Essen gegessen und dabei habe ich auch sehr leckere neue Sachen probiert.
Da wir nach dem Essen alle sehr satt waren, haben wir alle zusammen einen Mittagsschlaf eingelegt.
Da wir nur ca. eine Stunde von Dallas entfernt wohnen, schauen wir manchmal die Football Spiele der „Dallas-Cowboys“. Da die „Cowboys“ seit 1966 jedes Jahr an „Thanksgiving“ spielen haben wir auch dieses Jahr das Spiel geschaut, leider haben die „Dallas-Cowboys“ dieses Spiel verloren.
Danach neigte sich auch mein erstes „Thanksgiving“ dem Ende zu und wir fuhren alle mit vollgeschlagenen Mägen zurück nachhause.
Abschließend kann ich sagen, dass ich mein erstes und wahrscheinlich letztes „Thanksgiving“ sehr schön fand, da man einfach mal Zeit hatte den kompletten Tag mit der Familie zu verbringen und Spiele zu spielen und Filme zu gucken.
An meiner Schule wird nicht nur Wert auf die sportlichen Aktivitäten gelegt, sondern auch auf akademische Wettbewerbe. Hier in Texas heißen diese Events „UIL Academics“, dabei kann man sich mit anderen Schulen in verschiedenen Wettbewerben messen. Am sechsten Dezember hatten alle Schüler von der dritten bis zur achten Klasse diesen Wettbewerb. Dieses Jahr waren diese Events an unserer Schule und da so um die 400 Kinder an unserer Schule waren, haben fast alle Klassen einen Ausflug gemacht. Da unsere Stufe, für dieses Jahr das Geld für den „Prom-Ball“ sammeln muss, mussten wir dieses Jahr an dem Verpflegungstand arbeiten. Ich fand dies eigentlich sehr lustig denn wir haben auch sehr viele Scherze mit den Kindern gemacht oder haben Weihnachtsmusik gespielt. Am Ende des Tages haben meine Beine aber schon ein wenig wehgetan, aber es hat sich gelohnt da wir fast alle Sachen verkauft haben und so sehr viel Geld eingenommen haben.

Anbei seht ihr noch ein paar Bilder:

     

 

Da es eine Tradition ist, dass man ein Truthahn an „Thanksgiving“ isst, haben wir dies auch gemacht.

 

 

Ich hoffe Euch hat dieser Beitrag gefallen. Wenn Ihr irgendwelche Fragen habt, könnt Ihr die gerne in die Kommentare schreiben.
Natürlich Wünsche ich Euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit und bis zum nächsten Mal.
Lina

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2 Comments

K. + E: Wünsche · 20. Dezember 2019 at 21:23

Hallo Lina, wir haben gerade den letzten Bericht gelesen und sind nach wie vor erfreut und überrascht über die vielen sportlichen und schulischen Unternehmungen, die du mitmachen kannst= Und immer noch voller Begeisterung und Freude. Man merkt es deiner Schreibweise richtig an, hoffentlich weiter so noch die nächsten Monate. Anlässlich eines Besuch deiner „Restfamilie“ am 7.12.2019 bei uns haben wir orginal ein Spiel deiner Basketballer mit dir gesehen, Vater hatte die Technik mitgebracht. Hochinterressant, zumal bei dieser Entfernung und mit dir als Spielerin „MEGAGEIL!!!.
Hier ist sonst soweit alles im grünen Bereich, nur das sog. Winterwetter macht nicht mit. Gestern hatten wir 17 Grad + ud Sonnenschein und heute wieder Regen, Regen, Regen. Von Schnee keine Moglichkeit.

Wir wünschen dir noch weiterhin eine schöne erfolgreiche Zeit, grüße deine „Pflegefamilie“ und habe eine angenehme Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.
Mit herzlichen Grüßen aus dem Kohlenpott verbleiben in alter Frische

herzlichst Erika und Klaus Wünsche

    Lina · 4. Januar 2020 at 01:06

    Hallo,

    ich hoffe es geht Euch gut und es freut mich, dass Ihr meinen Blog so fleißig verfolgt. Es ist tatsächlich ein sehr großer Unterschied hier in den USA Basketball zu spielen als in Deutschland.
    Ich hoffe Euch hat mein Basketballspiel gefallen und Ihr konntet einen kleinen Einblick in so ein amerikanisches Basketballspiel gewinnen.
    Ich wünsche Euch natürlich ein frohes neues.
    Bei uns ist es tatsächlich recht kalt, teilweise haben wir hier bis zu 5 Grad Celsius. Ich hoffe, dass es bald wieder wärmer wird.

    Lina

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