Hola todos!

Willkommen zu meinem neuen Blog. Dieses Mal möchte ich gerne meine wunderbare Gastfamilie hier in Costa Rica näher bringen und von Unterschieden zwischen deutschen und costa-ricanischen Familien erzählen.

Mitglieder in meiner Familie

Meine Familie besteht aus meinem Gastvater Alonso, meiner Gastmutter Yorleny, meiner großen Gastschwester Valeria (20 Jahre alt), meiner kleinen Gastschwester Ximena (13 Jahre alt), meinem kleinen Gastbruder Luis Alonso (9 Jahre alt) und unseren beiden Hunden Laika und Max. Außerdem wohnen meine Großeltern in einem kleinem Apartment, welches direkt an unser Haus anschließt.

Die Ankunft bei meiner Gastfamilie.

Meine Beziehung zu meiner Familie

Mit meinen Gasteltern verstehe ich mich sehr gut. Sie haben mich schon seit dem ersten Tag, den ich hier bin, mit offenen Armen in die Familie geschlossen, helfen mir bei allem und sehen mich als ihre Tochter an, sodass ich mich hier wie zuhause fühle, was auch definitiv der Fall ist.

           

Mein Gastvater und ich.                                              Meine Gastmutter und ich.                   

Noch ein Bild von meiner Gastmutter und mir.

 

Mit meiner großen Schwester verstehe ich mich auch sehr gut, habe aber leider nicht so viel Kontakt zu ihr, da sie schon früh morgens zur Arbeit fährt und erst abends erst spät aus der Universität zurückkommt. Ich hoffe aber, dass sich unsere Beziehung in den Ferien verbessert, wenn wir alle mehr Zeit zusammen verbringen.

Meine beiden Schwestern und ich auf dem 20. Geburtstag meiner großen Schwester.

 

Meine kleine Schwester und ich verstehen uns wirklich blendend. Da ich mir mit ihr ein Zimmer teile, habe ich zu ihr wahrscheinlich das beste Verhältnis. Wir unternehmen jeden Tag etwas zusammen, wir gehen zum Beispiel zusammen Shoppen, machen Sport oder sitzen einfach zusammen, hören Musik und reden einfach nur. Außerdem hilft sie mir, schneller Spanisch zu lernen und sie hilft mir in der Schule, indem sie mir, vor allem am Anfang, geholfen hat, die Räume zu finden, mit mir die Pausen verbracht hat und mich sofort ihren Freunden vorgestellt hat.

                                         

Meine Gastmutter, meine kleine Schwester und ich.                           Meine Schwester und ich auf dem Oktoberfest in                                                                                                                  Costa Rica.

 

Mit meinem kleinen Bruder mache ich nicht sehr oft etwas zusammen, da er viel jünger ist als Ximena und ich und einfach ganz andere Interessen hat als wir. Trotzdem spielen wir zum Beispiel immer mal wieder Fußball mit ihm oder gucken zusammen Filme.

Familienaktivitäten

Zeit mit der Familie zu verbringen, wird in Costa Rica ganz groß geschrieben. Daher unternehmen meine Familie und ich relativ viel zusammen, was sich manchmal aber leider auch etwas schwierig gestaltet, da meine Eltern meist samstags arbeiten müssen. Sonntags ist für uns also immer der Familientag, an dem wir morgens erst einmal zusammen frühstücken. Danach planen wir meist unseren Tag. Entweder wir bleiben zuhause und spielen Spiele zusammen oder machen uns einen entspannten Tag auf der Couch und gucken Filme, oder wir fahren irgendwo hin. Wenn wir uns dafür entscheiden, nach draußen zu gehen und das Wetter auch mitspielt, fahren wir gerne an den Strand oder meine Familie zeigt mir Städte hier in meiner Nähe. Eine weitere Beschäftigung, die wir ab und zu mal machen, ist das Haus zu putzen und neu zu dekorieren. Vor allem jetzt, wo Weihnachten vor der Tür steht, räumen wir hier im Haus viele Sachen um und dekorieren schon weihnachtlich. Hier hat die Weihnachtszeit also schon begonnen, und das nicht nur bei uns im Haus, sondern in den meisten Familien in Costa Rica. Weihnachtsdekorationen Ende Oktober und Anfang November sind schon etwas komisch für mich, aber nun gut, dann hat man halt etwas länger was davon.

Eine weitere Sache, die meine Familie und ich sehr gerne zusammen machen, ist Sport. Dafür fahren wir immer in einen Sportclub hier in unserer Nähe, in dem meine Familie seit Jahren Mitglied ist. In diesem Club verbringen wir gerne unsere freien Tage zusammen als Familie. Dort können wir in den Pool oder ins Fitnessstudio gehen und alle möglichen Sportarten sowohl drinnen als auch draußen ausführen: wir können Tischtennis, Fußball, Tennis, Basketball, Tanzen, Kraftsport usw. spielen und sogar Schlittschuhlaufen gehen, da dieser Sportclub die einzige Eishalle in ganz Mittelamerika besitzt. Meine jüngere Gastschwester Ximena hat als Hobby Eiskunstlauf und trainiert hier wöchentlich. Typisch costa-ricanisches Hobby, oder?!

Außerdem helfe ich auch meiner Gastmutter sehr gerne beim Kochen, da das Essen hier einfach so lecker ist und ich unbedingt lernen möchte, wie man typische costa-ricanische Gerichte kocht. Hier werden sehr viel Reis und vor allem Bohnen gegessen. Meine Gastmutter freut sich immer, dass ich ein „so guter Esser“ bin und alles mag und ich bin froh, dass ich als Ausgleich dazu Sport machen kann, sonst wäre ich jetzt sicherlich schon kugelrund!

Ein Gericht namens Arroz con Pollo (Reis mit Hühnchen), welches gerne auf Geburtstagen mit Chips gegessen wird.

Unterschiede zu Deutschland 

Ein großer Unterschied zu Deutschland ist, dass die Costa-Ricaner die Familie wirklich über alles stellen. Sie können sogar ihre Kinder tageweise aus der Schule holen und dann als Entschuldigung schreiben, dass an den Tagen Familienaktivitäten stattgefunden haben. Das müsste mal jemand in Deutschland versuchen!

Ein weiterer Unterschied ist, dass die Kinder viel mehr behütet werden, egal wie alt sie sind. Man darf meist ab 19:00 Uhr nicht mehr ohne einen Erwachsenen auf die Straße, da es sonst zu gefährlich wird, vor allem für Mädchen. Außerdem leben die meisten Kinder wie selbstverständlich noch mit 25 bei ihren Eltern zu Hause.

Ein Unterschied, der mir persönlich überhaupt nicht gefällt ist, dass die Ticos (für die, die nicht alle meine Blogs gelesen haben: die Costa-Ricaner nennen sich selbst Ticos) gerne mal etwas lauter werden, vor allem innerhalb der Familie. Dann gibt es manchmal Situationen, in denen sich die ganze Familie „anschreit“, was für mich sehr, sehr ungewohnt, hier aber relativ normal ist. Das ist wohl das lateinamerikanische Temperament. Dafür sind sie andererseits aber auch unheimlich herzlich und offen, was mir besonders gut gefällt.

 

So, das war es erst einmal wieder von mir.

Jana

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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