Hallo allerseits,

mittlerweile habe ich mich hier richtig eingelebt! An die zwei Monate bin ich jetzt schon hier, und die Zeit verfliegt. Was wahrscheinlich viele interessiert, ist wie hier der Alltag und die Schule verglichen mit Deutschland sind. Hier besuche ich die
Takapuna Grammar School, eine bekannte Schule im Raum von Auckland.

An meiner Schule studieren ca. 1200 Schüler, was fast das doppelte an Schülern verglichen mit meiner alten Schule ist.
Trotzdem kommt es mir wie das Vierfache vor, da das Schulgelände weitaus größsser ist. Jedes Fach hat seinen eigenen Klassenraum und ca. die Hälfte aller Klassenräume wurde gerade erst frisch renoviert. Es gibt eine eigene Bücherei, Schul-WLAN (Netflix und Instagram, letzteres kann man mit jeder VPN App umgehen, sind blockiert) und einen richtigen(!) Kiosk. Ich rede hier von Sushi und Avocadosandwiches die man sich auch normal kaufen würde. Ausserdem gibt es zwei Turnhallen und vier Rugby/Fußballfelder.

Unterricht

fängt um 8:40 an.  Stunden dauern 60 Minuten und ich habe fünf jeden Tag. Morgens habe ich aber erstmal „Form Class“, wo man sich in der Theorie mit seinen Freunden unterhalten soll. Das funktioniert nicht Ganz so gut, aber das werden sich junge Leser bereits gedacht haben :). Danach habe ich Zwei Stunden Direkt hintereinander worauf „Morning Tea“ folgt, 25 Minuten Pause. Nach zwei weiteren Stunden ist dann „Lunch“, eine 40-minütige Pause. Logischerweise kommt danach nur noch eine Stunde.Eine Ausnahme bildet Mittwoch, wo Schule erst um 9:30 anfängt und ich nur vier Stunden habe. Schüler die NCEA, den neuseeländischen Schulabschluss machen, haben sechs Fächer, das heißt Ich habe jedes Fach vier Tage die Woche. Stundenpläne gehen im Zweiwochentakt, das heißt ich habe von Woche auf Woche einen anderen Stundenplan. Glücklicherweise lässt sich der Kalender vom Schulportal in meinen Google Calendar importieren. Ab dem 12ten Schuljahr kann man auf IB wechseln, was quasi identisch mit unserem Abitur ist. Hierbei ist jedoch wichtig, dass es hier keine Erprobungsphase gibt, das heisst, man hat nur zwei Jahre für die Prüfungen und muss mehr Stoff zuhause lernen. NCEA ist da deutlich entspannter. Man kann Fächer wie „Möbelbau“, „kochen“, oder „Tourismus“ wählen, was viel mehr Spaß macht. Der einzige Nachteil ist, dass man durch die wenigen Fächer auch vier Mal Mathe die Woche hat.

Leben in Neuseeland

Neuseeland hat 4.8 Millionen Einwohner, wovon 1.7 Millionen alleine in Auckland leben, mehr als auf der gesamten Südinsel Neuseelands. Ich wohne in einem Vorort von Auckland, Devonport. Von hier aus fahre ich jeden Morgen mit dem Bus zur Schule. Um nach Downtown zu kommen nehme ich eine Fähre, die Überfahrt dauert etwa zwölf Minuten. Ich liebe es hier, da es die Vorteile von Kleinstadt und Großstadt vereint. Was auffällt, ist das alle Häuser hier aus Holz sind und keine Keller haben, die meisten noch nicht einmal zwei Etagen. Durch die sehr einfache Bauweise wird Wärme nur schlecht gehalten und es ist sehr kalt und feucht. Da es jedoch oft nur etwa zwei Monate im Jahr so kalt ist, versuche ich, mich durchzubeissen. Was hier teuer ist (ist in Deutschland genauso teuer), sind Mobilfunkverträge. Ich bezahle ca. 28 Euro pro Monat für 8GB Highspeed mit Telefon und SMS. Zum vergleich, in Australien habe ich 10 Euro für 35(!) GB bezahlt. Lebensmittel sind hier meist ebenfalls teurer, da sie oft importiert werden.

Alles in allem

finde ich es hier super! Ich bin jeden tag draussen und eigentlich nur in der Schule oder zum Beitrag schreiben am Laptop. Ich mache hier sehr viel Sport (ich werde wahrscheinlich noch einen Beitrag über Rudern veröffentlichen) und fühle mich total wohl.

-Mika

 

 

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Mika

14¾, Austauschschüler in Auckland, NZ.

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