Dez 162014
 

Mittlerweile ist Dezember und für mich ist ds der fünfte Monat den ich in Brasilien verbringe. Im Dezember beginnt ja die Weihnachtszeit aber hier beginnt auch der Sommer. Es ist ein bisschen komisch ohne die Kälte und hier gibts es auch keine Adventskalender für die Kinder und Advent und Nikolaus wird hier auch nicht gefeiert. Dafür ist aber das Zentrum der Stadt mit vielen bunten Lichtern geschmückt und sitzen viele Weihnachtsmänner in den Schaufenstern. Im Dezember und Januar haben alle Schüler Ferien sodass es viele kleine Feste und Churrascos gibt.

In der ersten Dezemberwoche habe ich zum esrten Mal die Familie gewechselt. Meine neue Familie wohnt nicht weit von meinem alten Haus. Mein pai heisst Luiz Henrique und arbeitet als Arzt in seiner eigenen Praxis. Meine mae heisst Christiane und arbeitet als Anwältin und als Sekretärin für pai von zu Hause aus. Ich habe hier 3 kleine Geschwister: Luiza,9  Joao 10 und Roberto 13. Alle drei spielen Klavier und Tennis. Roberto und Joao spielen auch Gitarre und Luiza macht Ballet. Die Familie hat zwei Hunde: einen Jack Russel, Joka, und einen deutschen Schäferhund der nachts das Haus bewacht, George. Das Haus ist sehr groß und hat auch einen Pool, was bei diesem diesem Wetter echt hilft.

Die letzte Woche mit meiner ersten Familie habe ich am Strand von Guaratuba verbracht. Das war das erste Mal, dass ich an einem brasilianischen Strand war und ich hatte schon am ersten Tag einen Sonnenbrand. Der Strand von Guaratuba ist sehr klein hat mir meine Familie gesagt aber ich fand ihn echt groß und viel schöner als jeden deutschen Strand. Ich freue mich schon sehr auf die Nordost Reise im Januar, auf der fast alle der brasilianischen Strände besucht werden.

Zur Zeit ist es etwas stressig,weil ich jetzt drei kleine Geschwister habe und es gibt viele Feste wegen Weihnachten und es ist auch schon das Ende des Jahres.

Ich wünsche allen eine frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr!!!

Dez 042014
 

Jetzt bin ich schon 2 Monate in Australien und die Zeit vergeht so rasend schnell. Die vielen coolen Erlebnisse und Eindrücke kann ich leider nicht alle vermitteln, versuche aber eines der schönsten Erlebnisse mit euch zu teilen.

 Vor 4 Wochen machte ich mich mit meinem Geographie Kurs auf den Weg zur größten Sandinsel der Welt, Fraser Island. Die meisten von euch werden sich denken, davon habe ich ja noch nie etwas gehört. Mir ging es genauso.

Fraser Island ist eine Insel die rund 190 km nördlich von Brisbane liegt. Vielleicht habt ihr schon einmal etwas von Captain Hook gehört, er war der erste Europäer der die Insel auf seinen Entdeckungsreisen gesehen haben soll. Vor ihm lebten schon einige 1000 Aborigines dort, welche jedoch vertrieben wurden. Der heutige Namen der Insel kommt von Captain Fraser, der sich mit seiner Frau und anderen Schiffbrüchigen auf die Insel retten konnte. 

In den Wochen vor der Exkursion war der Unterricht auf diese Reise ausgerichtet und wir lernten die Besonderheiten der Insel kennen, so dass meine Mitschüler und auch ich mich auf diese Reise einstellen konnten. Wir lernten, dass Fraser Island nicht nur ein großer Sandhaufen ist sondern eine Insel, die über eine üppige Vegetation verfügt und eine Vielzahl von glasklaren Süßwasserseen beheimatet. Auch wurden wir vor dem Baden im Meer wegen Strömungen und den dort lebenden Haien gewarnt.  Ebenso  sollten wir auf die dort lebenden Dingos achten, da es immer wieder zu tödlichen Unfällen bei Begegnungen zwischen Dingos und Menschen kommt. 

Sowohl mein Geographielehrer als auch meine Gastfamilie schwärmten ständig von dieser Insel, so dass ich sehr früh überzeugt war, dass es ein Supertrip werden muss. Für die Fahrt mussten wir sehr früh aufstehen und ich wurde von meiner Gastfamilie mit den Worten verabschiedet: „You`ll never forget this trip.“

Bereits um 5 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Insel. Auf der Fahrt erfuhr ich warum wir so früh losgefahren sind. Der einzige Highway der Insel führt über den Strand, den 75-Mile-Beach, und dieser kann nur bei Ebbe befahren werden. Auf der Insel angekommen, mussten wir den Bus wechseln, da ein üblicher Reisebus hier nicht fahren  kann. Wir saßen schließlich in einem gefühlt 5 Meter hohem Bus und  machten uns auf unsere Entdeckungstour.

Die folgenden Bilder geben einen kleinen Eindruck von dieser Insel, die eigentlich unbeschreiblich ist.  

Fraser 9        Fraser 2

Fraser 8 Wrack        Fraser 7

Mein Highlight der gesamten Tour war „Waddy Point“. Von dort hat man eine wunderschöne Aussicht und kann komplett abschalten und genießen. Vielleicht haben einige von euch vor  in der Zukunft die Insel zu besichtigen. Ihr solltet wissen, dass Waddy Point wohl ab sofort für Besucher gesperrt ist, da dieser Ort für Aborigines „Heiliges Land“ ist.

Fraser 6        Fraser 5 Blick von Indian Head nach Nordwesten

Als wir uns wieder auf den Weg nach Hause machten, habe ich noch einmal realisiert was für ein Glück ich habe, hier in Australien zu sein. Doch lange Zeit für Träumerei blieb mir  nicht. Am nächsten Tag stand wieder der normale Schulalltag  auf dem Programm.

Viele liebe Grüße aus Down Under