„Go tell it on the mountains, over the hills and everywhere, go tell it on the mountain that Jesus Christ is born“-

Weihnachten ist wunderbar! Egal wo, egal wie! Ich habe die Weihnachtszeit hier sehr genossen, auch wenn es ein bisschen anders war, als ich es gewohnt bin… sehr „amerikanisch“ halt 🙂

Mein Dezember hat aber nicht so weihnachtlich angefangen. In der ersten Woche haben wir ganz viel trainiert und auf unser erstes Basketballturnier hinausgearbeitet. Ich habe am Basketballspiel echt total viel Freude entdeckt und fühl mich mit meinem Team mittlerweile richtig stark und fertig für die richtige Saison, die im Januar anfängt. So hart das Training manchmal auch sein mag, man wird doch immer wieder angespornt jedes Mal ein kleines bisschen mehr zu geben, um fürs nächste Spiel auch wirklich gerüstet zu sein! Unser erstes Spiel am Donnerstag verlief dann auch einigermaßen gut und wir haben uns schon auf den zweiten Teil des Turniers am folgenden Samstag gefreut, was dann leider aber abgesagt wurde. Verantwortlich waren Massen von Schnee 😀 Endlich hatte es am Freitag angefangen zu schneien! Und nicht nur ein bisschen…Wir saßen nachmittags noch in der Schule als die Durchsage kam, dass wir doch bitte in der Cafeteria auf unsere Busse warten müssten, denn die würden sich ein bisschen verspäten. Innerhalb von ein paar Stunden war alles so zugeschneit, dass auf den Straßen totales Verkehrschaos herrschte. Ich war noch nie so froh endlich zu Hause und aus dem Schulbus raus zu sein! Die Busfahrt von der Schule bis zu meiner Bushaltestelle hat mich mehrere Herzinfarkte gekostet 😀Es schneit, es schneit...SAM_2840

Trotzdem, ich liebe den Winter in Oregon. Endlich hatte ich mal wieder richtig Schnee und auch die richtigen Temperaturen dazu. Nachts waren es gemütliche -17° Fahrenheit, was umgerechnet so etwa -35° Celsius sind. Tagsüber wurde es auch nicht viel wärmer und an einem Tag hatten wir noch das Glück, dass in unserer Schule zwei Wasserrohre gebrochen sind. Wir mussten trotzdem in der Schule bleiben, es wurde halt nur noch in einer Hälfte des Gebäudes unterrichtet.

Riesige EiszapfenVogelhäuschenEs war eiskalt!

An einem Tag hat mich meine Gastmom aus der Schule genommen, damit wir in Ruhe nach Medford fahren konnten, um unsere Weihnachtseinkäufe zu erledigen . Na gut, „in Ruhe ist immer noch was anderes, da hier zu Weihnachten so wie so immer alles und zu jeder Zeit überfüllt ist, aber schön war es trotzdem 

Eins meiner Highlights war das Military-Dinner. Da mein Gastvater in der Air Force war und jetzt immer noch im VFW (Veterans of Foreign Wars) aktiv ist und wir hier in Klamath Falls auch eine Air Force Station haben, konnten wir zum jährlichen Military-Dinner gehen. Das hat so viel Spaß gemacht 😀 Der ganze Raum voller Soldaten und anderen Leuten. Tja, da wurden die sonst so strengen Regeln mal aufgehoben, und es wurde ordentlich gefeiert und mit dem davor zusammen gemischten Grog (eine Tradition, bei der rund 17 Schnäpse und alles andere zusammengemischt wird) wurde es um mich herum auch schnell lustig :D.Das alles kam in den riesigen Pott!So sah der Grog dann ausSAM_2948

Ansonsten verbrachte ich viel Freizeit im Advent mit meinen Freunden, bei ganz alltäglichen Sachen wie Schlittschuhfahren, ins Kino gehen, Holz hacken und einfach nur ein bisschen zusammen herum hängen. Endlich mal ganz normaler Alltag. Der Advent ging dann aber auch schon wieder schnell rum und ehe ich mich versah, hatten wir Ferien und Weihnachten war da.

Die Krippe in der "Christmas City", California

Die Krippe in der „Christmas City“, California

 

 

Die heiligen drei Könige

 

Kurz vor Weihnachten hatten wir ganz viele Extraproben mit unserem Kirchenchor, denn am Heiligen Abend gab es 3 (!!!) Gottesdienste. Ich find’s ein bisschen traurig, dass die ganzen Lieder nur an Weihnachten gesungen werden, denn ich hab ganz viele neue tolle Lieder kennen gelernt und richtig viel Spaß gehabt. Am 24. dann, ging’s um 4 Uhr mit dem ersten Gottesdient los, in dem die kleinen Kinder auch ganz viele süße Sachen gemacht haben. Mit ca.500 Leuten war der Gottesdienst fast überfüllt . Der zweite ging dann ein bisschen ruhiger zu und der dritte war mein absoluter Lieblingsgottesdienst.Am Ende sind wir alle nach draußen gegangen und haben Kerzen bekommen, die wir angezündet haben und gemeinsam dann „Stille Nacht“ gesungen haben.

Einfach ein total schöner Moment, den ich nicht mehr vergessen werde!

"Candlelight Service"

Danach sind wir dann wieder nach Hause gefahren, und ziemlich schnell ins Bett um auf „Santa zu warten“ . Geschenke werden hier ja

erst am Morgen des 25. ausgepackt. Ich habe mit meinen Gasteltern dann bei heißer Schokolade und Geschenkeauspacken einen typisch amerikanischen Weihnachtsmorgen verbracht und anschließend wurde dann aufs Essen gewartet. Das war einfach nur so lecker und hat mich(und unseren Hund)  im Himmel schweben lassen.
Meine Kaminsocke und unser WeihnachtsbaumWeihnachtsessen

Auch Lucky kriegt ihr WeihnachtsessenJap..das alles ist Schoki :p

Jetzt ist die ganze Aufregung um Weihnachten aber auch schon fast wieder rum und mit Vollgas geht’s auf das Jahr 2014 zu!

Damit wünsche ich allen einen guten Rutsch und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr und noch einen schönen Winter:D
Eure Ina!

Categories: 2013Ina

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