Am Freitag Morgen musste ich um fünf Uhr aufstehen, weil ich mich um sechs Uhr mit meiner „Mitfahrgelegenheit“ an der TC Central High School verabredet hatte. Um sechs Uhr morgens bin ich dann also mit Jami (einer Freundin) und ihrer Mutter nach Ishpeming gefahren. Ishpeming ist ein Dorf (wenn überhaupt) auf der Upper Peninsula, dem kleinen, nördlichen Teil von Michigan – sieht auf der Karte aus wie eine Halbinsel und könnte schon fast zu Kanada gehören 😀  Die Fahrt dahin war sechs Stunden lang, gerade weil die Straßen so schneeig und eisig waren. Als wir also gegen halb eins da waren, hatten wir nur kurz Zeit unsere Sachen in unsere Zimmer zu bringen und dann ging es auch schon sofort ans umziehen und zum State Course, der nichtmal fünf Minuten weit weg war. Um zwei Uhr haben die Skate Sprints angefangen, nur 1km. Aber vorher haben  alle Teams sich aufgewärmt, Skier gewaxt, Bips (Nummern) abgeholt, bis es zum Start ging. Ich hab 4km als warm-up geskiit, und ich mein Sprint war ziemlich schlecht meiner Meinung nach – ganz einfach weil, sobald ich mich auf Schnelligkeit konzentriere – meine Technik versagt 😀 Der Course war eigentlich ganz einfach, es hat flach angefangen, dann gab es einen größeren, steileren Hügel, dann einen Mini-Hügel direkt danach und dann eine flache Strecke und ein kurzes, aber steiles Stück bergab. Ich musste nur einen Sprint machen, weil ich mich für die weiteren nicht qualifiziert habe, insgesamt hätte man drei machen können, wenn man schnell genug war. Ich hab 2:56.30 min gebraucht und bin damit nur 28. von 31 Mädchen geworden 😀 Im Vergleich: die erste hatte eine Zeit von 2:00.01 min und die letzte brauchte 5:23.00 min! Im Anschluss gab es Hot Chocolate, weitere Getränke und Snacks für alle Skier, aber draußen! Bei minus zehn bis minus fünfzehn Grad!! Direkt danach bin ich mit Maddy, einer Freundin, noch 5km Skiing gegangen – der Course für die zwei Races am Samstag – nur um zu gucken, wie steil die Down- und Uphills waren. Um fünf Uhr waren wir alle wieder beim Hotel, und gegen sechs gab es für mein Team ein Pastadinner. Danach durften wir machen was wir wollten und ich bin mit ein paar anderen in die Pool- und Whirlpoolarea für ca eine Stunde gegangen, was ziemlich lustig war 😀 Um neun Uhr war ich auf meinem Zimmer, das ich mir mit Maddy und einem anderen Mädchen geteilt habe, weil wir die einzigen Mädchen waren die ohne Familie oder Eltern hierher gekommen waren.

Am nächsten Morgen sind Maddy, Tuuli und ich frühstücken gegangen, in dem Bistro neben unserem Hotel, weil wir Gutscheine dafür bekommen hatten. Und um viertel nach acht ging es auch schon wieder los zum aufwärmen für das 5K Classic Race. 5K aufwärmen, waxen, warmhalten und um zehn Uhr ging es los. Gut war, dass es viel bergab ging, wenn auch nur ganz leicht für die erste Zeit. Dann kam ein riesiger Berg, für den ich gefühlte Stunden gebraucht habe 😀 Das war das anstrengendste was ich je gemacht habe, ab der Hälfte war mein Skiing mehr ein Laufen als alles andere 😀 Dann direkt danach kam ein bisschen Downhill, wo ich nach einer Kurve mich dann auch schön hingelegt habe 😀 Und der Rest war ein kleinen „hoch und runter“, aber insgesamt relativ flach zum Glück. Nach 22 Minuten und 35.5 Sekunden bin ich angekommen, womit ich 25. von 31 geworden bin. Und wieder zum Vergleich: die erste hatte eine Zeit von 14 Minuten und 23.7 Sekunden, die Letzte hatte eine Zeit von 30:44.2 min 😛 Nach dem Rennen mussten wir noch kurz weiter ‚fahren‘ für ein kurzes cool down, und dann ging es für die Mädchen sofort zurück zum Hotel für ein Lunch, das in den Hotelfluren für unser Team serviert wurde – Sandwiches etc. Nach einem kurzen Ausruhen ging es um eins wieder zu der Rennstrecke, ein paar Kilometer aufwärmen und dann dasselbe 5K Race mit Skate Skiing. Diesmal bin ich nicht hingefallen, war aber nochmal deutlich langsamer auf dem ersten Berg/Hügel.. 😀 Meine Endzeit war 19:41.2 min, 26. 😀 Die erste hatte nur 12:56.5 min gebraucht! und die letzte hatte eine Zeit von 34 Minuten und 47.8 Sekunden. Direkt nachdem Rennen ging es für Jami, ihre Schwester Kami und mich auch schon nach Hause, weil wir nicht noch eine weitere Nacht hierbleiben wollten und die Rennen offiziell auch vorbei waren 😀 Die Rückfahrt hat wieder so um die sechs Stunden gedauert, mit dem Unterschied dass wir diesmal noch bei Subway for dinner angehalten hatten. Um neun oder zehn waren wir zuhause – eigentlich hatte ich gehofft wir würden es schaffen noch zu meinem Snowcoming-Dance zu gehen, der Samstag Abend war – aber wegen den schlechten Straßenbedingungen haben die Fahrten offensichtlich länger gedauert. Abends haben wir dann eben nur noch einen Film geguckt und sind dann ins Bett.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück musste Jami zur Nachhilfe, wo mit Robin und Dean mit Amy (aus Chicago) abgeholt hatten zum Cross Country Skiing! 😛 Das Wetter war gut, es ist deutlich „wärmer“ hier als auf der UP und wir sind für eine Stunde Skifahren gegangen, bevor es nachmittags nach Hause ging. Wir haben eigentlich nichts weiter besonderes gemacht, außer dass es abends ein gemeinsames Abendessen am Esstisch gab: Sauerbraten und Spätzle 🙂 gemacht von Terry.

Montag ging es wieder wie gewohnt in die Schule nach dem langen Wochenende.. alles langweilig wie immer 😀 Und nach der Schule bin ich zu Lina, der Austauschschülerin aus Norwegen, weil wir an einem Projekt für Physik arbeiten mussten 😀
Und Dienstag – nachdem ich mich fertiggemacht hatte und kurz davor war das Haus zu verlassen – … SNOWDAY. Und ich dachte schon dass diese Woche die erste Woche seit langem wäre, in der ich 5 Tage hintereinander zur Schule muss. Aber nein, es gab mal wieder schulfrei.

Categories: 2012Pia

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