Der Dezember war einer der ereignisreichsten Monate bisher. Neben den Weihnachtsvorbereitungen und den Festtagen, habe ich so einiges erlebt. Außerdem hat die Basketball Saison jetzt so richtig angefangen und jede Woche habe ich ein bis zwei Spiele. Ich habe durch den Sport viele neue Freundschaften geknüpft und es macht inzwischen wirklich Spaß. Auch wenn die ganzen Taktiken ganz schön verwirrend sind, klappt es inzwischen schon ziemlich gut. Der Coach und das Team integrieren mich echt gut und es fühlt sich so an, als wäre ich schon von Anfang an Teil des Teams gewesen. Wenn ich für ein Auslandsjahr eines empfehlen kann, dann ist das definitiv Sport zu treiben und an so vielen Aktivitäten wie möglich Teil zu nehmen.

 

 

Passend zur Weihnachtszeit haben wir es uns als Team nicht nehmen lassen, unsere eigene Feier (Mit mexikanischem Essen, Cookies und „Dirty Santa“) zu haben . Bei diesem Spiel bringt jeder ein Geschenk im Wert von 20€ mit und dann wird getauscht und geklaut bis alle Geschenke geöffnet sind. Das Konzept sorgte auf jeden Fall für eine Menge Lacher und Gezanke um die besten Preise.  Ich denke dass ich da mit einem Schulpullover ziemlich gut weg gekommen bin.

Auch meine Gastfamilie war im Weihnachtsfieber und wir hatten ein groß angelegtes Fotoshooting für die jährlichen Weihnachtskarten. Die Schwester meiner Gastmutter ist professionelle Fotografin und die Ergebnisse können sich daher wirklich sehen lassen.

 

Etwas weniger professionell haben meine Gastschwester Alex und ich unser eigenes Weihnachts-shooting veranstaltet.

Passend dazu habe ich ihr dann auch noch einen neuen Haarschnitt verpasst. Das hat auch wirklich Spaß gemacht (zumindest für mich).

Einige Tage vor dem Weihnachtsfest sind wir nach Woolaroc gefahren und haben auf dem Weg zunächst einen beeindruckenden Weihnachts-Shop besucht. Von über vier Meter hohen Nussknackern zu 4000€ teuren Dekorationen und wunderschönen Ornamenten gab es dort alles was das Herz eines Weihnachts-fans begehrt.

Danach ging es weiter nach Woolaroc. Dort gab es ein Museum, wo man viel über die Kultur von Oklahoma lernen konnte. Gerade dieser Staat hat eine beeindruckende Geschichte und die Ureinwohner Amerikas, haben eine unglaublich interessante Kultur.

Der wohl schönste Teil des Tages war die Hauptattraktion des Ortes, die Weihnachtslichter. Das gesamte Gelände war beleuchtet mit imposanten Leuchtfiguren und Lichtern in allen Farben und Formen. Generell kann man sagen, dass den Amerikanern gerade an Weihnachten nichts zu bunt, zu groß oder zu glitzernd ist.

Das absolute Highlight meines Monats war allerdings etwas ganz Anderes. Ich war bei meinem ersten NBA- Spiel. Nicht nur das Stadion und Oklahoma City selbst waren toll, „Oklahoma City Thunder“ hat natürlich auch gewonnen und es war ein sehr spannendes Spiel. Mein Gastbruder hat sogar ein Autogramm eingeholt und wir haben die Thunder girls, die Cheerleader des Teams, persönlich getroffen. Diese fanden es übrigens echt cool, jemanden aus Deutschland und der Slowakei kennen zu lernen.

Dann war es endlich so weit: Weihanchten! Ich war beinahe so aufgeregt, wie mein kleiner Gastbruder (er ist acht). Am 24., dem Abend bevor Weihnachten hat er ein Glas Milch und Cookies für Santa rausgestellt und natürlich gab es auch ein paar Karotten für die Rentiere.

Am Morgen sind wir dann gegen sechs aufgestanden. Im Wohnzimmer lagen Geschenke unter dem Baum und die Socken über dem Kamin waren gefüllt. Leider hatten Santa und die Rentiere auch nichts von den Cookies übrig  gelassen. Ich muss zugeben, dass es echt hart ist an Weihachten von seiner Familie getrennt zu sein. Trotzdem war es ein wunderschöner Tag, voller neuer Traditionen und meine Gastfamilie hat den Tag unvergesslich gemacht. Ich habe wirklich nicht erwartet, so viele Geschenke zu bekommen, sogar von Großeltern, Tanten und Onkeln oder einfachen Freunden der Familie. Insgesamt war es ein wunderschönes Fest.

An Silvester hat mein Gastvater extra für Alex und mich ein paar Raketen gezündet

Anfang des Jahres gab es dann den ersten Schnee. Das mussten wir natürlich voll ausnutzten. Mit Schlittenfahrten, einer Schneeballschlacht und natürlich Schneeengeln.

Es dauert zwar noch eine ganze Weile bis zum Prom, aber es ist nie zu früh ein paar Kleider anzuprobieren, oder? Alex und ich hatten die Möglichkeit uns einen ganzen Tag lang wie Prinzessinnen zu fühlen und wurden in allen möglichen Kleidern abgelichtet.

Die gesamte Weihnachtszeit hier war zwar sehr anders als zuhause, aber auf ihre ganz eigene Art wunderschön.

 

Charlotte, Januar 2020

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