Grundlegende Informationen

Costa Rica (= reiche Küste) ist ein kleines Land in Mittelamerika mit ungefähr 5 Millionen Einwohnern, die sich selber als Ticos und Ticas bezeichnen. Das Land grenzt im Norden an Nicaragua und im Süden an Panama und liegt zwischen dem Pazifik und dem Karibischen Meer. Mit einer Fläche von ca. 51 000 km2 ist es gerade 1 ½ Mal so groß wie NRW. Costa Rica ist so wie Deutschland in verschiedene Bundesländer, hier aber Provinzen genannt, aufgeteilt. Diese Provinzen heißen San José (welche gleichzeitig auch die Hauptstadt ist), Heredia (in der Provinz liegt Barva), Limón, Alajuela, Guanacaste, Cartago und Puntarenas.

 

Ein fortschrittliches Land

Costa Rica wird auch die „Schweiz Zentralamerikas“ genannt, weil es neben Chile und Argentinien eins der fortschrittlichsten Länder Lateinamerikas ist. Und es hat nicht einmal eine Armee, denn die wurde bereits 1949 abgeschafft. Stattdessen werden Bildung und Gesundheit gefördert.

Fortschrittlich ist das Land auch vor allem, was Umweltschutz angeht. Es gewinnt seinen Strombedarf zu 99,6% aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Wasserkraft, aber auch durch Erdwärme und Windenergie. Solarenergie spielt komischerweise nur eine untergeordnete Rolle. Fast 100%! Da sind wir Deutschen wohl weit hinterher.

Außerdem wird seit Jahren viel Wald aufgeforstet und fast 30% des Landes stehen unter Naturschutz. Das bedeutet, dass das Land, obwohl es so klein ist, 27 Nationalparks besitzt. Die Artenvielfalt ist daher riesig. Um dieses Naturparadies zu schützen, sind zum Beispiel Einwegplastiktüten verboten worden. Bis 2021 möchte Costa Rica sogar komplett auf Einwegplastik verzichten, also zum Beispiel auch auf Einwegflaschen.

 

Die Landschaften

Costa Rica ist sehr bekannt für seine unterschiedlichsten Landschaften von Vulkanen und atemberaubenden Stränden bis hin zu tropischem Regenwald.

Ich selber lebe in den Bergen. Hier gibt es sehr viele Bäume und vor allem sehr viele Palmen. Wenn man von unserem Haus den Berg etwas weiter hoch fährt, hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Städte San Jose, Heredia und auch auf einen Teil von Alajuela. Außerdem sieht man von dort aus die Vulkane Poás und Barva, welche ich bis jetzt leider noch nicht besichtigt habe. Hier in den Bergen ist es relativ ruhig und gelassen im Gegensatz zu den größeren Städten. Dort ist es sehr laut und überall fahren Autos. Jeder muss schnell irgendwo hinkommen und das verursacht immer sehr große Staus, da es meist nur einen Weg gibt, um in die Stadt bzw. aus der Stadt raus zu kommen.

(Weil das Wetter jetzt meist schlecht war, habe ich noch keine richtig schönen Bilder von der Umgebung machen können. Ich werde das nachholen.)

   

In den Strandregionen ist es auch relativ ruhig, dort sind zwar in der Hauptsaison viele Touristen, doch es geht im Gegensatz zu den Städten sehr ruhig zu.

 

Das Klima

Das Klima hier ist, wie ich finde, sehr verrückt. In Costa Rica gibt es im Gegensatz zu Deutschland nur zwei Jahreszeiten. Die derzeitige Jahreszeit ist die Regenzeit (Mai bis Dezember). Wie der Name schon sagt, regnet es in der Regenzeit sehr viel hier in Costa Rica, doch als ich hier angekommen bin, habe ich in den ersten zwei Wochen keine Tropfen Regen abbekommen. Dann hat es in den letzten Wochen angefangen, öfter zu regnen und dann aber auch wie aus Eimern und den ganzen Tag lang. Von Januar bis April ist hier dann die Trockenzeit, in der es so gut wie nie regnet und es relativ warm ist.

Die Temperaturen hier liegen die meiste Zeit des Jahres zwischen 20 und 30 Grad, aber in den Bergregionen ist es meist kälter. In der Schule laufe ich zum Beispiel nur im Pullover herum, da es für mich immer relativ kühl ist. Von meinen Mitschülern hingegen muss ich ständig den Satz „Qué calor!“ hören, was so viel wie „Was für eine Hitze!“ bedeutet. Doch auch hier in den Bergen gibt es hin und wieder Tage, an denen es echt warm wird. An diesen Tagen bleiben die Ticos so viel wie es geht im Haus, weil es draußen sehr heiß und schwül ist. In den Strandregionen ist es das ganze Jahr über sehr warm und schwül.

 

Pura Vida

Ich glaube, dass Costa Rica sicherlich eins der interessantesten Länder in Lateinamerika ist. Ich finde es zumindest bisher faszinierend. Kein Wunder, dass laut Studie hier die zufriedensten und glücklichsten Menschen der Welt leben. Bei so einem Land! Dieses gute Lebensgefühl drücken die Ticos durch ihr ganz eigenes Motto aus: Pura Vida! Das bedeutet übersetzt „pures Leben“, wird hier aber verwendet, um zu fragen, wie es einem geht und zu sagen, dass es gut geht und das Leben toll ist.

Also: ¿Pura Vida? – ¡Pura Vida!
Categories: Jana

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