Salut et Bienvenu sur mon blog!

Viele haben mich schon über den Winter in Quebec ausgefragt und ob es denn sehr kalt sei, wie man das sonst vielleicht so mitbekommt. Deshalb dachte ich mir, dass es vielleicht mal interessant wäre, einen Blogeintrag über das Wetter hier zu schreiben.

Ja, es stimmt auf jeden Fall und ich glaub es ist auch kein Geheimnis: hier gibt es auf jeden Fall ganz viel Schnee. Schon seit Ende Oktober hat es angefangen zu schneien und seit Mitte November liegt auch dauerhaft Schnee. An Orten wie im Wald oder in unserem Garten zum Beispiel liegt knie- bis oberschenkelhoher Pulverschnee, welcher wunderschön aussieht. Noch dazu lassen sich viele Aktivitäten im Schnee vollbringen. Wie ich zum Beispiel schon in einem älteren Beitrag erwähnt habe, kann man unter anderem traumhafte Schneespaziergänge im Wald machen. Ansonsten gibt es natürlich aber noch das Skifahren, auf welches ich mich besonders bei meiner Ankunft in Kanada gefreut habe (vor allem, da ich ja hier in Quebec auch inmitten einer Skiregion wohne). Leider hatte ich letztendlich nur die Chance, einmal auf die Piste zu gehen, aber hatte andererseits noch das Glück Langlaufski ausprobieren zu können, was mir wie auch das Alpinski sehr viel Spaß macht. Des weiteren machte ich mit meinem Jogging-Club auch Schneeschuhwanderungen, was ich vorher auch noch nicht ausprobiert hatte.

Ansonsten gehen die Temperaturen hier weit unter null Grad. Das kälteste, was ich bis jetzt diesen Winter, oder eigentlich auch gut gesagt in meinem ganzen Leben, erlebt habe waren immerhin -32°C. Das ist aber natürlich nicht der Normalfall. Einen wirklichen Durchschnitt kann man dennoch nicht wirklich nennen, da die Temperaturen wirklich sehr wechselhaft sind, zum Beispiel gestern waren noch bis zu -21°C, aber heute waren es nur um die -1°C. Solche krassen Temperatursprünge gibt es öfter, aber generell kann ich einfach nur sagen, dass die Temperatur hier komplett verrückt spielt.

Viele haben mich dementsprechend antwortend auf diese Aussagen gefragt, wie ich mich denn überhaupt anziehe, um nicht zu erfrieren, da sie ja schon bei 5°C frieren würden 😀 . Jedoch ziehe ich mich eigentlich genauso an, wie auch im nicht so kalten Winter in Deutschland, sprich Jeans, Pullover, Wintermantel und Winterstiefel, obwohl sehr viele Kanadier auch bei den Temperaturen und Schneeverhältnissen mit Sneakern zur Schule kommen. Dazu muss man aber noch bedenken, dass man sich hier deutlich weniger draußen aufhält im Verglich mit dem deutschen Alltag und Schulweg, zum Beispiel wird man jeden Tag vom Schulbus abgeholt und verbringt den kompletten Schultag in der Schule und wird am Nachmittag wieder direkt nach Hause gebracht, wohingegen ich in Deutschland mit Fahrrad zur Schule fahre und man an meiner Schule die Pausen im Freien verbringt. Ansonsten sorgen die Regen- und Windverhältnisse in Deutschland auch noch dafür, dass die Luft sich teils durch Feuchtigkeit noch kälter anfühlt, als sie ist. Als Fazit zum Thema Temperaturen würde ich sagen, dass man sich im allgemeinen bei -30°C eher nicht draußen sondern drinnen aufhält, denn bei dieser Kälte machen selbst Aktivitäten wie Skifahren nicht mehr wirklich Spaß. Des Weiteren ist das Heizsystem in Kanada anders und einfacher zu regulieren. Man hat keine Heizkörper, sondern eigentlich immer einen Temperaturregler in jedem Zimmer, um die genaue Temperatur einzustellen. Dementsprechend herrschen in den meisten Häusern angenehme Temperaturen.

Tatsächlich hatte ich jetzt auch schon ein paar mal schulfrei aufgrund einiger Wetterumstände. Der häufigste Grund ist jedoch der Regen. Wenn es regnet, dann gefriert der auf die Straße gefallende Regen bei den kalten Temperaturen sofort. Wenn es dann auch noch die ganze Nacht regnet, wird es als zu gefährlich eingestuft, die Schulbusse loszuschicken, weshalb dann die gesamte Schulkommission schulfrei bekommt. Um diese somit entstandenen fehlenden Schultage auszugleichen, gibt es vorgesehene pädagogische Tage, an denen die Schüler eigentlich ebenfalls schulfrei hätten, die, falls Bedarf besteht, gegen einen Schultag eingetauscht werden.

Am Ende kann ich auf jeden Fall sagen, ja der Winter in Quebec ist kalt. Aber daneben muss man auch zugeben, wie wunderschön es hier ist! Für mich persönlich wäre die Kälte hier auch nie ein Grund gewesen, nicht hierhin zu gehen, obwohl es bestimmt Menschen gibt, die damit Probleme hätten.

Das war bis jetzt auch eigentlich alles, was man zu dem Thema Winter und Kälte in Quebec sagen könnte. Ich hoffe, euch hat auch dieser eher informative Blogeintrag gefallen, aber ich kann mir vorstellen, dass es bestimmt auch mal interessant ist zu wissen, was wirklich hinter dem Winter in Quebec steckt. Ihr könnt wie immer gerne einen Kommentar dalassen und könnt mir zum Beispiel sagen, wie ihr zur Kälte steht oder ob ihr Lust bekommen habt, auch mal im Winter nach Quebec zu kommen. Ansonsten sind wir uns ja jetzt bald schon wieder!

À bientôt!

 

 


1 Comment

Merlin · 1. Februar 2019 at 00:25

Il manque quelque chose sur cette page… Je ne vois pas le „il faut frette en tab****k“! Il va falloir que tu traduises ça un jour sinon tes lecteurs canadiens vont rester dans l’incompréhension totale!

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