Hey,

vor zwei Wochen war hier in Kanada Thanksgiving und ein verlängertes Wochenende. An Thanksgiving geht es einfach darum, zusammen mit der Familie traditionelle Gerichte wie zum Beispiel Truthahn und Squash, eine Art gestampften Kürbis, zu essen und für alles, was man hat, dankbar zu sein. Bei uns gab es keine anderen großen Rituale, aber es war einfach total schön Zeit mit der Familie zu verbringen und sich vollzustopfen. Unser Essen fand am Samstag statt; am Sonntag sind wir noch spontan zu einem anderen Teil der Familie gegangen. Da wir am Montag schulfrei hatten, sind wir mit dem Auto zu einem Aussichtspunkt gefahren, wo wir die wunderschöne Herbstlandschaft mit der Blattverfärbung bestaunen konnten, obwohl es ziemlich bewölkt war. Danach haben wir uns ein Feld mit Pumpkinpeoplen angeschaut. Es war echt lustig zu sehen, dass die Figuren von hinten ziemlich echt aussahen.

Am Aussichtspunkt

Wunderschöne Blattverfärbung

Bei den Pumpkinpeoplen

Am darauffolgenden Wochenende fand in der Stadt meiner Schule die alljährliche Pumpkinregatta statt, die wohl irgendwo schonmal als verrücktester Sport der Welt nominiert worden war. Es geht einfach darum, einen Kürbis auszuhöhlen und zu gestalten, um dann alleine oder im Team 800 Meter über einen See zu paddeln. Unsere Koordinatorin hat für die Internationals meiner Schule (wir sind über 30 aus zig verschiedenen Ländern), wie jedes Jahr, auch einen Startplatz reserviert. Natürlich wollte jeder im Kürbis paddeln, weshalb wir losen mussten und letztendlich zwei Mädchen aus Belgien und Dänemark in den Kürbis durften. Also haben wir uns am Sonntagmorgen auf einer Kürbisfarm getroffen, um unseren Kürbis auszuhöhlen, anzumalen und Schilder für die Parade zu gestalten. Es war zwar nur ein paar Grad warm und ziemlich bewölkt, was uns aber nur motiviert hat, am nächsten Tag vorne mit dabei zu sein. Nachdem ein Mitarbeiter der Farm ein Loch in unseren Kürbis geschnitten hatte, konnten wir loslegen den Kürbis mit ein paar Leuten auszuhöhlen, wobei wir aufpassen mussten kein Loch in die Wand zu schneiden, auch weil der Kürbis von unten eine Delle hatte.  Zeitgleich hat der andere Teil Schilder zu unserem Motto „Garfield“ gemalt, um sie am nächsten Tag in der Parade hochzuhalten. Dem Motto getreu haben wir nach dem Aushöhlen den Kürbis orange angesprüht und als Garfield angemalt.

Der Kürbis vor dem ersten Schnitt

Der Anfang ist gemacht

Fertig ausgehöhlt

Danach musste der Kürbis angesprüht werden

Der fertige Kürbis

Die ganze Gruppe mit Schildern und Kürbis

Sonntag war es dann soweit. Vormittags haben wir uns getroffen, um letzte Vorbereitungen zu treffen und danach in der Parade hinter dem Kürbis, der auf einem großen Truck lag, mit unseren Schildern und Heimatflaggen durch die Stadt zu ziehen. Danach hat es ein bisschen gedauert bis es endlich losging, weil natürlich erst alle Kürbisse und Teilnehmer sicher ins Wasser gelassen werden mussten. Da die alljährliche Pumpkinregatta wie ein Volksfest gefeiert wird und hier in der Region ziemlich bekannt ist, kamen sogar Besucher von weiter her. Als endlich der Startschuss fiel, haben wir Internationals unseren Kürbis mit der Nummer 6 lautstark angefeuert und auf eine gute Platzierung ohne Kentern gehofft. Letztendlich kamen wir als zweiter in unsere Disziplin der Zweisitzer ins Ziel. Natürlich waren Leute, die alleine und in einem kleineren Kürbis gepaddelt sind, schneller.

Kurz vor der Parade

Der Kürbis bei der Parade

Die Kürbisse kommen über den See

Bis zum nächsten Mal
Inga

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