Jeder kennt ihn aus den High-School-Filmen, den berühmten amerikanischen Schulball PROM (kurz für engl. Promenade), der in der USA am Ende eines jeden Highschool-Jahres gefeiert wird. Auch diesen Schulball konnte ich mir nicht entgehen lassen.

So ist er abgelaufen: Als erstes brauchte ich natürlich ein Date. Also habe ich mir ein nettes, hübsches Mädchen namens Harlie ausgesucht. Wie sich das gehört, musste Harlie auch gefragt werden, ob sie mit mir dort hingehen will. Das Ganze habe ich folgendermaßen gemacht:

Einer meiner Freunde hat sie von ihrem Nebenjob abgeholt und nach Hause gebracht. Dort stand ich in einem aus Kerzen eingekringelten Kreis mit einer Ananas (weil das ihre Lieblingsfrucht ist) und einem Plakat, das fragt, ob sie mit mir zum PROM gehen möchte. Sie hatte sich riesig darüber gefreut und natürlich hat sie auch „Ja“ gesagt.

Am Tag des Dates wurde am Morgen dann erstmal das passende Blumenbukett für Harlie‘s Handgelenk gekauft. Danach ging es weiter zum „Day-Date“. Wir waren eine Gruppe aus 6 Jungs mit ihren Dates – also 12 Personen. Alle wurden eingesackt und es ging den Tag über schwimmen. Es hat allen wirklich viel Spaß gemacht und alle wurden immer aufgeregter, denn in wenigen Stunden ging es zum Ball. Als wir mit Schwimmen fertig waren, sind wir alle nach Hause gefahren und haben uns fertig für den Ball gemacht. Wenn man wahrscheinlich das Haargel, Haarspray, Schminke usw. von allen 12 Personen zusammenzählt, werden da schon so ein paar Kilo Kosmetikartikel zusammengekommen sein. Ist auch egal – wir sahen zumindest alle Top aus.

Jetzt wurden alle Jungs mit dem Auto eingesackt und jeder holte sein Date von der Haustür ab. Mein Date sah wirklich sehr hübsch aus in ihrem süßen blauen Kleid. Nun wurde sich auf dem Weg zum Fotos schießen gemacht. Ein guter Fotograph machte eine großartige Fotosession mit seriösen wie aber auch verrückten Fotos von uns. Anschließend ging es zum Dinner. Wir aßen in einem japanischen Restaurant, wo wir in einem kleinen Raum einen Tisch für uns alleine hatten. Jeder musste dort seine Schuhe ausziehen. Als Essen hatte ich ein super leckeres Hähnchengericht. Allen anderen waren genauso zufrieden mit ihren Gerichten wie ich. Natürlich mussten die Jungs auch wieder mal für das Essen bezahlen, weil das bei diesen Dates so Tradition ist. Der Weg zum PROM dauerte diesmal etwas länger, da der Schulball nicht wie jeder andere in der Schule, sondern in einem extra gemieteten Gebäude stattfand. Als wir ankamen, war die Party schon „fett am Dampfen“. Es wurde viel getanzt und gelacht. Es war ein wirklich schöner Tag und ein noch schönerer Abend.

 

 

Mein Gastvater hat für mich und meine Gastgeschwister 2 Tage schulfrei rausgeholt, so dass wir am 3. Mai für fünf Tage auf einen Trip zum Yellowstone-Nationalpark gehen konnten. Dieser Park liegt zu 96% in Wyoming, 3% in Montana und 1% in Idaho. Er ist der älteste Nationalpark der Welt und wurde 1978 sogar von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Am Donnerstag fuhren wir ca. 4 Stunden bis zu unserem ersten Haltepunkt, in Idaho Falls, bei einer sehr netten befreundeten Familie, die auch etwas Deutsch sprechen konnte und sogar Sprudelwasser bei sich zuhause hatte, was ich nach so langer Zeit auch mal wieder richtig genossen habe. Da wir aber relativ spät ankamen, und alle fertig waren von der Autofahrt, wurde auch recht schnell geschlafen. Am nächsten Morgen planten wir, früh aufzustehen und weiterzufahren. Als aber alles gepackt war, fuhren meine Gastbrüder mit City Rollern einen Berg runter. Meine Gastschwester wollte es, bevor wir losfuhren, aber auch nochmal ausprobieren und es schlug leider so fehl, dass sie vom Roller fiel und sich den Kopf aufschlug. Alle gerieten in Panik und sie wurde zum Doktor gefahren. Das dauerte erstmal ein paar Stunden, bevor mein Gastvater mit meiner Gastschwester wieder zurück war. Meine Gastschwester konnte den Trip leider nicht mehr weitermachen und wir ließen sie bei der Familie und fuhren ohne sie weiter zum Yellowstone. Wir kamen am Abend an und erhielten unser Hotelzimmer, was wirklich sehr schön und groß und mit einer eigenen Küche ausgestattet war. Am nächsten Morgen wurde aufgestanden, sich fertig gemacht, super leckeres Pancake, Eggs und Bacon zum Frühstück gegessen und los gings. Wir fuhren durch den Yellowstone-Nationalpark und sahen viele sehr interessante heiße Quellen, die alle sehr unterschiedlich aussahen und in denen das Wasser unterschiedlich hoch spritzte. Aufgrund seiner Lage über eine Magmakammer des Yellowstone Vulkans befinden sich etwa 10.000 heiße Quellen in dem Park.

Außerdem sahen wir Elche und Bisons im Park. Besonders über die Bison-Büffel habe ich mich sehr gefreut. Hierzu muss man wissen, dass es um 1900 durch Wilderei nur noch weniger als 2 dutzend Bisons dort gab. Durch staatliche Maßnahmen wurde diese Herde vergrößert. Am Ende des Tages bin ich mit meinem kleinen Gastbruder dann noch ausgiebig in den Hotel-Pool gegangen.

Am nächsten Tag fuhren wir eine andere Route durch den Nationalpark und sahen wieder viele außergewöhnliche Plätze und Quellen. Dieses Mal sahen wir aber auch Rehe und einen Fuchs. Als wir nach dem Tag wieder im Hotel ankamen, war Sara mit der befreundeten Familie in unserem Hotelzimmer, die dann mit uns noch Abendbrot aß bevor sie zurück nach Hause fuhren. Sara ging es schon viel besser. Sie hatte nur noch ein paar Probleme mit dem Laufen, was noch etwas langsam ging. Am Abend ist die ganze Familie noch zusammen in den Hotelpool gegangen und dann wurde geschlafen.

Endlich kam der Tag, auf den alle am meisten gewartet haben, denn es ging zum Rafting. Wir fuhren zum Rafting-Ort und es ging mit einem Boot den Fluss hinunter. Es war wirklicher sehr spaßig, besonders wenn du vom Boot gesprungen bist. Das einzige Problem war, der Fluss war wirklich kalt! Aber die ständigen extremen Abkühlungen ersparten einem definitiv einen Sonnenbrand. Zu guter Letzt gab es noch für jeden ein fettes Eis und dann hieß es, zurück zum Hotel, Sachen packen und die Heimreise angetreten. Wegen diesen einmaligen, wunderschönen Landschaften, die vielen Tiere und das tolle Miteinander mit meiner Gastfamilie wird auch dieser Ausflug mir unvergessen in Erinnerung bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt habe ich hier noch schöne 4 Wochen übrig, bevor es für mich wieder nach Hause geht. Ich freue mich jetzt noch auf alles was kommt und ganz besonders, wenn meine Eltern mich meine letzte Woche hier besuchen kommen und ich ihnen meine Lieblings-Ess- und Chillplätze zeigen kann.

Euer Fabius

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