Nach langer Zeit finde ich auch mal wieder Zeit zum schreiben.In der zwischenzeit war ich ziemlich beschaeftigt und habe wieder eine Menge hier in Minnesota erlebt! Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll, da ich ja seit zwei Monaten nicht von mir hoeren lassen habe.Trotzdem versuche ich so gut wie moeglich alles zusammen zu fassen.Anfang Februar hatten wir einen Internationales Wochenende mit allen Austauschuelern von meiner Organisation.Vom 2. bis zum 5. Februar sind dann alle Austauschschueler, die kreuz und quer verteilt in Minnesota leben, bei Gastfamilien in Litchfield untergebracht worden.Das Wochenende war relativ aufregend, da man Leute aus ganz verschiedenen Laendern getroffen hat.Meine Gastfamilie hat noch zwei andere deutsche Austauschschueler aufgenommen, die fuer ein jahr in Minnesota leben.Wir waren Snow tubing, Bowling und noch haben noch viel mehr waehrend der vier Tage verbracht, die uns alle auch ein bisschen naeher zusammen gebracht haben. Ich bin mir sicher alle hatten eine Menge Spass!

Das war unsere ganze Truppe beim Snow Trubing in Powder Ridge bei unserem YFU Wochenende 🙂

Snow tubing mit meiner Freundin Amy Pierce hat sooo viel Spass gemacht!

Danach war erstmal nicht allzu viel los.. Zwei Wochen spaeter haben meine Gasteltern jedoch kurzfristig entschieden, dass wir nach Wisconsin fahren sollten, da der Bruder meines Gastvaters bald mit seiner Frau nach Washington zieht.Aus diesem Grund sind wir dann alle gemeinsam mit dem Van in nur 2 Stunden nach Wisconsin gefahren.Die Autofahrten mit meiner Familie werden sowieso nie langweilig, weil ich so viele Geschwister habe und da immer was los ist.Am gleichen Tag sind wir dann auch wieder zurueck gefahren, wovon wir natuerlich alle nicht gerade begeistert waren. Es war mitten in der nacht und wir waren immer noch unterwegs. Fuer mich kein Problem, da ich die Haelfte der Fahrt nur geschlafen habe. Und als wir wieder zuhause waren bin ich auch direkt ins Bett. Sowas wie Karneval kennt Amerika anscheinend auch nicht aber war auch nicht tragisch. Ich hab mich Ende Februar dann dazu entschlossen bei unserem Schulmusical mitzumachen, welches mir bis jetzt auch relativ viel Spass bereitet.Die Auffuehrungen sind Ende April und alle sind schon ganz gespannt wie es im nachhinein wird.Daher muessen wir jeden Tag 3 Stunden abends proben, von 6-9. Soweit laeuft alles ganz gut. Ich bin eigentlich froh, dass ich nicht den groessten Part im Musical habe, da ich nicht so viel Text lernen wollte. Besonders gut finde ich, dass meine Gastmutter die Direktorin vom Musical ist. Nach der Auffuehrung gibts dann Bilder zu sehen und ich werde dann noch naeheres darueber berichten.

Track and Field (Leichtathletik) hat bei uns Anfang Maerz angefangen. Ich bin zwar nicht sehr begabt im rennen und springen und werfen schon mal gar nicht aber das war denen voellig egal. Ich komme mittlerweile sehr gut zurecht und nehme auch an den Wettkaempfen teil. ich mache Weitsprung und sprinte 100 Meter. Das Aufwaermtraining ist auch ganz schoen stramm und Muskelzerrungen bleiben leider nicht aus. Hin und wieder renn ich dann nach dem Training mit Kuehlpacks zuhause rum. Alles nicht so tragisch, da ich mich ja fit halten will, muss ich das alles wohl in Kauf nehmen.

Und in den letzten zwei Wochen hat man auch nicht so viel Schlaf bekommen da unser Boys Basketball team es bis zum State Tournament geschafft hat.Das hiess dann fuer uns alle, dass wir nach Minneapolis fahren mussten um unser Team anzufeuern. Busse haben nach der Schule schon auf uns gewartet, damit wir direkt los fahren konnten, weil Minneapolis, die Hauptstadt von Minnesota, ist circa zwei Stunden entfernt von Litchfield. Alle waren ziemlich nervoes und aufgeregt und haben sich wie die Indianer angemalt mit gruener und weisser Gesichtsfarbe und allem drum und dran. Voll gepackt mit Schulsachen gings dann meistens direkt nach der Schule zum Target Center Downtown in Minneapolis zum Basketball spiel unserer Jungs! Alles war ziemlich hektisch in dieser Woche weil wir die letzten Spiele nur knapp gewonnen haben, trotzallem haben unsere Litchfiel Dragons sich durchgekaempft. Im nachhinein hat es aber nur noch fuer den 2.(!) Platz gereicht. Ich sage „nur noch“ weil unser Team nicht ganz so begeisterst war und sich nicht damit zufrieden stellen wollten. Man muss dazu sagen, das sie an dem letzten Abend doch wirklich alles gegeben haben und es eine klasse Saison war. Ich hatte wahrscheinlich noch nie so viel Spass gehabt bei einem Basketball spiel wie bei diesen im Target Center, wo eigentlich nur die ganz grossen Teams spielen. Die Halle war gefuellt mit Leuten und man konnte kaum noch irgendwo durch laufen geschweige denn seinen Platz wieder finden. Die Jungs hatten eine grossartige Saison und ich bin ziemlich stolz darauf, was sie fuer eine Leistung erbracht haben. Unser Team hat eine Menge Ehrgeiz gezeigt und mit unserer Motivation und Fan Stimmung haben wir die Basketball spiele noch unvergesslicher gemacht. Diese Momente werde ich nie vergessen, denn Dinge wie diese haben Zusammenhalt und Gemeinschaft gezeigt, sowas wie hier findet man in Deutschland wohl nirgenswo.

 

Meine 3 Gastschwestern.Mein aelterer Gastbruder und meine juengere Gastschwester sind nicht mitgekommen beim letzten Spiel und mein 17-jaehriger Gastbruder Philip war im Baskteball team und ist mit dem Mannschaftsbus gefahren.

Target Center, Downtown in Minneapolis. Hier kann man unsere Fan section sehen 🙂

Vor dem Aufwaermtraining des Spiels. Die Halle fuellt sich.

Die Basketball Saison war wahrscheinlich eines der besten Ereignisse waehrend meines Austauschjahres, auch wenn ich nur ein Mitglied der Fan section war wie alle anderen anderen, waren wir irgendwie auch ein Mitglied im Team und in deren Herzen, was uns alle ziemlich stolz gemacht hat. Ich finds schade, dass ich naechstes Jahr nicht live dabei sein kann. Spring break war hier in Litchfield vom 26. bis zum 31. Maerz. Ich bin viel mit Freunden unternommen und die letzten vier Tage war ich mit meiner Gastfamilie im Norden von Minnesota in einem Hotel. Wir haben die zwei Tanten meiner Gastmutter Mary in Moorhead und in Fargo besucht. Und mein Gastbruder Philip hat einen College besuch in Concordia, North Dakota gemacht. Ich war ziemlich neugierig und interessiert auch wenn ich mir am Anfang dachte, dass es langweilig werden wuerde fuer 3 Stunden nur von einem Gebaeude bis zum naechsten zu laufen, aber es hat sich herausgestellt, dass alles wirklich spannend war und unsere Fuehrerin hat alles sehr gut erklaert. Das hat selbst mich nachdenklich gemacht, ob ich nicht vielleicht in Amerika studiere anstatt in Deutschland. Bis ich diese Entscheidung treffen muss, hab ich aber zum Glueck noch etwas Zeit.

Im naechsten Blogeintrag werde ich dann noch mehr ueber meine Track Saison berichten und PROM (Der Abschlussball) steht bei uns in der Schule am 28. April auch an.  Ich freue mich schon euch darueber zu erzaehlen weil Prom soll wohl das Highlight des Schuljahres sein. Nebenbei, bei mir in Minnesota kann man den Fruehling jetzt auch schon spueren, denn wir haben hier immer zu bis zu 20 Grad und das Wetter ist angenehm.

Liebe Gruesse aus Minnesota,

Mayleen

 

 

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