Hey guys (Kiwienglisch 😀 )

Jetzt habe ich gerade den ersten Satz fertig geschrieben und musste alles nochmal löschen, da ich irgendwie angefangen habe, auf Englisch zu schreiben… Ich kann noch gar nicht glauben, dass das mein letzter Blog sein soll, denn das heißt auch gleichzeitig, dass mein Auslandsjahr sich dem Ende zu neigt. Und so ist es leider auch :'( Nur noch 5 Tage ( Ich werde am 19.12.13 um 10:55 Uhr fliegen) aber.. ICH MÖCHTE BLEIBEN !! Die Zeit ist wie im Fluge vergangen, ich habe  immernoch das Bild im Kopf als ich bei meiner Ankunft aus dem Flugzeug gestiegen bin…. Ich habe einfach so viele tolle Menschen kennengelernt und hatte generell einfach eine mega super, hammer tolle, perfekte Zeit hier. My ♥ belongs to New Zealand. Trotz allem war mein Auslandsjahr bis zur letzten Sekunde “amazing“, aber bevor ich euch erzähle, warum, möchte ich mich erstmal bei der ELE bedanken. Also: Liebe ELE-Mitarbeiter, durch Sie ist mein Traum in Erfüllung gegangen: ein halbes Jahr Neuseeland. Und ich kann Ihnen sagen, dieses halbe Jahr war mit Abstand das Beste Jahr meines Lebens. Durch Ihre Unterstützung konnte ich sooo viele Sachen und Dinge erleben, welche mir ohne Ihr Stipendium nicht möglich gewesen wären. Dazu gehören zum Beispiel: Tramping, Rockclimbing, Showreiten, Reisen und natürlich auch Kleinigkeiten wie Shoppen. Sie sollen wissen, dass ich jeden Moment, ja , jede SEKUNDE in diesen 5 Monaten genossen habe. Ich habe die tollste Gastfamilie, das tollste Pferd, die tollsten Freunde und eine super Schule  und ich werde ALLES (!!!) vermissen .. :'( Ich denke, schreibe und träume sogar schon in Englisch.. . Ich bin Ihnen so unendlich dankbar, dass Sie das alles möglich gemacht haben, so sehr, dass ich es kaum mit Worten ausdrücken kann. Danke, danke, danke. ♥ Sie haben meinen Traum wahr werden lassen.

Jetzt geht es aber wirklich los 😀 Also die letzten Wochen waren wie immer wieder seeehr ereignissreich. Vor ein paar Wochen fand mein letzter Tramping Trip statt. Seit Neuseeland ist Tramping meine größte Leidenschaft! ♥ Dieser Tramp war ein drei Tage Tramp in den Nelson Lakes. Jeden Tag 6 Stunden laufen, das könnt ihr euch sicher vorstellen, ist kein Zuckerschlecken.. Ich habe wirklich JEDEN Muskelgespürt, sogar an Stellen, wo ich nicht mal wusste, dass man da Muskeln hat 😀 Wir trafen uns um 8:30 Uhr an der Schule. Ursprünglich wollten Lauren aus Kanada und ich gehen, aber sie wurde krank weshalb ich meine Freundin Lilli gefragt habe. Sie wurde ziemlich überrumpelt, die sie noch nie vorher Trampen war und sich erstmal die ganzen Sachen zusammensuchen musste. Letzen Endes ging aber alles gut :)) Außerdem war ich ziemlich froh, dass sie mitkommen konnte, da die anderen Teilnehmer alle Jungs waren :D. Aber wie gesagt, um 8:30 Uhr trafen wir uns an der Schule um unsere Riesenrucksäcke ( ich übertreibe nicht! ) zu verstauen. Insgesamt waren wir 9 Jungs und meine Freundin und ich. Wir waren alle ziemlich aufgeregt, besonders ich, da ich bis dahin nur im Arthur’s Pass trampen war und ich noch nie zuvor  im Nelson Lake National Park gewesen bin. Die Autofahrt hat so um die fünf Stunden gedauert.. und die Jungs haben pausenlos ihr Lieblingslied gesungen: Skinny Love 😀 ( Ich kann es nicht mehr hören 😀 ). Endlich angekommen, haben wir einen anderen deutschen Austauschschüler am Lake Rotoiti abgeholt, welcher im Moment Tramping Ausflüge mit seinen Eltern macht. Dort haben wir das Auto auf dem Parkplatz abgestellt und los gings ! Der erste Weg zum Coldwater Hut ( ein 5- Betten Hut mit Matratzen und Kamin), war ziemlich einfach, da er fast nur geradeaus und ohne Steigung verlief. Der Weg verlief direkt neben dem See. Dort angekommen, nach ca. 5,5 ´Stunden, trafen wir noch auf eine weitere kleine Gruppe, aus vier Leuten bestehend, welche die gleiche Route wie wir gebucht hatten. Ein Junge, Finn, hat seine Angel mitgebracht und so war unser Abendprogramm gesichert. Später, als alle anderen schon schlafen waren, sind Finn, Lilli, unser Lehrer Mr Aicon und Anton nochmal zum See gegangen und haben Aale mit Salami geangelt 😀 Wir waren allerdings nicht sehr erfolgreich.. die Dinger sind einfach so extrem glitschig 😀 Nach einer sehr warmen und komfortablen Nacht ging es am nächsten Tag weiter… steil Bergauf, von 300 auf ca. 2300 Meter. 6 Stunden. Ich war tot. Unten am See hatten wir ungefähr 20 Grad und oben hat es geschneit 😀 Allerdings war unsere Hütte, Andrew Shelter, echt purer Luxus. Wir hatten VIER anstelle normal nur einem Dixie-Klo, die Feuerstelle hatte ein Belüftungssystem und es gab Platz für 20 Leute. Wir konnten wegen des starken Schnees nicht raus, weshalb unsere Hauptbeschäftigung daraus bestand, zu essen, zu kochen, zu essen, zu reden, zu essen, uns zu massieren und habe ich es schon erwähnt: zu essen 😀 Am nächsten Tag war der Abstieg geplant- leichter gesagt als getan wenn Schnee liegt, man nasse Klamotten anhat und die Wanderschuhe zwei Nummern zu klein sind. Ich sage nur so viel dazu: Mein Zehnagel hat die Farbe dunkelblau angenommen und wird im Verlauf der nächsten Woche abfallen. JUHUUU! 😀  Ich war die nächsten zwei Tage soo erschöpft und konnte nicht mal mehr richtig laufen 😀 Das einzig schade am trampen ist, dass man fast gar nichts von der Natur sieht, weil man andauernd auf seine Füße aufpassen muss um nicht dem Schlamm hallo zu sagen :D.

Am 07.12.13 bin ich auf der Ashbourton South Island Premier Show geritten, die wichtigste Show der ganzen Südinsel ! Ich war soo aufgeregt, dass ich kaum schlafen konnte.  Showing ist ein ziemlich aufwendiger Prozess, besonders die Pferde fertig zu machen. Barthaare abrasieren, Hufe lackieren, Make up fürs Pferd, Sattelzeug putzen, Pferde waschen/putzen etc. Ich war in fünf verschiedenen Klassen. Nachdem wir den Prozess mit dem Pferde fertig machen hinter uns gebracht haben, ging es auch schon los. Ich wurde zweiter, dritter, vierter, fünfter und sechster. Leider nicht erste, die Konkurrenz war echt ziemlich stark. An dem Tag bin nur ich geritten, aber Ashbourton ging über drei Tage, weshalb die meisten Leute einfach dort Campen und entweder in ihren Pferdetransportern, Wohnmobilen oder Zelten schlafen. Wir hatten das Glück, dass die Oma von meiner Gastmutter ( ja, ihr habt richtig gelesen, ihre OMA) dort in der Nähe wohnt ( sie hat vor ein paar Wochen ihren 92 Geburtstag gefeiert) und so hatten wir ein richtiges Bett 😛 Der nächste Showtag begann schon recht früh, so um ca. 7:00 Uhr und  wir machten unser zweites Pony für meine Gastschwester fertig. Generell hatte ich aber extrem viel Spaß und es war auf jeden Fall eine Erfahrung wert.

Heute war eine weitere, kleinere Ponyclub Show, auf welcher allerdings nur meiner Gastschwester geritten ist, da ich kein offizielles Ponyclub Mitglied bin. Trotzdem war ich dabei und habe geholfen wo ich konnte, wie zum Beispiel beim Pferd waschen und anderen kleineren Aufgaben.

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass es hier im Moment um die 28,29 Grad sind und die neuseeländische Sonne mich buchstäblich umbringt Wegen dem Ozonloch etc ist die Sonne hier einfach um so vieles stärker und gefährlicher als in Deutschland, weshalb es auf ALLEN öffentlichen Veranstaltungen kostenlose Sonnencrème für jeden gibt ! 🙂 Man muss sich nur zu helfen wissen. 😀

Meine Freundin Lilli ist schon seit letzterWoche zuhause, aber wir haben geplant im Herbst 2014 zurück zu kommen um unsere Gastfamilien zu besuchen, ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt, zu verlängern, allerdings ist das mit der Schule alles kompliziert… ich hoffe jetzt einfach auf einen guten Heimflug und wünsche allen anderen Stipendiaten und Austautschschülern noch ganz viele wunderbare Monate und lasst euch einen Tipp geben: Genießt jede Sekunde! Die Zeit wird schneller vergehen als euch lieb ist. Wie ich auch schon am Ende des letzten Blogs geschrieben habe : Neuseeland? Wir sind noch nicht fertig! Ich komme wieder ins Land meiner Träume,  Aotearoa, das Land der weißen, tiefhängenden Wolken.

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Luisa

Ja, was soll ich sagen :) Ich bin Luisa, bin 15 und lebe nun schon seit 3 Wochen in meine neuen Heimat, Neuseeland. Nähere Infos etc. könnt ihr in meinem Blog nachlesen. Ich wünsche euch und Ihnen viel Spaß dabei.

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