Und schon wieder ist ein Monat rum :o. Die Zeit vergeht hier wahnsinnig schnell. In den letzten vier Wochen ist echt viel passiert: neben den langweiligen Seiten des Lebens-lernen-, durfte ich auch die schönen Seiten Schottlands entdecken.

Alexa, Annika und ich hatten uns vorgenommen, Touristen zu spielen. Zu unserem Touristenprogramm gehörten: das „National Galleries Museum“, das „Scottish National Museum“, „Botanic Garden“ und ein Besuch in Stirling.

Während wir im National Galleries Museum nur ein paar Minuten verweilten, hatten wir im Scottish National Museum viel Spaß. Wir haben viele neue, interessante Sachen entdeckt und ausprobiert.

Im Botanic Garden haben wir dann den wunderschönen Herbst hier genossen und haben uns dort einfach mal ein bisschen entspannt.

In den Ferien, die hier nur eine Woche lang sind, haben wir uns dazu entschlossen mal raus aus Edinburgh zu gehen. Ziel unserer Kurzreise war Stirling. Früh morgens ging es erst in die Stadt, von wo wir dann den Zug genommen haben. Obwohl wir den ganzen Tag genau durchgeplant hatten ist es dann letztendlich doch anders gekommen.

Vom Bahnhof in Stirling sind wir zuerst zum Stirling Castle gelaufen. Dort gab es dann aber schon eine große Enttäuschung, die alles auf den Kopf gestellt hat. Da wir leider alle noch 15 Jahre alt sind, hätten wir nur in Begleitung unserer Eltern in das Castle gedurft. Wir haben dann versucht auf die Tränendrüse zu drücken und erzählt, dass wir Austauschschüler sind, es ganz allein bis hierher geschafft haben und unsere Eltern in Deutschland sind. Leider hat das nichts gebracht. Das hat natürlich unsere ganze Planung durcheinander gebracht. Frustriert sind wir dann zum Touristen Center. Dort haben wir uns dann informiert, ob man denn mit 15 Jahren hoch zum Wallace Monument kommt und es hieß: ja. So haben wir uns eine Karte geschnappt und sind, anstatt wie geplant den Bus zum Wallace Monument zu nehmen, gelaufen. Unterwegs überquerten wir berühmte Stirling Brücke, auf der am 11. September 1297 im Unabhängigkeitskrieg gegen die Engländer die Schotten gesiegt haben.

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Nachdem wir uns ein paar Mal verirrt haben, weil auf der Karte nicht alle Straßen eingezeichnet waren, sind wir nach gut einer Stunde am Ticket Office des Wallace Monument angekommen. Als wir dann Tickets für drei Kinder kaufen wollten, sagte die Verkäuferin uns, dass wir nicht hoch dürfen, wenn wir noch nicht sechszehn sind. Alexa hat zum Glück super schnell reagiert und gesagt, dass Annika, weil sie die Größte ist, sechzehn Jahre alt sei. (Wir sind also auf nicht ganz legaler Weise zum Monument hoch, aber psshht!)

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Nachdem wir unsere Tickets bekommen haben, haben wir uns erstmal in ein Cafe gesetzt und Mittag gehalten. Anschließend ging es dann mit einem Shuttle-Bus den Berg hoch. Von dort oben hat man einen wunderschönen Ausblick über ganz Stirling. Leider war das Wetter nicht ganz so gut, ehrlich gesagt, es hat die ganze Zeit geregnet. Im Monument gab es dann immer wieder Stationen, an denen man etwas über die Stirling-Schlacht erfahren konnte. Wir haben uns natürlich die Zeit genommen und jedes einzelne Informationsboard durchgelesen. Es war aber doch alles ein bisschen verwirrend mit den ganzen Namen und Städten. Wie auch immer, ganz oben angekommen, haben wir die Aussicht genossen und ein paar Fotos gemacht. Danach ging es auch schon wieder runter. Wir haben dann auf den Shuttle Bus gewartet, der uns wieder den Berg herunter gefahren hat. Unten sind wir dann zur Bushaltestelle gelaufen, um wieder in die Innenstadt zu kommen. Nach einer eineinhalbstündigen Tour durch ein Shopping Center ging es anschließend in die „Filling Station“, ein amerikanischem Restaurant.

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Mit dem Zug ging es danach wieder nach Hause, wo ich totmüde ins Bett gefallen bin.

 

An den letzten drei Tagen bevor den Ferien standen drei Test bevor.Zwei in Modern Studies und ein Test in Geography Test. Bisher haben wir alle Teste noch nicht zurück bekommen. Nach den Ferien haben wir dann in „Art“ ein Übungsexamen gehabt. Wir hatten 15 Minuten Zeit und ich habe noch nie so schnell geschrieben-zumindest nicht in Englisch. Ich konnte längst nicht alles schreiben, was ich wollte und so habe ich zu jeder Frage nur eine kurze, knappe Antwort verfasst. Letztendlich hat es aber gereicht, um volle Punktzahl zu erreichen. Der Test dient nur zur Orientierung für unsere Lehrerin, wie gut wir im Schriftlichen sind und soll uns verdeutlichen, wie wenig Zeit wir in den Examen nur haben. Die großen Prelims Examen (Test Examen) finden im Januar statt und es wird jetzt schon der ganze Stoff wiederholt. Da bin ich echt froh, dass ich nicht wiederholen muss und die Zeit nutzen kann, um andere Sachen zu machen, wie zum Beispiel backen oder kochen mit meiner Gastschwester.

Wir haben zusammen zwei Kuchen und Cupcakes gebacken. An dem letzten Ferientag habe ich Dena dann angeboten Pfannkuchen zu machen, da sie die gekauften aus dem Supermarkt nicht mag. Um alle Zutaten zu kaufen, sind wir 2,4 Meilen zum Lebensmittelladen hin und wieder zurück gelaufen. Dafür hatten wir dann aber am Ende super leckere, deutsche, selbstgemachte Pfannkuchen.

 

Am 2. Ferientag hatte ich die Gelegenheit durch unsere Schule, das Musical „Our house“ zu sehen. Es war richtig gut und auch ein bisschen verwirrend. Ich muss sagen, dass ich weniger verstanden habe als bei „Hairspray“, aber trotzdem gefiel mir „Our house“ besser.

 

Seit Ende August zählt hier jeder schon die Tage bis Weihnachten. Jeder freut sich auf das Fest und kann es kaum noch erwarten. So kam es, dass wir in der Schule schon unter uns Freunden gewichtelt haben- am 7. Oktober! Mich hat das Weihnachtsfieber auch schon gepackt und so habe ich schon fast alle Weihnachtsgeschenke für Deutschland zusammen. Es ist schon sehr extrem, denn es gibt wirklich seit Oktober Weihnachtsgeschenkpapier und Weihnachtskarten und all solche Sachen zu kaufen. Bei einem Schulausflug in die Stadt am 30. Oktober, konnte ich schon ein Hotel mit Weihnachtsdekoration finden. Dabei war doch noch gar nicht Halloween vorbei.

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Apropro Halloween. Meine Gastschwester ist in einem Cheerleading Verein, der eine Halloween Party für den 25. Oktober organisiert hatte. Da hier kein Karneval gefeiert wird, kann man an Halloween auch als Pippi Langstrumpf gehen. Die Party war ganz gut, aber es gab auch einige Lieder, die ich genauso wenig wie einige Tänze  kannte. Meine Gastmuttter hat mich dann an die Hand genommen und versucht, mir die Tänze beizubringen. Leider konnte ich mir nicht alle Schrittfolgen merken. 😀 .

Dena und ich :)

Dena und ich 🙂

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Dylan und ich 😀

Am 1. November wollte ich mit Freunden ein Konzert von Gabrielle Apin besuchen. Leider klappte es nicht, da unsere Begleitperson an dem Termin nicht mehr konnte. Zum Glück hatten wir die Tickets aber noch nicht gekauft. So kam es dann, dass ich nach der Schule mit ein paar Mädchen in die Stadt gefahren bin. Nur für zwei Stunden um ein Geburtstagsgeschenk zu besorgen. Wir hatten aber jede Menge Spaß.

Am Abend war ich dann noch auf einer anderen Halloween Party von Freunden meiner Gastfamilie. Es war die Halloween Party eines elf Monate alten Jungen. Ich hatte aber sehr viel Spaß. Mit Alexa, die auch dort war, habe ich mich viel unterhalten und wir haben auch an zwei Spielen teilgenommen. „Apfeltauchen“ und „Kürbissspiel“. Apfeltauchen ist ja noch bekannt, aber wie geht das Kürbisspiel?! Ein ausgehöhlter Kürbis wird mit gekochten Spaghetti, die mit Butter vollgeschmiert wurden, gefüllt. Zu den Spaghettis werden zusätzlich noch Süßigkeiten in dem Kürbis versteckt. Der Kürbis wird dann, mit Musik im Hintergrund, herumgereicht. Die Person, die den Kürbis in der Hand hat, wenn die Musik stoppt, muss seine Hand in den Kürbis stecken und nach einer Süßigkeit suchen. Damit ist die Person dann vom Spiel ausgeschlossen.

 

Am 29. Oktober gab es ein Meeting von meiner Organisation. Einige England-Schüler sind hoch nach Edinburgh gekommen, um hier ein paar Tage die Stadt zu erkunden. Wir hatten uns dann alle am Abend zu einem Quiz versammelt. Es war recht witzig und eine gute Gelegenheit, sich mich anderen auszutauschen und neue Leute kennen zu lernen. Um ungefähr 22 Uhr wurden wir „Schotten“ dann aber auch schon von unseren Betreuern nach Hause gefahren, denn wir hatten ja keine Ferien mehr.

 

Das war’s auch erstmal wieder von mir!

 

Categories: 2013Berit

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