Hallo, zuerst einmal vielen Dank dass Sie und Ihr euch die Zeit nehmt, meinen Blog durchzulesen und ihn bis hierhin verfolgt habt. In der letzten Zeit ist wieder wahnsinnig viel passiert, nein, über Langeweile kann ich mich echt nicht beklagen. Jeder Tag gleicht einer neuen Herausforderung und natürlich macht jeder Tag extrem viel Spaß. In der letzten Zeit ist die Lincoln High School wie mein zweites Zuhause hier. Alle sind freundlich, hilfsbereit und akzeptieren jeden, so wie er ist. Gerade das ist mir in letzter Zeit deutlich aufgefallen. Meine Beschäftigungen sind nun zu richtigen Hobbys geworden, wie zum Beispiel Reiten und Rockclimbing. Die letzten zwei Wochen lang hatte ich Ferien, aber da meine Gastfamilie (oder sollte ich einfach nur Familie sagen? Denn ich fühle mich hier nun 100 % Zuhause und wie ein richtiges Familienmitglied.) sportlich sehr aktiv ist, insbesondere  meine Gastgeschwister, hatte ich eine Woche eher Schule frei, da ich mit meiner Gastmutter und Gastschwester nach Nelson gefahren bin, um sie dort bei ihrem Cross Country- Wettbewerb zu unterstützen und anzufeuern. Für alle, die nicht genau wissen, wobei es sich bei Cross Country handelt: Es gibt eine ca. drei Kilometer lange Strecke über Gras und in den höheren Klassen auch über Wasser, Sand, etc. welche man sprinten muss. Es ist also wie ein Rennen, nur unter schwierigeren Bedingungen. Generell ist Cross Country sehr verbreitet hier, was mich sehr wundert, da ich davon in Deutschland noch nie etwas gehört habe. 🙂 Meine Schwester ist zusammen mit ihrem Team in einem riesigen Bus nach Nelson gefahren, weshalb ich alleine mit meiner Gastmutter gefahren bin. Ihr müsst wissen, dass die Ostküste, besonders der Abschnitt zwischen Christchurch und Nelson einfach atemberaubend ist. Dort ist noch der ganze, natürliche Busch vorhanden und die Green Hills liegen direkt am pazifischen Ozean. Die Sache mit dem natürlichen, native Busch hier ist ein heikles Thema, da die neuseeländische Regierung sehr viel Geld mit dem Verkauf des Busches verdient und dafür billige Nadelbäume, wie zum Beispiel Fichten anpflanzt, was leider nicht gerade schön aussieht :/. Mich macht es traurig so etwas zu sehen, aber die Neuseeländer sind leider generell nicht die umweltschonensten Menschen 🙁 ( Müll wird zum Beispiel auf dem Land gar nicht getrennt). Wie auch immer. Wir sind also ca. sechs Stunden in Richtung Norden an der Küste entlang gefahren, allerdings haben wir zwischendurch angehalten, um wilde Robben zu sehen. Es gibt nämlich einen Platz, wo ein kleiner Fluss aus einer Quelle direkt im Meer mündet. Dies haben die Robben eines Tages herausgefunden und seitdem kann man bei schönem Wetter bis zu sieben Robbenbabys ( NUR die Babys schwimmen en Fluss hinauf, da sie es als eine Art Spiel betrachten) vorfinden. Natürlich hat es gegossen wie aus Eimern als wir da waren und so haben wir nur zwei Robben gesehen, was ich ziemlich schade fand :(.

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In Nelson war es seeehr warm und wir hatten ein kleines, englisches Hotel. Wir kamen am Mittwoch Abend an und fuhren am Samstag Mittag zurück nach Christchurch, mit einem Zwischenstopp in Henma Springs. Dabei handelt es sich um heiße, natürliche Quellen und ich kann euch sagen : ES GIBT NICHTS BESSERES !!! 😀 Letztendlich sind wir um 10 Uhr abends Zuhause angekommen.

 

Nach einer kurzen Nacht, ging die Reise auch schon weiter, in Richtung Dunedin (weitere 6 Stunden fahrt), da mein älterer Gastbruder einen Rugby- Wettbewerb hatte. Im Gegensatz zum eher englisch-geprägten Christchurch, ist Dunedin sehr schottisch ( Hallo Berit ! 😀 ). Außerdem ist Dunedin bekannt für The University of Otago und es ist üblich, wenn man weiter auf dem Land wohnt, seine Kinder in einem Wohnheim schlafen zu lassen. Dort leben sie solange, wie sie die High School besuchen. Allerdings ist das Wohnheim NICHT in der Schule, sondern außerhalb der Stadt, es ist also KEIN Internat). Neben Rugby bin ich die steilste Sraße der Welt hochgelaufen und habe die Cadbury-Schokoladenfabrik besucht (es gab GRATIS Schokolade ♥ ). Außerdem war ich mit meinen Gastgeschwistern schwimmen und mein kleiner Gastbruder hat mich ganz verwundert gefragt, warum ich denn einen BIKINI trage :D. Und natürlich haben wir die einzigartigen Moeraki- Boulders, die runden Steine, besucht und angeschaut.

 

Nach drei Tagen in Dunedin sind wir nach Te Anau gefahren,ein kleines Dörfchen in Fiordland, wo wir eine Nacht in einem Ferienhaus verbracht haben. Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Milford Sound, was in dem atemberaubeden Fiordland National Park liegt, eine der regenreichsten Regionen der Erde. Dementspechend war es sehr nass. Sehr, sehr, sehr nass. Dort haben wir eine Bootstour gemacht, wobei wir sogar UNTER die Wasserfälle gefahren sind. Dort gibt es auch eine Art kleines Museum, mit einer Glaskuppel unterwasser, wo man Fische und Korallen beobachten kann. Man hat sogar richtig etwas gelernt, wie zum Beispiel den Unterschied zwischen einem Fjord und einem Sound, denn eigentlich it Milford ein Fjord und gar kein Sound, da es durch Gletscherbewegungen entstanden ist und nicht wie ein Sound durch ein Flußbett ( Ich hoffe das war jetzt richtig herum 😀 ).

 

Von Fiordland aus sind wir dann weiter nach Queenstown gefahren, was innerhalb der Berge an einem riesigen See liegt und ich kann sagen: Meiner Meinung nach ist Queenstown die schönste Stadt der Südinsel, vielleicht sogar von ganz Neuseeland. Sobald man dort ankommt, hat mein ein Skiurlaub/ Après- Ski- Feeling, welches einfach unbeschreiblich ist. Überall sind Pubs, Restaurants, man kann Bungee springen, Jetboot fahren, Skydiving machen oder auch einen Helikopterflug zu den Gletschern und Mount Cook (der höchste Berg Neuseelands). Wir haben Looging gewählt. Dafür fährt man mit einer Gondel einen Berg hinauf, wo ein riesiges Restaurant ist ( der Blick ist einmalig). Von dort aus geht es mit einem weiteren Lift nach oben, wo man in Mini-autoähnliche Gefährte gesetzt wird, womit man seehr schnell den Berg herunterfährt ( es ist schwer zu beschreiben, am Besten googlet Ihr das einfach :D) Anschließend haben wir eine Runde Minigolf gespielt und dann : HOME SWEET HOME. Leider habe ich keine Fotos aus Queenstown, da meine Kamera unter den nassen Bedingungen in Fiordland seehr gelitten hat und zwei Wochen zum trocknen gebraucht hat 😀

 

Gestern hatte ich dann meine erste Horseshow, welche ziemlich gut war. Ihr müsst wissen, dass man Showreiten nicht mit Dressur vergleichen kann, da es bei einer Show sehr wichtig ist, wie der Reiter und besonders das Pferd aussehen. Des weiteren gibt es verschiedene Kategorien und normalerweise reitet man um die fünf bis sechs. ÍCh bin bei den Ältesten und Großpferden mitgeritten, obwohl mein  Vollblutaraber mit gerade einmal 148 cm ein Pony ist. Unsere Resultate waren : einmal erster Platz, dreimal zweiter Platz und einmal dritter Platz. Es hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich wahrscheinlich noch eine weitere Show machen werde.:)

 

Heute hat dann die Schule wider angefangen und alles ist wie immer. Diese Woche steht Outdoor Rockclimbing und Abseilen  und ein Tramping-Trip in Hoktika (Westcoast) an. In drei Wochen ist die Schule leider für mich hier schon vorbei, da Term 4 hier sehr kurz ist…. :'( Allerdings habe ich danach noch gut einen Monat lang FERIEN 😀 ♥ Ich werde bald einen weiteren Tramping- Trip in Milford Sound machen und einen Trip mit meiner Schule nach Wellington, sowie einen weiteren Tramping-Trip und eine Mountainbike- Tour. Neuseeland ? WIR SIND NOCH NICHT FERTIG ♥

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Luisa

Ja, was soll ich sagen :) Ich bin Luisa, bin 15 und lebe nun schon seit 3 Wochen in meine neuen Heimat, Neuseeland. Nähere Infos etc. könnt ihr in meinem Blog nachlesen. Ich wünsche euch und Ihnen viel Spaß dabei.

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