Wie immer fang ich mit einem kleinen Vorwort an. Da ich ein bisschen Angst davor habe Bilder hochzuladen, da bei meinem letzten Versuch mein ganzer Text gelöscht wurde, werd ich demnächst noch ein Blogeintrag posten mit weniger Text aber dafür mit Bildern.

Also schreiben werde ich heute (noch) nicht über das schreiben was ich erlebt habe, sondern über meine Eindrücke von China, die positiven Seiten aber auch negativen und über die Leute hier.

Der Alltag von chinesischen Schülern besteht eigentlich nur aus Schule. 7 Uhr morgens beginnt die Schule und geht dann bis 19 Uhr, jeden zweiten Tag sogar bis 22 Uhr (!).  Von Montag bis Samstag und Sonntags dann auch nochmal 5 Stunden Unterricht im Morgen. Von Hausaufgaben will ich gar nicht anfangen. Mein Bruder sitzt teilweise bis halb 12 Nachts an den Hausaufgaben. Auf Ferien hofft man auch vergebens. Von den hat man zwar 5 Stück im Jahr, aber die gehen dann ganze 3 Tage lang.
Schüler in China stehen total unter Druck. Da sind erstens die Eltern, die die Kinder ständig zum lernen zwingen und dann wird auch noch jede woche in mindestens 3 Fächern ein Test geschrieben.
Was man aber schnell übersieht ist das die Eltern unglaublich stolz auf ihre Kinder sind und der ganze Druck ist eigentlich mehr als Sorge zu verstehen ist, da die Konkurrenz zahlreich ist.
Das Problem für mich, Freizeit verwöhnten Ausländer, ist daher, dass kaum jemand meiner Freunde Zeit hat um irgendwas zu unternehmen. Wenn man dann aber mal Zeit findet, merkt man sofort wie gut drauf Chinesen eigentlich sind.
Auf wenn ihn ein bisschen der Sinn für Ironie fehlt was sehr oft zum Problem wird. 😀

Wenn man also dann mal Zeit gefunden hat, offenbart sich sofort das nächste Problem. Wie komm ich zum KTV (Karaoke) am anderen Ende der Stadt.
Möglichkeit 1: Taxi. Scheidet in der Hälfte der Fälle aus weil man keine Ahnung hat wie man den Taxi-Fahrer erklären soll wo man hin will und man den Zettel mit der Adresse verloren hat. Dennoch ist Taxi total super, da es bequem ist und mit 1 Euro pro Fahrt auch günstig.
Möglichkeit 2: Bus. Busfahren in China ist eigentlich nur zwischen 15.00 Uhr und 17.00 Uhr möglich. Ab dann sind die Busse so voll das die Busfahrer gar nicht mehr anhalten weil gar kein Platz ist. Busfahren kostet übrigens 10 Cent und man kann so lang fahren wie man will.
Möglichkeit 3: Fahrrad. Fahrradfahrer sind im chin. Verkehr ganz unten in der Nahrungskette. Kaum ein Auto nimmt Rücksicht auf einen Fahrradfahrer. Umgekehrt ist das genauso.

Angekommen beim KTV wird man dann sofort gezwungen irgendwelche Backstreet-Boys Titel zu singen. Am Anfang hatte ich da gar keine Lust drauf, aber wenn man sich drauf einlässt macht ist viel Spaß und keiner achtet darauf wie schlecht man singt.

Für mich war am Anfang das Essen eine große Hürde. Dabei sind nicht die ganz ausgefallenen Sachen das Problem, sondern die alltäglichen Gerichte in China. Diese bestehen immer aus Suppe (eigentlich nur Wasser mit Fett und Fleisch drin), Reis (ja das Vorurteil stimmt) und Beilage. Von der Suppe hier bin ich gar kein Fan. Reis schmeckt, meiner Meinung nach, nach gar nichts und die Beilagen sind teilweise super lecker und teilweise unmöglich zu essen. Das liegt auch daran das überall kleine Knochen drin sind. Ich bin jedesmal total beeindruckt wie mein Vater das einfach total ignoriert. Da wird einfach der ganze Hühnerkopf in den Mund genommen, 4 mal gekaut und jeder noch so kleine Knochen wieder ausgespuckt.
Nach einiger Zeit gewöhnt man sich aber an das Essen und viele neue Sachen schmecken auch besser als sie auf den ersten Blich aussehen.
Ein weitern Vorteil ist das alle Gerichte in die Mitte des Tisches gestellt werden, deshalb kann man das was man nicht mag einfach stehen lassen und den Rest essen. Mein absolutes Lieblingsgericht in China ist 包子。 Das sind Teigtaschen gefüllt mit Fleisch.

Inzwischen wird auch mein Chinesisch eindeutig besser. Neulich habe ich sogar ein Übungstest des HSK (Test den man zum Beispiel braucht um in China zu studieren) bestanden. Ich kann mich auch endlich mit meiner Gastoma unterhalten. (:

Bis gestern hatte ich noch so viele tolle Ideen was ich alles hätte schreiben können aber das hab ich (natürlich) wieder alles vergessen, daher muss ich mich hier schon wieder verabschieden.
Bis zum nächsten mal. (Hoffentlich nicht wieder verspätet)
莱昂乳香。

 

Categories: 2011Leon

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