Mai 162018
 

Mittlerweile sind es nur noch 29 Tage bis ich wieder ins Flugzeug steigen und nach Hause fliegen werde. Letzten Sonntag hatten alle Austauschschüle meiner Organisation in Iowa das letzte Event, bei dem wir alle mit unseren Gastfamilien zusammen gekommen sind und für mich gilt noch zwölf Mal früh aufstehen – Wochenenden und freie Tage nicht mitgezählt – bis die Schule am 30ten Mai endet und meine drei Monate langen Sommerferien beginnen.
Alles in allem bedeutet es, dass allmählich Vorfreude, aber auch Angst, jeden Tag ein bisschen mehr spürbar werden. Vorfreude darauf, wieder in Deutschland zu sein, jedoch Angst davor, Amerika und meine Gastfamilie – vor allem meine Mom – zu verlassen und nicht zu wissen, wann man sie wiedersehen wird. Außerdem denke ich auch öfters darüber nach, wie viel sich Menschen verändert haben werden, wenn ich sie nach einem Jahr wieder treffe und ob ein paar meiner Freunde vielleicht nicht meine Frendevleiben werden da wir uns möglicherweise zu sehr verändert haben – was aber natürlich komplett in Ordnung wäre, manchmal entwickeln sich Menschen einfach anders.
Für die restliche Zeit hier habe ich definitiv vor, so viel zu unternehmen wie möglich (auch wenn das schon vorher mein Ziel war). Beispielsweise gehe ich heute mit meiner Mom ins Kino, morgen werden wir zu einem ‘Farmers Markt’ gehen und anschließend werde ich meiner Gastfamilie die Ausstellung im Museum zeigen, an der ich die letzten Monaten mit einem anderen Schüler von meiner High School gearbeitet habe, und am Sonntag haben wir ein Familientreffen, da am 13. Mai Muttertag in den USA ist.
Mit dem Eintrag heute wollte ich einen kleinen Überblick darüber geben, was bei mir gerade so los ist und ich denke, das ist auch ganz gut gelungen.

Ich wünsche Jedem, der das liest noch eine großartige Woche.
Bis dann! 😉

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Mai 022018
 

Hallo und herzlich willkommen zurück auf meinem Blog!

Wie ihr am Titel schon lesen konntet, bin ich mittlerweile zurück in Deutschland, nachdem ich nun ein Jahr lang in Australien gelebt hatte. Dass das die beste Zeit meines Lebens war, muss man deshalb auch gar nicht infrage stellen!

Um ehrlich zu sein, kann ich es immer noch gar nicht glauben, dass es jetzt wirklich um ist: Im Januar hatte ich noch vier Monate übrig, dann war es plötzlich nur noch einer, dann eine Woche und schließlich nur noch ein Tag. Meine Gefühle dabei kann ich kaum beschreiben, denn in einem Moment war mir zum Weinen zumute, doch im anderen habe ich mich schon wahnsinnig darauf gefreut wieder zurück in Deutschland zu sein!

Außerdem war ich auch extremst nervös: Was ist, wenn alles nicht mehr dasselbe ist? Was ist, wenn ich mich nicht mehr mit meinen Freunden verstehe? Habe ich überhaupt einen Grund nervös zu sein? Werde ich mit all meinen australischen Freunden in Kontakt bleiben? uuuuuuund so weiter.

Letztendlich war es dann so weit und ich saß im Flugzeug. Schon das hatte sich absolut absurd angefühlt und nicht, als ob ich jede Minute zurück nach Deutschland fliegen würde. Deswegen konnte ich auch gar nicht traurig sein, denn mein Abschied fühlte sich nicht wie einer an.

Am Tag zuvor war ich zwar traurig, als all meine Freunde sich nach der Schule von mir verabschiedet hatten, aber auch eher, weil es mich berührt hatte und ich erstmal realisiert hatte, was für hammer Freunde ich in Australien gefunden habe.

Schon jetzt, nur drei Tage zurück in Deutschland vermisse ich alle sehr!

„You build a life for 15 years and leave it for a year. You build a life for a year and leave it forever. Which one is harder?“

Ich finde, das trifft so ziemlich den Nagel auf den Kopf, denn was ich mir in Australien aufgebaut hatte, war mein Leben und mein Alltag und nicht nur ein Urlaubsvergnügen, was den meisten nicht so wirklich bewusst ist.

Ich plane jetzt schon meinen Besuch in ein paar Jahren nach dem Abi, aber jetzt habe ich hier erstmal ein Video für euch, dass Ausschnitte aus meinen 2 Monaten, die ich dort Sommerferien hatte, zeigt.

Obwohl ich natürlich Australien sehr vermisse, freue ich mich sehr, zurück in Deutschland zu sein, besonders weil alle meine Sorgen sich als unbegründet herausgestellt hatten. Ich versuche gerade, schnell wieder in meinen Alltag einzufinden und das Leben einfach so zu genießen, wie es jetzt gerade im Moment ist!

Da dies mein letzter Blogeintrag sein wird, hoffe ich, ich konnte euch allen einen realistischen Eindruck von einem Auslandsjahr in Australien vermitteln, so wie ich  es erlebt hatte und ihr konnte etwas mitnehmen!

Johanna