Mrz 252018
 

Seit nun schon mehr als zwei Monaten gehe ich jeden Montag und Dienstag Nachmittag zu meinem Praktikum im Jasper County Historical Museum. In diesem Blogeintrag werde ich euch erzählen, wie ich das Praktikum bekommen habe und was genau ich eigentlich in dem Museum tue.

Angefangen hat alles, als mir das Praktikum in meinem US History II Kurs von dem Direktor des Mueseums vorgestellt wurde. Er hat erzählt, dass jeweils ein Mädchen und ein Junge der elften Klasse gesucht sind, die bereit sind, zwei Tage in der Woche zum Museum kommen, um dort über das Hochwasser von 1993 in Iowa zu recherchieren. Da ich mich generell sehr für Geschichte interessiere, habe ich mich direkt für das Praktikum beworben – wenn auch ohne große Hoffnung, da ich kein Empfehlungsschreiben eines Lehrers vorgelegt habe, noch in der elften Klasse bin (ich bin der zehnten – auch wenn das als Austauschschüler nicht wirklich eine große Rolle spielt, wie auch in diesem Beispiel wieder klar wird). Wie auch immer, circa drei Wochen später kam dann die Rückmeldung, dass ich und Parker (ein junge aus meinem US History I Kurs) für das Praktikum ausgewählt worden sind. Meine Freude war groß, auch wenn ich es wirklich nicht erwartet hatte.
Gestartet hat das Praktikum am Montag, dem achten Januar. Enden wird das Praktikum – glücklicherweise – nicht bis zum 31. Mai (dann wird auch die Schule zu Ende sein). Die Ausstellung über das Hochwasser – oder die Fluten – von Iowa in 1993 wird jedoch schon am ersten Mai öffnen, danach werden Parker, der Direktor – Joe Otto – und ich nur noch verschiedene Kleinigkeiten erlidgen, bzw. wird Joe uns mehrere Dinge – über die er bereits schon geredet hat 🙂 – zeigen.
Ich genieße das Praktikum wirklich sehr. Nicht nur habe ich damit eine fantastische Möglichkeit bekommen, mehr über Iowas Geschichte zu lernen, sondern auch habe ich viel Kontakt mit interessanten Persönlichkeiten gehabt (wenn wir zum Beispiel Nachrichtensprecher interviewt haben). Alles in allem bin ich echt super froh, dass ich diese Erfahrung machen kann.
Mein nächster Blogeintrag wird auf jeden Fall ein Artikel über die Fluten von 1993 sein, den ich für das Praktikum schreiben musste und vor ca. zwei Stunden beendet habe – ich werde aber noch ein paar Feinschliffe vornehmen.

Ich wünsche euch allen großartige Osterferien!
Bis dann! 😉

 

Das bin ich an meinem „standard-Artbeitsplatz“ im Museum.

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Mrz 232018
 

Wie ich ja bereits in meinen ersten Berichten erwähnt habe, habe ich als Unterrichtsfach sowohl Band als auch Jazz-Band.

Von Donnerstag bis Samstag (15.-17. März)wurde von der Schule eine Band-und Orchesterfahrt angeboten, die ich natürlich nicht verpassen wollte. Vor der Fahrt wurde noch einiges Organisatorisches geklärt. Aber sehr kurios fand ich die Regeln, die wir  erhalten haben und auch unterschreiben mussten. Sowas habe ich im Leben noch nicht gesehen. Auf den Regeln stand unter anderem bei dem Punkt „ Du kannst nicht:“ auf dem Schoß des anderen Geschlechts sitzen, Küssen, Kuscheln, Hände halten, unter einer Decke zusammensitzen, im Schoß eines anderen liegen. Das witzigste war: nach Einbruch der Dunkelheit im Bus neben jemandem  des anderen Geschlechts sitzen.  Weiter ging es mit: längere Umarmungen, heiraten. Ein Mädel in die Augen schauen war allerdings ausdrücklich erlaubt. So typisch deutsche Dinge wie Alkohol, Rauchen, Drogen etc. war dort gar nicht erwähnt, da das hier in Utah überhaupt gar kein Thema ist.

Am Donnerstag war noch ganz normal Unterricht. In der letzten Stunde, die eh Band-Probe gewesen wäre, wurde alles eingepackt und dann ging es mit dem Bus endlich los. Der erste Zwischenstopp wurde dann in der „University of Utah“ in Salt Lake City eingelegt. Jeder hat sich sein Instrument geschnappt und es wurde die erste Probe eingelegt. Die Probe wurde aber nicht von unserem normalen High-School Lehrer geleitet sondern von einem Profi,  der an der Uni arbeitet. Wir haben alle sehr viele Tipps mitbekommen. Nachdem  die Proben von der Band und dem Orchester vorbei waren, ging es auf zum Bowling. Wir hatten eine Menge Spaß und die Bahn sah super cool aus, als sie mit Schwarzlicht beleuchtet wurde (alles Weiße leuchtet im Dunkeln). Danach ging es  zum Hotel in Logan,  wo wir unsere Zimmer bekamen. Die Zimmer waren sehr schön, mussten sich aber zu viert geteilt werden. Das war aber kein Problem. Ich hatte zum Glück meinen Laptop mit, den wir dann an den Fernseher angeschlossen haben und so Netflix gucken konnten.

Freitag hieß es 6 Uhr aufstehen, fertig machen, Frühstücken und losfahren. Es gab die nächste Probe. Diesmal an einer anderen Schule mit einem anderen Profimusiker, der uns auch wieder sehr hilfreiche Anregungen gegeben hat. Dieser legte extrem viel Wert auf Dynamik und Tempowechsel. Nach den Proben gab es dann Lunch und es wurde weitergefahren. Nun gab es zwei Jazz- Proben von anderen Profi-Bands,  wo jeder von uns sich entscheiden konnte, einfach nur zuzuhören oder mitzumachen. Da brauchte ich nicht lange zu überlegen: ich war dabei und habe mich der Probe angeschlossen. Klar, waren die Stücke ziemlich schwer, waren ja auch Profi-Musiker. Aber genau das war der Reiz und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Danach hörten wir das nächste Orchester. Nach dem Konzert bekamen wir von diesem Dirigenten noch eine Probe und erhielten auch von ihm wieder zahlreiche Verbesserungsvorschläge. Gegen 18 Uhr war das Tages-Programm  beendet und wir fuhren hungrig zum Essen in ein Restaurant. Das Essen war super lecker. Gegen 20 Uhr waren wir dann zurück im Hotel. Hier konnte ich mich mit meinen Freunden  noch einmal in dem Hotelpool beim Schwimmen auspowern.

Samstag mussten wir um 8.30 Uhr die Hotelzimmer geräumt haben. Von dort aus fuhren wir zu einer privaten High-School, an denen Konzerte stattfanden, die wir uns anhören konnten. Einige Stunden später haben wir den Heimweg angetreten.

Das Wochenende war sehr anstrengend, da wir wirklich viel geprobt oder uns Konzerte angehört haben. Trotzdem war es ein gelungenes Wochenende, da ich wirklich eine ganze Menge mitnehmen konnte.

Das nächste Event für mich  ist der berühmte Prom-Schulball. Bei diesem Ball sind die Jungs wieder am Zug, ein Mädchen einzuladen. Bis jetzt habe ich noch niemanden gefragt, werde ich aber noch tun. Bei so viel netter Auswahl ist die Entscheidung halt schwer, aber ich freu mich schon drauf.

Bis demnächst

 

Euer Fabius

Mrz 212018
 

Herzlich willkommen zurück auf meinem Blog,

dieses Mal soll es auf meinem Blog um das Jagen in Südafrika gehen. Denn vor zwei Wochen hatte ich das Glück, mit meiner Gastfamilie  Jagen zu gehen. Meine Gastfamilie ist nämlich, wie eigentlich alle weißen Südafrikaner, ein totaler Fan davon. Dazu mussten wir aber erstmal acht Stunden zu Freunden fahren, die eine Farm besitzen. Auf der Farm sind Wildschweine eine Plage. Deshalb musste die Stückzahl so oder so verringert werden und damit war der Bauernhof der perfekte Ort für ein Jagdwochenende.

Erster Abend

Als wir nach der achtstündigen Autofahrt endlich angekommen waren, war das Erste, was wir gemacht haben, jagen. Noch bevor wir etwas zu Abend gegessen hatten, brachen wir auf. Wir sprangen mit unseren Gewehren auf die Ladefläche des Geländewagens und fuhren dem Sonnenuntergang entgegen. Und glaubt mir Leute: Es es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn man zusammen mit den anderen Männern dem Sonnenuntergang entgegen fährt und der Fahrtwind einem nur so ins Gesicht peitscht. Hier ein Foto, als wir losgefahren sind.

 

Als es dunkel wurde, holten wir ein Licht heraus und leuchteten ringsherum. Sobald wir Augen im Dunkeln sahen, klopften wir auf das Dach, sodass der Fahrer stoppte, der Motor ausgemacht wurde und wir zum Schuss ansetzten. In der ersten Nacht schossen wir einige Füchse, die ebenfalls eine Plage sind, jedoch blieben Wildschweine aus.

Zweiter Tag

Am nächsten Morgen standen wir schon um 5 Uhr auf, um schnell zu Frühstücken und uns dann wieder auf zu machen. Die Waffen sehend, wollten die Hunde natürlich auch mit. Wir ließen sie jedoch zurück und zogen alleine los. Auch am zweiten Tag war die Prozedur die Selbe: Sobald jemand ein Tier gesichtet hatte, sprangen wir von der Ladefläche und schlichen uns im hohen Gras an. Doch wieder Mal sollten wir erfolglos sein. Wir kehrten ohne Beute zum Abendessen zurück. Doch die Nacht sollte ja noch kommen. Für mich war selbst der Tag ein absolutes Erlebnis, obwohl wir kein Wildschwein geschossen hatten. Denn ich durfte meine ersten Schüsse in meinem Leben abfeuern. Mit einer Schrotflinte und einem Jagdgewehr. Ich muss ehrlich sein, dass ich von dem Rückstoß der Waffen ganz schön erstaunt war. Genauso aber vom Lärm.

Wildschwein geschossen

In der Nacht hatten wir dann endlich Erfolg. Wir fanden ein Wildschwein und bekamen es auch. Dank dessen wissen wir jetzt schon, was wir in den nächsten Wochen genießen dürfen.

PS: In einer Woche haben wir Ferien hier in Südafrika. Ich werde die kompletten Ferien auf einem Löwenhof arbeiten und schlafen. Aus den Erlebnissen wird bestimmt ein spannender Blog entstehen. Also freut euch drauf!

Ich hoffe der Blog hat euch gefallen

Bis zum nächsten Mal

Euer

Paul

Mrz 012018
 

Hallo und herzlich willkommen zurück auf meinem Blog!

Ein Austausch ist eine großartige Sache, keine Frage, in meiner Meinung sogar die beste Entscheidung, die ich soweit treffen konnte und ich empfehle auch jedem, der einen Austausch gern machen möchte, es auch umzusetzen.

Jedoch wollte ich in diesem Beitrag auch mal die Dinge und Erfahrungen erwähnen, von denen man nicht so viel hört, denn während eines Auslandsjahres gibt es zwar viele „Ups“, aber genauso viele „Downs“.

Natürlich fängt ein Austausch erstmal ganz aufregend an: Ein neues Land, eine neue Schule, eine andere Familie, andere Freunde und noch vieeeeeel mehr! Doch nachdem dann der erste Monat um ist und die größte Aufregung sich gelegt hat, fängt einem an zu dämmern, auf was man sich da überhaupt erst eingelassen hat.

Für mich war es erst ziemlich hart, einen Alltag aufzubauen:

Abends war ich meistens so müde vom ganzen Englisch sprechen, sodass ich meistens schon um 6 oder 7 Uhr ins Bett gegangen bin. Da ich aber auch erst um halb 4 nach Hause gekommen bin, war mein Tag dementsprechend sehr kurz. Nach einem Monat fing ich dann auch schon langsam an, mich mit Freunden nach der Schule zu treffen.

Jedoch war mir schon schnell klar, dass es nicht dasselbe wie in Deutschland war, wo ich weiß, wer meine besten Freunde sind und die ich auch regelmäßig sehe. Hier musste ich durch die ganze Phase als „neue Schülerin“ durchgehen und meine Freunde erst finden. Und bei 250 Leuten in einer Stufe dauert das dementsprechend eine Weile.

Zwischendurch habe ich mich natürlich allein gefühlt und habe mir meine besten Freunde aus Deutschland gewünscht, doch

 

nach ca. 4 Monaten habe ich eine Gruppe an Leuten gefunden, mit denen ich mich absolut super verstehe und die ich mittlerweile als meine 2. besten Freunde ansehe, habe außerdem noch viel mehr Freunde gefunden, sogar außerhalb der Schule.

Ich hatte das Glück, dass ich eine der wenigen bin, die kein Heimweh/Kulturschock erlebt hat: Manche meiner Freunde haben mir erzählt, dass sie mit sehr schlimmen Heimweh kämpfen mussten, besonders an Weihnachten. Nach einiger Zeit geht das dann auch weg, doch es ist definitiv etwas, dem man sich vor einem Austausch bewusst sein muss

Ich schreibe das alles hier nicht, um euch abzuschrecken oder von einem Austausch abzuraten, ganz im Gegenteil. Ein Austausch bringt einem ganz viele besondere Erfahrungen, doch es sind letztendlich die schwierigen Momente, die einen über sich selbst herauswachsen lassen und auch die echt tollen Erfahrungen noch mehr wertschätzen lässt!

 Ich hoffe, es hat euch gefallen, dass ich euch einen ein bisschen „realeren“ Einblick in das Leben eines Austauschschülers verschafft habe und dass euch mein Blogeintrag gefallen hat!

Bis zum nächsten Mal,

Johanna.