Nov 302017
 

Hallo zusammen,

in diesem Blog wartet etwas Spannendes auf euch. Denn ich habe nach vier super schönen Monaten  in Bloemfontein ein neues Zuhause bekommen. Wo genau ich jetzt bin, wie das Leben hier ist und ob mir der Abschied von meiner Gastfamilie schwer gefallen ist, werdet ihr jetzt erfahren.

Abschied

Nach vier unvergesslichen Monaten, voller Erlebnisse, hieß es für mich Abschied zu nehmen. Am Freitag verabschiedete ich mich von all meinen Freunden in der Schule und gewisser Weise auch von der Schule, denn ich hatte mich nun mal jetzt an all die Regeln, die am Anfang noch so seltsam waren, gewöhnt. Und ich wusste, dass Grey College eben auch in Südafrika keine normale Schule ist. Somit war mir auch klar, dass an anderen Schulen auch wieder andere Regeln auf mich warten würden. Von meinen Schulfreunden und der Schule hatte ich mich also mittlerweile schon verabschiedet. Den letzten Abend ließen meine Gastfamilie und ich noch gemütlich in einem Restaurant ausklingen. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns dann. Alle waren ein wenig traurig, aber wir trösteten uns damit, dass wir uns irgendwann mal wiedersehen würden. Am Flughafen hatte ich wie schon beim Abflug in Deutschland gemischte Gefühle. Einerseits war ich traurig meine Gastfamilie zurück zu lassen, andererseits hatte ich die totale Vorfreude auf ein neues Abenteuer in Paarl. Denn das ist die Kleinstadt im Western Cape, die für die nächste Zeit meine Heimat ist.

Erste Eindrücke vom Western Cape

In Kapstadt wurde ich dann am Flughafen von meiner Gastfamilie in Empfang genommen. Von da aus fuhren wir dann nach Paarl. In Paarl angekommen, aßen wir zusammen auf der Terrasse und genossen die geniale Aussicht, die wir von da aus hatten. Die Landschaft betrachtend, glaubte ich, dass ich in einem anderen Land gelandet wäre. Denn noch kurz zuvor kam ich aus dem trockenen und flachen Bloemfontein und auf einmal war alles grün bewachsen und bergig im Western Cape. Von der Landschaft im Western Cape bin ich übrigens immer noch stark beeindruckt.

Landschaft im Freestate.

Landschaft im Western Cape.

Die ersten drei Wochen in Paarl

Neue Schule

Direkt einen Tag nach meiner Ankunft ging ich das erste Mal in die neue Schule. Normalerweise müsste man ja jetzt denken, dass ich am ersten Tag total locker in die Schule gegangen bin, denn ich habe die ganze Prozedur ja schon hinter mir. Das stimmt auch, jedoch hatte ich dieses Mal im Gegensatz zum letzen Mal, wo ich neu in die Schule kam, keinen Gastbruder,  der mich seinen Freunden vorstellte und mir Alles gezeigte. Doch da ich im Moment nur eine Gastschwester habe, aber wie auch in Bloemfontein wieder auf eine Jungenschule gehe, musste ich natürlich diesmal GANZ alleine zur Schule gehen. Das bereitete mir ein bisschen Sorgen, jedoch völlig unberechtigt. Denn in Südafrika muss man sich keine Sorgen machen. Als Neuling wird man immer mehr als herzlich aufgenommen.  So auch dieses Mal. Die Sekritärin stellt mir sofort ein paar Jungs vor. Diese zeigten mir netter Weise dann die Schule und nahmen mich zu allen Fächern mit.  Nach den ersten Tagen wurden dann auch die ersten Freundschaften geschlossen.

Nachmittage

Da meine Familie an einem Golfplatz lebt, verbrachten wir fast jeden Nachmittag nach der Schule auf dem Golfplatz. Ich hatte zuvor noch nie in meinem Leben Golf gespielt. Dem entsprechend sahen auch meine ersten Schläge aus. Es war aber definitiv eine coole Sache, Golf mal ausprobieren zu dürfen. Mittlerweile habe ich mich aber auch verbessert. Aber nicht jeder Nachmittag bestand nur aus Freizeit, denn in Südafrika hat die sogenannte ,,exams“ Phase begonnen. Das kann man in etwa mit unseren Arbeiten in der Schule vergleichen. Jedoch schreibt die ganze Stufe an einem Tag zum Beispiel nur Biologie. Wenn man aber kein Biologie gewählt hat, darf man einfach den ganzen Tag Zuhause bleiben. Wie cool ist das denn, oder?

Das Haus meiner Gastfamilie direkt am Golfplatz.

Kapstadt

An den ersten Wochenende sind wir nach Kapstadt gefahren. Das ist die wohl beliebteste Stadt in Südafrika für Touristen. Da wir gerade mal 30 Minuten davon entfernt wohnen, meinte meine Gastfamilie, dass ich mir das auf keinen Fall entgehen lassen kann. Und ja, sie hatten recht, das konnte ich mir nicht entgehen lassen! Denn das traumhafte Wetter (wie fast immer in Südafrika) machte die Strände von Kapstadt noch schöner, als sie ohne hin schon waren. Durch das eiskalte Atlantikwasser ist natürlich auch für eine Abkühlung von den warmen Temperaturen mehr als gesorgt.

Am nächsten Wochenende machten wir eine Bustour durch Kapstadt, damit ich alle Attraktionen zu sehen bekomme. Dabei stellte ich fest, dass nicht nur der Strand , sondern die ganze Küste wunderschön sind.  Hier ein paar Bilder von Kapstadt:

Häuser im Kolonialstil.

Blick auf Kapstadt von oben.

Bevor ich  nun zum Ende komme, wollte ich noch ankündigen, dass meine Gastfamilie sooooooooooo nett ist und mich in zwei Wochen für 15 Tage mit in den Urlaub nach Namibia nimmt. Also freut euch auf den nächsten Blog, wo ich euch dann noch von einem anderen Land auf dem afrikanischen Kontinent berichten kann.

Bis dahin alles Gute

Paul

Nov 272017
 

23. November 2017
Falls ihr an diesem Donnerstag nichts besonderes unternommen haben solltet und euch auch sonst nichts so wirklich auffällt an dem Datum auffällt, dann wohl ganz klar, weil ihr an diesem Tag nicht in den USA wart. Am letzten Donnerstag war nämlich Thanksgiving. Das weltweit wohl bekannteste Fest, in dem es hauptsächlich ums Essen geht.
Als ich noch in Deutschland war und mich auf mein Auslandsjahr gefreut habe, habe ich mich öfters auch mal gefragt, wie wohl Thanksgigving sein wird und habe mir durchgelesen/angesehen was andere Austauschschüler so an Thanksgiving gemacht haben und wie generell alles war. Daher mache ich für jeden, der so neugierig ist wie ich, hiermit das gleiche.

Der Tag begann für meine Familie um fünf Uhr, als mein Dad aufstehen musste, um den Truthahn zu Räuchern (die ganze Prozedur mit Truthahn vorbereiten begann schon am Mittwochabend und das Räuchern an sich hat insgesamt ca. fünf bis sechs Stunden gedauert). Meine Mom ist um ca. neun Uhr aufgestanden und hat angefangen, zwei Apfelkuchen zu machen. Ich hatte mich eigentlich um neun Uhr mit ihr in der Kücher ‘verabredet’, da geplant war, dass wir zusammen die Apfelkuchen machen, jedoch habe ich verschlafen, weshalb ich dann um 9:30 Uhr nach oben in die Küche gehetzt bin und noch so gut es ging geholfen habe. Ich schätze, dass wir die Apfelkuchen um ca. 11:40 Uhr aus den Ofen geholt haben. Mein Gastbruder war in der ganzen Vorbereitungs-Prozedur nicht wirklich stark beteiligt, nach meiner Erinnerung hat er, als ich zum ersten Mal in die Küche kam, gerade gefrühstückt und ist dann nach unten gegangen, um zu zocken. Jeder hat sich auf jeden Fall irgendwann in dem Zeitraum von zehn bis zwölf Uhr geduscht/umgezogen, was auch immer der/- diejenige machen musste, um um zwölf Uhr startklar zum Aufbruch zu sein. Thanksgiving haben wir mit der Familie meines Dads gefeiert und das ‘Festmahl’ wurde in einer Lagerhalle der Firma meines Dads veranstaltet.
Als wir in der Lagerhalle ankamen, waren schon die meisten anderen Familienmitglieder da und ich konnte auch sofort das ganze Essen erblicken – wir hatten wirklich viel zu viel! Um ein Uhr haben wir gegessen. Neben dem Truthahn gab es als herzhafte Speisen noch Schweinebraten, mehere Versionen von Karoffeln und gefüllte Eier – die Menge der herzhaften Speisen war sogar ziemlich in Ordnung, die Desserts und Snacks waren der eigentliche Grund für den riesigen Überfluss an Essen. Abgesehen vom Dorritos, Haribos, Twizzlers und M&Ms, gab es natürlich noch unsere selbstgebackenen Apfelkuchen, aber auch ein Brezel-Sahne-Erdbeer Schicht-Dessert (soo lecker!), Brownies, einen herzhaften und einen süßen Snack-Mix, Kürbiskuchen, andere Schicht-Desserts, Kürbisschnitten, Schokoladenkuchen und mit Sicherheit noch mindestens drei andere Sachen, die mir gerade nicht einfallen. Also wir hatten wirklich genug Essen.
Den Tag hat jeder so vebrbracht, wie er wollte. Die Kinder und Jugendliche haben draußen was gemacht oder auch drinnen. Mama – die Mutter meines Dads hat (ich nenne sie Mama) – hat Materialien mitgebracht, um einen Schneemann und einen Engel zu machen – unten könnt ihr ein Bild von mir und meinem Schneemann sehen. :] Wir hatten auch einen Laptop und einen Beamer, womit mein Dad und ein paar andere Football und einen Film geguckt haben.

Grundlegend bestand der Tag also aus Essen, sich unterhalten, und Spaß haben, indem man einfach das tut, worauf man Lust hat.
Um 5:30 Uhr haben alle angefangen, das ganze übrige Essen zu verteilen und einzupacken, die Lagerhalle aufzuräumen und sich zu verabschieden. Um sechs Uhr bin ich mit meiner Mom nach Hause gefahren, mein Dad und mein Gastbruder sind ein paar Minuten später mit dem Truck meines Dads nachgekommen.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich sehr froh bin, Thanksgiving mal so richtig miterleben zu können. Ich würde auf die Erfahrung nicht berzichten wollen und ich hoffe definitiv, dass es nicht mein letztes Thanksgiving war.

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche und bis zu meinem nächsten Blogeintrag!

 

So sah dr Truthahn aus, nachdem mein Dad das gamze Fleish von dem abgemacht hatte, um das besser transportieren zu können.

 

Das bin ich mit meinem Schneemann. 🙂

 Posted by at 23:57
Nov 272017
 

Hallo und herzlich willkommen zurück auf meinem Blog!

Ich konnte leider selber keine Fotos machen 🙁

Ich habe AUFREGENDE NEUIGKEITEN!

Zuerst einmal hatte ich meine ersten Surfstunden und dann ist auch ENDLICH das Paket, das meine Familie mir aus Deutschland geschickt hat, angekommen. Aber erstmal der Reihe nach:

In meinem Sportunterricht hier in Australien habe ich schon Einblicke in mehrere Sportarten bekommen, die ich vorher noch gar nicht kannte: AFL(Aussie Rules Football), Netball und nun auch Surfen!

Schon seit dem Anfang meines Austauschjahres  wollte ich unbedingt lernen zu surfen, bin aber erst nicht dazu gekommen, weshalb ich umso aufgeregter war, als mein Sportlehrer erzählt hat, dass wir nun lernen würden zu surfen.

Hier war ich surfen: Es ist in Ocean Grove.

Nur mal angemerkt: Es ist auch gar nicht so einfach, wie es immer aussieht und das Ziel der beiden Stunden war es, erstmal auf dem Brett aufzustehen. Demnach könnt ihr euch ja vorstellen, wie oft ich runtergefallen bin, doch es hat einen Riesenspaß gemacht!

Ich hatte sogar mehrere Erfolgserlebnisse und konnte einige Male aufstehen und die Welle bis zum Strand reiten! Es war einfach nur super! Wenn ihr es noch nicht gemacht hat, probiert es unbedingt mal aus, es macht so viel Spaß!

 

 

 

Nun aber zum Wesentlichen:

Ich habe endlich (nach 3Wochen) das Paket von meiner Familie bekommen:

Darin waren unter anderem Weihnachtsgeschenke(die ich leider 🙁 noch nicht auspacken darf) und MASSEN an deutschen Weihnachtssüßigkeiten.

Ich habe mich so sehr darüber gefreut, weil es hier in Australien fast gar keine Weihnachtssüßigkeiten gibt und ich schon die typische Weihnachtsstimmung, wie es in Deutschland der Fall ist, vermisse.

 

SPEKULATIUS!

MARZIPANSTOLLEN!

 

 

 

 

 

 

 

(Mehr über die Unterschiede zwischen dem australischen und deutschen Weihnachten gibt es im nächsten Blogpost!)

Die Spekulatius habe ich schon an alle meine Freunde und Gastfamilien verteilt und sie haben allen echt gut geschmeckt. Den Rest lager ich im Moment noch im Kühlschrank, weil das meiste relativ matschig hier ankam, essen werde ich es aber trotzdem noch ;).

Ich hoffe, es geht euch allen gut und wir sehen uns beim nächsten Mal wieder!

Johanna.

Nov 222017
 

Drei Monate hier und es läuft immer noch alles bestens. Diesen Monat gab es viele neue Erlebnisse. Dach abreißen und neu decken in Logan, Geburtstagsparty, Halloween, Sadies Ball, Footballfinalspiel von meiner Schule und mein erstes College-Footballspiel.  Aber der Reihe nach.

Es hieß früh aufstehen und ab nach Logan. Da meine Familie früher in Logan gewohnt hat,  haben sie dort noch ihr altes Haus, wo einer meiner Gastgeschwister jetzt lebt. Das Dach dieses Hauses war ziemlich kaputt. Das hieß, zwei Tage Arbeit für Abriss und Neubelag vom Dach. Das war eine ganz schön harte Arbeit,  wurde aber mit einem wirklich leckeren Abendessen belohnt. Was mich aber ziemlich beeindruckt hat, ist die Hilfe der Nachbarn. Im Laufe weniger Stunden waren wir 15 Leute, die alle mitgeholfen haben.

Auch in diesen Wochen habe ich schon wieder so viele neue Leute kennengelernt und wurde auch auf die erste Geburtstagsparty eingeladen. Die war wirklich sehr lustig, da wir Eislaufen waren und dies einer meiner Lieblingsaktivitäten ist.

Dann kam Halloween in den USA. Es ist wirklich sehr cool, da hier alle Halloween lieben und schon einen Monat vorher das Haus schmücken. Die Kürbisse werden hier nicht einfach im Supermarkt gekauft, sondern es wird dafür extra zu einer Kürbisfarm gefahren. Zwei Tage vor Halloween war ich auf einer richtig coolen Halloweenparty. Das Haus war riesig und es gab einen Indoor Pool und einen Outdoor Whirlpool. Fast alle Gäste waren auch schwimmen. Überall im ganzen Haus waren Leute, wie man es aus den amerikanischen Filmen kennt. Nur hier gibt es keinen Alkohol, stattdessen in reichlichem Maße Cola, Fanta und Sprite. An Halloween selbst gehen, anders als in Deutschland, wo die Kinder ja so bis ca. 12 Jahren noch nach Süßigkeiten fragen, auch noch 17-jährige durch die Straßen. Wir selber haben aber an Halloween ein paar Leute eingeladen und eine kleine Party gefeiert.

Wie ich ja in meinem letzten Beitrag erwähnt habe, gibt es im November einen weiteren Ball, zu dem die Mädchen die Jungen fragen müssen. Dieser Ball nennt sich Sadie und ich wurde tatsächlich von einem sehr netten Mädchen gefragt. Es war wirklich sehr süß. Es ist Tradition, dass das Mädchen dich mit einem Plakat fragt, das sie dir vor die Haustür legt, klopft und schnell wegrennt. Auf dem Plakat hat mein Mädchen versucht, mich auf Deutsch zu fragen. Außerdem hat sie neben dem Plakat überall Monster und andere Süßigkeiten gelegt. Dann ist es Tradition, dass der Junge antwortet. Da sie seit mehreren Jahren die gleichen Schuhe hatte und die wirklich schon sehr kaputt waren, habe ich Schuhe gekauft und ihr vor die Haustür gelegt mit dem Spruch: Let‘s Kick It At Sadies. An dem Tag des Sadies macht man normalerweise einen „Date Tag“. Aber da mein Gastvater für genau diesen Tag Karten für ein College-Footballspiel hatte, mussten wir diesen Programmpunkt ausfallen lassen, planen aber, das nachzuholen. Das College-Footballspiel war wirklich bombastisch und hat sich auf jeden Fall gelohnt anzusehen. Das Team, für das meine Gastfamilie schwärmt, hat auch gewonnen. Nach dem Footballgame sind wir dann nach Hause gefahren und Glena (mein Ballmädchen) hat mich abgeholt. Dann haben wir uns mit ihrer besten Freundin und dessen Freund getroffen, um uns zu schminken. Das Thema  des Balls war Safari, deshalb sind wir als Tiere gegangen. Zuerst waren wir wieder super lecker essen und dann ging es zum Sadies Ball. Es wurde viel getanzt und war wie eine riesige Party. Ich hatte einen tollen Abend.

In diesem Monat gab es auch viele Footballspiele, die unsere Schulmannschaft alle gewonnen hatte und es so ins Finale geschafft hatte. An dem Finalfreitag hieß es für die Schüler nur 15 Minuten Unterricht, so dass um 9 Uhr Schluss war und so gut wie alle zum Finalspiel nach Salt Lake City gefahren sind. Es war ein super lustiges Spiel mit viel Anfeuerung, was wir dann auch haushoch gewonnen haben. Das einzige Problem war an diesem Tag die Kälte. Es hat sogar geschneit.

Das war ein wirklich aufregender und spannender Monat mit einer ganzen Menge Spaß. Das nächste Highlight, was jetzt auf mich wartet, ist Thanksgiving. Ich freue mich wirklich sehr darauf und natürlich auch auf den Black-Friday.  Aber davon erzähle ich das nächste Mal.

Liebe Grüße aus Utah,

Fabius