Aug 222014
 

Ich wohne jetzt schon seit 3 Wochen im wunderschönen Brasilien und möchte euch nun von meinem neuen Leben hier berichten.

Ich bin am 31. Juli in Deutschland los geflogen. Es gab eine Gruppe von Rotary-Austauschschülern, die alle zusammen nach São Paulo geflogen sind. Der Flug hat 12 Stunden gedauert. Von São Paulo aus musste ich mit einer anderen Austauschschülerin noch 2 Stunden weiter nach Londrina (Großstadt in Paraná) fliegen. Dort hat dann auch schon meine Familie auf mich gewartet.

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v.l.: Felipe (Cousin, br. primo), Moacir (Vater, br. pai), Laís (Schwester, br. irmã), ich, Gisele (Mutter, br. mãe), Helena (irmã) Zu der Familie gehört außerdem Tobby, ein kleiner Pudel.

Weil ich morgens angekommen bin, haben wir den Tag in Londrina verbracht: wir waren in einem Café, im Einkaufscenter und auch im Kino. Abends sind wir dann in nach Santo Antonio da platina gefahren, die Stadt in der ich lebe. Es ist eine Kleinstadt mit „nur“ 45.000  Einwohnern. Als wir dort angekommen sind, hat mir meine Familie erst mal das Haus gezeigt. Das ist echt groß und hat auch einen Pool. Mein pai ist Architekt und hat es selbst entworfen. Ich hab mich sofort zu Hause gefühlt, weil alle total herzlich sind.

Am Wochenende wurde mir die Stadt gezeigt und ich hab auch schon einige Freunde von Helena kennen gelernt. Außerdem waren wir auf dem Geburtstag von einem Onkel. Da hab ich dann viele andere Familienmitglieder kennengelernt. Am Sonntag mussten wir uns leider von Laís verabschieden, weil sie zurück nach São Paulo an ihre Universität musste.

Am Montag ging dann auch schon sofort die Schule los. Das Colegio Casucha ist eine von 5 Schulen in SAP. Alle Schüler tragen Schuluniformen, aber das sind nur eine blaue Jogginghose und ein weisses T-Shirt mit dem Schullogo. Helena und ich sind im vorletzten Schuljahr. Die Klasse ist richtig lustig und jeder Tag in der Schule macht Spaß (auch wenn sich das komisch anhört).

Am 2. Sonntag war Dia dos Pais (Vatertag) und am Samstag wurde deswegen ein Umzug durch die Stadt gemacht.

An den Wochenenden generell unternehmen wir viel: wir besuchen Verwandte, gehen feiern und treffen uns mit Freunden.

Diese Woche Mittwoch hatte die 100-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wurde eine große Parade veranstaltet, mit vielen sogenannten Fanfaren. Jede Schule hatte eine eigene Fanfare in der die Schüler mitmachen konnten. Helena und ich haben auch mitgemacht.Abends fand noch eine große Show mit zwei berühmten Sängern statt und die ganze Stadt war da.

Generelles:

Wetter: Es ist momentan Winter hier, aber um ehrlich zu sein fühlen sich 20-25° nicht grade so an. Ich freue mich schon auf den Sommer.

Essen: Die Brasilianer haben essen sehr viel und alles ist echt gut. Deutsches Essen vermisse ich echt gar nicht. Das Nationalgericht feijoãda ist eines meiner Lieblingsgerichte geworden. Churrascos werden auch viel gemacht, das ist sowas wie ein Barbeque nur mit besserem Fleisch. 

Sprache: In Brasilien spricht man portugiesisch. Bevor ich geflogen bin hab ich ein bisschen gelernt und konnte nur hallo, danke, bitte und sowas sagen. Mittlerweile kann ich auch ein paar Sachen sagen und fragen. In der Schule versteh ich sehr viel und wenn die Leute sich unterhalten auch.

Leute: Die Brasilianer sind super freundliche Menschen. Man begrüsst sich mit einer Umarmung und einem Kuss auf die Wange und man spricht so gut wie alle mit dem Vornamen an, auch die Lehrer und die Verkäufer. Alle sind sehr gastfreundlich und kümmern sich sehr gut umeinander.

Es sind natürlich noch viel mehr kleine Dinge passiert, aber das waren dann auch schon die ersten 3 Wochen in meinem neuen Heimatland.

Liebe Grüsse, Lara