Feb 162014
 

Jetz ist es passiert. Mehr als die Hälfte ist schon rum. Unfassbar! Über 5 Monate bin ich jetzt schon im wunderschönen Staat Oregon und jeden Tag kommen immer noch neue Überraschungen auf mich zu.

Da ich mich jetzt schon seit Weihnachten nicht mehr gemeldet habe, habe ich mir gedacht, ist es mal wieder Zeit von mir hören zu lassen. Obwohl in den letzen eineinhalb Monaten nichts Riesengroßes passiert ist, hatte ich trotzdem ganz viel zu tun und war immer unterwegs!

Es waren all die kleinen Momente die mir so viel gebracht haben und so viel Spaß bereitet haben.

Mit dem Basketballteam hatten wir ganz viel zu tun. Das Training hat mir mit meinen Teamkollegen immer so viel Spaß gemacht und auch unser Coach ist einfach nur klasse. Wir hatten jeden Tag Training und dann 2 Spiele pro Woche, seit wir aus den Weihnachtsferien zurückgekommen sind. Ganz schön viel, aber wir sind von Spiel zu Spiel besser geworden und auch wenn wir harte Niederlagen einstecken mussten, konnten wir noch viel wundervollere Siege feiern. Zum Beispiel als wir bei unseren „ Erzfeinden“ Mazama gespielt haben. Mazama ist die andere Highschool in Klamath Falls und wenn da das „Derby“ ansteht geht immer ordentlich die Post ab! Das Spiel war wahrscheinlich das beste Spiel unserer ganzen Saison und am Ende konnten wir mit über 20 Punkten deutlich den Sieg mit nach Hause nehmen 😀 Die Saison neigt sich jetzt aber leider schon wieder dem Ende zu und nächste Woche haben wir unsere letzten Spiele. Sportmäßig ist dann erst mal für ein oder zwei Wochen Pause, bevor die Frühlingssaison anfängt. Von Frühling kann hier zwar noch nicht im Geringsten die Rede sein aber naja… Jedenfalls habe ich beschlossen anzufangen Tennis zu spielen, wo drauf ich mich jetzt auch schon wieder freue, weil ganz viele Freunde von mir auch Tennis spielen. Immer so viel Freude 😀

Ein bisschen Stress musste zwischendurch aber auch sein. Die Semesterfinals standen an. Am Ende des ersten Semesters hatten wir eine ganze Woche, eigentlich nur 3 Tage, da wir Montag und Freitag frei hatten, in der wir dann gar keinen Unterricht hatten sondern nur unsere Arbeiten geschrieben haben. Ich hätte davor eigentlich gar nicht so viel lernen müssen, denn, wie sich rausgestellt hat, waren die ganzen Arbeiten und Tests gar nicht so schwierig wie alle vorher gesagt hatten. Froh war ich trotzdem als wir die Finals hinter uns hatten und ins neue Semester aufbrechen konnten!

Meine Stundenplanwahl war wirklich hart. Es gibt so viele tolle Fächer hier, da konnte ich mich gar nicht entscheiden. Ich hab mal im Kochkurs vorbeigeschaut und in der Kunstklasse, im Theater wollte ich unbedingt bleiben, meine Marketingklasse wollte ich aber auch nicht hängen lassen und zusätzlich wollte ich noch ins Orchester und in die Band. Entscheidungen, Entscheidungen, Entscheidungen. Jetzt bin ich aber glücklich, einen so tollen Stundenplan zu haben, der nicht besser sein könnte. Meine Theaterklasse ist der absolute Hammer. Wir haben so viel Spaß und jeden Tag sitze ich noch immer lachend in meinem Mathekurs, den ich direkt nach Theater hab. Selbst meine Englisch- und Geschichtsklassen sind super und machen total viel Spaß. Zu einem sind die Leute in meinen Kursen total cool und zum anderen ist das Schüler-Lehrerverhältnis hier ganz anders. Fast wie Freunde (nur ein bisschen älter) und in einer Umgebung in der man gerne lernt und dabei Spaß hat.

Cello

„Mein“ Cello und ich!

Eines der besten Sachen war aber, dass eine Freundin mir Cello spielen beigebracht hat! Wir haben an der Schule ein riesiges Orchester und ich wollte schon immer Cello spielen lernen. Die Gelegenheit war perfekt! Jetzt bin ich im Orchester immer ganz fleißig mit meinem Cello zu Gange und versuche von Tag zu Tag besser zu werden.

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Das Orchester am Wehnachtskonzert in der Turnhalle 😀

Ansonsten helfe ich auch in der großen Theaterproduktion mit. Es ist „Grease“!   Ich hätte gerne auch selber gespielt aber da die Proben sich mit meinem Training überschnitten haben ging das leider nicht. Ich kann aber trotzdem mithelfen und bin für die Tontechnik verantwortlich und heute Morgen haben wir uns noch im Theater getroffen um unsere Kulissen zu bemalen und einfach nur ein bisschen zusammen rumzuhängen J

Ach ja! Und dann war da noch DECA. DECA ist eine Organisation für Highschools quer über Amerika um Schülern zu helfen Marketing, Business und Management Fähigkeiten zu entwickeln. In der Schule ist das ein „Club“, der wichtige Events plant, bei uns, einen Schulkiosk führt und in unserem Distrikt, Wettbewerbe mit anderen Schulen macht. In den Wettbewerben muss man zuerst einen Marketingtest mit 50 Fragen ausfüllen und dann 2 Rollenspiele machen. In den Rollenspielen kriegt man, je nach Kategorie, ein Marketing- oder Managing Problem, für das man innerhalb von 10 Minuten eine Lösung finden muss und diese dann einem Bewehrter vorstellen muss. In unserem 2. Wettbewerb den wir Mitte Januar hatten, habe ich in meinem Rollenspiel von ca. 20 anderen Leuten den 2. Platz gemacht. Darüber habe ich mich total gefreut, weil das total unerwartet war! 

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Nächste Woche fahren wir mit DECA nach Portland, Oregon und haben die Statechampionship. Da sind dann nicht nur Schulen aus unserer Umgebung sondern Schulen aus ganz Oregon. Ich bin schon total aufgeregt und freue mich! 6 Tage in Portland und, unter anderem auch, an meinem Geburtstag! 😀

Über unsere Zeit in Portland wird dann mein nächster Bericht handeln.

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Unsere Schule beim Basketballspiel gegen Mazama 😀

Bis dann, Eure Ina! 😀

 

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Feb 102014
 

In meinen letzten zwei Wochen in Schottland ist eine Menge passiert, was ich nie vergessen werde. Mein vorletztes Wochenende war das letzte mit meiner Gastfamilie. Am Wochenende darauf hatte meine Gastschwester einen Cheerleading Wettkampf zu dem ich nicht mitkonnte, weil es weiter weg war und das Hotel kein Zimmer mehr frei hatte. Am 10. Januar sind wir am Abend in South Queensferry zusammen essen gegangen. Das Essen war wirklich gut. Anschließend ging es zur  Forth Road Bridge. Das ist eine berühmte Brücke in South Queensferry und sie ist einfach atemberaubend.

Zum Abschluss haben wir noch ein kleines Cafe für eine gemeinsame heiße Schokolade besucht.

Am Tag darauf sind wir alle zusammen gegen Mittag nach Harlaw. Das ist ein Park mitten in Edinburgh. Es ist wirklich erstaunlich wie vielseitig die Stadt ist. Die Innenstadt sowie die ländlichen Seiten sind einfach wunderschön.

Die Woche darauf hatte ich dann mein Praktikum. Ich habe es in einem Kindergarten in der Innenstadt absolviert. Es hat mir total Spaß gemacht mit den kleinen Kindern zu arbeiten und es war wirklich eine schöne Erfahrung.

Am Dienstag habe ich das Scott Monument bestiegen. Das ist ein Wahrzeichen, welches dem Schreiber Scott gewidmet ist. Es liegt direkt an der Princes Street, der wahrscheinlich überfülltesten Straße Schottlands. Von dort oben hat man einen wirklich herrlichen Blick über Edinburgh. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt dort hochzuklettern.

Mittwoch bin ich dann nach meinem Praktikum  in das „elephant house“ gegangen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch gedacht, dass es das Restaurant ist, in dem J.K.R angefangen hat ihren Band Harry Potter zu schreiben. Das hat sich zu einem späteren Zeitpunkt als Fehlinformation herausgestellt. Als Harry Potter Fan sollte man trotzdem dahin gehen.

An meinem letzten Schulmontag musste ich dann noch in Sport ein Testexamen schreiben. Es war aber ziemlich einfach. Ich hatte mich eigentlich richtig darauf gefreut, denn die Examen und auch die Testexamen werden in einer großen Halle geschrieben. Dort sitzt jeder an seinem eigenen Tisch und es gibt ein paar Leute, die alle Schüler beobachten. Es ist einfach wie im Film.

Am Mittwoch bin ich dann mit einigen Freunden in die Stadt gefahren und zusammen haben wir an einer Harry Potter Tour teilgenommen. Dort hat sich dann herausgestellt, dass das Cafe „spoon“ heißt in dem J.K.R angefangen hat Harry Potter zu schreiben. Die Tour durch die Stadt war richtig schön und ich habe viel Interessantes gelernt.

Den Freitag haben dann meine Freunde aus der Schule und ich zusammen genossen. Nach der Schule sind wir in ein Cafe namens Luca gefahren und haben dort zu Mittag gegessen. Es war richtig angenehm noch mal alle Freunde um einen herum zu haben. Im Bus nach Hause musste ich mich dann auch schon von einer Freundin verabschieden. Die anderen habe ich aber nach dem Abendessen wieder zum Badminton spielen getroffen. Es war ein richtig schöner Abschluss unserer gesamten Zeit. Als wir dann aus der Halle raus mussten, hat es dann noch einen herzlichen Abschied gegeben. Nach dem Badminton hatte ich dann noch einen schönen gemütlichen Abend mit meiner Gastfamilie.

Der nächsten Morgen war dann der 25. Januar. Bevor es jedoch zum Flughafen ging, bin ich mit meiner Gastfamilie frühstücken gegangen. Gegen 10 Uhr ging es dann auf zum Flughafen. Dort war das Weinen dann schon einprogrammiert. Auch meine Gastmutter musste weinen.

Im Flugzeug habe ich dann aber den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens gesehen.

Am Flughafen in Düsseldorf hat mich dann meine ganze Familie in Empfang genommen. Zuhause haben mich meine Freunde erwartet und es gab eine kleine Willkommensparty. Und damit war dann auch das beste halbe Jahr meines Lebens um.

 

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich auf diesem Weg unterstützt haben. Ein riesen Dankeschön geht an meine Familie, die mir alles ermöglicht hat, an die ELE, ohne die mein Austausch nicht so schön gewesen wäre und durch die ich viele neue Sachen ausprobieren konnte und an meine Freunde, die mich gehen ließen und auch, obwohl ich in einem anderen Land war, immer ein Ohr für mich offen hatten <3

DANKESCHÖN!!!

 

 Posted by at 20:16