Dez 302013
 

„Go tell it on the mountains, over the hills and everywhere, go tell it on the mountain that Jesus Christ is born“-

Weihnachten ist wunderbar! Egal wo, egal wie! Ich habe die Weihnachtszeit hier sehr genossen, auch wenn es ein bisschen anders war, als ich es gewohnt bin… sehr „amerikanisch“ halt 🙂

Mein Dezember hat aber nicht so weihnachtlich angefangen. In der ersten Woche haben wir ganz viel trainiert und auf unser erstes Basketballturnier hinausgearbeitet. Ich habe am Basketballspiel echt total viel Freude entdeckt und fühl mich mit meinem Team mittlerweile richtig stark und fertig für die richtige Saison, die im Januar anfängt. So hart das Training manchmal auch sein mag, man wird doch immer wieder angespornt jedes Mal ein kleines bisschen mehr zu geben, um fürs nächste Spiel auch wirklich gerüstet zu sein! Unser erstes Spiel am Donnerstag verlief dann auch einigermaßen gut und wir haben uns schon auf den zweiten Teil des Turniers am folgenden Samstag gefreut, was dann leider aber abgesagt wurde. Verantwortlich waren Massen von Schnee 😀 Endlich hatte es am Freitag angefangen zu schneien! Und nicht nur ein bisschen…Wir saßen nachmittags noch in der Schule als die Durchsage kam, dass wir doch bitte in der Cafeteria auf unsere Busse warten müssten, denn die würden sich ein bisschen verspäten. Innerhalb von ein paar Stunden war alles so zugeschneit, dass auf den Straßen totales Verkehrschaos herrschte. Ich war noch nie so froh endlich zu Hause und aus dem Schulbus raus zu sein! Die Busfahrt von der Schule bis zu meiner Bushaltestelle hat mich mehrere Herzinfarkte gekostet 😀Es schneit, es schneit...SAM_2840

Trotzdem, ich liebe den Winter in Oregon. Endlich hatte ich mal wieder richtig Schnee und auch die richtigen Temperaturen dazu. Nachts waren es gemütliche -17° Fahrenheit, was umgerechnet so etwa -35° Celsius sind. Tagsüber wurde es auch nicht viel wärmer und an einem Tag hatten wir noch das Glück, dass in unserer Schule zwei Wasserrohre gebrochen sind. Wir mussten trotzdem in der Schule bleiben, es wurde halt nur noch in einer Hälfte des Gebäudes unterrichtet.

Riesige EiszapfenVogelhäuschenEs war eiskalt!

An einem Tag hat mich meine Gastmom aus der Schule genommen, damit wir in Ruhe nach Medford fahren konnten, um unsere Weihnachtseinkäufe zu erledigen . Na gut, „in Ruhe ist immer noch was anderes, da hier zu Weihnachten so wie so immer alles und zu jeder Zeit überfüllt ist, aber schön war es trotzdem 

Eins meiner Highlights war das Military-Dinner. Da mein Gastvater in der Air Force war und jetzt immer noch im VFW (Veterans of Foreign Wars) aktiv ist und wir hier in Klamath Falls auch eine Air Force Station haben, konnten wir zum jährlichen Military-Dinner gehen. Das hat so viel Spaß gemacht 😀 Der ganze Raum voller Soldaten und anderen Leuten. Tja, da wurden die sonst so strengen Regeln mal aufgehoben, und es wurde ordentlich gefeiert und mit dem davor zusammen gemischten Grog (eine Tradition, bei der rund 17 Schnäpse und alles andere zusammengemischt wird) wurde es um mich herum auch schnell lustig :D.Das alles kam in den riesigen Pott!So sah der Grog dann ausSAM_2948

Ansonsten verbrachte ich viel Freizeit im Advent mit meinen Freunden, bei ganz alltäglichen Sachen wie Schlittschuhfahren, ins Kino gehen, Holz hacken und einfach nur ein bisschen zusammen herum hängen. Endlich mal ganz normaler Alltag. Der Advent ging dann aber auch schon wieder schnell rum und ehe ich mich versah, hatten wir Ferien und Weihnachten war da.

Die Krippe in der "Christmas City", California

Die Krippe in der „Christmas City“, California

 

 

Die heiligen drei Könige

 

Kurz vor Weihnachten hatten wir ganz viele Extraproben mit unserem Kirchenchor, denn am Heiligen Abend gab es 3 (!!!) Gottesdienste. Ich find’s ein bisschen traurig, dass die ganzen Lieder nur an Weihnachten gesungen werden, denn ich hab ganz viele neue tolle Lieder kennen gelernt und richtig viel Spaß gehabt. Am 24. dann, ging’s um 4 Uhr mit dem ersten Gottesdient los, in dem die kleinen Kinder auch ganz viele süße Sachen gemacht haben. Mit ca.500 Leuten war der Gottesdienst fast überfüllt . Der zweite ging dann ein bisschen ruhiger zu und der dritte war mein absoluter Lieblingsgottesdienst.Am Ende sind wir alle nach draußen gegangen und haben Kerzen bekommen, die wir angezündet haben und gemeinsam dann „Stille Nacht“ gesungen haben.

Einfach ein total schöner Moment, den ich nicht mehr vergessen werde!

"Candlelight Service"

Danach sind wir dann wieder nach Hause gefahren, und ziemlich schnell ins Bett um auf „Santa zu warten“ . Geschenke werden hier ja

erst am Morgen des 25. ausgepackt. Ich habe mit meinen Gasteltern dann bei heißer Schokolade und Geschenkeauspacken einen typisch amerikanischen Weihnachtsmorgen verbracht und anschließend wurde dann aufs Essen gewartet. Das war einfach nur so lecker und hat mich(und unseren Hund)  im Himmel schweben lassen.
Meine Kaminsocke und unser WeihnachtsbaumWeihnachtsessen

Auch Lucky kriegt ihr WeihnachtsessenJap..das alles ist Schoki :p

Jetzt ist die ganze Aufregung um Weihnachten aber auch schon fast wieder rum und mit Vollgas geht’s auf das Jahr 2014 zu!

Damit wünsche ich allen einen guten Rutsch und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr und noch einen schönen Winter:D
Eure Ina!

 Posted by at 02:08
Dez 242013
 

Der Nikolaus kommt leider nicht nach Schottland 😀 . Aber es war auch nicht weiter schlimm, denn ich hatte einen wunderschönen Tag mit meinen Freunden. Zuerst ging es mit Louise, Mhairi und Alexa in die Stadt. Dort hatten wir eine Menge Spaß und haben einfach mal unsere Frau rausgelassen :D. Nachdem wir eine Menge hoher Schuhe anprobiert hatten, haben wir in einem weiteren Shop ein paar schöne Abendkleider anprobiert. Es war ziemlich lustig und einfach ein unvergesslicher Nachmittag. Um 5 Uhr haben wir dann Katie und Kiera eingesammelt (sie konnten nicht eher) und sind dann alle zusammen in Jimmy Chung’s Bar Chinesisch essen gegangen.

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Anschließend ging es dann in das nahe gelegene Kino in Carrie. Auf dem Rückweg zur Bushaltestelle haben wir noch einen kurzen Stopp auf dem Weihnachtsmarkt gemacht. Weihnachtsmarkt… ja, der Weihnachtsmarkt ist hier was ganz „besonderes“. Er ist deutsch. Es gibt jede Menge deutsche Spezialitäten zu kaufen, wie Brezel und Bratwurst.

Wie auch immer, wir alle hatten einen besonders schönen Tag.

 

Am nächsten Tag ging es dann in „A Christmas Carol“ produziert von Balerno (Stadtteil von Edinburgh). Es war eine Show, wie wir sie in Deutschland Kabarett nennen würden, aber hier wird es „Pantomime“ genannt. Es war richtig witzig und am Ende wurde-wie jedes Jahr „The twelve days of Christmas“ performt. Hierbei handelt es sich um ein Weihnachtslied. An jedem Tag bekommt der Sänger ein außergewöhnliches Geschenk von seinem Schatz. http://www.youtube.com/watch?v=qyMOaROAz9I

 

„On the last day of term“ macht man hier immer etwas Besonderes. So gehen meine Freunde jedes Jahr nach der Schule in die Stadt zum Weihnachtsmarkt und danach gibt es dann Geschenke vom „Secret Santa“ und so auch dieses Jahr.

Also ging es für einige von uns nach der Schule zu Damaris. Dort haben wir uns dann umgezogen und die Geschenke abgelegt. Anschließend ging es dann zur Bushaltestelle. Tatsächlich hatten wir es geschafft, dass die anderen, die sich zuhause umgezogen haben, in den gleichen Bus eingestiegen sind. Auf dem Weihnachtsmarkt haben wir uns dann alle einen Crêpe gegönnt. Wir sind ein bisschen herum gelaufen und haben uns die Stände angeguckt, aber es war so kalt, dass wir nicht sehr lange geblieben sind, sondern wieder nach Hause zu Damaris.

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Dort haben wir uns dann alle aufgewärmt und dann ging es los mit dem Geschenke auspacken. Jeder hatte ein wirklich tolles Geschenk bekommen. Ich habe zwei schottische Handwärmer, Socken, eine Schlafanzug mit „Bobby“ (dem Hund) und Süßigkeiten bekommen.

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Nachdem sich jeder ausreichend bedankt hatte, begann das Essen. Es gab leckere Pizza und jeder hatte etwas Süßes für im Nachhinein mitgebracht. Wir haben mehr oder weniger „Ist das Leben nicht schön“ geguckt. Da der Film zu lang war, haben wir uns den Anfang und das Ende angesehen. Anschließend haben wir Weihnachtsgrüße verteilt. Wir haben einige aus unserer Stufe angerufen, uns als Santa ausgegeben und „Merry Christmas“ gesungen. Es war wirklich witzig und hat uns alle zum Lachen gebracht.

 

Am 21. Dezember habe ich zusammen mit Alexa und Annika Kartoffelgratin gemacht. Es war sehr lecker und wir haben es wirklich genossen. Anschließend habe ich dann den Bus in die Innenstadt genommen um meine Gastfamilie zu treffen. Zusammen sind wir in „The Dom“ gegangen, wo jeder von uns eine heiße Schokolade hatte. „The Dome“ ist wunderschön geschmückt zur Weihnachtszeit und es lohnt sich wirklich sich die Dekoration anzugucken. Danach sind wir zum Weihnachtsmarkt. Nachdem Dena und Dylan Kinderkarussell gefahren sind ging es dann für alle auf das Riesenrad. Zum Abschluss des Tages gab es dann einen Crêpe für jeden und dann ging es nach Hause.

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Am Tag darauf wollten Dena und ich uns einen schönen Tag machen, aber sie musste spontan absagen. So habe ich unsere Pläne alleine durchgeführt. Zuerst ging es nach Cramond. Das Wetter war nicht das Beste es war aber trotzdem richtig schön. Cramond ist bekannt für seine „halbe“ Insel. Je nach Gezeiten ist es eine Insel oder nicht. Leider konnte ich nicht rüber zur Insel da gerade Flut war. Laut wikipedia heißt es sogar, dass Joanne Rowling in Cramond mit ihrem Ehemann Neil Murray in „The White House“ lebt. Anschließend ging es zum shopping center „Ocean Terminal“ und danach nach Hause.

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Das war’s dann auch erstmal von meiner Adventszeit in Schottland.

Ich wünsche euch allen ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest!!!

 

 Posted by at 12:30
Dez 142013
 

Hey guys (Kiwienglisch 😀 )

Jetzt habe ich gerade den ersten Satz fertig geschrieben und musste alles nochmal löschen, da ich irgendwie angefangen habe, auf Englisch zu schreiben… Ich kann noch gar nicht glauben, dass das mein letzter Blog sein soll, denn das heißt auch gleichzeitig, dass mein Auslandsjahr sich dem Ende zu neigt. Und so ist es leider auch :'( Nur noch 5 Tage ( Ich werde am 19.12.13 um 10:55 Uhr fliegen) aber.. ICH MÖCHTE BLEIBEN !! Die Zeit ist wie im Fluge vergangen, ich habe  immernoch das Bild im Kopf als ich bei meiner Ankunft aus dem Flugzeug gestiegen bin…. Ich habe einfach so viele tolle Menschen kennengelernt und hatte generell einfach eine mega super, hammer tolle, perfekte Zeit hier. My ♥ belongs to New Zealand. Trotz allem war mein Auslandsjahr bis zur letzten Sekunde “amazing“, aber bevor ich euch erzähle, warum, möchte ich mich erstmal bei der ELE bedanken. Also: Liebe ELE-Mitarbeiter, durch Sie ist mein Traum in Erfüllung gegangen: ein halbes Jahr Neuseeland. Und ich kann Ihnen sagen, dieses halbe Jahr war mit Abstand das Beste Jahr meines Lebens. Durch Ihre Unterstützung konnte ich sooo viele Sachen und Dinge erleben, welche mir ohne Ihr Stipendium nicht möglich gewesen wären. Dazu gehören zum Beispiel: Tramping, Rockclimbing, Showreiten, Reisen und natürlich auch Kleinigkeiten wie Shoppen. Sie sollen wissen, dass ich jeden Moment, ja , jede SEKUNDE in diesen 5 Monaten genossen habe. Ich habe die tollste Gastfamilie, das tollste Pferd, die tollsten Freunde und eine super Schule  und ich werde ALLES (!!!) vermissen .. :'( Ich denke, schreibe und träume sogar schon in Englisch.. . Ich bin Ihnen so unendlich dankbar, dass Sie das alles möglich gemacht haben, so sehr, dass ich es kaum mit Worten ausdrücken kann. Danke, danke, danke. ♥ Sie haben meinen Traum wahr werden lassen.

Jetzt geht es aber wirklich los 😀 Also die letzten Wochen waren wie immer wieder seeehr ereignissreich. Vor ein paar Wochen fand mein letzter Tramping Trip statt. Seit Neuseeland ist Tramping meine größte Leidenschaft! ♥ Dieser Tramp war ein drei Tage Tramp in den Nelson Lakes. Jeden Tag 6 Stunden laufen, das könnt ihr euch sicher vorstellen, ist kein Zuckerschlecken.. Ich habe wirklich JEDEN Muskelgespürt, sogar an Stellen, wo ich nicht mal wusste, dass man da Muskeln hat 😀 Wir trafen uns um 8:30 Uhr an der Schule. Ursprünglich wollten Lauren aus Kanada und ich gehen, aber sie wurde krank weshalb ich meine Freundin Lilli gefragt habe. Sie wurde ziemlich überrumpelt, die sie noch nie vorher Trampen war und sich erstmal die ganzen Sachen zusammensuchen musste. Letzen Endes ging aber alles gut :)) Außerdem war ich ziemlich froh, dass sie mitkommen konnte, da die anderen Teilnehmer alle Jungs waren :D. Aber wie gesagt, um 8:30 Uhr trafen wir uns an der Schule um unsere Riesenrucksäcke ( ich übertreibe nicht! ) zu verstauen. Insgesamt waren wir 9 Jungs und meine Freundin und ich. Wir waren alle ziemlich aufgeregt, besonders ich, da ich bis dahin nur im Arthur’s Pass trampen war und ich noch nie zuvor  im Nelson Lake National Park gewesen bin. Die Autofahrt hat so um die fünf Stunden gedauert.. und die Jungs haben pausenlos ihr Lieblingslied gesungen: Skinny Love 😀 ( Ich kann es nicht mehr hören 😀 ). Endlich angekommen, haben wir einen anderen deutschen Austauschschüler am Lake Rotoiti abgeholt, welcher im Moment Tramping Ausflüge mit seinen Eltern macht. Dort haben wir das Auto auf dem Parkplatz abgestellt und los gings ! Der erste Weg zum Coldwater Hut ( ein 5- Betten Hut mit Matratzen und Kamin), war ziemlich einfach, da er fast nur geradeaus und ohne Steigung verlief. Der Weg verlief direkt neben dem See. Dort angekommen, nach ca. 5,5 ´Stunden, trafen wir noch auf eine weitere kleine Gruppe, aus vier Leuten bestehend, welche die gleiche Route wie wir gebucht hatten. Ein Junge, Finn, hat seine Angel mitgebracht und so war unser Abendprogramm gesichert. Später, als alle anderen schon schlafen waren, sind Finn, Lilli, unser Lehrer Mr Aicon und Anton nochmal zum See gegangen und haben Aale mit Salami geangelt 😀 Wir waren allerdings nicht sehr erfolgreich.. die Dinger sind einfach so extrem glitschig 😀 Nach einer sehr warmen und komfortablen Nacht ging es am nächsten Tag weiter… steil Bergauf, von 300 auf ca. 2300 Meter. 6 Stunden. Ich war tot. Unten am See hatten wir ungefähr 20 Grad und oben hat es geschneit 😀 Allerdings war unsere Hütte, Andrew Shelter, echt purer Luxus. Wir hatten VIER anstelle normal nur einem Dixie-Klo, die Feuerstelle hatte ein Belüftungssystem und es gab Platz für 20 Leute. Wir konnten wegen des starken Schnees nicht raus, weshalb unsere Hauptbeschäftigung daraus bestand, zu essen, zu kochen, zu essen, zu reden, zu essen, uns zu massieren und habe ich es schon erwähnt: zu essen 😀 Am nächsten Tag war der Abstieg geplant- leichter gesagt als getan wenn Schnee liegt, man nasse Klamotten anhat und die Wanderschuhe zwei Nummern zu klein sind. Ich sage nur so viel dazu: Mein Zehnagel hat die Farbe dunkelblau angenommen und wird im Verlauf der nächsten Woche abfallen. JUHUUU! 😀  Ich war die nächsten zwei Tage soo erschöpft und konnte nicht mal mehr richtig laufen 😀 Das einzig schade am trampen ist, dass man fast gar nichts von der Natur sieht, weil man andauernd auf seine Füße aufpassen muss um nicht dem Schlamm hallo zu sagen :D.

Am 07.12.13 bin ich auf der Ashbourton South Island Premier Show geritten, die wichtigste Show der ganzen Südinsel ! Ich war soo aufgeregt, dass ich kaum schlafen konnte.  Showing ist ein ziemlich aufwendiger Prozess, besonders die Pferde fertig zu machen. Barthaare abrasieren, Hufe lackieren, Make up fürs Pferd, Sattelzeug putzen, Pferde waschen/putzen etc. Ich war in fünf verschiedenen Klassen. Nachdem wir den Prozess mit dem Pferde fertig machen hinter uns gebracht haben, ging es auch schon los. Ich wurde zweiter, dritter, vierter, fünfter und sechster. Leider nicht erste, die Konkurrenz war echt ziemlich stark. An dem Tag bin nur ich geritten, aber Ashbourton ging über drei Tage, weshalb die meisten Leute einfach dort Campen und entweder in ihren Pferdetransportern, Wohnmobilen oder Zelten schlafen. Wir hatten das Glück, dass die Oma von meiner Gastmutter ( ja, ihr habt richtig gelesen, ihre OMA) dort in der Nähe wohnt ( sie hat vor ein paar Wochen ihren 92 Geburtstag gefeiert) und so hatten wir ein richtiges Bett 😛 Der nächste Showtag begann schon recht früh, so um ca. 7:00 Uhr und  wir machten unser zweites Pony für meine Gastschwester fertig. Generell hatte ich aber extrem viel Spaß und es war auf jeden Fall eine Erfahrung wert.

Heute war eine weitere, kleinere Ponyclub Show, auf welcher allerdings nur meiner Gastschwester geritten ist, da ich kein offizielles Ponyclub Mitglied bin. Trotzdem war ich dabei und habe geholfen wo ich konnte, wie zum Beispiel beim Pferd waschen und anderen kleineren Aufgaben.

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass es hier im Moment um die 28,29 Grad sind und die neuseeländische Sonne mich buchstäblich umbringt Wegen dem Ozonloch etc ist die Sonne hier einfach um so vieles stärker und gefährlicher als in Deutschland, weshalb es auf ALLEN öffentlichen Veranstaltungen kostenlose Sonnencrème für jeden gibt ! 🙂 Man muss sich nur zu helfen wissen. 😀

Meine Freundin Lilli ist schon seit letzterWoche zuhause, aber wir haben geplant im Herbst 2014 zurück zu kommen um unsere Gastfamilien zu besuchen, ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt, zu verlängern, allerdings ist das mit der Schule alles kompliziert… ich hoffe jetzt einfach auf einen guten Heimflug und wünsche allen anderen Stipendiaten und Austautschschülern noch ganz viele wunderbare Monate und lasst euch einen Tipp geben: Genießt jede Sekunde! Die Zeit wird schneller vergehen als euch lieb ist. Wie ich auch schon am Ende des letzten Blogs geschrieben habe : Neuseeland? Wir sind noch nicht fertig! Ich komme wieder ins Land meiner Träume,  Aotearoa, das Land der weißen, tiefhängenden Wolken.

 Posted by at 12:09
Dez 032013
 

Am 5. November war „Bonfire Night“. Da meine Gastfamilie nicht so auf Feuerwerke steht, habe ich mit Alexa und ihrer Familie ein Lagerfeuer gemacht und Raketen steigen lassen. Anschließend gab es dann für jeden Suppe und heiße Schokolade. Es war ein recht schöner, aber auch sehr kalter Abend.

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Am 09. November bin ich zusammen mit ein paar Mädchen von der Schule zum Livingston Centre, einem großen Einkaufszentrum, gefahren. Ich hatte es endlich geschafft Winterschuhe für die Schule (sie müssen schwarz sein) zu kaufen. Wir alle waren sehr erfolgreich und natürlich taten unsere Füße am Ende alle weh.

Am 11. November ist hier Remembrance Day und in Deutschland St. Martin. Deshalb hatte ich mich dazu entschlossen Stutenkerle zu backen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, aber wenn ich ehrlich bin, sahen sie besser aus als sie geschmeckt haben.

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Am Tag darauf kam dann ein Polizist in die Schule und hat meinen Jahrgang über „Knife Crime“ „aufgeklärt“. Wir haben gelernt, dass man ein Messer nicht zur Selbstverteidigung mit sich führen darf, was für Folgen man als Opfer erwarten kann (es wurden uns Bilder von extremsten Verletzungen gezeigt). Leider passieren derartige Messerangriffe, speziell in Glasgow, häufiger. Der Sinn dieser Veranstaltung sollte wohl sein, wie man sich gegen so einen Angriff wehren kann. Nach den Aussagen der Polizei garnicht.

(Ach so, meine Freunde und ich haben jetzt immer Angst, wenn wir im Dunkeln unterwegs sind.)

Mitte November hatten ich einen wunderschönen Familienabend mit meiner Gastfamilie und einer Freundin von meiner Gastschwester. Alle zusammen haben wir Johnny English geguckt und eine Menge gelacht.

Einige Abende darauf bin ich mit meiner Gastmutter, -schwester und ihrer Freundin in die Gang Show gegangen. Das ist eine Show, die jedes Jahr stattfindet. Kinder, einer religiösen Gruppe, singen und tanzen. Es war ganz nett anzusehen, aber wir waren alle auch etwas gelangweilt, denn so erfolgreich war die Show jetzt auch wieder nicht.

Am 21. November habe ich dann „Boxen“ ausprobiert. Es ist eigentlich eine Fitness Gruppe. Das Training ging über eineinhalb Stunden und es war durchaus anstrengend. Es tat richtig gut mal wieder Sport zu machen und sich zu bewegen. Das Ganze ist aber doch nicht so mein Ding und ich werde vielleicht noch ein- oder zweimal teilnehmen, um einfach ein bisschen Bewegung zu haben (man muss sich für den Kurs nicht anmelden, sondern kann kommen wann man gerade dazu in der Stimmung ist).

Am 24. November bin ich erst mit meiner Gastschwester in die Stadt um ein paar Weihnachtsgeschenke zu besorgen und anschließend haben wir meine Gastmutter und ein paar ihrer Freunde getroffen, denn es war Light Night. Die Weihnachtsmärkte waren seit gestern eröffnet genauso wie die Fahrattraktionen. Nun musste nur noch die Weihnachtsdekoration angeschaltet werden. Um ungefähr viertel vor fünf hat Chris Hoy dann die Lichter angeschaltet, gefolgt von einem tollen Feuerwerk. Anschließend bin ich dann mit meiner Gastcousine auf den „Star Flyer“ gegangen. Hier handelt es sich um ein Karussel, auf dem es ca. 60 feet (20 Meter) in die Höhe geht. Mittlerweile war es ja dunkel und die ganze Beleuchtung erstrahlte. Von dort oben hatte man dann einen traumhaft schönen Ausblick über „Edinburgh in Lichtern“. Es war einfach so atemberaubend schön und hat sich wirklich gelohnt!

Gestern habe ich dann von meiner Gastschwester ein Armband bekommen. Sie hat das Gleiche in einer anderen Farbe. Sie übergab es mir mit der Bedeutung, dass es ein „best sisters bracelet“ ist. Ich hab sie so lieb!

Das war dann auch mein November und es bleiben nur noch weniger als zwei Monate 🙁 .

 Posted by at 19:56
Dez 032013
 

Ich kann gar nicht glauben, dass mein dritter Monat in Amerika jetzt schon rum ist. Die Zeit vergeht immer noch rasend schnell und ich kriege mehr und mehr Möglichkeiten, Amerikas großartige Vielfältigkeit zu entdecken.

In den letzten Wochen, war ich total viel unterwegs, so dass ich jetzt übers lange Thanksgiving-Wochenende mal die Zeit habe, all meine Erfahrungen mit euch zu teilen.

Also..

Der Monat brachte zwar sehr viel Kälte und ungemütliches Wetter mit sich, dessen unsere ganze Schule aber mit euphorischer Stimmung entgegen blicken konnte. Wir waren so kurz davor unsere District-Meisterschaft im Football zu gewinnen, dass wir alle übermotiviert auch zu unserem letzten Spiel gekommen sind, bei -10° 4 Stunden alles gegeben haben um unser Footballteam anzufeuern und letztendlich auch belohnt wurden! KU ist District-Champion 2013!

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We are the Champions!

Danach mussten wir uns aber noch gar nicht auf den Winter hier einstellen, denn für mich und 7 Freunde von meiner High School ging es mit unserem DECA-Club auf nach Phoenix, Arizona :D.  Kurze Erklärung: DECA steht für Distributive Education Clubs of America, ist da um Schüler in Themen wie Marketing, Managing, Leadership und anderen Sachen zu verbessern, aber hauptsächlich einfach nur um total viel Spaß zu haben, neue Leute kennen zu lernen und einfach ganz viele wundervolle Erfahrungen zu sammeln. Unser Grund nach Phoenix zu fliegen war die WRLC (Western Leadership Conference), eine Möglichkeit, uns mit allen Vertretern und Schülern der ganzen westlichen USA zu treffen. Untergebracht waren alle, rund 2500 Schüler in einem riesigen Hotel in Phoenix , in dem wir täglich Seminare hatten, die sich alle um Leadership etc. gehandelt haben (hört sich hier jetzt zwar langweilig an, aber hat total viel Spaß gemacht, da die Vorträge echt alle mit einbezogen haben, Spaß gemacht haben und einem teilweise eine ganz neue Sichtweise auf Sachen gegeben haben). Aber noch wichtiger, unsere Freizeit! Wir konnten Phoenix Downtown entdecken, haben uns ein Basketballspiel der Phoenix Suns gegen Brooklyn Nets angeguckt, sind shoppen gegangen, das Football-Stadium der Cardinals angeguckt und waren „Non-Stop-Begeistert“.

 

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Blick aus unserem Hotelzimmer^^

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Stadium der Phoenix Cardinals

Das absolute Highlight war aber nicht in Phoenix, sondern ca. 4 Autostunden nördlich.. Der Grand-Canyon! Bevor wie überhaupt in Phoenix waren, sind wir direkt vom Flughafen aus, in die Mietwagen gesprungen und ab zum Grand Canyon gefahren. Ich habe noch nie in meinem Leben so etwas beeindruckendes, riesiges, wunderwunderschönes, atemberaubendes , und so weiter und so weiter, gesehen. Pünktlich zum Sonnenaufgang, waren wir am nördlichen Riff des Grand Canyon und konnten den möglicherweise schönsten Sonnenaufgang dieser Welt sehen. Richtig beschreiben kann ich das gar nicht, aber es war einfach atemberaubend schön wie die Farben sich auf der gegenüberliegenden Seite, von pinken, über zartblauen zu orangenen und lilanen Tönen gemischt haben und man perplex war von der massiven Größe die der Grand Canyon mit sich bringt. Leider konnten wir nur ein paar Stunden bleiben, haben diese aber voll ausgenutzt! 😀

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Sonnenaufgang am Grand Canyon 😀

Nach knapp einer Woche ging es dann aber wieder nach Hause, wo es auch schon wieder einen vollen Plan gab. Die Baskettball-Tryouts standen an, und nach einer Woche hartem Training und Wettbewerb habe ich es ins Team geschafft!

Das waren so meine neusten und spannendsten Ereignisse aus dem riesigen Amerika. Ich hoffe euch gefallen meine Beiträge und wünsche euch allen eine friedliche und glückliche Adventszeit.

Liebe Grüße 🙂

Zum Schluss jetzt noch ein paar mehr Bilder:

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 Posted by at 08:56