Feb 192013
 

Am Freitag Morgen musste ich um fünf Uhr aufstehen, weil ich mich um sechs Uhr mit meiner „Mitfahrgelegenheit“ an der TC Central High School verabredet hatte. Um sechs Uhr morgens bin ich dann also mit Jami (einer Freundin) und ihrer Mutter nach Ishpeming gefahren. Ishpeming ist ein Dorf (wenn überhaupt) auf der Upper Peninsula, dem kleinen, nördlichen Teil von Michigan – sieht auf der Karte aus wie eine Halbinsel und könnte schon fast zu Kanada gehören 😀  Die Fahrt dahin war sechs Stunden lang, gerade weil die Straßen so schneeig und eisig waren. Als wir also gegen halb eins da waren, hatten wir nur kurz Zeit unsere Sachen in unsere Zimmer zu bringen und dann ging es auch schon sofort ans umziehen und zum State Course, der nichtmal fünf Minuten weit weg war. Um zwei Uhr haben die Skate Sprints angefangen, nur 1km. Aber vorher haben  alle Teams sich aufgewärmt, Skier gewaxt, Bips (Nummern) abgeholt, bis es zum Start ging. Ich hab 4km als warm-up geskiit, und ich mein Sprint war ziemlich schlecht meiner Meinung nach – ganz einfach weil, sobald ich mich auf Schnelligkeit konzentriere – meine Technik versagt 😀 Der Course war eigentlich ganz einfach, es hat flach angefangen, dann gab es einen größeren, steileren Hügel, dann einen Mini-Hügel direkt danach und dann eine flache Strecke und ein kurzes, aber steiles Stück bergab. Ich musste nur einen Sprint machen, weil ich mich für die weiteren nicht qualifiziert habe, insgesamt hätte man drei machen können, wenn man schnell genug war. Ich hab 2:56.30 min gebraucht und bin damit nur 28. von 31 Mädchen geworden 😀 Im Vergleich: die erste hatte eine Zeit von 2:00.01 min und die letzte brauchte 5:23.00 min! Im Anschluss gab es Hot Chocolate, weitere Getränke und Snacks für alle Skier, aber draußen! Bei minus zehn bis minus fünfzehn Grad!! Direkt danach bin ich mit Maddy, einer Freundin, noch 5km Skiing gegangen – der Course für die zwei Races am Samstag – nur um zu gucken, wie steil die Down- und Uphills waren. Um fünf Uhr waren wir alle wieder beim Hotel, und gegen sechs gab es für mein Team ein Pastadinner. Danach durften wir machen was wir wollten und ich bin mit ein paar anderen in die Pool- und Whirlpoolarea für ca eine Stunde gegangen, was ziemlich lustig war 😀 Um neun Uhr war ich auf meinem Zimmer, das ich mir mit Maddy und einem anderen Mädchen geteilt habe, weil wir die einzigen Mädchen waren die ohne Familie oder Eltern hierher gekommen waren.

Am nächsten Morgen sind Maddy, Tuuli und ich frühstücken gegangen, in dem Bistro neben unserem Hotel, weil wir Gutscheine dafür bekommen hatten. Und um viertel nach acht ging es auch schon wieder los zum aufwärmen für das 5K Classic Race. 5K aufwärmen, waxen, warmhalten und um zehn Uhr ging es los. Gut war, dass es viel bergab ging, wenn auch nur ganz leicht für die erste Zeit. Dann kam ein riesiger Berg, für den ich gefühlte Stunden gebraucht habe 😀 Das war das anstrengendste was ich je gemacht habe, ab der Hälfte war mein Skiing mehr ein Laufen als alles andere 😀 Dann direkt danach kam ein bisschen Downhill, wo ich nach einer Kurve mich dann auch schön hingelegt habe 😀 Und der Rest war ein kleinen „hoch und runter“, aber insgesamt relativ flach zum Glück. Nach 22 Minuten und 35.5 Sekunden bin ich angekommen, womit ich 25. von 31 geworden bin. Und wieder zum Vergleich: die erste hatte eine Zeit von 14 Minuten und 23.7 Sekunden, die Letzte hatte eine Zeit von 30:44.2 min 😛 Nach dem Rennen mussten wir noch kurz weiter ‚fahren‘ für ein kurzes cool down, und dann ging es für die Mädchen sofort zurück zum Hotel für ein Lunch, das in den Hotelfluren für unser Team serviert wurde – Sandwiches etc. Nach einem kurzen Ausruhen ging es um eins wieder zu der Rennstrecke, ein paar Kilometer aufwärmen und dann dasselbe 5K Race mit Skate Skiing. Diesmal bin ich nicht hingefallen, war aber nochmal deutlich langsamer auf dem ersten Berg/Hügel.. 😀 Meine Endzeit war 19:41.2 min, 26. 😀 Die erste hatte nur 12:56.5 min gebraucht! und die letzte hatte eine Zeit von 34 Minuten und 47.8 Sekunden. Direkt nachdem Rennen ging es für Jami, ihre Schwester Kami und mich auch schon nach Hause, weil wir nicht noch eine weitere Nacht hierbleiben wollten und die Rennen offiziell auch vorbei waren 😀 Die Rückfahrt hat wieder so um die sechs Stunden gedauert, mit dem Unterschied dass wir diesmal noch bei Subway for dinner angehalten hatten. Um neun oder zehn waren wir zuhause – eigentlich hatte ich gehofft wir würden es schaffen noch zu meinem Snowcoming-Dance zu gehen, der Samstag Abend war – aber wegen den schlechten Straßenbedingungen haben die Fahrten offensichtlich länger gedauert. Abends haben wir dann eben nur noch einen Film geguckt und sind dann ins Bett.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück musste Jami zur Nachhilfe, wo mit Robin und Dean mit Amy (aus Chicago) abgeholt hatten zum Cross Country Skiing! 😛 Das Wetter war gut, es ist deutlich „wärmer“ hier als auf der UP und wir sind für eine Stunde Skifahren gegangen, bevor es nachmittags nach Hause ging. Wir haben eigentlich nichts weiter besonderes gemacht, außer dass es abends ein gemeinsames Abendessen am Esstisch gab: Sauerbraten und Spätzle 🙂 gemacht von Terry.

Montag ging es wieder wie gewohnt in die Schule nach dem langen Wochenende.. alles langweilig wie immer 😀 Und nach der Schule bin ich zu Lina, der Austauschschülerin aus Norwegen, weil wir an einem Projekt für Physik arbeiten mussten 😀
Und Dienstag – nachdem ich mich fertiggemacht hatte und kurz davor war das Haus zu verlassen – … SNOWDAY. Und ich dachte schon dass diese Woche die erste Woche seit langem wäre, in der ich 5 Tage hintereinander zur Schule muss. Aber nein, es gab mal wieder schulfrei.

 Posted by at 17:37
Feb 172013
 
25.1.2013: Auf nach Whistler würde ich jetzt sagen. Ist ein Ausflug mit dem Schuldistrikt.  Whistler ist auf jeden Fall ein super Skigebiet. Ich war da nur einen Tag aber es war so cool. Mein Skilehrer war Pawel aus Moskau, der meinen Skistil sehr gelobt hat. In unserer Gruppe für Fortgeschrittende waren dann mi mir zusammen noch zwei andere deutsche Mädchen, die so wie ich keinen Bock auf Buckelpiste hatten. Und naja, mir taten dann die leid die wirklich fortgeschritten waren, weil die sich auch doof vorgekommen sein müssen, weil wir immer auf die gewartet haben, obwohl wir als letztes losgefahren sind.

Ich und die Mädels vom Skikurs, die Kerle taten mir auch so schon leid genug.

 

Und dann hieß es Abschied nehmen. Alle waren traurig. Irgendwie war ich trauriger, als ich beim Abschied in Deutschland war… Flughafen war auch ok, zu viel weiß ich nicht mehr, hab größtenteils gepennt.

So das war mein letzter Bericht. Schönen Dank an die Ele die mir das alles ermöglicht hat.

Ich sage dann: Isch habe fertich

Tschüss,

Eure Hanna

 Posted by at 16:45
Feb 122013
 

FREITAG. SNOWDAY – mal wieder 🙂 Robin hat mich in ihrer Lunchpause zu Elise gefahren wo ich eine Weile mit Nina und Elise rumgehangen hab haha 🙂 Dann gegen vier sind Robin, Kyla und ich nach Timberidge gefahren, ein Skiresort wo wir immer Training haben. Ehrenamtliche Arbeit, fundraiser! Heute war die Registration für alle Skier die dieses Wochenende bei dem VASA Race, das wohl relativ bekannt ist, teilnehmen. Und mein Team hat ein Pasta-Dinner organisiert & das Geld was wir damit einnehmen ist für die Teamkosten nächstes Jahr. Ich hab beide Schichten „gearbeitet“, also von 4.30 bis 8.30, und essen durfte ich auch zwischendurch 😀 Während meiner ersten Schicht haben Maddy und ich zwei Stunden lang in der Registration Hütte mit Tablets voll Cookies und Brownies gestanden um für unsere Pasta Party zu werben: das heißt wir haben durchgehend Leute angesprochen, eingeladen und Essen verteilt, was ziemlich lustig war 🙂 Während meiner zweiten Schift musste ich mit dem Salat helfen, was nach einer gewissen Zeit einigermaßen langweilig wurde 😀 Ansonsten hab ich unendlich viel Kuchen, und Cookies und andere Desserts gegessen & generell mit dem ganzen Team und den ganzen anderen Skiern zusammen zu sein war ganz cool. Um neun waren Robin und ich zuhause!

Am Samstag hatte ich wieder mal ein Rennen – das berühmte VASA Race Wochenende war dieses Wochenende 🙂 Ich musste um halb eins 6K Skate Skiing racen und ich fand ich war eigentlich ganz gut 😀 Ich hab 29:33 Minuten gebraucht und bin damit 13. von 23 Mädchen geworden! Das Wetter war gut, es war viel los und hat eigentlich voll Spaß gemacht! Nach dem Rennen sind Robin, Dean, Kyla und ich frühstücken gegangen, auch wenn es schon zwei Uhr war haha Den Rest des Tages hab ich zuhause verbracht. Ich hab mit Robin Goulasch gekocht, wir waren draußen am See und haben Fotos gemacht, wir haben abends einen Film geguckt.. und so weiter (:
Am Sonntag ging das VASA Rennen weiter: morgen um neun Uhr 6K Classic! Es war viiiiiel zu kalt, hat aber trotzdem Spaß gemacht. Diesmal wurden Frauen + Männer aller Altersklassen zusammengewertet und ich bin 44. von 56 geworden in einer Zeit von 35:38 Minuten 😀 Als ich gegen zwölf zuhause war, bin ich nochmal mit Dean und Robin für eineinhalb Stunden Cross Country Skifahren gegangen! Und nachmittags hab ich mit Freunden geskypt, die schön Karneval gefeiert haben 😉 was man hier so gar nicht macht irgendwie. Und abends hab ich die Grammy Awards geguckt!! 🙂

 Posted by at 04:34
Feb 062013
 

Letzte Woche hatten wir Montag + Donnerstag einen Snowday, und Freitag überraschenderweise nicht, ich hab mich aber entschieden trotzdem zuhause zu bleiben 😀
Donnerstag war ich beim Training, weil es sonst nichts besseres zu tun gab und Freitag Morgen als mich Robin um halb sechs geweckt hat um mir zu sagen dass wir keinen Snowday haben (ich hatte mir extra keinen Wecker gestellt), fand ichs besser einfach im warmen Bett liegen zu bleiben und Robin hat die Schule angerufen um mich zu entschuldigen 🙂
Ich hab den ganzen Tag lang nichts wirklich gemacht, außer dass ich dann gegen fünf mit Robin und Dean zu einem Restaurant downtown gefahren sind, wo wir Deans Eltern, seinen Bruder und deren zwei Töchter zum Abendessen getroffen haben. Die sind alle von Monroe nach Traverse City gekommen, weil Dylan (Deans Neffe) ein Hockeygame heute Abend gegen meine Schule hatte! Bei dem Hockeygame habe ich mich mit Martina – einer italienischen Austauschschülern, die gerade mal seit zwei Wochen hier ist – getroffen, und Robin und Dean und der Rest saßen zusammen irgendwo anders 😀 Ich hab noch einige andere Leute getroffen und insgesamt wars n gutes Spiel, besonders weil auf dem Eis einmal fast eine Schlägerei ausgebrochen wäre 😀 Endergebnis: 2-2, nach Nachspielzeit + um zehn Uhr haben wir die Hockeyarena verlassen.

Dylan hat die Nacht mit seinem Team in einem Hotel verbracht, Deans Eltern haben auch in einem Hotel übernachtet und Deans Bruder, Shelby und Danielle haben bei uns im Haus geschlafen. Ich musste am nächsten Morgen schon um sieben Uhr aufstehen, weil ich mal wieder ein Skirace hatte! In Mancelona, was ungefähr eine Stunde entfernt war. Meine Gasteltern fahren mich leider nicht so gerne irgendwo hin haha aber freundlicherweise bekomme ich immer eine „Mitfahrgelegenheit“ 😛 Also musste ich um zehn vor acht bei Kyla sein, und ihr Dad hat uns dann zu dem Race gefahren: 10 Kilometer Skate Skiing. Das Rennen hat eigentlich richtig Spaß gemacht, vorallem weil die Sonne geschiehen hat und es einige Downhill parts auf der Strecke gab – trotzdem war es lang, anstrengend und um die -10 Grad!!! 😀 So gegen zwei Uhr war ich wieder zuhause und bin nach dem Duschen mit Robin zu dem zweiten Hockeygame von Dylan gefahren, bei dem wir uns mit dem Rest der Familie getroffen hatten. Diesmal war es aber gegen ein anderes Team. Dylans Team hat verloren, es war aber um ehrlich zu sein ein ziemlich unfaires Spiel: oft hat sich irgendwie wer geschlagen, es gab tausende Strafminuten, aber meistens für sein Team.. nach dem Spiel haben wir erfahren dass der Sohn des Schiedsrichters in dem gegnerischen Team gespielt hat.. 😉
Nach dem Spiel hat Robin mich bei der Mall abgesetzt wo ich mich mit Brooke und Jessica getroffen hab & wir sind dann zu Jessica gefahren. Brooke musste relativ früh gehen, dafür ist Kaden dann abends noch vorbeigekommen.. 😀 Jessicas Eltern waren nicht zuhause, und wir haben den ganzen Abend mit Essen vorm  Fernseher verbracht 😀 Gegen zehn musste Kaden gehen und dann sind auch Jessicas Eltern, mit ihrem Onkel, ihrer Tante, zwei Cousinen und ihrem Bruder von einer Hochzeit nach Hause gekommen..

Am Sonntagmorgen hat Robin mich abgeholt, weil ich ein anderes Skirennen hatte. Diesmal Sprints und es war um einiges kälter und hat auch noch geschneit. Schleeechte Bedingungen und ich war froh dass ich nur 2x 1km Skate Skiing musste, was schon anstrengend und kalt genug war, vorallem wegen den ständigen Pause dazwischen! Nach dem Rennen gab es Suppe für alle und ich bin mit Katie zu ihr nach Hause gefahren 🙂 Um halb zwei hatte sie Soccerpractice in TC Central, wo ich zu geguckt habe und danach haben wir bei ihr zuhause einen Film geguckt. Irgendwann nachmittags haben mich ihre Mutter und sie auf halbem Wege zu mir nach Hause bei Toms abgesetzt, wo ich mich mit Robin getroffen hab. Zuhause ging es dann um den SUPERBOWL. KFC – Dinner: mashed potatoes, irgendwas salat ähnliches, biskuits und Chickenwings! Und dann konnte der laaaange Footballabend beginnen, der um ehrlich zu sein, gar nicht so schlimm war 😀
Montag und Dienstag gab es leider keine Snowdays mehr 😀 Montag war ein gewöhnlicher Schule – Practice – Tag. Mit der Ausnahme dass Nina und ich in der 5. Stunde in einer Deutschklasse über deutsche Häuser reden sollten und interessante Fragen bekommen haben, wie zum Beispiel ob es erlaubt ist im Wald zu wohnen? 😀
Dasselbe Dienstag in der ersten und zweiten Stunde, wo wir an der Middle School über Deutschland reden mussten. Die Achtklässler fanden das supercool dass unser Drinking Age 16 und unser Driving Age 18 ist, und dass wir Fastfoodrestaurants haben. Ein Junge war ganz stolz dass der Tschechische Republik aussprechen konnte.. ein anderer war ganz stolz dass er vier Länder aufzählen konnte in denen deutsch gesprochen wird (wobei wir ihn leider korrigieren mussten dass in Polen nicht deutsch gesprochen wird :D). Ein anderer Junge hat gefragt „Is it illegal to run out of gas in Germany?“, was so viel heißt wie Ist es illegal, kein Benzin im Tank zu haben? JA KLAR. Und so weiter, war ganz lustig 😀 Und auch bei mir in der 4. Stunde hat  ein Junge heute bemerkt, dass ich foreign bin: ich hatte mit ihm und einer Freundin in einer Gruppe gearbeitet, und er meinte dann irgendwann „Are you an  exchange student or something?“ Und als meine Freundin dann meinte Ja. und er gefragt hatte woher ich sei und sie meinte Aus Deutschland, hatte er erstmal auf sein Blatt Papier geguckt (weil wir gerade über den zweiten Weltkrieg reden) und meinte nur Wooooow 😀 Und dann hab ich dann so Fragen bekommen wie Sprichst du deutsch? Verstehst du dann auch ukrainisch? Kannst du chinesisch? … Genau 😀
Abends hatte ich 75 Minuten Training und danach ein 4km Classic Race.

 Posted by at 06:09