Sep 252012
 

Heeeute nach der Schule hatte ich natürlich wieder zwei Stunden Training & danach hatten wir mit meinem Schwimmteam eine „Pasta-Party“ im Civic Center (unser Schwimmbad) – das heißt gaaaanz viel Food 😛 Zwei verschiedene Nudelgerichte, ein Reisgericht, Salate und Obst, gemacht von Eltern von Maedchen aus meinem Team. Danach bin ich mit drei Mädels zum Footballspiel meiner High School gefahren zum Thirlby Field,, mein erstes American Football Game, und das hat so Spaß gemacht in der Student-Section – im linken Teil der Tribüne, sämtliche Schüler auf den Bänken stehend, singend und tanzend und das eigene Team anfeuern ohne Ende! Ich war so froh, dass ich ab und zu mal Leute wiedererkannt habe, und sie mich auch: mal wurde mir zugerufen, mal gewunken, .. . Abgesehen davon, dass es verdammt kalt war und ich ziemlich müde war, weil ich ja seit halb sieben morgens aus dem Haus war, war es ein sehr schöner Abend! Um halb zehn hat Robin mich abgeholt. Natuerlich hat meine Vergesslichkeit und mein Talent Sachen zu verlieren hier in den USA nicht verlassen & als wir zuhause waren ist mir aufgefallen, dass ich keine Ahnung hatte wo meine Schwimmsachen sind, die ich morgen brauchen wuerde. Also sind wir um elf Uhr nochmal losgefahren (mit warmem Schokopudding, den ich mit meiner Gastmama noch gemacht hatte :D), erst zu ihrer Arbeit, weil sie in ihrem Computer eine Telefonnummer von einem Kunden hatte, der Schluessel fuer das Civic Center hat – aber wir haben keinen erreicht. Dann haben wir meinen Coach angerufen, der hat vorgeschlagen mir morgen Sachen zu leihen, und wir konnten wieder nach Hause fahren. & um halb eins war ich im Bett & um fünf Uhr musste ich aufstehen, weil mein Schwimmteam sich um viertel vor sechs wieder am Civic Center getroffen hat, um mit dem Bus zu unserem nächsten Schwimmmeet zufahren.

Wir waren ca. zwei, drei Stunden unterwegs – das Meet ging bis drei oder vier Uhr nachmittags & wir haben gewonnen! 🙂 Auf dem Rückweg haben wir Sandwishes bekommen, um halb sieben waren wir wieder am Civic Center. In den letzten Tagen ist es unglaublich kalt hier geworden in Traverse City, und es regnet andauernd. Nach dem Meet bin ich mit Brooke zu Jessica gefahren (beides Mädels aus meinem Schwimmteam), zum Sleepover in ihrem Haus. Wir haben gegessen, uns fertig gemacht & gegen acht hat uns Kaden, ein Freund von den beiden, den ich auch schon in der Schule kennengelernt habe, zusammen mit Traver, einem anderen Jungen, auch auf meiner Schule, abgeholt. Wir sind ein bisschen durch die Stadt gefahren & sein Fahrstil hat mich sehr an den von meinem Bruder in Deutschland erinnert: und da die Teenager hier anscheinend wenig wert aufs Anschnallen legen, war die Autofahrt ziemlich lustig :D, wie der ganze Abend insgesamt. Zwischendurch sind wir nach McDonalds gefahren (und ich dachte die Mitarbeiter in deutschen McDonalds wären langsam! :P), und ich sollte ganz viel auf Deutsch sagen oder Sachen ins Deutsche übersetzen, weil die vier totalen Spaß daran hatten. Und ich musste tausend Fragen beantworten, unter anderem weil sie – wie alle amerikanischen Teenager hier – den deutschen Akzent so lieben  😎 Gegen zehn, elf Uhr sind wir zu Kaden gefahren und haben Final Destination 5 geguckt & meiner Meinung nach ist es relativ einfach Filme auf Englisch zu verstehen! – Um zwölf mussten wir wieder bei Jessica sein.

Am nächsten Morgen hat mich meine Gastmum um ein Uhr abholt, nachdem ich mich lange mit Jessicas Vater unterhalten habe, der mich auch sehr interessiert mit Fragen über meine Heimat, mein Leben und mein Auslandsjahr durchlöchert hat & mir angeboten hat, so oft wie ich will bei Jessica zu übernachten oder direkt meine Gastfamilie wechseln um mit ihnen zu leben (was Robin für eine sehr schlechte Idee gehalten hat :D) 🙂 Bis drei Uhr hab ich damit verbracht, mit tausenden Leuten zu skypen & dann sind wir nach Elk Rapids gefahren – um Amy und Terry, zwei Freunde aus Chicago die hier Urlaub machen, zu besuchen. Wir waren aber nicht die einzigen Gäste, es waren noch fünf weitere Freunde da & mit meinen tierischen Brüdern zusammen sechs von diesen Jagdhunden und ein kleiner, weißer Hund. Dieses Treffen scheint schon so eine Art Tradition zu sein, und wird „Vizlar-Party“ genannt (Vizlar ist die Hunderasse) 😛 Es gab jede Menge leckeres Essen und zum Abschluss ein Eiscreme-Kuchen von der Kuhfarm, die wir letzte Woche besucht haben.

Montag hatte ich normal Schule, Training & abends haufenweise Hausaufgaben.

Dienstag war mein erstes Homemeet, das heißt mein erster Wettkampf in Traverse City. Mit anschliessender „Soupparty“ mit dem anderen Team und einigen Eltern zusammen  😛 Meine Gasteltern haben zugeguckt, Amy & Terry und ein anderes Paar, was ich Sonntag kennengelernt habe. Und das anschließende Essen zusammen war auch super.
Mittwoch gehe ich nach der Schule, und nach dem Training,  mit der Tochter von dem obersten Chef meiner Gastmutter (oder so) und ihrem deutschen Freund zu einer Youth Group von deren Kirche mit anderen Jugendlichen – das heißt ich werde von morgens halb sieben bis abends acht, neun Uhr unterwegs sein. Ich hoffe das wird gut haha 🙂
Donnerstag  geh ich leider nicht zur Schule, weil ich mit meinen Gasteltern zum letzten Baseballspiel der Detroit Tigers in Detroit fahre 🙂

Und dann ist auch schon wieder Wochenende!

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Sep 242012
 

Dienstag, 4.9.12: Wir haben uns mit allen Internationals getroffen. Zusammen sind wir zu einem See gefahren, wo wir Kanu gefahren sind. Ich hatte das spanisch sprechende Boot erwischt. Vor mir Mexikaner hinter mir Spanier 😀 Das lustige war, dass man mit denen unglaublich gut singen kann XD Ich hatte keine Ahnung was ich singe, aber es hat Spaß gemacht. Später habe ich mich mit ein paar Japanern unterhalten, die dann auf einmal alle ein Foto mit mir wollte, auf dem ich natürlich richtig auffiel. (Ich glaube sie mögen mich hauptsächlich, weil ich blonde Haare und blaue Augen hab) Dann haben wir uns ein „Free Hugs“-Schild gebastelt und sind damit durch die Gegend gelaufen. Also ich hab in 10 Minuten 10 Umarmungen gehabt. Ich denke das ist ziemlich gut 😀 Ich glaube ich brauche das Schild an meinem ersten Schultag, das ist der Montag. Ich glaub ich bring das, aber nur, wenn jemand mitmacht… Ich glaub ich frage einen von den Spaniern oder Mexikanern, die waren nett XD

Am Abend hab ich dann das erste Mal meine beiden anderen kleinen Gastschwestern getroffen. Die wohnen normalerweise bei ihrer Mutter, aber den Abend waren die da. Und wie beschäftigt man drei kanadische Mädchen? Gebt ihnen einen Füller und einen Tintenkiller und die sind erst mal eine halbe Stunde am Striche ziehen und wieder wegkillern. Dann hat mir Naomi das Trampolin im Garten gezeigt und wir haben so ein paar Spiele drauf gespielt. Meine Gastschwestern sind: Megan (14), Hannah (12) und Naomi (9).

 

Mittwoch, 5.9.12: Heute wurden wir getestet. In Englisch und Mathe(Ohne Taschenrechner!!! Ich habe versagt…). Dann sind wir nur nochmal die Sicherheitsbestimmungen in den Schülerlaboren durchgegangen. Dann habe ich mich heute mit einem Mexikaner namens Raffael unterhalten, er ist echt nett. Naja und das war’s eigentlich wir haben heute nicht so viel gemacht.

 

Donnerstag, 6.9.12: Heute sind wir nach Viktoria, die Hauptstadt von British Columbia. Auf der Fähre haben Tori (Eigentlich heißt sie Viktoria, aber sie mag es nicht so genannt zu werden) und ich einige Chinesen kennengelernt, die einfach nur nett und schüchtern sind, vor allem die Jungs. Naja auf jeden Fall sind wir dann mit denen auch durch Viktoria gelatscht. Eine echt schöne Stadt muss ich sagen. Alle Häuser sind zwar im europäischen Sinne neu, aber dennoch hat Viktoria ältere Gebäude, wie das Parlament zu bieten. Mittagessen, oder Lunch, hatten wir in Chinatown, weil die Chinesen uns chinesisches Essen zeigen wollten. Die Suppe, die ich hatte, schmeckte allerdings mehr nach Spülwasser -.- Das habe ich mir aus Höflichkeit allerdings nicht anmerken lassen *hust* Naja, chinesisches Essen ist also nicht mein Fall, schön, dass wir das jetzt wissen. Dann haben wir einen Piercer gesucht. (Warum? Fragt Tori!) Später haben wir den auch gefunden. Der Typ mag Rammstein… Ich sag da jetzt nichts zu. Tori hat sich dann einen Zungenpiercing stechen lassen, wobei sie mir gefühlt die Hand brach. Sah irgendwie lustig aus wie so die Nadel in ihrer Zunge steckte. Danach sind wir zurück zum Bus, der uns auf die Fähre zurück brachte. Auf der Fähre sollte man sich am besten aufs Oberdeck setzten. Ist zwar ziemlich windig da, aber man kann eine wunderschöne Aussicht genießen. Auf dem Rückweg nach Maple Ridge malte ich mir verschiedene Szenarien aus, wie ich die Mexikaner ruhigstellen konnte. Versucht mal zu schlafen, während hinter dir eine Horde Mexikaner singt. Die waren lauter als mein IPod! Als der Bus hielt sind sofort die ersten vier Reihen aufgesprungen. Bloß raus da! Das war bis jetzt das Schrecklichste was ich hier erlebt habe: singende Mexikaner.

 

Das Parlament von British Columbia in Viktoria Das Tor, das nach Chinatown in Viktoria führt

Das ist das Parlament in Viktoria.                        Und gleich nebenan: Chinatown.

 

Freitag, 7.9.12: Was muss man unbedingt machen, wenn man in Vancouver ist? Richtig, nach Grouse Mountain hochfahren.  Und genau das haben wir Internationals getan. Wir sind direkt mit der Seilbahn hoch. Dort wurden wir von den Rangern herumgeführt. Die haben da oben zwei Grizzlys, die sie als Babys gerettet haben und die nun in einem natürlichen Gehege dort wohnen. Dann haben wir eine Vogel-Show mit den ganzen Eulen, die die Ranger gerettet haben gesehen und dann kam das Highlight des Ausflugs: Die Lamberjack-Show. Für alle die, die die wissen was das ist: Die Lamberjack-Show ist eine Show mit zwei Holzfällern, die sich in verschiedenen Disziplinen messen. Natürlich Holzfällerdisziplinen. Richtig lustig! Ich kann die Show nur empfehlen.

 

Das sind die Bären Grinder und Coola Die Show ist einfach nur der Hamma!

Bären                                                                   Eine Lamberjack-Disziplin: Baumstamm klettern

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Sep 202012
 

Erst das Radiointerview, jetzt eins im Fernsehen 😀

Dienstag, um viertel nach acht kam eine Frau, Jessica, und ein Mann, Corey, mit Fernsehkamera & Mikrofon ausgestattet zu uns nach Hause um mich und meine Gastmum zu interviewen. Erst wurde ich interviewt, dann Robin. Danach sollte ich mein Zimmer zeigen & erklären was die ganzen Gastgeschenke sind und von wem sie sind, und sie wollten meinen Wohnort in einem Atlas sehen. Anschließend haben wir meine tierischen Brüder noch mit vor die Kamera geholt, und und und. Geendet hat das ganze damit, dass ich dabei gefilmt wurde, wie ich meine High School betrete.

Diese ganze TV-Geschichte hat mir definitiv besser gefallen als das ganze bei dem Radiosender – hier war nichts fake & Jessica und Corey waren total nett 🙂
Am selben Abend um sieben Uhr war ich dann für eine kurze Zeit in den News auf Fox 32 zu sehen haha 🙂
Hier das Ergebnis, ich hoffe man kann sich das in Deutschland angucken! Wenn nicht, bekomme ich auch noch eine DVD, die ich mit nach Hause nehmen kann 😉

 

Heute haben wir uns das Video im Internet mit meinem Spanischkurs angeguckt!

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Sep 172012
 

Freitag

5.55Uhr: Mein Wecker hat klingelt, ich bin aufgestanden auf & hab mich fertiggemacht für die Schule.

6.37Uhr: Der Schulbus kam.

7.21Uhr: Ich bin an meiner High School angekommen, bin zu meinem Locker (Spind) gegangen und hab dann in der Library (Bücherei) meine Hausaufgaben gemacht.

8.10Uhr: Spanischunterricht. Auch wenn wir hier seeehr langsam lernen, mag ich meinen Spanischkurs. Heute haben wir einen Test geschrieben, in dem wir einmal eine Weltkarte mit allen spanischsprechenden Ländern beschriften mussten & einen englischen Dialog übersetzen mussten, ziemlich einfach. Den Rest der Stunde haben wir neue Vokabeln gelernt, über die wir in einer Woche dann den nächsten Test schreiben.

9.27Uhr: Personal Fitness. Den Kurs mag ich auch – hier sind einige nette Mädels & die Lehrerin ist auch in Ordnung. Heute haben wir 10 Minuten im Cardio-Raum uns aufgewärmt und den Rest Yoga gemacht 😀

10:39 – 11:21Uhr: Lunch. Heute saß ich mit ein paar Mädchen zusammen an einem Tisch – mit der anderen Austauschschülerin Nina, mit einem Mädchen aus meiner Personal Fitness Class und Freundinnen von ihr. Ich hab ein großes Problem damit mir hier irgendwelche Namen zu merken, weil sich die amerikanischen Namen irgendwie alle gleich anhören und alle Taylor, Ashley oder so heißen 😛

11.21Uhr: English Language Arts 10. Dieser Kurs ist ganz OK. Aber für mich der schwerste, weil es kompliziert ist den Unterricht zu verstehen obwohl sich der Lehrer wirklich Mühe gibt. Wir lesen ein Buch, the Cruicible. Und haben heute einen Test geschrieben, in dem es darum ging Vokabeln aus dem Buch, die veraltet sind, Beschreibungen zuzuordnen um das Wort zu erklären. War aber einfacher als ich gedacht hatte. Der zweite Teil der Stunde war eine Diskussion über den ersten Akt des Buches, die auch benotet werden sollte. Mal sehen wie ich mich so gemacht hab 😉

12.38Uhr: MATHE! Ich könnte den Kurs wechseln, werde es aber nicht tun, weil ich sonst Personal Fitness oder US History & Geography austauschen müsste. Heute haben wir natürlich auch einen Test geschrieben (und es fängt jetzt schon an, das ich Tests und Hausaufgaben vergesse! :D). „60 questions in 60 minutes“ – abgesehen davon, dass ich viele der Fragen einfach wegen der vielen, neuen Wörter nicht verstanden hab, ist es ganz gut gelaufen, und definitiv besser als bei 70% meiner Mitschüler. Irgendwie sind die alle relativ dumm. Vorallem der Junge, der neben mir saß in der Stunde, der einfach sechzig Minuten lang die erste Seite des Tests angestarrt und bemalt hat & laut Musik gehört hat. Dieser Test war eine Übung für irgeneinen Abschlusstest oder so ähnlich, und leider kann mein Kurs beispielsweise weder was mit Prozentrechnung, noch was mit Brüchen anfangen. Dieses Trimester wird laaangweilig.

13.55Uhr: US History & Geography. Definitiv mein Lieblingsfach, wegen den Mitschülern und dem Lehrer 🙂 &  der Unterricht ist auch nicht der Schwerste.

15.07Uhr: Schule aus & zum Training fahren.

16.00Uhr-18.00Uhr: Training.

Abends hab ich für mich und Robin deutsche Apfel-Pfannkuchen nach Omas Rezept mit Nutella gemacht. Dean ist dieses Wochenende mit den Hunden jagen, weil der „Opening Day“ für den „Birdhunt“ begonnen hat 😉

 

Samstag

Um acht Uhr morgens bin ich mit meiner Gastmutter zwei Stunden lang nach Mickinaw gefahren & von da aus mit der Fähre nach Mackinac Island! 🙂

Dann haben wir im Pancake House gefrühstückt. Zum ersten Mal hab ich ein echtes Amerikanisches Breakfast gesehen und gegessen! 😛

Danach haben wir uns jeder ein Fahrrad geliehen und sind einmal rund um die Insel gefahren, 8 Meilen. Das Wetter war perfekt und die Insel und das Wasser sahen sooo schön aus! 🙂 Nach einer Stunde haben wir unsere Fahrräder wieder abgegeben und sind auf der kleinen Einkaufsstraße, die zu fast zu 100% aus Süßigkeitenläden und Souvenirshops besteht, unglaublich dass auf dieser Insel Menschen ein Leben lang wohnen, weil die Insel wirklich klein ist und eher einem Urlaubsziel ähnelt: Man kann sich die winzige Stadt so vorstellen – die Straßen und Gebäude gleichen dem Movie Park Germany, alles ist klein und überschaubar, und es riecht nach Popcorn und Schokolade, überall. Und nach Fudge, scheinbar einer Spezialität hier in Michigan. So ein bisschen wie Marzipan, nur in tausend verschiedenen Geschmacksrichtungen und ziemlich teuer, aber ich liebe es! Ach und auf der Insel sind keine Autos erlaubt, dafür fahren viele Kutschen dort herum, oder man leiht sich eben Fahrräder, oder Pferde, oder geht zu Fuß. Nachdem wir ein bisschen „geshoppt“ haben, sind wir zum Grand Hotel gelaufen, ein riesiges Hotel mit wunderschönem Ausblick auf den See, der die Mackinac Island um gibt. Anschließend sind wir zum Arch Rock gewandert, einem hohen Felsen auf der anderen Seite der Insel, mit einem weiteren schönen Blick auf den See 😛 So gegen fünf haben wir uns in das Lieblingsrestaurant meiner Gasteltern gesetzt und Dinner gegessen. Meiner Meinung nach war das Essen ziemlich teuer, deshalb wollte ich hier erst nicht essen, weil ich hasse wenn meine Gastmama viel Geld für mich ausgibt, aber sie bestand darauf haha 🙂

Um halb sieben haben wir die Fähre zurück nach Mackinaw genommen & sind dann nach Petoskey gefahren, zum State Park Campingplatz. Wir haben unser 2-Mann-Zelt aufgebaut und ein Feuer gemacht. Da das Feuer unser einziges Entertainment war und irgendwann langweilig wurde, hat Robin vorgeschlagen noch eine Runde Auto zufahren, also sind wir um viertel vor zehn los nach Petoskey, einmal durch Downtown und zurück 😀 Danach sind wir schlafen gegangen.

 

Ich weiß nicht wie viel oder ob ich überhaupt geschlafen hab, denn ich hab sooo gefroren 😯  Am nächsten Morgen ging es mir nach einer Party: ich war totmüde & fertig, mir war immernoch kalt und ich hatte Kopfschmerzen – das ganze war aber nur halb so schlimm, weil ich in Amerika bin & nicht in irgendeinem Kaff in Deutschland! 😀 Um zehn vor acht sind wir aufgestanden, haben alles abgebaut, sind einmal zum Strand gelaufen und danach sind wir nach Traverse City (ca. 1,5h) gefahren. Auf den langen Autofahrten sind mir zwei Dinge aufgefallen: 1. Alle zwei Minuten liegt irgendein totes Tier am Straßenrand – egal ob Reh, Waschbär, Stinktier, Eichhörnchen, Igel, Oppossum oder sonstige größere oder kleinere Tierleichen 😥  & 2. kann man sich die Radiosender nicht länger als eine Stunde lang anhören, bei den scheinbar kleinen Playlists, die die hier haben! (Was mich an meine Frankreichurlaube erinnert – die Playlists der französischen Radiosender sind definitiv nicht länger als 20 Lieder!)  😡


Sonntag

Ich musste erstmal wach werden 😛 Dann hatte mich Taylor, ein Mädchen, das täglich neben mir im Schulbus sitzt, gefragt ob ich nicht mit zum BBQ von ihrer Church Youth Group möchte. Also hat meine Gastmum mich um zwölf zur einer der vielen Kirchen in Traverse City gefahren, von da aus bin ich mit Taylor, zwei anderen Mädchen und einer Betreuerin zu einem Park in der Nähe von Downtown gefahren, wo noch ein anderes Mädchen auf uns gewartet hatte. Da haben wir ein bisschen Soccer gespielt (und sowas) und Hamburger & Hotdogs gemacht und um halb drei waren wir wieder an der Kirche. Zuhause hab ich mit Robin zusammen Goulaschsuppe für heute Abend gekocht  😉 Um fünf bin ich mit meinen Gasteltern zu einer Kuhfarm von einem Freund meiner Gastmutter gefahren, der uns die Farm gezeigt hat & wie man Kühe melkt. Die amerikanischen Bauernhöfe sehen genauso aus wie in Computerspielen oder Zeichentrickfilmen!! 😎


Dann durfte ich ein Kalb mit der Flasche füttern und am Ende durften wir die selbstgemachte Eiscreme probieren, die ziemlich bekannt sein soll. In dem Laden, in dem es das Eis gibt, scheint Robin wohl schon öfter gewesen zu sein & sie kennt die Mädchen, die dort arbeiten, ganz gut + hat mich sofort, wie immer, allen vorgestellt. Als eine der Bedienungen meinte, sie kenne mich, weil ich in ihrem Mathekurs sei, war ich etwas verwirrt – ich könnte schwören, sie noch nie in meinem Leben gesehen zu haben  🙄


Ich freu mich auf die kommende Woche + das nächste Swimmeet Samstag!  :mrgreen:


 



 

 Posted by at 02:31
Sep 142012
 

Freitag, 31.8.12: Als ich meine Reise startete, war alles in Ordnung. Aber in Düsseldorf sagten sie mir, dass mein Flug nach Frankfurt wegen der Lufthansastreiks nicht geht. Darauf hinhaben mich meine Eltern nach Frankfurt gefahren. Dort angekommen herrschte das reinste Chaos… Die Schlangen an jedem Schalter waren ellenlang und niemand schien irgendwas zu wissen. Ganz ehrlich, wer würde sich da nicht sorgen um seinen Flieger  machen? Aber ich habe es erfolgreich durch den Zoll geschafft. Dort habe ich ein paar andere Schüler von meiner Organisation getroffen, die allerdings nicht in meinen Ort in Kanada gingen. Mit denen ging ich zu meinem Gate, wo unser Flugbegleiter auf uns wartete. Wir trafen noch mehr von unserer Organisation und durften dann schön zwei Stunden auf unseren verspäteten Flieger warten. Zum Glück ging der dann auch. Im Flieger habe ich hauptsächlich geschlafen. Neun Stunden sind lang. Aber alles in allem lief alles gut. In Vancouver musste ich durch Zoll und Immigration, bevor ich meinen Koffer holen konnte. Als ich ihn hatte bin ich zum Eingang, wo mein Schuldistrikt mich und die anderen mitnahm. Wir wurden mit einem von diesen klischeehaften gelben Schulbussen abgeholt. In Maple Ridge wurde ich dann von meiner Gastmutter Sauna und meiner Gastschwester Megan abgeholt. Den Abend über habe ich meine Gastgeschenke verteilt und etwas über Gelsenkirchen erzählt.

Jetzt bin ich also in Kanada. Meine Gastfamilie ist super nett zu mir. Sie sagen, dass ich sehr gut Englisch spreche (was ich nicht ganz bestätigen kann). Manchmal ist es schwer Dinge zu verstehen, aber, wenn man sich traut nachzufragen, ist alles in Ordnung.

 

Samstag, 1.9.12: An meinem ersten Tag hier hatte meine Gastschwester Megan ein Fußballspiel. Kein Wochenende ohne Fußball ;D Noch nicht mal hier in Kanada, wo Eishockey, den Fußball aus dem Fernsehen verdrängt. Das erste Spiel hat die Mannschaft aus Maple Ridge mit 1:0 gewonnen, dass zweite 0:2 verloren, aber gut gekämpft. Eigentlich schade, dass sie nicht belohnt wurden. Mein Gastvater Dave ist auch ein großer Fußballfan und, da ich jetzt da bin und ihnen die besten Livestreams für europäischen Fußball zeigen kann, ist er noch glücklicher als vorher 😀

 

Sonntag, 2.9.12: Am zweiten Tag dasselbe Spiel: Fußball gucken. Megan ist ein richtiges Phantom. Du siehst sie erst, wenn sie das Tor macht und sie ist verdammt schnell… Ich selbe schaue gerne Fußball, also habe ich mir zum Einstimmen, Bundesliga auf Youtube angesehen. Natürlich das Spiel Schalke gegen Augsburg, dass die Königsblauen glorreich mit 3:1 gewannen 😀 Ich werde niemals diese Krankheit los werden. Königsblau bis in den Tod halt.

 

Montag, 3.9.12: Wir waren am Lynn Canyon. Das ist in etwa das was alle von Kanada erwarten: Ein großer Wald mit einem Fluss, naja eher Ache.

Das sind meine Gestschwester Megan und ich.

Meine Gastschwester Megan und ich.

Das ist der Fluss in Lynn Canyon. Das Foto wurde von der Hängebrücke darüber geschossen.

Lynn Canyon

Danach sind wir nach Vancouver, wo wir wie sollte es anders sein uns ein Fußballspiel angeguckt haben 😀 Normalerweise ist hier Eishockey das A und O, aber meine Gastfamilie ist halt anders. Also pass ich da bestens rein. Bevor wir das Spiel geguckt haben, sind wir zum Stand gegangen, wo ich eine deutsche Auswanderin getroffen habe. Die Welt ist klein…

Abends haben wir dann Schnitzel gemacht, alle zusammen. Die waren echt lecker 😉 Also liebe Freunde, merke: Es gibt kein Land wo Schnitzel nicht  gut ankommt. XD

 

 Posted by at 03:05