Aug 312012
 

Dass diese Woche langweilig wird und dass ich viel allein sein werde war definitiv nicht der Fall! 😀

Ok, Montag und Dienstag vielleicht ein bisschen: ich kenne hier niemanden, meine Gasteltern sind bis fünf Uhr arbeiten und ich bin in meinem neuen Zuhause mit den beiden Hunden. Montags bin ich morgens aufgestanden, joggen gegangen, habe den Fernseher angemacht und versucht irgendwas zu verstehen, habe Postkarten geschrieben und mich im Bikini in den Garten gelegt und gesonnt. Und mir einen Sonnenbrand geholt. Als meine Gasteltern wiedergekommen sind, bin ich nochmal joggen gegangen, mit meiner Gastmutter zusammen, und wir haben Dinner gegessen. Dienstag war so ähnlich. Ich bin aufgestanden, zum See gelaufen, habe ein paar Fotos gemacht, bin zurückgekommen, und habe wieder nichts besonderes gemacht. Um vier war ich mit meiner Schwester zum skypen verabredet, was ganz cool war, weil die Freundin von meinem Papa Geburtstag hatte und ich gaaaanz viele Freunde und Verwandte über die Webcam sehen konnte: ich bin durchs Haus gelaufen, hab ihnen alles gezeigt und ziemlich viel erzählt. Abends war ich wieder joggen, mit meiner Gastmama.
MITTWOCH! Morgens um neun hatte ich einen Termin an meiner neuen High School, der Traverse City West Senior High School, um mir die Schule anzugucken, meine Fächer zu wählen, und so weiter. Ich war total überfordert 😀 Ich habe drei Blätter bekommen, auf denen alle Kurse aufgelistet waren, aber das hat mir nicht wirklich weitergeholfen – als wir nach Beschreibungen für die tausend verschiedenen Fächer gefragt haben, haben wir ein “Course Selection Guide” bekommen, in dem auf 50 Seiten die Kurse beschrieben sind.. So wie ich das verstanden habe, gibt es, wie in der Oberstufe in Deutschland Pflichtfächer, und das sind natürlich nur die extreeeem Interessanten: English, US Historie & Geography, Physics (oder Chemistry oder Biology), US Government und Algebra. Da wurde ich auch direkt in irgendwelche Schwierigkeitsstufen eingeordnet, aber das hab ich einfach mal dem Typen im Sekretäriat überlassen 😛 Das Ergebnis meiner weiteren Fächerwahl ist, dass ich Spanish 1, Personal Fitness, Frensh 4 und Photography haben werde. Es gibt da aber noch eine Aufteilung eines Schuljahres in drei Trimester, so dass mein Stundenplan (an Regular Schedules) für die nächsten paar Wochen so aussieht:

8.10 – 9.22 : Spanish 1-A

9.27 – 10.39 : Personal Fitness

10. 39 – 11.21 : Lunch

11.21 – 12.33 : English Lang Arts-10-A

12.38 – 1.50 : Algebra 2-A

1.55 – 3.07 : Advisory

Es gibt aber noch einen Unterschied an Dienstagen und Donnerstagen (Advisory Schedules), da sind die Stunden 65min. lang, nicht 72min. Die Zeiten am nächsten Dienstag, dem ersten Schultag, sind nochmal anders, weil da der Opening Day Schedule ist, aber das ist noch komplizierter 😀 Die verschiedenen Kurse sind alle in verschiedenen Räumen in der Schule verteilt. In der Schule gibts es drei Flügel, Wing A, B und C, die um die Bücherei herum liegen und alle zwei Etagen haben. Meine Kurse sind in allen Flügeln, auf beiden Stockwerken verteilt. Mein Spind ist im C-Wing, der Olympia genannt wird, deshalb muss ich bei Problemen auch zu dem Olympia-Sekretäriat oder zu dem Olympia-Principal (jeder Flügel hat einen eigenen Schuldirektor) –  Jaaaa das ist alles ganz schön schwierig und meine Angst vor dem ersten Schultag wächst :O Meine Gastmutter und ich haben uns auch nach dem Sport, der nachmittags stattfindet, erkundigt, und ich habe beschlossen zu dem Schwimmteam zu gehen, weil ich auch zuhause in Deutschland schwimme. Zuerst wollte ich nicht, weil die Kosten für die Fall-Season (also bis November) 500$ betragen, aber meine Gasteltern meinten sie würden, zusammen mit Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen, meinen Sport bezahlen & ich solle mir keine Gedanken über Geld machen 🙂 Deshalb hat meine Gastmum auch sofort den Swimming Coach angerufen – und heute um drei ist dann auch schon mein erstes Training.

Dieses Schwimmtraining war das härteste Training überhaupt!!! Es fing an mit einer Stunde Training draußen auf dem Rasen mit einem durchtrainierten und unsympatischen Türsteher-artigem Coach, der zum Glück nicht der Main-Coach war. Die anderen Mädchen aus dem Team meinten, dieser Coach mache ihnen das Leben schwer – das glaub ich sofort 😀 Es war so unglaublich warm und anstrengend! Danach ging es zwei Stunden lang ins Wasser.. Ich war auf Bahn 2 & die, die auf Bahn eins und zwei waren, mussten irgendwie immer mehr schwimmen als die, die auf den anderen drei Bahnen waren. Ich weiß nicht woran das lag, oder ob der Coach irgendwas dazu gesagt hat, verstanden hab ich ihn sowieso nicht. Ich habe einfach immer versucht das zu machen, was er am Beckenrand dargestellt oder auf die Tafel geschrieben hat, oder ich habe mir angeguckt, was die anderen so geschwommen sind. Das Schwimmen hat mir definitiv mehr Spaß gemacht als der Athletikteil, der Coach war viel netter, auch wenn dieser Teil vom Training genauso anstrengend und nochmal doppelt so lang war. Nach dem Training war ich sooo müde und hungrig (wahrscheinlich weil wie in den letzten Tagen mein Frühstück und Mittagsessen nur aus Obst bestand, das heißt heute aus einer Birne und ein paar Weintrauben, da es, wenn meine Gasteltern arbeiten, dann abends irgendwann eine “richtige” Mahlzeit gibt)! Während ich mich umgezogen habe, hat der Coach wohl mit meiner Gastmutter gesprochen – sie hat mir nämlich unendlich mal gesagt wie stolz sie auf mich wäre und dass der Coach meinte ich hätte gut mit den Seniors mitgehalten und wäre eine hervorragende Schwimmerin und und und & dass ich am nächsten Tag gerne wiederkommen könne 😛

DONNERSTAG! Morgens um acht Uhr musste ich beim lokalen Radio von Nord-Michigan sein, WKLN oder so aehnlich. Die Moderatoren von der täglichen Morgenshow waren mehr oder weniger interessiert in Austauschschüler und wollten mich und drei weitere Austauschschüler interviewen. Eine Norwegerin, einen aus Montenegro und einen Niederländer. Diese Show war der reinste Fake, ich hasse diese Radiomenschen! 😀 Bevor die Fragen “On Air” und live für angeblich 100.000 Zuhörer waren, haben die Moderatoren uns sie gestellt und beantworten lassen. Und dann als es eben “On Air” war, haben sie sich soooo blöd angestellt, und so getan als wären unsere Antworten unglaublich neu und interessant. Ich kam mit den beiden Männern überhaupt nicht klar & ich glaube sie haben gemerkt wie wenig Lust ich schon nach den ersten Minuten hatte. Für sie war ich aber einfach „schüchtern“, deshalb durfte ich auch direkt irgendeinen Song ankündigen etc. Außerdem waren die Fragen total dämlich: Die ersten Fragen an mich waren, was das “Drinking Age” in Deutschland ist, ob ich schon Alkohol getrunken habe und ob ich schonmal auf dem Oktoberfest war. Ein bisschen später hat er mich gefragt was ich denn für Musik höre, und als ich “Pop, Rap, Black, ..” geantwortet hatte, wollte er dass ich ihm einen Song eines deutschen Rappers aufschreibe, den sie im Radio spielen könnte. Die Auswahl war ziemlich schwer, weil bei der Einführung vor der Show gesagt wurde, im Amerikanischen Radio seien Fluchen und Beleidigungen verboten 😛 Besonders lustig fand ich auch – als sie zum tausendsten Mal erwähnt hatten dass wir in Europa ja andere Einheiten (wie Celsius) haben – diese Scherze ob wir denn Sekunden, Minuten, Stunden und Tage kennen würden. Dann irgendwann kamen wir noch zu den News, wo einer der Moderatoren eine “brandneue” Nachricht aus unserem Land herausgesucht hatte und uns nach einem Kommentar gefragt hat. Deutschland – Die Mauer zwischen der DDR und Westdeutschland ist gefallen: Hast du das mitbekommen? Warst du da schon geboren? Wann war das? Wohnst du in West- oder Ostdeutschland? …  Das Ende von der Morgenshow war ein Spiel mit den Zuhörern, “Are you smarter than a foreign exchange student?” Wir mussten das Studio kurz verlassen, zuerst wurden einer Zuhörerin fünf Fragen gestellt, dann uns. Relativ einfache Fragen und ich weiß gar nicht, ob es einen Gewinner gab. Das Interview wollten sie uns in der nächsten Woche auf CD zu schicken..;)Direkt danach musste ich zum Arzt um meine Physicals zu bekommen um trainieren zu dürfen. Das heißt ich musste einmal “durchgecheckt” werden. Die zwei Ärztinnen waren etwas älter, aber eigentlich ganz nett. Sie haben mir viel erzählt, bis meine Gastmutter meinte dass ich wahrscheinlich keinen blassen Schimmer hab, was sie mir da sagen – richtig. Ich habe allerdings mitbekommen, dass mein Blutdruck und Puls zu niedrig ist, weswegen meine Gastmama sich sofort Sorgen gemacht hat: Ich sag ihr schon dass sie zu wenig ist. Kann das daran liegen? … Die eine Ärztin hat nach dem Messen und Wiegen auch gesagt, ich sei ziemlich dünn, und soll unbedingt Bescheid sagen sobald mir mal schwindelig wird oder so. Als sie meinen Rücken abgetastet hat, hat sie glaub ich irgendwas davon erzählt dass ich beim Gewichtheben vorsichtig sein soll und nicht so schwer heben soll? 😀 Vielleicht lag das auch daran, dass in meinen Unterlagen stand dass ich ab und zu Probleme mit Rückenschmerzen hab. Naja, alles ein wenig eigenartig 😀

Nachmittags war dann wieder drei Stunden Training angesagt, morgen auch. Daran werde ich mich wohl gewoehnen muessen, auch wenns waehrend der Schulzeit, und die Schule beginnt Dienstag, nur zwei Stunden Training sind.

 

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Aug 272012
 

Samstag Morgen, fuenf vor halb vier in NYC: Die Betreuerin von unserer Organisation klopft an unsere Tuer, in fuenf Minuten faehrt der Bus los zum Flughafen – wir hatten verschlafen! Schnell alles angezogen, und zwar mehrere Sachen uebereinander um nicht fuer Uebergepaeck zu bezahlen & dann los zum Bus und zum Flughafen. Nachdem ich zehn Minuten am New York Airport war, hatte ich natuerlich alle Austauschschueler und Betreuer verloren und bin verzweifelt durch diesen riesigen Flughafen geirrt. Alle Menschen die mir irgendwie helfen wollten, haben mir einen anderen Weg gesagt. Ich musste noch einchecken, weil der online check-in nicht funktioniert hatte, denn meine Fluege wurden ueberbucht und waren voll. Nach einer Stunde hatte ich den richtigen Check-In gefunden, das Kilo Uebergepaeck hatte die Frau nicht gestoert und ich konnte durch die Sicherheitskontrollen. Auf dem Weg zum Gate hatte ich mich auch tausend mal verlaufen und ich war sooo froh endlich ins Flugzeug steigen zu koennen! – Knapp zwei Stunden Flug bis nach Chicago. Da angekommen, hab ich das Gate fuer den Weiterflug zum Glueck gut gefunden und musste nun nur ne laengere Zeit warten. Der Flug von Chicago nach Traverse City hat nur eine Stunde gedauert..

Als ich ankam und meine Gasteltern, meine oertliche Betreuerin und ihren Mann mit Schildern mich suchend sah, war ich unglaublich froh. Und sie waren es auch! Meine Gastmutter umarmte mich mit Traenen in den Augen und sagte mir mehrmals wie froh sie waere dass ich endlich da bin 🙂

Die Situation war insgesamt schon sehr komisch, wir fuhren mit meinem Gepaeck „nach Hause“, sie zeigten mir die Hunde Jed & Vadasz, mein Zimmer und das Haus. Dann haben wir Hamburger gemacht und sind anschliessend zum Strand gefahren. Es ist ueber dreissig Grad warm hier! 🙂 Mit den Unterhaltungen funktioniert schon ganz gut, sie meinten ich spreche ziemlich gut Englisch und es waere nicht schwer fuer sie mich zu verstehen. Danach sind wir noch kurz einkaufen gefahren, einen Router und einen Laptop fuer meine Gasteltern. Was mich ziemlich fertig macht, ist dass mein bloeder Laptop keine Internetverbindung bekommt & wir absolut nicht wissen woran das liegt 😀 Abends haben wir uns vor den Fernseher gesetzt, und ich bin frueh ins Bett gegangen.

Am naechsten Morgen war ich schon um acht Uhr wach, bin um halb neun fuer eine Stunde joggen gewesen bei einem wunderschoenen Blick auf den Lake Michigan & habe danach allen Leuten in Deutschland mitgeteilt dass es mir gut geht 😀 Danach sind wir zu einem anderen Strand gefahren, aber das Wetter ist schlechter geworden. Dann sind wir wieder nach Hause gefahren.. nachmittags bin ich mit meiner Gastmutter zu Pizza Hut gefahren, danach nochmal einkaufen und dann wieder nach Hause um zu Essen. Abends bin ich mit ihr und meinem Laptop zu meiner oertlichen Betreuerin gefahren, die auch seeehr nett ist, um das Internetproblem zu beheben. Hat aber nicht funktioniert.

Heute ist der erste Tag wo ich bis nachmittags alleine sein werde, weil meine Gasteltern arbeiten sind. Das heisst, nicht ganz alleine, ich habe ja meine zwei tierischen Brueder 🙂

Ich bin um acht Uhr aufgestanden, habe mein Gepaeck ausgepackt, und bin wieder joggen gegangen. Dann habe ich angefangen Postkarten zu schreiben, die ich in NY gekauft habe. Ich muss mich irgendwie beschaeftigen und ablenken, um kein Heimweh zu bekommen, meinte meine Betreuerin gestern. In den naechsten fuenf Tagen wo ich viel alleine sein werde, habe ich wohl den Urlaub und die Ferien, die ich in den letzten sechs Wochen Sommerferien nie hatte 😀 Aber ich denke, genau das werde ich auch in der ersten Zeit vermissen: meine Familie und Freunde, das Lachen, das Unterwegs sein, ..

Mittags kam meine Gastmutter kurz nach Hause um zu essen und die Hunde zu fuettern. Ich kann mich richtig gut mit ihr unterhalten! Und so wirklich traurig war ich noch nicht, das ist auch ihr sofort aufgefallen, das macht sie „happy“, meinte sie 🙂 Heute nachmittag werde ich wohl nochmal mit ihr zusammen joggen gehen, auch wenn ich mir das bei den Temperaturen noch nicht vorstellen kann.

Was ich mir auch noch nicht vorstellen kann, wieso die ganzen Amerikaner so dick sind! 😀 Vielleicht ist meine Gastfamilie aber auch eine Ausnahme.. meine Gasteltern sind sooo sportlich! Und auch mit der Ernaehrung komm ich vollkommen zurecht, nur auf das fettige Fruehstueck habe ich verzichtet. Ansonsten gibt es dann diese eine warme Mahlzeit zum spaeten Nachmittag, und Abendessen eigentlich gar nicht so wirklich. 😛
Ich bin gespannt wie die naechsten Tage so werden & wie ich mir hier die Zeit vertreibe. Ich soll auf jeden Fall das Kontaktieren von Freunden und Familie reduzieren, um mich besser einzuleben und kein Heimweh zu bekommen.. Mittwoch habe ich einen Termin in meiner High School wo ich meine Faecher waehlen muss und einen Laptop bekomme, den ich dann mit nach Hause nehmen kann, und fuer das ganze Jahr behalten darf 🙂 Und ich erfahre wie das mit dem Sport nach der Schule funktioniert. Naechstes Wochenende verbringen wir den den Eltern von meinem Gastvater in Detroit und sehen uns ein Baseballspiel an! 🙂 Und Montag ist der erste Schultag, ich bin gespannt.. 😀

 

 Posted by at 20:20
Aug 262012
 
mit Laura :)

Der erste Tag in Amerika: Heute Morgen ging es los aus Frankfurt.

Nach dem wir am NY Airport zwei Stunden lang durch irgendwelche Kontrollen geirrt sind, was total anstrengend war mit so viel Gepaeck bei dreissig Grad, kamen wir nachmittags endlich im Double Tree by Hilton an. War schon merkwuerdig, um zwanzig nach eins sind wir losgeflogen, um viertel vor vier waren wir da.. 😀

 

23. August 2012 – um halb neun ging es los nach New York City! 🙂 Zuerst sind wir durch den Central Park gelaufen, danach waren wir auf der  5th Avenue. Wir waren im groessten Kaufhaus der Welt, im Macys, essen, und auf mehreren Streets und Avenues shoppen. Und eine Sache die man nicht beschreiben kann – die Verruecktheit der New Yorker! Ansonsten ist alles wie man es sich vorstellt: GROSS, viele Leute, laut, beeindruckend.

Das Empire State Building und die Manhattaner Skyline haben wir natuerlich auch gesehen, wuuunderschoen.

Meine Highlights aber heute waren der Walk over Brooklyn Bridge und Top of the Rock by night. So ein Ausblick ueber New York abends ist echt einzigartig und atemberaubend! Auf dem Dach eines Wolkenkratzers einen Blick ueber die Stadt im Dunkeln.. 🙂

24. August 2012 – Heute sind wir nachdem Breakfast mit der Faehre zur Statue of Liberty gefahren 🙂 Dann haben wir uns einige Teile von NY, zum Beispiel Lower Manhattan und die Wallstreet angeguckt. Es ist echt faszinierend, wenn der Tourguide fast zu allen Plaetzen in NY Filme und Serien aufzaehlen kann, die dort gedreht wurden!

Das 9/11 Memorial, Ground Zero, haben wir uns auch angesehen..

Danach sind wir mit der Subway zu Coney Island, wo ich mit ein paar anderen zwei schoene Stunden am Strand und im Meer verbracht habe 😉

Das Coolste heute aber war wieder der Abend: Times Square by night. Sooooo schoen & wieder erschreckend, wie viele merkwuerdige Leute es doch gibt 😀

 Posted by at 18:36
Aug 172012
 

Vor knapp einem Monat bin ich in Kerikeri, Neuseeland, angekommen und habe mich schon ziemlich gut eingelebt.

Aber ich fange mal vorne an. Die Anreise Mein erster Flug ging von Düsseldorf nach Dubai. Nach insgesamt 7 Stunden (5 geplante und 2 zusätzliche, weil der Tower technische Probleme hatte) Aufenthalt in Dubai ging es weiter nach Sydney. Jetzt war ich schon mal auf der anderen Seite der Erde und musste von hier aus nur noch 3 Stunden nach Auckland fliegen. In Auckland hatte ich sehr wenig Zeit meinen Anschlussflug nach Kerikeri zu kriegen. Wir haben ja in Dubai 2 Stunden Wartezeit angehängt. Jedenfalls hatte ich hier keine Wartezeit mehr am Flughafen. 😉 In Auckland angekommen war ich schon ziemlich müde, ich konnte im Flugzeug doch nicht so gut wie erwartet schlafen. Meine Sorge den Flug zu verpassen war wohl unbegründet. Im Flugzeug nach Kerikeri waren nur vier Passagiere, zwei davon aus dem Airbus A 380 aus Sydney. Wenn 50 % der Fahrgäste gefehlt hätten, hätten der Kapitän und sein Begleiter wohl etwas gewartet.  Nach nur 45 Min Inlandsflug erreichte ich endlich, nach insgesamt 36 Stunden Reisezeit, Kerikeri-Airport. Angekommen Am Flughafen wurde ich von meiner Gastmutter (Sharee) und meinem Gastbruder (Matthew) erwartet. Meine Gastmutter ist sehr nett und mit meinem Gastbruder (15) komme ich auch sehr gut klar; wir haben schon viel zusammen unternommen. Wir leben in einem, für die Nord-Insel typischen, einstöckigen Holzhaus, wie so ziemlich jeder in Kerikeri. Die Stadt an sich ist, mit 6.000 Einwohnern und 10 Geschäften entlang der Hauptstraße, überschaubar. Die High School hingegen ist eine der größten vom Northland, mit knapp 400 Schülern und 150 Angestellten. Die Schule ist auch einstöckig und erstreckt sich dafür über ein sehr großes Gelände. Außerdem gibt es auch zwei Fußballfelder, ein Rugbyfeld, zwei Basketballplätze und einen Pool auf dem Schulgelände.

Die ersten drei Tage in der Schule waren zum Kennenlernen der Internationales untereinander. Es sind insgesamt 55 Schüler aus China, Japan, Korea, Thailand, Frankreich, Italien, Belgien, USA, Südamerika und Deutschland da. (Ich hoffe, ich habe jetzt keine Nation vergessen) Am dritten Tag haben wir dann auch unseren Kiwi-buddy kennen gelernt, das sind einheimischer Schüler, die die Internationales die ersten zwei Wochen ein bisschen herum führen und uns helfen, uns zurecht zu finden. Weil die Kiwis aber so aufgeschlossen und freundlich sind, freundet man sich meistens so gut an, dass man nach den zwei Wochen auch noch viel zusammen unternimmt. Ich habe mich mit meinem auch schon richtig gut angefreundet. Außerhalb der Schule habe ich mich auch schon gut eingelebt und bin hier auch schon in einigen Sportvereinen, montags spiele ich Volleyball, freitags und sonntags gehe ich segeln(freitags anstatt Schule) und immer wenn ich mal nichts zu tun habe spiele ich Tennis, ach ja und dreimal in der Woche gehe ich in die Gym (Fitnesstudio). Man könnte also sagen, dass ich mich schon ganz gut eingelebt habe  😀
Die ersten drei Wochen waren immer gut ausgefüllt. Neben den Kennenlern-Tagen in der Schule, der Begrüßung durch die Māori mit ihrem traditionellen Haka (ein außergewöhnlicher Begrüßungstanz), Kennenlern-Dinner mit allen Internationals, deren Gastfamilien und dem jeweiligen Kiwi-Buddy. Ein weiteres Highlight, war der Schulball und das letzte Wochenende habe ich mit allen Internationales ein Powhiri in einem „Marae“ erlebt, das ist die Versammlungsstätte der Māoris. Māori sind die Ureinwohner, die im 13.Jahrhundert Neuseeland besiedelt haben und, die nebenbei bemerkt, sehr gut kochen können, weshalb es auch nicht Negativ war, dass wir 5 Mahlzeiten pro Tag bekamen.  Māori spricht man übrigens mit einem langen a und einem sehr kurzen o aus. Manchmal klingt es fast wie Mauri. In der ersten Woche war nämlich auch noch die‘ Woche der Māoritanga‘ in NZ. Der Māori-Name für die Nordinsel lautet Te Ika-a-Māui, so by the way 😉

Ich hoffe, das war ein ganz guter Überblick über meine Ankunft und meinen neuen Alltag. 😉

Grüße vom anderen Ende der Welt.

Steffen