Nov 142011
 

Endlich habe ich auch mal wieder Zeit gefunden um aus Minnesota zu berichten.Seit meinem letztem Eintrag habe ich viel erlebt und davon werde ich jetzt auch mal erzaehlen.Ende Oktober war auch schon das 1. Quartal in der Schule vorbei.Meinen Noten sind gut und ich bin mit meinen Leistungen soweit zufrieden.Mit den Lehrern und den Schuelern komme ich mittlerweile sehr gut klar und ich verstehe mich auch mit allen ziemlich gut.Die Sprache ist hier kein Problem mehr, es wird immer einfacher und ich fuehle mich schon richtig in Amerika einintegriert.Mit meiner Familie habe ich unendlich viel Spass und wir unternehmen auch viel gemeinsam.Wenn die ganze Familie dann mal zuhause ist, mein aelterer Gastbruder mal zeit hat um vorbei zu schauen und meine beiden aelteren Gastschwestern mal nicht so viel lernstress wegen des Colleges haben, dann ist es am lustigsten.Meine Klassenkameraden kuemmern sich um mich wie kleine Kueken.Ich unternehme viel mit ihnen und freue mich immer wieder mit ihnen Zeit verbringen zu koennen.Die Volleyball saison endete im Oktober, worueber ich sehr traurig war, da ich jede menge neuer Dinge gelernt hatte und neue Bekanntschaften gemacht habe.Trotzdem freue ich mich nun in dem Danceteam dabei zu sein.Eine weitere Austauschuelerin aus Italien ist auch dabei.Es macht mir eine Menge Spass und ich habe mich gefreut, da dort auch ein paar Maedchen vom meinem Volleyball team dabei waren.Ich bin gespannt wie die naechsten 4 monate beim tanzen verlaufen.Im Fruehjahr, wenn wieder neue Sportarten angeboten werden, mach ich wahrscheinlich beim „Track&Field“ mit, eine Art Leichtathletik.

Am 31.Oktober war es dann endlich soweit : Halloween, worueber ich mich die ganze vorherige Woche drueber gefreut habe.Den Tag zuvor habe ich dann mit meiner Freundin Meghan beschlossen einen Sleepover zu haben, der auch ziemlich gelungen war.Abends haben wir mit der Familie versucht zu abend zu essen, was natuerlich nicht so ganz machbar war, da andauernd Kinder vor der Haustuere standen und nach ‚Treats‘ gefragt haben, aber suess waren sie ! Als es dann spaeter wurde, haben wir uns vor den Fernseher gehockt und Horrorfilme angeschaut und Chips in uns hineingegessen.Danach sind wir dann ins Bett gegangen und ich hab noch vergeblich fuer meinen Geschichtstest am naechsten morgen gelernt.In Deutschland hatten wir ja 2 Wochen Ferien gehabt, das waere hier nur zu schoen gewesen.Trotzdem haben wir es am naechsten morgen gewoehnlicherweise puenktlich mit dem Auto zur Schule geschafft.Ich war zwar ein wenig muede aber den Tag habe ich gluecklicher weise ueberstanden, und selbst meinen Geschichtstest hatte ich bin 41 von 43 punkten auch noch knapp bestanden.

Danach die Tage habe ich mich unglaublich auf meinen Geburtstag gefreut der dann auch imer naeher rueckte im Kalender.Am 9. November wurde ich dann auch endlich mal 16 Jahre alt.Wie jeden morgen habe ich mich ganz normal fertig gemacht und bin mit meiner Gastschwester und meinem Gastvater zur Schule gefahren.Als ich dann vor meinem locker in der schule stand war der beschmueckt mit allen moeglichen Happy Birthday glitzer stickern, postern und sonstiges.Ich konnte noch nicht einmal meine Combination eingeben weil alles davor geklebt wurde.Darueber habe ich mich aber sehr gefreut.Alle in der Schule haben mir herzlich gratuliert und ein Junge aus meinem US history kurs hat mir sogar ein Poster gemalt waehrend seiner Kunststunde, das war wirklich eine schoene Ueberraschung.Am Abend gab es dann noch Kuchen und ein paar Geschenke von meiner Gastfamilie.Von meiner Familie in Deutschland wurden mir auch fleissig Karten geschickt und ein Packet mit deutscher schokolade, gummibaeren, milchreis, Griesspudding und Lakritze ! Ein Traum ! (-:

 

Die Wochenenden hier, werden auch immer besser : Wir schauen uns die neusten Kinofilme an, fahren mit dem Auto in der Stadt herum, gehen shoppen, kaufen Ice-cream und haben einfach nur eine Menge Spass ! Naechstes Wochenende werde ich meine Geburtstagsparty feiern mit 20 Freunden und nem Sleepover weil es in der Woche ja schlecht geht weil wir alle haben Schule und Sportaktivitaeten die wir nach der Schule wahrnehmen.Ich freue mich schon sehr drauf weil eine deutsche Freundin in meiner alten Schulklasse macht auch ein Austauschjahr in Minnesota in Plymouth, als ich darueber gehoert habe, hab ich mich riesig gefreut und das war ein grosser Zufall, weil wir noch nicht einmal von der selben Organisation hier sind.Ihc bin sehr gespannt auf die naechsten Tage !

See you, Mayleen ~

Nov 132011
 

Hello everybody ,

es ist mal wieder so weit. Hier kommt mein nächster Bericht. Also,Schule ist eigentlich sehr gut! Der Unterricht fällt mir immer leichter. Allerdings nimmt er doch deutlich mehr Zeit in Anspruch als in Deutschland.  Der Unterrichtsstoff ist, nachdem man jetzt die Sprache auch versteht, relativ einfach.  Trotz alledem, wenn man jede Woche in jedem Fach einenTest oder ein Quiz schreibt, dann muss man immer auf dem neusten Stand sein. Die Lehrer sind eigentlich wie überall, es gibt gute und nette, aber auch welche, die einfach nicht unterrichten können.  Ich glaub, das ist überall auf der Welt gleich! 😀 Ich habe mittlerweile so viele Leute kennengelernt. Darüber bin ich sehr froh! Denn vor Beginn meiner Reise hatte ich ein wenig Bammel, dass ich keine Freunde finden werde. Aber das hat sich als kein Problem herausgestellt, denn ich habe schon am ersten Schultag Kontakte geknüpft und nun kenne ich schon eine Menge Leute. Der Football  hat mir sehr geholfen Leute kennen zu lernen.  Ich bin ein wenig traurig, da die Football Saison nun vorbei ist. Im letzten Spiel war ich sogar in der Startformation der Defense. Es war wirklich aufregend und ein wirklich gutes Spiel, leider haben wir knapp verloren. Im Moment mache ich keinen Sport. Ich überlege was ich als nächstes ausprobieren möchte oder ob ich einfach die Weihnachtszeit mit meiner Familie genieße und erst wieder nach Weihnachten anfange Sport zu treiben.Wir werden sehen!

Halloween war richtig toll! Wir hatten eine Nachbarschaftsparty. Es waren 20 bis 30 Leute! Die Stimmung war echt großartig, und wie unser Nachbar das Haus geschmückt hatte, war auch cool. Meine Gastfamilie und ich haben uns als „Kiss“ verkleidet.


In der Schule hatten wie eine Pep Rally mit dem Motto „Night/Scary“. Eine Pep Rally ist ein Event der Schule, bei dem alle Schüler in der Turnhalle zusammen kommen und einfach Party machen. Die Band macht Musik, die Cheerleader tanzen und verschiedene Klassen führen ein kleines, kurzes  Theaterstück auf oder machen sonst irgendetwas, das zum Thema passt. Unsere Klasse hat den Tanz aus dem Musikvideo „Thriller“ von Michael Jackson aufgeführt. Wir haben uns alle als Zombies oder Tote verkleidet. Wir hatten eine Menge Spaß und sahen sehr gut aus mit unseren Kostümen!

Neben all diesen Events von der Schule ist die Kirche ein großer Treffpunkt. Dort lernt man stets neue Leute kennen und macht auch immer wieder tolle Dinge. Sonntagabend ist dann normalerweise „Youth Group“, das heißt Schüler in meinem Alter kommen zusammen gucken Filme, spielen Spiele oder unterhalten sich und essen alle zusammen Dinner. Sonntag ist somit immer ein toller Tag in der Gemeinde.

Am Ende des Monats ist dann Thanksgiving. Darauf freue ich mich schon sehr. Es scheint ein nettes Familienfest zu sein, außerdem bekommen wir drei Tage frei. Dann fängt die eigentliche Weihnachtszeit an.Ich bin gespannt wie Christmas hier in den USA gefeiert wird. Ich werde mich melden und dann wieder berichten. Bis dahin alles Gute!

See you soon

Tim

 Posted by at 22:49
Nov 102011
 

Wie immer fang ich mit einem kleinen Vorwort an. Da ich ein bisschen Angst davor habe Bilder hochzuladen, da bei meinem letzten Versuch mein ganzer Text gelöscht wurde, werd ich demnächst noch ein Blogeintrag posten mit weniger Text aber dafür mit Bildern.

Also schreiben werde ich heute (noch) nicht über das schreiben was ich erlebt habe, sondern über meine Eindrücke von China, die positiven Seiten aber auch negativen und über die Leute hier.

Der Alltag von chinesischen Schülern besteht eigentlich nur aus Schule. 7 Uhr morgens beginnt die Schule und geht dann bis 19 Uhr, jeden zweiten Tag sogar bis 22 Uhr (!).  Von Montag bis Samstag und Sonntags dann auch nochmal 5 Stunden Unterricht im Morgen. Von Hausaufgaben will ich gar nicht anfangen. Mein Bruder sitzt teilweise bis halb 12 Nachts an den Hausaufgaben. Auf Ferien hofft man auch vergebens. Von den hat man zwar 5 Stück im Jahr, aber die gehen dann ganze 3 Tage lang.
Schüler in China stehen total unter Druck. Da sind erstens die Eltern, die die Kinder ständig zum lernen zwingen und dann wird auch noch jede woche in mindestens 3 Fächern ein Test geschrieben.
Was man aber schnell übersieht ist das die Eltern unglaublich stolz auf ihre Kinder sind und der ganze Druck ist eigentlich mehr als Sorge zu verstehen ist, da die Konkurrenz zahlreich ist.
Das Problem für mich, Freizeit verwöhnten Ausländer, ist daher, dass kaum jemand meiner Freunde Zeit hat um irgendwas zu unternehmen. Wenn man dann aber mal Zeit findet, merkt man sofort wie gut drauf Chinesen eigentlich sind.
Auf wenn ihn ein bisschen der Sinn für Ironie fehlt was sehr oft zum Problem wird. 😀

Wenn man also dann mal Zeit gefunden hat, offenbart sich sofort das nächste Problem. Wie komm ich zum KTV (Karaoke) am anderen Ende der Stadt.
Möglichkeit 1: Taxi. Scheidet in der Hälfte der Fälle aus weil man keine Ahnung hat wie man den Taxi-Fahrer erklären soll wo man hin will und man den Zettel mit der Adresse verloren hat. Dennoch ist Taxi total super, da es bequem ist und mit 1 Euro pro Fahrt auch günstig.
Möglichkeit 2: Bus. Busfahren in China ist eigentlich nur zwischen 15.00 Uhr und 17.00 Uhr möglich. Ab dann sind die Busse so voll das die Busfahrer gar nicht mehr anhalten weil gar kein Platz ist. Busfahren kostet übrigens 10 Cent und man kann so lang fahren wie man will.
Möglichkeit 3: Fahrrad. Fahrradfahrer sind im chin. Verkehr ganz unten in der Nahrungskette. Kaum ein Auto nimmt Rücksicht auf einen Fahrradfahrer. Umgekehrt ist das genauso.

Angekommen beim KTV wird man dann sofort gezwungen irgendwelche Backstreet-Boys Titel zu singen. Am Anfang hatte ich da gar keine Lust drauf, aber wenn man sich drauf einlässt macht ist viel Spaß und keiner achtet darauf wie schlecht man singt.

Für mich war am Anfang das Essen eine große Hürde. Dabei sind nicht die ganz ausgefallenen Sachen das Problem, sondern die alltäglichen Gerichte in China. Diese bestehen immer aus Suppe (eigentlich nur Wasser mit Fett und Fleisch drin), Reis (ja das Vorurteil stimmt) und Beilage. Von der Suppe hier bin ich gar kein Fan. Reis schmeckt, meiner Meinung nach, nach gar nichts und die Beilagen sind teilweise super lecker und teilweise unmöglich zu essen. Das liegt auch daran das überall kleine Knochen drin sind. Ich bin jedesmal total beeindruckt wie mein Vater das einfach total ignoriert. Da wird einfach der ganze Hühnerkopf in den Mund genommen, 4 mal gekaut und jeder noch so kleine Knochen wieder ausgespuckt.
Nach einiger Zeit gewöhnt man sich aber an das Essen und viele neue Sachen schmecken auch besser als sie auf den ersten Blich aussehen.
Ein weitern Vorteil ist das alle Gerichte in die Mitte des Tisches gestellt werden, deshalb kann man das was man nicht mag einfach stehen lassen und den Rest essen. Mein absolutes Lieblingsgericht in China ist 包子。 Das sind Teigtaschen gefüllt mit Fleisch.

Inzwischen wird auch mein Chinesisch eindeutig besser. Neulich habe ich sogar ein Übungstest des HSK (Test den man zum Beispiel braucht um in China zu studieren) bestanden. Ich kann mich auch endlich mit meiner Gastoma unterhalten. (:

Bis gestern hatte ich noch so viele tolle Ideen was ich alles hätte schreiben können aber das hab ich (natürlich) wieder alles vergessen, daher muss ich mich hier schon wieder verabschieden.
Bis zum nächsten mal. (Hoffentlich nicht wieder verspätet)
莱昂乳香。

 

Nov 032011
 

Auch wenn noch einiges ungewohnt fuer mich ist habe ich mich jetzt nach zwei Monaten auf jeden Fall eingelebt. Ich finde meinen Alltag hier ziemlich abwechslungsreich und ich habe fast immer etwas zu tun. Der letzte Monat hier war wirklich vollgepackt mit Erlebnissen. Ich hatte kaum Zeit den Bericht zu schreiben und bin froh, dass ich noch einigermasen puenktlich bin.

In Nordamerika sind die Feiertage ja etwas anders. Vor zwei Wochen zum Beispiel hatte ich Thanksgivingdinner mit meiner Gastfamilie und ein paar Bekannten. Es war fuer mich mal wieder das erste mal ueberhaupt und es war wirklich nice. Es war wohl die beste Mahlzeit, die ich hier bis jetzt gehabt habe. Natuerlich gab es traditional turkey.

In der Schule ergeht es mir soweit ganz gut. Meine Noten stimmen und der Unterricht macht Spass. Generell sind vor allem die Lehrer viel lockerer und zu Scherzen aufgelegt als in Deutschland. Die Schule ist so ziemlich die Hauptbeschaeftigung aller Schueler. Vor allem weil es so viele Sportteams und verschiedene Gruppen gibt, aber auch weil die Schule bis 3 Uhr nachmittags geht und man dann noch Hausaufaben machen muss. So sieht dann auch mein Schulalltag aus. Richtig Zeit habe ich in der Woche nicht gerade, weil ich neben den Hausaufgaben auch noch Volleyball spiele.

Bis jetzt hatte ich mit meiner Volleyballmanschaft insgesamt vier Ligaspiele und drei Turniere. Die Ligaspiele haben wir klar gewonnen, und auch wenn die Mannschaften nicht wirklich gut waren, war es auf jeden Fall gut fuer unser Selbstbewusstsein.

Das zweite Turnier unserer Saison fand in Kelowna statt und hiess “Best of the West”, zurecht wie ich finde. Es waren 48 Teams vertreten es waren ein paar richtig Gute dabei. So kam es wir in der Gruppenphase nichts mitzureden hatten. Nach drei verlorenen Spielen sind wir dann etwas geknickt in das naechste Restaurant gegangen.

An dieser Stelle moechte ich mal ein paar Worte an das Essen hier verlieren. Es ist ehrlich gesagt besser als ich durch Erfahrungsberichte befuerchtet habe. Es schmeckt mir nicht annaehernd so gut wie in Hotel Mama, aber denoch gut genug um richtig reinzuhauen. Ich hatte wohl auch Glueck mit meiner Gastfamilie. Wir haben naehmlich jeden Abend ein ordentliches Dinner zusammen, wo wir dann gemeinsam ein bischen ueber den Tag reden. Das haelt die Familie ein bischen zusammen, weil meine beiden Gasteltern arbeiten gehen und man sonst nicht wirklichzusammenkommen wuerde.

Einen Tipp gebe ich euch noch: Bestellt niemals einen grossen Teller in Nordamerika ohne vorher nachzufragen wie gross der eigentlich ist. Ich habe den Fehler gemacht und den naechsten Tag erst am fruehen Abend wieder gegessen. Ok, genug zum Essen. Widmen wir uns wieder wichtigeren Dingen.

Am naechsten Tag stand das K.O. System der Dritt- und Viertplazierten an. Wir konnten also bestenfalls 25ster werden. Daraus wurde dann leider auch nichts. Immerhin sind wir erst nach zwei gewonnenen Spielen rausgeflogen. Letztes Wochenende hatten wir dann ein Turnier an unsere Schule. Das verlief aber auch alles andere als positive. Vor heimischen Publikum immer im entscheidenden Satz zu verlieren ist nicht gerade das, was wir uns erhofft haben. Jedenfalls haben wir nach den drei Spielen dann das Heimspiel der TRU-Mannschaft gegen Calgary verfolgt (TRU = Thompson River University). Fuer mich war es das erst Match auf Profi-Niveau, dass ich mitverfolgen konnte. Ich muss schon sagen, die Jungs koennen spielen, kein Zweifel. Die Stimmung war auch ganz gut. Es war etwa so wie bei einem schlecht besuchten Handballspiel in Deutschland.

Das Reisen hier dauert wirklich lang, gerade fuer mich, weil ich ja aus dem Pott bin. Aber die Aussicht ist so viel besser, dass es schon richtig Spass macht auf dem Highway zu fahren. Wo wir gerade beim Thema Reisen sind:
Ausserdem war ich mit meiner Jugendgruppe von der Kirche in Penticton, welches nahe an der US-Grenze liegt. Penticton liegt wie Kelowna am Okanagon Lake, welcher 135 Kilometer lang ist. Jedenfalls hatten wir unser Quartier in einer Kirche und eine Menge Spass. Wir haben zum Beispiel unser eigenes “Amazing Race” gemacht. “The Amazing Race” ist eine jaehrliche TV-Show, wo zehn Zweierteams an einem Rennen um die Welt teilnehmen. Das letzte Team der Runde wird immer disqualifiziert, sodass am naechsten Sonntag immer ein Team weniger fuer 1 Millionen Dollar kaempfen kann. Ich finde die Show ganz amuesant und gucke diese immer mit meinen Gasteltern. Bei uns sah das natuerlich etwas anders aus. Wir mussten z.B. aus Gedichten schlau werden, Puzzle loesen oder Chips versuchen so zu werfen, dass moeglichst viele im Gesicht eines Teammitgliedes mit Rasierschaum im Gesicht stecken bleiben.

Natuerlich konnte ich das groesste Naturspektakel in British Columbia, den Salmon Run, nicht verpassen. Menschen aus aller Welt kommen dorthin, um den Lachsen beim Laichen und Sterben zusehen und ich habe das Glueck, dass es direkt vor meiner Haustuer liegt. Alle vier Jahre ist der Salmon Run besonders gross und ich habe leider das schlechteste Jahr abbekommen. Letztes Jahr war es mit ueber 50 Millionen Lachsen fuer nur einen Fluss naehmlich der Groesste ueberhaupt. Das ist mir bei der ganzen Ueberfischung und Umweltverschmutzung ein Raetsel aber mir soll es rcht sein. Dieses Jahr kamen mit ueber 500 tausend Lachsen immerhin fuenf mal mehr als erwartet. Ich fand, es war ein super Erlebniss, auch wenn ich ein bischen spaet war und man schon fast mehr tote als lebende Fische gesehen hat. Den Gestank fand ich eigentlich gar nicht schlimm. Es riecht fuer mich besser als “auf’em Land”, so viel ist sicher.

Ausserdem war diese Woche auch Halloween und es war das erste richtige mal “Trick or Treat” fuer mich. Also verglichen mit dem Halloween hier ist Deutschland ein Klacks. In der Schule hatten wir zum Beispiel ein Wettbewerb fuer verschiedene Arten von Kostuemen und es war das erste mal in der Lunch Pause, dass ich die Kafeteria leer gesehen habe. Es ist wirklich cool wie sich manche fuer etwas eher Kindisches so ins Zeug legen. Von Darth Vader zu Rapunzel plus Turm war fast alles dabei und meine Schule ist nur mittelgross. Nach der Schule bin ich dann zu Freunden und wir hatten wir eine Art Halloween-Abschiedsparty fuer eine arme franzoesiche Freundin von mir, die schon nach Hause musste. Drei Monate sind halt ziemlich kurz. Als es dunkel wurde sind wir dann los. Die Strassen waren natuerlich voll, zor allem mit kleinen Kindern. Ich kam mir ein bischen dumm vor, weil die meisten Kinder zwischen meinen Beinen hindurchlaufen konnten und jeder zweite gesagt hat ich waere zu alt.

Trotzdem war es auf jeden Fall ein schoenes Erlebniss, das ich auf jeden Fall mitnehmen musste. Mir haben besonders die ganz verrueckten Haeuser gefallen. Dort wurde man wenigsten mal richig gut erschreckt, auch wenn die Meisten das gar nicht gut fanden. Am Ende hatte ich wirklich genug Candy und dann ging das Tauschen los. Wir hatten eine richtige Tauschboerse im Keller und es war ein bischen wie auf dem Jahrmarkt.

Wie man sieht wird es hier nicht so schnell langweilig und in drei Wochen geht die Skisaison ja erst los. Skier habe ich mir schon gekauft. Es fehlt nur noch der Schnee! Und das war es dann auch erst mal aus dem fernen Kanada.