Okt 232011
 

In den letzten Tagen habe ich so viel erlebt, dass ich schon fast vergessen habe meinen Blog weiter zu schreiben.Zum Glueck habe ich dafuer jetzt einen ruhigen Abend gefunden, an dem ich mich mal ein wenig ausruhen kann, denn hier bin ich jeden Tag nur unterwegs und das ist manchmal ganz schoen anstrengend.Zunaechst hatten wir am 30.September unser Homecoming in Litchfield.Bei uns an der Schule ist das Homecoming wohl jedes Jahr ein riesiges Event, denn anstatt etwas zu lernen, wurden an diesem Tag verschiedene Aktivitaeten angeboten wie zum Beispiel : Kuchen backen, Volleyball fuer die Jungen, den hoechsten Turm aus Ton zu bauen, Powder Puff und noch viele andere Sachen.Ich hab mich dann mit einer sehr grossen Gruppe von Maedchen fuers Powder Puff entschieden – das ist american football aber fuer maedchen, cool oder ? Also mir hat das auf jeden Fall eine Menge Spass gemacht, da wir auf unserem Spielfeld auch so schoene Schlammpfuetzen hatten, wo man richtig reinrutschen konnte und wir danach wie Schweine aussahen 😀 Allerdings war es nicht so schwierig wie Football bei den Jungen, aber das haetten wir uns ja denken koennen bei dem Namen.Nach den Aktivitaeten ging es dann an die alltaeglichen Sportarten and unserer Schule von 3-6 Uhr inklusive Gewichte heben ( was ich ja sowas von liebe 😉 ).Um 19 Uhr hat dann unser Homecoming game begonnen.Alle waren sehr aufgeregt und haben gute Stimmung gemacht, selbst die Lehrer von der Schule waren dabei und haben mit unserem Team mitgefiebert.Zu Beginn hatten wir den Sieg in der Hand, doch als sich das Spiel dann zum Ende zugeneigt hat, haben unsere Gegner uns dann doch noch besiegt.Die meisten waren sehr enttaeuscht und das konnte man denen direkt vom Gesicht ablesen.Besonders betroffen von diesem Gefuehl waren natuerlich unsere DRAGONS Football spieler, die sich so gut auf das Spiel vorbereitet hatten.Viele von ihnen haben auch geweint, da wir seit 15 normalerweise jedes Homecoming game gewonnen haben, wie mir berichtet wurde.Da ist es selbstverstaendlich, dass die Spieler traurig und enttaeuscht sind.Nach der ganzen Aufregung um die Spieler und das Spiel selbst, fand dann doch noch abends um 10 Uhr der Homecoming Dance statt, welcher allen sehr viel Spass bereitet hat und wieder gute Stimmung in die Menschenmenge gebracht hat.Die Musik war nicht die allerneuste und der Tanzstil der Amerikaner ist auch sehr verschieden, wenn man das mit unserem deutschen jugend Tanzstil vergleicht.Jedoch konnte ich mich dessen Tanzstil schnell anpassen und konnte meine gute Laune preis geben.

 

Beim Homecoming dance mit einer meiner Freundinnen – Cheyenne

Von 20-23 October haben wir MEA Break und ich bin erst gerade von Moorhead aus North Minnesota wieder zurueckgekehrt, denn dort waren wir von Freitag bis Samstag um Volleyball zu spielen.Am Freitag, nachdem wir morgens 4 Stunden Busfahrt aushalten mussten (wir allerdings sowieso alle geschlafen haben), endlich angekommen sind, hatten wir direkt 4 Spiele in der High School von Moorhead.Die Teams waren alle wirklich gut aber immerhin haben wir 2 von den 4 Spielen gewonnen.Anschliessend ging es dann schnell in unser Hotel, im Hilton Hotel hatte jede Gruppe ihre eigene Suite.Ich war mit 6 anderen Maedchen von meinem Team in einer Suite und ich kann euch sagen es war einfach nur traumhaft.Wir hatten 4 grosse Betten, 2 Badezimmer, 4 Fernseher und sogar eine Kueche und das alles, obwohl wir nur fuer eine Nacht dort waren, aber immerhin mussten wir das nicht bezahlen.Der Tag war ziemlich angstrengend und hart fuer uns gewesen und alle waren ziemlich muede, trotzdem haben wir uns abends noch ein Spiel in North Dakota, was direkt ‚um die Ecke‘ war, mit allen Maedchen an der North Dakota University angeschaut.Und gegen die sind wir wirklich gar nichts (; Anschliessend sind wir wieder so schnell wie moeglich zurueck zum Hilton Hotel gefahren, jedoch wollte niemand von uns direkt schlafen gehen.Spaeter gegen 12 uhr sind wir dann irgendwie doch alle in unsere Traeume verfallen.Heute morgen ging es dann auch wieder frueh raus, denn um 7 uhr stand das Fruehstueck fuer uns schon bereit.Leckeres amerikanisches Fruehstueck im Hotel : Waffeln, Pancakes, Heisse Schokolade, Erdnussbutter, Ruehrei, Kartoffeln mit Kaese und sowas alles..Nachdem wir dann alle gestaerkt waren, haben wir uns dann auf dem Weg zum naechsten Spiel in der High School gemacht, haben aber leider verloren.Um 13 uhr waren dann endlich alle Spiele vorbei, sodass wir wieder nachhause fahren konnten.Die Busfahrt zurueck war ziemlich unterhaltsam und lustig, wie ich es hier schon gewoehnt bin.

Hier noch ein paar Bilder von dem tollen Wochenende:

Sorry fuer die Unschaerfe aber wir hatten wohl soviel Energie, dass die Kamera das Bild nicht richtig aufnehmen konnte 😀 Ich bin uebrigens Nummer 7, diejenige die den Ball gerade in die Luft schiesst.

Meghan, eine sehr gute Freundin von mir, auf dem Weg zum Hotel waehrend der Busfahrt nach dem North Dakota University Volleyball Spiel.

 

Und zu guter letzt mein Volleyball Coach Amanda Theal (-:

Okt 082011
 

Hier kommt mein nächster Bericht aus den fernen USA.

Seit meinem letzen Eintrag ist wirklich soviel passiert, es ist echt unglaublich.

Die Schule hier ist meine größte Beschäftigung  unter der Woche.  Meine Schultage sind etwas länger als in Deutschland. Ich habe jeden Tag sieben Stunden a 50 Minuten. Allerdings ist dies nicht der einzige Unterschied zwischen deutscher und amerikanischer Schule. Ich fang aber erst einmal mit meiner ersten Schulwoche an, welche sehr aufregend war. An meinem ersten Schultag kam ich gar nicht mehr aus dem Staunen heraus, wie groß die Schule eigentlich ist. Mein zweiter Gedanke war: „Oh Gott, wie soll ich denn später meine Klassen finden wenn ich keinen Begleiter mehr habe.“ Wie sich dann aber heraus gestellt hat, mit einer Schulkarte und ein bisschen rum Gefrage war das wirklich nur ein sehr kleines Problem. Viel schwieriger dagegen war die Pünktlichkeit.  Man hat nur maximal fünf Minuten, um die Klasse zu wechseln und wie schon erwähnt die Schule ist riesig, denn dort müssen mehr als 2000 Schüler täglich unterrichtet werden. Mein erstes Lunch war auch ein wenig anders. Zu aller erst lief ich wie ein verlorenes Etwas durch die Gegend und hatte wirklich keinen Plan. Nachdem ich dann aber mehrere Schüler gefragt hatte, wie das mit dem Essen funktioniert und wo ich bezahlen müsse, fand ich mich wenig später in einer riesigen Schlange wieder und wartete auf mein Essen. Als ich dann endlich meinen Teller mit Pizza hatte, machte ich mich auf die Suche nach einem Sitzplatz  und Gesichtern, die ich vielleicht vorher schon mal gesehen hatte, aber mit wenig Erfolg. So war ich froh, dass ich mich endlich irgendwo wieder fand auf einem Platz und dass ich endlich anfangen konnte zu essen. Aber bevor ich mit meinem Lunch fertig war, klingelte es. Wir haben nur eine einzige Pause und die ist 25 Minuten lang. Die ganze Cafeteria voller Schüler erhob sich gleichzeitig zum Ton der Klingel und ging zum nächsten Unterricht. Ich folgte einfach der Masse und hoffte,dass ich meinen nächsten Klassenraum pünktlich finden würde. Die Unterrichtsfächer sind auch ein wenig anders. Ich habe American History, Weightlifting, Digital Design, Physics, English, Leadership und Geometry. Hier ist eine kurze Beschreibung für die Fächer die nicht so ganz normal sind. Weightlifting ist übersetzt Gewichte heben, dies ist auch eigentlich der Hauptteil was wir dort machen. In Digitial Design arbeiten wir mit Photoshop und lernen wie wir Fotos manipulieren können. Und Leadership ist mehr oder weniger ein sozialer Dienst, bei dem wir anderen Leuten helfen, oder Events für unsere Schule planen und organisieren.

Das soll jetzt erst einmal genug von der Schule gewesen sein. Nach dem ich dann meine sieben Fächer hinter mich gebracht hatte, ging es dann ab zum Footballtraining. Ich habe jeden Tag nach der Schule von 2.30 bis 5 Uhr Training. Es ist wirklich ein großartiger Sport.

Wir hatten schon ein paar Spiele, in denen ich sogar eingesetzt wurde. Ich habe Football vorher noch nie gespielt, und so war das Training am Anfang etwas hart, aber mittlerweile fällt es mir immer leichter. Meine Position ist „Defense of End“ und meine Aufgabe ist es mehr oder weniger den Quarterback möglichst schnell zu takeln. Es macht so viel Freude zu spielen und durch den Sport ist es auch etwas einfacher neue Kontakte zu knüpfen.

Ich bin jedesmal froh wenn Wochenende ist, da die Woche schon anstrengend ist mit der Schule und  dem Training. Natürlich muss ich auch am Wochenende Hausaufgaben machen, dies hält sich jedoch in Grenzen. Meistens ist samstags ausschlafen angesagt und dann gegen Mittag und Abend unternehme ich oft etwas mit meiner neuen Familie.  Wir gehen shoppen, ins Kino, haben ein nettes Essen zusammen oder viele andere Sachen. Vor zwei Wochen waren wir in Alabama ein bisschen schießen. Das war echtmega cool!

Sonntag ist Kirchentag. Zu erst gehen wir um 8 Uhr in den Gottesdienst, anschließend ist Sundayschool und dann am Abend ist Youth Group. Die Youth Group ist richtig gut, weil die Leutetotal nett sind und wir immer spaßige Aktivitäten unternehmen. Am Freitagabend ist meistens FOOTBALL-TIME, denn dann spielt die erste Mannschaft der High School. Die Stimmung ist jedesmal bombastisch! Mindestens alle Schüler sind da, meistens sind es aber insgesamt über 5000 Leute, die sich das High School Game angucken und für Fort Walton Beach (meine Schule) singen, klatschen oder schreien. Es ist jedes Mal toll! Diesen Freitag jedoch sind wir am Abend angeln gegangen. Wir sind mit unserem Boot rausgefahren, haben den Sonnenuntergang genossen und dann in der Dämmerung geangelt.

Ich habe einen Fisch gefangen, welcher zwar nicht so groß war aber wenigsten hatte ich einen kleinen Erfolg. 🙂

Mittlerweile bin ich schon etwas länger als zwei Monate hier und die Sprache ist meistens kein Hindernis mehr. Manchmal muss man zwar nochmal nachfragen, was jetzt genau gemeint war, dies ist aber eher selten. Die Schule hilft mir auch mein Englisch zu verbessern, da ich nun auch Artikel, Statements usw. schreiben muss. Man lernt auch nochmal besser die Wörter und die Sprache, wenn man sie schreibt anstatt nur zu sprechen. Mein Englisch wird immer besser und mein Deutsch immer schlechter. 😛

Das war‘s erst einmal wieder aus dem Sunshine State!

Cheers, Tim

 Posted by at 22:07