Jul 192015
 

Vor gut einer Woche bin ich in Deutschland gelandet.  Ich realisiere jetzt erst, was mir alles in den letzten Monaten passiert ist bzw. ich erleben durfte!

Hiermit will ich mich noch einmal dafür bedanken, dass die ELE einen Teil meines Taschengeldes finanziert hat und ich dadurch eine unvergessliche Zeit genießen durfte! Diese Zeit hat mir Erfahrungen und Eindrücke gebracht die ich ansonsten nicht erlebt hätte.

Wie in meinen bisherigen Berichten beschrieben durfte ich vieles von diesem wunderbaren Land sehen, eine andere Kultur erleben und viele unterschiedliche Nationalitäten kennen lernen. Insgesamt ist das Leben in Australien wesentlich entspannter als in Deutschland.

Das Abschied nehmen, insbesondere von meiner Gastfamilie und auch von den Freunden aus vielen Ländern dieser Welt, war eine traurige Erfahrung die ich so nicht noch einmal erleben möchte.

Ich habe mir vorgenommen, mit  vielen meiner internationalen Freunde in Kontakt zu bleiben und auch zu besuchen.

 

 

Jul 012015
 

Nun neigt sich meine Zeit in Australien immer mehr dem Ende zu und ich kann gar nicht glauben, dass ich bereits 7 Monate hier bin!

Ich bin immer mehr im australischen Alltag integriert und stelle fest, dass viele Dinge, die ich am Anfang als Anders oder auch als Besonders betrachtete, nun vollkommen normal sind. Das Leben in Australien findet überwiegend draußen statt und weniger in Gebäuden. Man trifft sich wie selbstverständlich am Strand und genießt die mittlerweile durchgehend angenehmen Temperaturen.

Berichten möchte ich von einem besonderen Erlebnis. Mit einer Gruppe Austauschschülern haben wir eine geführte Tour ins Outback von Australien unternommen.

Die Tour startete in Brisbane und ging über Melbourne und Adelaide weiter nach Gladstone, einer kleinen Stadt im Nirgendwo, welche am Anfang des Outbacks liegt. In der Nähe von  Gladstone übernachteten wir in einem alten  Gefängnis und erhielten so Eindrücke aus dem Leben eines Prisoners (ist nicht erstrebenswert).        

Und nun ging es endlich zum weltbekannten Ayers Rock oder in der Sprache der Ureinwohner Australiens „Uluru“.

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Der Uluru liegt in der australischen Wüste und ist eines der Wahrzeichen Australiens. Die Aborginials, die Ureinwohner Australiens, sind davon überzeugt das alles Leben vom Uluru aus geformt wurde!

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Leider war ich etwas enttäuscht, da es „eigentlich“ nur ein riesiger Stein ist, welcher in der Mitte der Wüste liegt! Jedoch konnten wir einige coole Fotos machen und auch die unterschiedlichen Farben während des Sonnenunterganges beobachten!

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Mein größtes Erlebnis hatte ich aber in der Nacht auf dem Campingplatz. Den Blick auf den Sternenhimmel – mit einer Milchstraße zum Greifen nah – werde ich nie vergessen. Leider habe ich keine Fotos von diesem Erlebnis.

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Mrz 182015
 

Erst einmal Entschuldigung, dass ich lange nichts mehr von mir habe hören lassen. Der australische Schulalltag hat mich durch Facharbeiten und Prüfungen stark gefordert und ich hatte dadurch Einiges um die Ohren, doch jetzt habe ich zum Glück ein paar freie Minuten und widme mich Euch.

Nun ich kann es irgendwie gar nicht ganz glauben wie schnell die Zeit vergeht. Da war gestern noch mein Geburtstag, welchen ich Super mit meiner Gastfamilie gefeiert habe, ist es jetzt schon Mitte März und ich habe nur noch knapp 3 1/2 Monate Zeit in Australien.

Zurück zu meinem Geburtstag, welcher am 11. Februar  war und überraschend anders war. Zunächst hatte ich 30 Grad, was ich zuvor nie erleben durfte, und nachdem meine Gastfamilie mir Geschenke überreicht hatte, sind wir anschließend gemeinsam zum Strand gegangen. Am Abend kam noch der Rest der Familie und wir aßen zusammen meinen Geburtstagskuchen! IMG_2249

Mittlerweile bin ich vollständig im australischen Leben angekommen. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, ins nasskalte Deutschland zurück zu kehren. Natürlich vermisse ich auch Dinge, wie z.B. die leckeren deutschen Brötchen, aber das denke ich, ist ganz normal.

Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Einblick geben und sage dann mal, bis die Tage!

Dez 042014
 

Jetzt bin ich schon 2 Monate in Australien und die Zeit vergeht so rasend schnell. Die vielen coolen Erlebnisse und Eindrücke kann ich leider nicht alle vermitteln, versuche aber eines der schönsten Erlebnisse mit euch zu teilen.

 Vor 4 Wochen machte ich mich mit meinem Geographie Kurs auf den Weg zur größten Sandinsel der Welt, Fraser Island. Die meisten von euch werden sich denken, davon habe ich ja noch nie etwas gehört. Mir ging es genauso.

Fraser Island ist eine Insel die rund 190 km nördlich von Brisbane liegt. Vielleicht habt ihr schon einmal etwas von Captain Hook gehört, er war der erste Europäer der die Insel auf seinen Entdeckungsreisen gesehen haben soll. Vor ihm lebten schon einige 1000 Aborigines dort, welche jedoch vertrieben wurden. Der heutige Namen der Insel kommt von Captain Fraser, der sich mit seiner Frau und anderen Schiffbrüchigen auf die Insel retten konnte. 

In den Wochen vor der Exkursion war der Unterricht auf diese Reise ausgerichtet und wir lernten die Besonderheiten der Insel kennen, so dass meine Mitschüler und auch ich mich auf diese Reise einstellen konnten. Wir lernten, dass Fraser Island nicht nur ein großer Sandhaufen ist sondern eine Insel, die über eine üppige Vegetation verfügt und eine Vielzahl von glasklaren Süßwasserseen beheimatet. Auch wurden wir vor dem Baden im Meer wegen Strömungen und den dort lebenden Haien gewarnt.  Ebenso  sollten wir auf die dort lebenden Dingos achten, da es immer wieder zu tödlichen Unfällen bei Begegnungen zwischen Dingos und Menschen kommt. 

Sowohl mein Geographielehrer als auch meine Gastfamilie schwärmten ständig von dieser Insel, so dass ich sehr früh überzeugt war, dass es ein Supertrip werden muss. Für die Fahrt mussten wir sehr früh aufstehen und ich wurde von meiner Gastfamilie mit den Worten verabschiedet: „You`ll never forget this trip.“

Bereits um 5 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Insel. Auf der Fahrt erfuhr ich warum wir so früh losgefahren sind. Der einzige Highway der Insel führt über den Strand, den 75-Mile-Beach, und dieser kann nur bei Ebbe befahren werden. Auf der Insel angekommen, mussten wir den Bus wechseln, da ein üblicher Reisebus hier nicht fahren  kann. Wir saßen schließlich in einem gefühlt 5 Meter hohem Bus und  machten uns auf unsere Entdeckungstour.

Die folgenden Bilder geben einen kleinen Eindruck von dieser Insel, die eigentlich unbeschreiblich ist.  

Fraser 9        Fraser 2

Fraser 8 Wrack        Fraser 7

Mein Highlight der gesamten Tour war „Waddy Point“. Von dort hat man eine wunderschöne Aussicht und kann komplett abschalten und genießen. Vielleicht haben einige von euch vor  in der Zukunft die Insel zu besichtigen. Ihr solltet wissen, dass Waddy Point wohl ab sofort für Besucher gesperrt ist, da dieser Ort für Aborigines „Heiliges Land“ ist.

Fraser 6        Fraser 5 Blick von Indian Head nach Nordwesten

Als wir uns wieder auf den Weg nach Hause machten, habe ich noch einmal realisiert was für ein Glück ich habe, hier in Australien zu sein. Doch lange Zeit für Träumerei blieb mir  nicht. Am nächsten Tag stand wieder der normale Schulalltag  auf dem Programm.

Viele liebe Grüße aus Down Under

Okt 282014
 

Mittlerweile bin ich seit fast einem Monat im wunderschönen Australien an der Sunshine Coast. Ich verbringe hier für 9 Monate meine Zeit in einer Australischen Gastfamilie und besuche die Mountain Creek State Highschool , dazu aber später mehr. Am 27. September machte ich mich vom Düsseldorfer Flughafen auf den Weg zum Land Down Under. Die Reise verlief ohne große Komplikationen, jedoch musste ich feststellen, dass eine Reisedauer von  mehr als 32  Stunden mit zwei Zwischenlandungen und Umstiegen in Dubai und Sydney schon sehr anstrengend ist. Als ich endlich am Zielflughafen an der Sunshine Coast ankam (es ist kein wirklicher Flughafen, total klein) wurde ich von Lynn, die meine Ansprechpartnerin in Australien ist, freundlich empfangen und zu meiner  Gastfamilie gebracht.

SunshineCoastAirport

Ich lebe in einer Familie mit meinem Gastvater David, meiner Gastmutter Jessica und 2 sehr aktiven Gastgeschwistern Xander (6) und Georgia (9). Das Leben hier ist komplett anderes ist als in Deutschland, hier werden Türen nicht abgeschlossen, man ist die gesamte Zeit draußen und natürlich haben wir wunderschönes Wetter. In der ersten Woche nach meiner Ankunft musste ich noch nicht zur Schule, da zu dieser Zeit noch „Spring Holidays“ waren. Somit hatte ich genug Zeit mich in meiner Gastfamilie einzuleben. In dieser Woche hat meine Gastfamilie viel mit mir unternommen, zum Beispiel sind wir zum Campen gefahren, wo ich erste Erfahrungen mit dem Motorcross Sport machen durfte. Ich war sehr erstaunt als ich gesehen habe, dass selbst mein 6 jähriger Gastbruder ein eigenes Motorrad hat mit dem er frei herum fahren kann. Auch durfte ich meinen Gastvater auf einen Angelausflug begleiten. Die dort gefangenen Fische haben wir bei einem gemeinsamen Barbecue zubereitet. Das war der  leckerste Fisch den ich bisher gegessen habe.

 

 

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Der auf dem Foto abgebildete Strand liegt nur ca. 10 Minuten Autofahrt von unserem Wohnhaus entfernt und bietet eine super Gelegenheit sich jederzeit  abzukühlen.

 

Dank dieser Erlebnisse verging die erste Woche wie im Flug. Ich fing an, mich auf das australische Schulleben vorzubereiten, was heißt um 6:00 Uhr aufstehen und um 7:30 Uhr in der Schule sein. Anfangs gingen mir Gedanken durch den Kopf, dass meine Englischkenntnisse nicht ausreichen, jedoch habe ich bereits nach der ersten Stunde gemerkt, dass ich den Kontext immer verstanden habe, natürlich gibt es immer wieder Vokabeln die man nachschlagen muss, aber im großen und ganzen kann ich sagen, dass ich keine großen Probleme habe. Um euch ein kleinen Einblick in mein Schulleben zu geben liste ich euch mal einen typischen Schultag auf.

  7.30  –   8.40 Uhr
=
BMN (Business Management)
  8.45  –   9.55 Uhr
=
RST (Recreation Studies (Sport))
  9.55  – 10.30 Uhr
=
PAUSE
10.30  – 11.40 Uhr
=
GEG (Geography)
11.45  – 12.55 Uhr
=
MA (Mathematik)

Wie ihr sicher feststellen konntet ist eine Unterrichtsstunde hier 70 min lang. Was anfangs ungewöhnlich war, ist  mittlerweile zum Alltag geworden. Desweitern kann ich mich über die kurzen Schultage freuen, so bleibt nach der Schule noch genug Zeit für andere Dinge wie z.B. zum Strand fahren. Das war´s erst einmal von meiner Seite, wenn ihr Fragen haben solltet schreibt mir einfach eine Mail: n.tuchenhagen@gmx.de.