Aug 202013
 

Vor nun genau 13 Monaten bin ich aufgebrochen um ein anderes Land, eine andere Lebensweise und ein anderes Schulsystem kennen zu lernen.

Die ersten 10 Monate wurde ich von der ELE Junior Akademie  finanziell unterstütz und denke, es ist schon längst überfällig mich dafür einmal öffentlich zu bedanken. Liebe ELE, dieses Jahr hat mir Erfahrungen und Eindrücke gebracht, die ich wohl nie vergessen werde.

VIELEN , VIELEN DANK!

Ich habe viel von diesem wundervollen Land gesehen, viel über die Kultur der Maori gehört, eine andere, viel entspanntere, Lebensweise kennen gelernt; neue Sportarten wie Tauchen und Surfen ausprobiert und vieles mehr. Es war spannend,  „Internationals“ aus allen möglichen Ländern kennen zu lernen. Die sind inzwischen alle längst wieder zu Hause, aber wir haben uns fest vorgenommen uns auf jeden Fall irgendwann wiederzusehen.
Abschied nehmen ist nicht einfach – auch eine Erfahrung.
Von den „Kiwis“ wurde ich sehr offen in ihren Kreis aufgenommen und habe echte Freunde gewonnen, die zu verlassen nicht leicht werden wird. Ein Wiedersehen ist hier wohl nicht so leicht möglich. Neuseeland ist schon recht weit.

Doch, glücklicherweise ist es längst noch nicht so weit. Ich durfte meinen Aufenthalt an der Kerikeri High School  noch einmal um ein halbes Jahr verlängern! Nächstes Jahr komme ich dann zurück nach Deutschland – bestimmt. 🙂

Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich mit dem Blog nicht so fleißig und zeitnah war.

Steffen

Apr 262013
 

Nach 8 Monaten in der Ferne bekam ich Besuch aus Deutschland. Meine Mum wollte mich mal sehen. Nachdem wir alles Wichtige in und um Kerikeri besichtigt hatten, nutzten wir die schulfreien  Ostertage zum Sightseeing. Ich habe mich ein bisschen als Reiseführer betätigt, zum Glück habe ich in der Schule Historie (Geschichte) gewählt und konnte mein frisch erworbenes Wissen anbringen. 😉

Die Bay of Island zählt  zur Wiege der Neuzeit in Neuseeland. Neben den schönen Orten Russel, Paihia und Kerikeri verdienen die Missionsstation und das Stone Store in Kerikeri und alte Maori-siedlungsplätze besondere Beachtung. In Waitangi wurde im 19. Jahrhundert der Vertrag zwischen den europäischen Einwanderern und den hiesigen Maori geschlossen. Der Waitangi Treaty. Da komme ich später, in einem extra Blog, noch drauf zurück.

Kerikeri  (da wohne ich)  liegt am Rand einer Nebenbucht (da segle ich) und hat ungefähr 4.000 Einwohner, die Kerikeri High School hat ca. 1.500 Schüler. 1819 entstand hier die zweite Missionsstation in Neuseeland unter der Leitung von John Butler, der später in der Siedlung Wellington sein Schaffen fortsetzte. Das heute als „Mission Building“ bekannte Kemp House wurde 1822 eigentlich für John Butler gebaut aber nach kurzer Zeit von der Familie Kemp und seinen Nachkommen bis 1974 genutzt. Heute beherbergt es ein Museum und das Honey House, ein sehr nettes, kleines Café. Direkt daneben liegt das Stone Store, das älteste Steinhaus Neuseelands. Und dann gibt es in Kerikeri auch noch die Rainbow Falls, nicht nur für Touristen attraktiv. Für heute soll das erst mal genug „Historie“ sein, Fortsetzung folgt.


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Ein „must do“ im Northland ist der Ninety Mile Beach.
Das ist ein breiter Strand auf den man mit dem Auto über eine Straße gelangt und den man nach ca. 90 meilen über ein Flussbett wieder verlassen kann. Zwischendurch gibt es keine Abfahrt, man sollte sich also vorher gut die Tidentabellen ansehen. Aufgrund der gefährlichen Strömungen gibt es an diesem Strand keine Schwimmer oder Badegäste. Am Zugang zum Strand tummeln sich noch die Surfer und ein paar Angler, dann wird der Strand schnell Menschenleer. Hier kann man dann mit einem 4WD (Allrad-Wagen) ziemlich viel Spaß haben. Zum Schluss sollte man unbedingt durch den Fluss wieder vom Strand abfahren um das Salz vom Auto abzuwaschen. 😉

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Jan 102013
 

Ein frohes Neues Jahr an euch alle 🙂 , ich hoffe dass es bei euch ein bisschen besser begonnen hat als bei mir, ich habe New Years Eve (Silvester) nämlich im Krankenhaus verbracht 🙁
Aber fangen wir mal vorne an. Mein Weihachten war noch super, wir sind nach Auckland gefahren wo die ganze Familie sich bei Opa und Oma getroffen hatte. Da Weihachten hier auf dem 25. Dez. gefeiert wird sind wir am 24. Dez.  in ein Wasser-park (wie ein Freizeitpark nur keine Achterbahnen sondern ziemlich große Wasserrutschen) gefahren und haben dort den Tag verbracht. Es war schon ein komisches Erlebnis Weihachten schwimmen zu gehen und sich Sorgen zu machen ob man gerade Sonnenbrand kriegt 🙂
Am nächsten morgen gab es dann Geschenke und brunch mit den typisch englischen sausages, backed beans and eggs and bacon. Der Tag wurde dann mit der ganzen Familie verbracht und endete im Whirlpool 🙂

Dann haben wir noch 2 Tage bei der Schwester meiner Gastmutter verbracht wo ich schon Halsschmerzen bekommen hatte und dann am 29. Dezember hatte ich meinen ersten Arztbesuch, da ich nicht mehr richtig schlucken konnte und auch ein bisschen Atemnot hatte. Das endete mit Antibiotika und Schmerzmittel damit ich wieder was essen konnte. Weil es nach dem Wochenende nicht besser sondern schlimmer geworden war folgte dann der nächste Arztbesuch und von dort wurde ich direkt ins Krankenhaus geschickt.  Ich kann euch sagen, dass es nicht so lustig ist am 31. Dezember ins Krankenhaus zufahren und gesagt zu kriegen das ich ein Abszess mit einer Mandelentzündung habe. Nach einer Behandlung mit deren Einzelheiten ich euch jetzt nicht belaste möchte (das „Ding“ in meinem Hals musste geöffnet werden),  wurde mir dann mein mitgeteilt, dass ich wohl ein paar Nächte dort beleiben muss bis das Antibiotika über eine Infusion soweit angeschlagen hat dass ich auf Tablettenform umsteigen kann und es nicht mehr direkt durch die Vene brauche. Glücklicher weise hat es bei mir sehr schnell gewirkt und ich bin am 1.Jan. schon wieder rausgekommen 🙂

Dann haben wir noch eine Woche in Ruakaka verbraucht, das ist ein kleines Surfer Dorf direkt am Strand. Mit noch 2 anderen Familien  haben wir dort 5 herrliche Tage entweder am Strand oder am Pool verbracht 🙂

Ich wünsche allen alles Beste fürs Neue Jahr 🙂
Steffen

Dez 222012
 

Endlich ist es so weit, der Sommer ist in vollen Zügen hier 🙂 es sind hier jetzt angenehme 25 Grad und Wolken sind tagsüber ziemlich schwer zu finden, auch wenn es nachts meistens zuzieht. Aber deswegen heißt Neuseeland ja auch „Aroteharoa“ auf Maouri, was übersetzt so viel wie ‚Land unter der langen weißen Wolke‘ heißt.  Da die Wolken morgens  wieder weg sind, ist das auch nicht weiter schlimm 😉

Nun zu den wichtigen Dingen des Lebens. Ich war  letzte Woche Surfen und Campen, ich habe nämlich FERIEN! 🙂 Und das für zwei und einen halben Monat!
Wir hatten an dem ersten Tag im Surfcamp leider sehr viel Windund mussten erst einen schön geschützten Strand suchen bevor es losgehen konnte. Nach ca. 120 km Fahrt, davon 90 auf einem Strand der als Straße frei gegeben wurde, der 90 meiles beach, fanden wir einen guten Platz, an dem man surfen konnte.

 

 

 

 

 

 

Die Wellen waren leider nicht so gut, weil der Pazifik von dem Sturm sehr unruhig war und es nur sehr kurze Pausen zwischen den Wellen gab. An dem Tag danach jedoch, hatten wir dann „die perfekte Welle“ und dazu keinen Wind mehr so dass der Vortag schnell vergessen war und wir einfach nur das Wetter und die Wellen genießen konnten.  Ich hatte einen der besten Tage seitdem ich hier in NZ bin. 🙂

In der Mittagspause spielten wir dann Beach-Volleyball und haben geguckt, dass wir wieder schnell wieder auf Wasser kommen. Was auch gut war, die See hatte sich schon am nächsten Tag wieder beruhig und wir kamen gar nicht  zum Surfen. Stattdessen  gingen wir dann sandborden.  Das ist recht simpel, man läuft nur eine Sanddüne hoch,  die hier an manchen Stellen 200 Meter hoch sind, und rutscht sie dann auf einem Buggybord wieder herunter.  Dabei erreicht  man schon mal so um die 70 km/h.  🙂 Das ist echt eine coole Sache, das einzige Problem ist nur, dass man nachher wirklich voller Sand ist.

Nachdem wir irgendwann nicht mehr die Dünen hoch laufen wollten, spielten wir einfach wieder ein bisschen Volleyball und genossen  den schönen Strandtag. 🙂 Danach hatten wir dann nur noch normale Wellen, aber man konnte sie surfen so dass wir alle glücklich waren 🙂

 

Bis dann

Steffen

Okt 172012
 

Ich kann es gar nicht glauben, dass es  schon wieder so lange her ist seit dem ich meinen letzten Blog Eintrag geschrieben habe und um ehrlich zu sein, hätte ich es auch nicht gemerkt, wenn ich nicht ein paar Anfragen bekommen hätte, wo denn mein nächster Blog bleibt.  😉
Ich denke, dass die Zeit so verflieg ist eindeutig ein Zeichen dafür, dass ich mich ziemlich gut eingelebt habe.

Mein letzter Monat war ganz schön voll mit ziemlich coolen Ereignissen.  😀 Ich kann jetzt leider nicht alle aufführen, aber ich versuche die interessantesten auszusuchen und mit euch zu teilen. 😉

Toll war, zum Beispiel,  das vorletzte Wochenende, das verbrachten wir mit meiner Gastfamilie und einer befreundeten Familie (eine Gastschülerin aus Taiwan, Mutter und Tochter) in einem Strandhaus in einer der schönsten Bay´s die ich hier gesehen habe (und ich habe hier schon sehr viele coole Bays gesehen 😀 ). Zum unserem Glück hat auch noch das Wetter mitgespielt, so dass wir schöne 17-19 Grad und strahlenden Sonnenschein genießen durften. Das ist  hier leider noch nicht selbstverständlich, hier ist ja noch Winter, aber der Frühling kommt und man merkt schon deutlich dass es wärmer wird und dass es immer häufiger so 3-4 Tage nicht regnet sondern nur so ein paar Schauer sind. Aber zurück zum Thema, das Strandhaus liegt ca. 100 Meter vom Strand entfernt was Alleine für sich schon ziemlich cool ist.  Aber richtig Klasse war, dass direkt neben dem Haus ein kleiner Fluss in das Meer mündete und sich ein wenig aufstaute, so dass sich einen kleiner See bildete, perfekt um mit den Kajaks über diesen See raus aufs richtige Meer zu fahren um dann mit den Kajaks die Wellen runter zu surfen 😀

Anfang Oktober kamen die Olympioniken  Perter Burling und Blair Tuke aus London zurück. Da die Silbermedaillen Gewinner der 49er Klasse (Segeln-natürlich) aus Kerikeri stammen, stand die Stadt Kopf. Die Goldmedaille in dieser Klasse ging nach Australien. Die Goldmedaillen der Frauen und Männer der 470er (meine Bootsklasse) gingen beide nach Neuseeland.

Es gab eine große Parade und wir hatten alle schulfrei. Es war schon ein bisschen wie ein Volksfest.
Am darauf kommenden Freitag, ich war, wie immer Freitags, mit der Sailing Academie segeln, tauchte auf einmal Blair auf und hat mit uns den ganzen Tag trainiert. 😀 Das war schon etwas Besonderes, mit ihm in einem Boot zu sitzen und ein paar Tipps von ihm zu bekommen. Natürlich gab es nachher auch noch die Gelegenheit für ein Erinnerungsfoto.

In der letzten Woche hatten wir „spring-Ferien“ und  ich war mit dem sailing squat bei einer Regatta in der Nähe von Auckland. Es ist hier so, dass alle Schulen verschiedene squats haben, für jede Sportart einen. Das ist dann ist  im Prinzip wie bei einem Sportverein, nur dass die Schulregeln gelten und dass immer ein Lehrer dabei sein muss. Die Schule hat ein paar Vans, die man immer benutzen kann, so dass alle zusammen reisen wenn es zu einen Event geht. Aber zurück zur der Regatta. Wir waren insgesamt 5 Tage dort und hatten ein sehr schönes Haus direkt am Segelclub der die Regatta ausgerichtet hat. Von unserem Balkon aus hatten wir  einen gigantischen Ausblick auf das Meer  Natürlich waren wir auch sportlich und haben bei der Regatta mit unser 2. Mannschaft insgesamt einen 6. Platz ersegelt und die 1. Mannschaft hat den 1. Platz errungen, und dass indem sie von den insgesamt über 30 Rennen kein einziges verloren haben  😀 Das Kerikeri high sailing team ist momentan auch NZ Meister, so dass wir schon den Druck hatten, das das Rennen gewinnen zu müssen.

 

Liebe Grüße aus dem Land der weißen Wolke

Steffen