Fabius

Jul 092018
 

Zwischenzeitlich war auch bereits der Juni angebrochen und mein Auslandsjahr neigte sich dem Ende zu.  Ein Jahr voller Erinnerungen lag hinter mir. Ich durfte eine amerikanische Highschool kennenlernen, konnte in einer Familie die Sitten und Gebräuche der Amerikaner erfahren, lernte viel von dem Land kennen und hatte unendlich viele Freundschaften geschlossen. Noch eine kurze Zeit durfte ich meinen Traum leben. In diesen letzten Tagen machten sich auch meine Eltern auf in die USA. Bald würde ich Sie wiedersehen. Ein schönes Gefühl nach einem Jahr. Hatten Sie sich wohl verändert? Gab es irgendetwas neues zu Hause? Und dann war es auch so weit. Die letzte Woche brach an und meine Eltern trafen in Orem ein und standen dann auch endlich vor mir. Meine Mama fiel mir direkt mit Tränen in den Augen in die Arme. Es war etwas ungewohnt, aber sehr schön sich endlich wiederzusehen.

Meine Familie lernte meine Gastfamilie kennen und ich zeigte ihnen das Haus. Dann checkten meine Eltern in ihrem Hotel, nicht weit von unserem Haus, ein. In den ersten zwei Tagen zeigte ich meinen Eltern meine Schule, meine Lieblings-Essplätze, meine Lieblings-Aussichten, die besten Eisdielen und andere Dinge. Mein Gastvater führte uns noch ein paar Stunden durch Salt Lake City. Besonders beeindruckend waren der Mormonentempel und das Parlamentsgebäude. In den Tagen darauf folgte ein geplanter Trip. Nachdem ich in meinem Jahr 10 verschiedene Bundesstaaten besucht hatte, war es mein Wunsch, noch zwei weitere zu besuchen. Tom, mein Gastvater, empfahl uns einen Trip zu dem sogenannten Four Corners Monument. Das Four Corners (deutsch Vier Ecken) Monument ist ein Denkmal. Es wurde an der Stelle errichtet, an der die vier US-Bundesstaaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona aufeinandertreffen. Dies ist das einzige Bundesstaaten-Vierländereck der Vereinigten Staaten. Es liegt auf dem Colorado-Plateau und gehört zur Navajo Nation, dem selbstverwalteten Territorium der Navajo-Indianer. Wie man auf dem Foto sieht, versucht man gerne, alle 4 Staaten gleichzeitig zu berühren. Rund um das Denkmal sind viele Einkaufsstände, wo Indianer Schmuck, Pfeil und Bogen, selbstgemalte Bilder, geschnitzte Holzfiguren verkaufen. Meine Familie und ich bringen uns seit vielen Jahren grundsätzlich als Souvenir einen Kühlschrankmagneten mit. Diesen fanden wir zum Glück auch bei einer alten Indianerin. Zwischenzeitlich ziert er unseren Kühlschrank zu Hause.

Das letzte Ziel dieser Reise sollte der Black Canyon sein. Wie auch bereits die anderen Canyons, hatte auch dieser eine einzigartige Faszination. Der Black Canyon ist eine tiefe Schlucht, durch die der Gunnison River fließt. Er ist so schmal, dass nur sehr wenig Sonnenlicht bis auf den Grund fällt, was die Wände dunkel bis schwarz erscheinen lässt und so dem Canyon seinen Namen gab. Am Chasm Overlook-Aussichtspunkt erreicht er eine Tiefe von 555 m. Mein Vater konnte sich gar nicht satt sehen an der schönen Aussicht und schoss ein Foto nach dem anderen.

Zwei beeindruckende Museen rundeten den Ausflug ab. Zunächst waren wir im Museums of Western Colorado. Das Museum des Westens bietet eine tausendjährige Geschichte, die man erleben kann. Alte Postkutschen, Flugzeuge, alte und neue Waffen und vieles mehr können dort besichtigt werden.

Im zweiten Museum drehte sich alles um die alte Welt der Dinosaurier. Gezeigt werden echte Fossilien, gegossene Skelette und Roboter-Rekonstruktionen von Dinosauriern. Unter den Exponaten sind echte Knochen von Dinosauriern wie Apatosaurus, Allosaurus und der größte bekannte Triceratops-Schädel.

Nachdem dieser wunderschöne Trip vorüber war, brach auch schon das letzte Wochenende an. An diesem Samstag organisierte mein Gastvater eine Abschiedsparty für mich. Natürlich wollten wir auch etwas zum Buffet beitragen. So entschieden wir uns, den Amerikanern eine echte Schnippelbohnensuppe und zusätzlich Wienerschnitzel mit Bratkartoffeln und Speck zu servieren. Es war beeindruckend, wie gut unsere Gerichte dort ankamen. Meine Mutter erhielt extrem viel Lob, was sie direkt einen Zentimeter größer werden ließ 😊

Alle meine Freunde kamen und es wurde ein richtig toller Abend. Die deutschen Süßigkeiten, die meine Eltern mitgebracht haben, kamen bei den Gästen besonders gut an. Meine Eltern mussten im Gegenzug S´mores (amerikanische Marshmallows über dem Feuer erwärmt mit Schokolade und Keks) probieren und fanden das aber auch sehr lecker. Viele meiner Freunde hatten bei der Verabschiedung Tränen in den Augen. Sie wollten mich gar nicht mehr loslassen. Einige versprachen mir sogar, mich eines Tages in Deutschland besuchen zu kommen.

Nach einer rund 24-Stündigen Heimreise war ich dann endlich wieder zu Hause. Das großartige Jahr war endgültig vorbei. Die ersten Tage wollte ich es gar nicht wahrhaben, dass der Traum von der großen weiten Welt nun zu Ende ist. Ich habe so viele interessante, lustige und beeindruckende Geschichten erlebt, die ich in meinem Leben nie vergessen werde. An dieser Stelle bedanke ich mich auch ausdrücklich bei allen, die mir diesen Traum ermöglicht haben. Danke liebe Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels und Danke auch der ELE für das großzügige Stipendium.

Ich weiß noch nicht wann, aber ich weiß genau, dass ich eines Tages dort wieder hinreisen werde.

Dies war der letzte Bericht meiner Tour. Ich hoffe, ich konnte Ihnen und  Euch etwas Interessantes über meine Erlebnisse und Eindrücke erzählen.

Liebe Grüße aus Gelsenkirchen

Fabius Schilling

Mai 232018
 

 

Jeder kennt ihn aus den High-School-Filmen, den berühmten amerikanischen Schulball PROM (kurz für engl. Promenade), der in der USA am Ende eines jeden Highschool-Jahres gefeiert wird. Auch diesen Schulball konnte ich mir nicht entgehen lassen.

So ist er abgelaufen: Als erstes brauchte ich natürlich ein Date. Also habe ich mir ein nettes, hübsches Mädchen namens Harlie ausgesucht. Wie sich das gehört, musste Harlie auch gefragt werden, ob sie mit mir dort hingehen will. Das Ganze habe ich folgendermaßen gemacht:

Einer meiner Freunde hat sie von ihrem Nebenjob abgeholt und nach Hause gebracht. Dort stand ich in einem aus Kerzen eingekringelten Kreis mit einer Ananas (weil das ihre Lieblingsfrucht ist) und einem Plakat, das fragt, ob sie mit mir zum PROM gehen möchte. Sie hatte sich riesig darüber gefreut und natürlich hat sie auch „Ja“ gesagt.

Am Tag des Dates wurde am Morgen dann erstmal das passende Blumenbukett für Harlie‘s Handgelenk gekauft. Danach ging es weiter zum „Day-Date“. Wir waren eine Gruppe aus 6 Jungs mit ihren Dates – also 12 Personen. Alle wurden eingesackt und es ging den Tag über schwimmen. Es hat allen wirklich viel Spaß gemacht und alle wurden immer aufgeregter, denn in wenigen Stunden ging es zum Ball. Als wir mit Schwimmen fertig waren, sind wir alle nach Hause gefahren und haben uns fertig für den Ball gemacht. Wenn man wahrscheinlich das Haargel, Haarspray, Schminke usw. von allen 12 Personen zusammenzählt, werden da schon so ein paar Kilo Kosmetikartikel zusammengekommen sein. Ist auch egal – wir sahen zumindest alle Top aus.

Jetzt wurden alle Jungs mit dem Auto eingesackt und jeder holte sein Date von der Haustür ab. Mein Date sah wirklich sehr hübsch aus in ihrem süßen blauen Kleid. Nun wurde sich auf dem Weg zum Fotos schießen gemacht. Ein guter Fotograph machte eine großartige Fotosession mit seriösen wie aber auch verrückten Fotos von uns. Anschließend ging es zum Dinner. Wir aßen in einem japanischen Restaurant, wo wir in einem kleinen Raum einen Tisch für uns alleine hatten. Jeder musste dort seine Schuhe ausziehen. Als Essen hatte ich ein super leckeres Hähnchengericht. Allen anderen waren genauso zufrieden mit ihren Gerichten wie ich. Natürlich mussten die Jungs auch wieder mal für das Essen bezahlen, weil das bei diesen Dates so Tradition ist. Der Weg zum PROM dauerte diesmal etwas länger, da der Schulball nicht wie jeder andere in der Schule, sondern in einem extra gemieteten Gebäude stattfand. Als wir ankamen, war die Party schon „fett am Dampfen“. Es wurde viel getanzt und gelacht. Es war ein wirklich schöner Tag und ein noch schönerer Abend.

 

 

Mein Gastvater hat für mich und meine Gastgeschwister 2 Tage schulfrei rausgeholt, so dass wir am 3. Mai für fünf Tage auf einen Trip zum Yellowstone-Nationalpark gehen konnten. Dieser Park liegt zu 96% in Wyoming, 3% in Montana und 1% in Idaho. Er ist der älteste Nationalpark der Welt und wurde 1978 sogar von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Am Donnerstag fuhren wir ca. 4 Stunden bis zu unserem ersten Haltepunkt, in Idaho Falls, bei einer sehr netten befreundeten Familie, die auch etwas Deutsch sprechen konnte und sogar Sprudelwasser bei sich zuhause hatte, was ich nach so langer Zeit auch mal wieder richtig genossen habe. Da wir aber relativ spät ankamen, und alle fertig waren von der Autofahrt, wurde auch recht schnell geschlafen. Am nächsten Morgen planten wir, früh aufzustehen und weiterzufahren. Als aber alles gepackt war, fuhren meine Gastbrüder mit City Rollern einen Berg runter. Meine Gastschwester wollte es, bevor wir losfuhren, aber auch nochmal ausprobieren und es schlug leider so fehl, dass sie vom Roller fiel und sich den Kopf aufschlug. Alle gerieten in Panik und sie wurde zum Doktor gefahren. Das dauerte erstmal ein paar Stunden, bevor mein Gastvater mit meiner Gastschwester wieder zurück war. Meine Gastschwester konnte den Trip leider nicht mehr weitermachen und wir ließen sie bei der Familie und fuhren ohne sie weiter zum Yellowstone. Wir kamen am Abend an und erhielten unser Hotelzimmer, was wirklich sehr schön und groß und mit einer eigenen Küche ausgestattet war. Am nächsten Morgen wurde aufgestanden, sich fertig gemacht, super leckeres Pancake, Eggs und Bacon zum Frühstück gegessen und los gings. Wir fuhren durch den Yellowstone-Nationalpark und sahen viele sehr interessante heiße Quellen, die alle sehr unterschiedlich aussahen und in denen das Wasser unterschiedlich hoch spritzte. Aufgrund seiner Lage über eine Magmakammer des Yellowstone Vulkans befinden sich etwa 10.000 heiße Quellen in dem Park.

Außerdem sahen wir Elche und Bisons im Park. Besonders über die Bison-Büffel habe ich mich sehr gefreut. Hierzu muss man wissen, dass es um 1900 durch Wilderei nur noch weniger als 2 dutzend Bisons dort gab. Durch staatliche Maßnahmen wurde diese Herde vergrößert. Am Ende des Tages bin ich mit meinem kleinen Gastbruder dann noch ausgiebig in den Hotel-Pool gegangen.

Am nächsten Tag fuhren wir eine andere Route durch den Nationalpark und sahen wieder viele außergewöhnliche Plätze und Quellen. Dieses Mal sahen wir aber auch Rehe und einen Fuchs. Als wir nach dem Tag wieder im Hotel ankamen, war Sara mit der befreundeten Familie in unserem Hotelzimmer, die dann mit uns noch Abendbrot aß bevor sie zurück nach Hause fuhren. Sara ging es schon viel besser. Sie hatte nur noch ein paar Probleme mit dem Laufen, was noch etwas langsam ging. Am Abend ist die ganze Familie noch zusammen in den Hotelpool gegangen und dann wurde geschlafen.

Endlich kam der Tag, auf den alle am meisten gewartet haben, denn es ging zum Rafting. Wir fuhren zum Rafting-Ort und es ging mit einem Boot den Fluss hinunter. Es war wirklicher sehr spaßig, besonders wenn du vom Boot gesprungen bist. Das einzige Problem war, der Fluss war wirklich kalt! Aber die ständigen extremen Abkühlungen ersparten einem definitiv einen Sonnenbrand. Zu guter Letzt gab es noch für jeden ein fettes Eis und dann hieß es, zurück zum Hotel, Sachen packen und die Heimreise angetreten. Wegen diesen einmaligen, wunderschönen Landschaften, die vielen Tiere und das tolle Miteinander mit meiner Gastfamilie wird auch dieser Ausflug mir unvergessen in Erinnerung bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt habe ich hier noch schöne 4 Wochen übrig, bevor es für mich wieder nach Hause geht. Ich freue mich jetzt noch auf alles was kommt und ganz besonders, wenn meine Eltern mich meine letzte Woche hier besuchen kommen und ich ihnen meine Lieblings-Ess- und Chillplätze zeigen kann.

Euer Fabius

Apr 262018
 

 

In meinen Osterferien hatte ich auch noch die Möglichkeit, den Bundesstaat Washington kennenzulernen. Die Familien von zwei meiner Freunde wohnen dort. Daher waren die Unterkünfte für unseren Trip gesichert. Da wir zunächst über 800 Meilen (fast 1.300 km) vor uns hatten, standen wir am Karsamstag sehr früh auf und los gings.

Nach circa 12 Stunden Fahrt kamen wir bei der Familie an, die in Grenznähe von Washington, noch im Bundesstaat Oregon lebt und verbrachten dort unsere erste Nacht.

Am nächsten Morgen, es war Ostersonntag, gab es ein super leckeres Osterfrühstück. Anschließend hatte ich ein schönes Ostertelefonat mit meiner Familie in Deutschland, die ich auch schon länger nicht mehr gesprochen hatte. Auch wenn man so weit weg von zu Hause ist, ist es doch ein gutes Gefühl, an so wichtigen Feiertagen einmal die eigene Familie in Deutschland zu sprechen.

Der Trip ging nun weiter und wir besuchten Portland. Portland ist eine sehr schöne Stadt im Bundesstaat Oregon. Dort findet man viele verrückte Leute. Besonders cool war ein Flash Mop in Portland. Dort fand ganz spontan eine riesen Kissenschlacht mitten in der City statt. Hier trafen sich dutzende von Menschen und bewarfen bzw. schlugen sich einfach mit weichen Kissen. Ein riesen Spaß für Groß und Klein. Dass wir da mitgemacht haben, dürfte wohl klar sein.

Bevor wir Portland verließen, waren wir noch in einem sehr berühmten Donutsladen. Ich habe noch nie eine so große Auswahl an leckeren Donuts gesehen. Donuts mit verschiedenen Schokoladen- und Nusssorten, herzhafte sowie süße und bunte Donuts soweit das Auge reichte. Wir mussten zwar eine halbe Stunde anstehen, aber ich kann nur sagen: Es hat sich gelohnt!

Dann fuhren wir weiter zu einer anderen Familie von einem meiner Freunde nach North Bent in Washington. Dort angekommen erhielten wir noch ein zünftiges Abendbrot und danach sind alle ganz schnell eingeschlafen.

Für den nächsten Tag war ein super cooler Hike zu einem wunderschönen Wasserfall geplant. Wir mussten über viele Hindernissen, wo man alle 10 Sekunden fast hingefallen ist. Zum Glück haben es aber alle heile, ein wenig nass aber mit ganz viel Spaß geschafft.

Während des nächsten Tages haben wir uns die Hauptstadt vom Bundesstaat Washington, Olympia, angeschaut, wo wir den „TEMPLE OF JUSTICE“ und das „LEGISLATIVE BUILDING“ sahen. Der Temple of Justice ist ein sehr beeindruckendes Gebäude, welches direkt im Eingangsbereich mächtige Säulen hat. Im Inneren ist es nicht weniger überwältigend. Man erfährt hier viel über die Geschichte von Olympia. Die große Bibliothek ist wahrscheinlich besonders für Jura-Studenten sehr empfehlenswert. Das Legislative Building ist auch sehr interessant gebaut und ist sozusagen das Zuhause der Regierung des Staates Washington.

Nach so viel Stadtkultur sind wir noch ein paar Stunden zum Strand gefahren. Es war super lustig dort, weil wir mit dem Auto über den Sandstrand mit hoher Geschwindigkeit fahren konnten. Außerdem war der Strand unendlich schön. Selten sah ich so ein klares Wasser. Ein wunderschöner Sonnenuntergang rundete den Tag ab. Der Rückweg dauerte etwas länger, da wir mitten im Nirgendwo mit dem Auto stehen geblieben sind. Das Öl war alle! Zum Glück hat ein freundlicher junger Mann angehalten, uns zu einer Tankstelle gefahren, damit wir neues Öl kaufen konnten und zurück zum Auto gebracht. Das nenne ich Einsatz!

Der nächste Tag wurde mit einem Besuch nach Seattle verbracht. Seattle ist nicht nur eine wunderschöne Stadt, sondern auch die größte Stadt im Nordwesten der Vereinigten Staaten. Wir waren auf einem Markt, dann in einem deutschen Einkaufsladen, wo meine Freunde auch mal deutsches Essen probiert haben. Ich muss zugeben, dass das Essen wirklich annähernd wie zu Hause geschmeckt hat. Meine Freunde sagten nur: Auf jeden Fall auch ein guter Grund, mal nach Deutschland zu kommen“. Anschließend fuhren wir zur sogenannten Kaugummi-Wand, wo eine komplette Wand voll mit Kaugummis war. Letztendlich haben wir  noch eine Stadtrundfahrt gemacht um einen Gesamteindruck von Seattle zu bekommen. Wir sind auch mit einer Schwebebahn, der „Monorail“, gefahren. Mit der Monorail fährt man zwischen den Hochhäusern der Stadt und hat einen netten Blick auf und durch die „Skyline“. Zum Abendessen waren wir in einem japanischen Restaurant. Aus Sicht meiner Freunde war dieser Tag definitiv ein internationaler kulinarischer Festtag😊.

Am darauffolgenden Tag haben wir in Seattle noch ein paar mehr Sehenswürdigkeiten erhascht. Dabei sind wir auch in einen wirklich coolen Park mit einer wunderschönen Aussicht auf Seattle gegangen. Der Tag endete mit dem Besuch im Seattle Art Museum. Hierbei handelt es sich um ein Kunstmuseum. Dort haben wir berühmte Gemälde und Skulpturen sowie andere Kunsthandwerke gesehen. Klingt auf den ersten Blick zwar ein wenig langweilig, war aber wirklich abwechslungsreich und interessant.

Am letzten Tag vor unserer Heimreise sind wir mit einer Fähre zum „Ft Casey Historical State Park“ gefahren. Dieser Park ist 189 Hektar groß.  Dort gab es viel zu sehen. Besonders die zahlreichen historischen Gebäude von einer ehemaligen Festung waren sehr interessant. Einen Bunker konnten wir auch besichtigen.  Natürlich waren wir auch am berühmten Leuchtturm, der ehemals von großer Bedeutung für das US Militär war. Um uns zu stärken waren wir in einem Restaurant, was aufgebaut war wie ein normales Haus. Das Essen war super lecker.

Am Samstag wurde die Heimreise angetreten und es ging dann nochmal circa 13 Stunden zurück.

Der Trip war sehr spannend, interessant und das Wichtigste, wir hatten eine Menge Spaß.

Liebe Grüße aus Utah

Euer Fabius

 

 

Mrz 232018
 

Wie ich ja bereits in meinen ersten Berichten erwähnt habe, habe ich als Unterrichtsfach sowohl Band als auch Jazz-Band.

Von Donnerstag bis Samstag (15.-17. März)wurde von der Schule eine Band-und Orchesterfahrt angeboten, die ich natürlich nicht verpassen wollte. Vor der Fahrt wurde noch einiges Organisatorisches geklärt. Aber sehr kurios fand ich die Regeln, die wir  erhalten haben und auch unterschreiben mussten. Sowas habe ich im Leben noch nicht gesehen. Auf den Regeln stand unter anderem bei dem Punkt „ Du kannst nicht:“ auf dem Schoß des anderen Geschlechts sitzen, Küssen, Kuscheln, Hände halten, unter einer Decke zusammensitzen, im Schoß eines anderen liegen. Das witzigste war: nach Einbruch der Dunkelheit im Bus neben jemandem  des anderen Geschlechts sitzen.  Weiter ging es mit: längere Umarmungen, heiraten. Ein Mädel in die Augen schauen war allerdings ausdrücklich erlaubt. So typisch deutsche Dinge wie Alkohol, Rauchen, Drogen etc. war dort gar nicht erwähnt, da das hier in Utah überhaupt gar kein Thema ist.

Am Donnerstag war noch ganz normal Unterricht. In der letzten Stunde, die eh Band-Probe gewesen wäre, wurde alles eingepackt und dann ging es mit dem Bus endlich los. Der erste Zwischenstopp wurde dann in der „University of Utah“ in Salt Lake City eingelegt. Jeder hat sich sein Instrument geschnappt und es wurde die erste Probe eingelegt. Die Probe wurde aber nicht von unserem normalen High-School Lehrer geleitet sondern von einem Profi,  der an der Uni arbeitet. Wir haben alle sehr viele Tipps mitbekommen. Nachdem  die Proben von der Band und dem Orchester vorbei waren, ging es auf zum Bowling. Wir hatten eine Menge Spaß und die Bahn sah super cool aus, als sie mit Schwarzlicht beleuchtet wurde (alles Weiße leuchtet im Dunkeln). Danach ging es  zum Hotel in Logan,  wo wir unsere Zimmer bekamen. Die Zimmer waren sehr schön, mussten sich aber zu viert geteilt werden. Das war aber kein Problem. Ich hatte zum Glück meinen Laptop mit, den wir dann an den Fernseher angeschlossen haben und so Netflix gucken konnten.

Freitag hieß es 6 Uhr aufstehen, fertig machen, Frühstücken und losfahren. Es gab die nächste Probe. Diesmal an einer anderen Schule mit einem anderen Profimusiker, der uns auch wieder sehr hilfreiche Anregungen gegeben hat. Dieser legte extrem viel Wert auf Dynamik und Tempowechsel. Nach den Proben gab es dann Lunch und es wurde weitergefahren. Nun gab es zwei Jazz- Proben von anderen Profi-Bands,  wo jeder von uns sich entscheiden konnte, einfach nur zuzuhören oder mitzumachen. Da brauchte ich nicht lange zu überlegen: ich war dabei und habe mich der Probe angeschlossen. Klar, waren die Stücke ziemlich schwer, waren ja auch Profi-Musiker. Aber genau das war der Reiz und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Danach hörten wir das nächste Orchester. Nach dem Konzert bekamen wir von diesem Dirigenten noch eine Probe und erhielten auch von ihm wieder zahlreiche Verbesserungsvorschläge. Gegen 18 Uhr war das Tages-Programm  beendet und wir fuhren hungrig zum Essen in ein Restaurant. Das Essen war super lecker. Gegen 20 Uhr waren wir dann zurück im Hotel. Hier konnte ich mich mit meinen Freunden  noch einmal in dem Hotelpool beim Schwimmen auspowern.

Samstag mussten wir um 8.30 Uhr die Hotelzimmer geräumt haben. Von dort aus fuhren wir zu einer privaten High-School, an denen Konzerte stattfanden, die wir uns anhören konnten. Einige Stunden später haben wir den Heimweg angetreten.

Das Wochenende war sehr anstrengend, da wir wirklich viel geprobt oder uns Konzerte angehört haben. Trotzdem war es ein gelungenes Wochenende, da ich wirklich eine ganze Menge mitnehmen konnte.

Das nächste Event für mich  ist der berühmte Prom-Schulball. Bei diesem Ball sind die Jungs wieder am Zug, ein Mädchen einzuladen. Bis jetzt habe ich noch niemanden gefragt, werde ich aber noch tun. Bei so viel netter Auswahl ist die Entscheidung halt schwer, aber ich freu mich schon drauf.

Bis demnächst

 

Euer Fabius