Paul Manns

Mrz 212018
 

Herzlich willkommen zurück auf meinem Blog,

dieses Mal soll es auf meinem Blog um das Jagen in Südafrika gehen. Denn vor zwei Wochen hatte ich das Glück, mit meiner Gastfamilie  Jagen zu gehen. Meine Gastfamilie ist nämlich, wie eigentlich alle weißen Südafrikaner, ein totaler Fan davon. Dazu mussten wir aber erstmal acht Stunden zu Freunden fahren, die eine Farm besitzen. Auf der Farm sind Wildschweine eine Plage. Deshalb musste die Stückzahl so oder so verringert werden und damit war der Bauernhof der perfekte Ort für ein Jagdwochenende.

Erster Abend

Als wir nach der achtstündigen Autofahrt endlich angekommen waren, war das Erste, was wir gemacht haben, jagen. Noch bevor wir etwas zu Abend gegessen hatten, brachen wir auf. Wir sprangen mit unseren Gewehren auf die Ladefläche des Geländewagens und fuhren dem Sonnenuntergang entgegen. Und glaubt mir Leute: Es es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn man zusammen mit den anderen Männern dem Sonnenuntergang entgegen fährt und der Fahrtwind einem nur so ins Gesicht peitscht. Hier ein Foto, als wir losgefahren sind.

 

Als es dunkel wurde, holten wir ein Licht heraus und leuchteten ringsherum. Sobald wir Augen im Dunkeln sahen, klopften wir auf das Dach, sodass der Fahrer stoppte, der Motor ausgemacht wurde und wir zum Schuss ansetzten. In der ersten Nacht schossen wir einige Füchse, die ebenfalls eine Plage sind, jedoch blieben Wildschweine aus.

Zweiter Tag

Am nächsten Morgen standen wir schon um 5 Uhr auf, um schnell zu Frühstücken und uns dann wieder auf zu machen. Die Waffen sehend, wollten die Hunde natürlich auch mit. Wir ließen sie jedoch zurück und zogen alleine los. Auch am zweiten Tag war die Prozedur die Selbe: Sobald jemand ein Tier gesichtet hatte, sprangen wir von der Ladefläche und schlichen uns im hohen Gras an. Doch wieder Mal sollten wir erfolglos sein. Wir kehrten ohne Beute zum Abendessen zurück. Doch die Nacht sollte ja noch kommen. Für mich war selbst der Tag ein absolutes Erlebnis, obwohl wir kein Wildschwein geschossen hatten. Denn ich durfte meine ersten Schüsse in meinem Leben abfeuern. Mit einer Schrotflinte und einem Jagdgewehr. Ich muss ehrlich sein, dass ich von dem Rückstoß der Waffen ganz schön erstaunt war. Genauso aber vom Lärm.

Wildschwein geschossen

In der Nacht hatten wir dann endlich Erfolg. Wir fanden ein Wildschwein und bekamen es auch. Dank dessen wissen wir jetzt schon, was wir in den nächsten Wochen genießen dürfen.

PS: In einer Woche haben wir Ferien hier in Südafrika. Ich werde die kompletten Ferien auf einem Löwenhof arbeiten und schlafen. Aus den Erlebnissen wird bestimmt ein spannender Blog entstehen. Also freut euch drauf!

Ich hoffe der Blog hat euch gefallen

Bis zum nächsten Mal

Euer

Paul

Feb 262018
 

Liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten Wochen war hier in Limpopo einiges los von dem ich euch berichten kann. Für euch habe ich mir die drei wichtigsten Erlebnisse rausgesucht.

 1. Lock down

Bei dem so genannten ,,Lock down“ handelt es sich um eine Tradition meiner Schule in Limpopo. Dabei verhaften die Abiturienten einmal im Jahr alle Lehrer und sperren sie bis zum Schulschluss ein. Um den Schulleiter zu verhaften, ist sogar die örtliche Polizei gekommen und hat den Schülern geholfen. Nachdem dann alle Lehrer und Lehrerinnen verhaftet worden waren und die Schule nun den Schülern alleine gehörte, stürmten alle zum Sportplatz und der Spaß konnte erst richtig losgehen… Jeder bewaffnete sich mit Wasserbomben und Farbpulvern. Als jeder bewaffnet war, konnte der Krieg zwischen den Schülern beginnen. Danach sahen wir natürlich alle aus wie die Schweine, aber es hat riesen Spaß gemacht.

So sah ich nach ,,Lock down“ aus.

2. Valentinsball

Der Valentinstag wird in Südafrika ein bisschen größer gefeiert als in Deutschland. Am Valentinstag selber, war es Pflicht, entweder eine rote Krawatte oder eine rote Fliege zur der Schuluniform zu tragen. Außerdem wurde abends ein Ball veranstaltet. Auf diesem wurde natürlich hauptsächlich getanzt. Die Südafrikaner versuchten mir, ihren traditionellen Tanz namens ,, Sokkie“ beizubringen. Jedoch hatte ich damit, um ehrlich zu sein, große Schwierigkeiten. Nichts desto trotz habe ich den Abend und die ausgelassene Stimmung sehr genossen.

 

Meine Ballpartnerin und ich.

Interschools

Als ,,Interschools“ bezeichnet man in Südafrika die regionalen Schulwettkämpfe, bei denen alle Schulen der Umgebung in verschieden Sportarten gegeneinander antreten. Es findet einmal im Jahr statt und es wird ein riesen Drama und Aufwand drumherum gemacht. Denn es geht schließlich um den Namen der Schule. Und wenn du verlieren solltest, hast du erst die Chance auf eine Revenge im nächsten Jahr. Dementsprechend war es auch dieses Jahr wieder eine große Sache. In den letzten Wochen hatten die besten Schüler die Chance, sich für die verschiedenen Disziplinen zu qualifizieren. Wenn man dies geschafft hat, hat man die Ehre an den ,,Interschools“ teilzunehmen und damit seine Schule zu vertreten. Doch selbst wenn man es nicht schaffte, ins Interhigh-Team zu kommen, hatte man die Möglichkeit als Sänger mitzukommen. Denn jede Schule darf 200 Sänger zum anfeuern mitbringen. Diese studieren dann mit den Cheerleadern Choreographien ein. Denn auch für die besten Supporters wird bei den Interschools ein Preis vergeben. Letzte Woche wurden alle Athleten, die es tatsächlich ins Interhigh-Team geschafft haben, vorgestellt. Natürlich gab es großen Beifall von allen Schülern. Auch die Sänger zeigten ihre eingeübten Choreographien. Auch diese waren beeindruckend. An diesem Wochenende war es soweit. Die Leichtathletik-Interschools waren gekommen. Die ganze Atmosphäre war wirklich schön und die Supporter versuchten die Athleten bestmöglich für den bevorstehenden Wettkampf einzuheizen. Und es half. Wir gewonnen die ,,Interschools “ und jeder einzelne rastete total aus.

 

Ein Beispiel für die Support/ Sänger.

Ich hoffe, der Blog hat euch gefallen.

Bis zum nächsten Mal.

Euer

Paul

Jan 302018
 

Goeie dag ouens, (,,Guten Tag Leute“ in Afrikaans)

nach etwas mehr als zwei Monaten in Paarl, war es für mich wieder an der Zeit, mich von meiner gewohnten Umgebung zu verabschieden, um mich mal wieder in ein neues Abenteuer zu stürzen. Dieses Mal lebt meine Gastfamilie im Norden des Landes, genauer gesagt in der Provinz Limpopo. Dort werde ich die nächsten 10 Wochen verbringen. Um nach Limpopo zu kommen, musste ich mit einem Mini-Flugzeug einmal  quer durch das  Land  fliegen.

 

Willkommensbraai mit geselligen Affen

Während wir vom Flughafen nach Hause fuhren, durfte ich wieder einmal die Schönheit Südafrikas bestaunen. Denn Limpopo ist sehr grün. Die Landschaft bestaunend ahnte ich jedoch noch gar nichts von der Überraschung, die für mich vorbereitet wurde. Zuhause wurde nämlich für mich ein Willkommensbraai (Braai= Südafrikanisches BBQ) vorbereitet. Als ich dann aus dem Auto ausstieg und auch noch feststellte, dass nicht nur ein Essen vorbereitet war, sondern auch noch 20 Leute darauf warteten, mich kennen zu lernen, war ich natürlich total überrascht. Aber es war natürlich klasse, direkt am ersten Tag, so viele Kontakte zu knüpfen. Das Highlight des Abends war jedoch, dass Affen in unseren Garten kletterten, während wir aßen.

Schießen üben

Das Hobby meines Gastbruders ist Schießen. Ich habe das Glück, dass er mich jetzt immer mit zum Training nimmt.

Hier mal ein Bild.

Südafrikanisches Essen

In den letzten Ferientagen verwöhnte mich meine Gastmutter mit so viel typischen südafrikanischen Gerichten, wie sie nur auftreiben konnte. Und ich kann euch sagen, dass Südafrikanisches Essen wirklich lecker ist. Hier mal ein paar Bilder von typisch Südafrikanischen Gerichten, die meine Gastmutter für mich zubereitet hat.

Die sogenannten ,,koeksister“.

Das ist ein Kuchen namens ,,Milk tart“.

Ersten Schulwochen

Anders als in Deutschland gehen die Grundschulkinder in Südafrika zum Jahresbeginn zum ersten Mal in die weiterführende Schule. Ebenfalls anders ist auch wie die Neulinge begrüßt werden. Während man sie in Deutschland herzlich begrüßt, haben die Neulinge in Südafrika eine harte Zeit vor sich. Denn das Ganze erste Quartal werden die Neulinge von den Abiturienten geärgert. Sie kriegen zum Beispiel ein Schild umgehangen, das sie jeden Tag aufs neue Tragen müssen. Außerdem müssen sie ihre  Kleidung verkehrt herum tragen und Alles mögliche machen, was man ihnen verlangt. Aber wenn man dieses Ritual überstanden hat, ist man offiziell in der High School angekommen und kann sich darauf freuen, eines Tages das selbe mit den Neulingen zu machen.

Ich hoffe euch hat der Block gefallen.

Bis zum nächsten Mal

Paul

Dez 302017
 

Hallo zusammen,

erstmal wünsche ich euch, wenn auch etwas verspätet, frohe Weihnachten und für morgen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Aber jetzt mal zu meinen absolut besonderen Erlebnissen in Namibia. Diese reichen nämlich vom Fallschirmsprung über einen außergewöhnlichen Fang beim Angeln.

Ankunft

Auf dem zwei stündigen Flug von Südafrika hatten wir eine grandiose Sicht auf die Namibwüste.

Noch beeindruckender war es jedoch als wir mitten im ,,nowhere“ zum Landeanflug angesetzt haben und schließlich in Walvis Bay gelandet sind. Dort waren wir übrigens das einzige Flugzeug am ganzen Flughafen. Das wundert einen aber nicht, wenn man bemerkt, dass Namibia eine Bevölkerungsanzahl von 2 Millionen Menschen hat. Dementsprechend gibt es hier auch unvorstellbar große Mengen an freien Flächen, die die Grundlage für einen perfekten Abenteuerurlaub schaffen.

Landschaft

Die Landschaft wird großteils von teilweise riesigen Sanddünen geschmückt. Das Beste dabei ist, dass man diese sogar mit speziellen Autos und Quads befahren kann. Wir haben beides gemacht und wenn auch die ein oder andere Neigung beängstigend war, hatten wir extrem viel Spaß.

Flamingos, Robben, Pelikane und Delfine

An den Stränden von Namibia, an denen man übrigens mit dem Auto lang fahren darf, hatten wir die Chance Flamingos, Robben und ihre Babys, Pelikane und Delfine in freier Wildbahn aus nächster Nähe zu beobachten.

Babyhai gefangen

In der zweiten Woche wartete die nächste Überraschung auf mich. Denn als wir angeln waren, hatte ich plötzlich einen Babyhai am Hacken. Natürlich haben wir ihn aber wieder freigelassen.

Fallschirmsprung

Zum krönenden Abschluss eines super aufregenden Urlaubs habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Fallschirmsprung gemacht. Somit endete der Urlaub mit einem Adrenalin-kick.

Bis zum nächsten Blog

Euer

Paul

 

Nov 302017
 

Hallo zusammen,

in diesem Blog wartet etwas Spannendes auf euch. Denn ich habe nach vier super schönen Monaten  in Bloemfontein ein neues Zuhause bekommen. Wo genau ich jetzt bin, wie das Leben hier ist und ob mir der Abschied von meiner Gastfamilie schwer gefallen ist, werdet ihr jetzt erfahren.

Abschied

Nach vier unvergesslichen Monaten, voller Erlebnisse, hieß es für mich Abschied zu nehmen. Am Freitag verabschiedete ich mich von all meinen Freunden in der Schule und gewisser Weise auch von der Schule, denn ich hatte mich nun mal jetzt an all die Regeln, die am Anfang noch so seltsam waren, gewöhnt. Und ich wusste, dass Grey College eben auch in Südafrika keine normale Schule ist. Somit war mir auch klar, dass an anderen Schulen auch wieder andere Regeln auf mich warten würden. Von meinen Schulfreunden und der Schule hatte ich mich also mittlerweile schon verabschiedet. Den letzten Abend ließen meine Gastfamilie und ich noch gemütlich in einem Restaurant ausklingen. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns dann. Alle waren ein wenig traurig, aber wir trösteten uns damit, dass wir uns irgendwann mal wiedersehen würden. Am Flughafen hatte ich wie schon beim Abflug in Deutschland gemischte Gefühle. Einerseits war ich traurig meine Gastfamilie zurück zu lassen, andererseits hatte ich die totale Vorfreude auf ein neues Abenteuer in Paarl. Denn das ist die Kleinstadt im Western Cape, die für die nächste Zeit meine Heimat ist.

Erste Eindrücke vom Western Cape

In Kapstadt wurde ich dann am Flughafen von meiner Gastfamilie in Empfang genommen. Von da aus fuhren wir dann nach Paarl. In Paarl angekommen, aßen wir zusammen auf der Terrasse und genossen die geniale Aussicht, die wir von da aus hatten. Die Landschaft betrachtend, glaubte ich, dass ich in einem anderen Land gelandet wäre. Denn noch kurz zuvor kam ich aus dem trockenen und flachen Bloemfontein und auf einmal war alles grün bewachsen und bergig im Western Cape. Von der Landschaft im Western Cape bin ich übrigens immer noch stark beeindruckt.

Landschaft im Freestate.

Landschaft im Western Cape.

Die ersten drei Wochen in Paarl

Neue Schule

Direkt einen Tag nach meiner Ankunft ging ich das erste Mal in die neue Schule. Normalerweise müsste man ja jetzt denken, dass ich am ersten Tag total locker in die Schule gegangen bin, denn ich habe die ganze Prozedur ja schon hinter mir. Das stimmt auch, jedoch hatte ich dieses Mal im Gegensatz zum letzen Mal, wo ich neu in die Schule kam, keinen Gastbruder,  der mich seinen Freunden vorstellte und mir Alles gezeigte. Doch da ich im Moment nur eine Gastschwester habe, aber wie auch in Bloemfontein wieder auf eine Jungenschule gehe, musste ich natürlich diesmal GANZ alleine zur Schule gehen. Das bereitete mir ein bisschen Sorgen, jedoch völlig unberechtigt. Denn in Südafrika muss man sich keine Sorgen machen. Als Neuling wird man immer mehr als herzlich aufgenommen.  So auch dieses Mal. Die Sekritärin stellt mir sofort ein paar Jungs vor. Diese zeigten mir netter Weise dann die Schule und nahmen mich zu allen Fächern mit.  Nach den ersten Tagen wurden dann auch die ersten Freundschaften geschlossen.

Nachmittage

Da meine Familie an einem Golfplatz lebt, verbrachten wir fast jeden Nachmittag nach der Schule auf dem Golfplatz. Ich hatte zuvor noch nie in meinem Leben Golf gespielt. Dem entsprechend sahen auch meine ersten Schläge aus. Es war aber definitiv eine coole Sache, Golf mal ausprobieren zu dürfen. Mittlerweile habe ich mich aber auch verbessert. Aber nicht jeder Nachmittag bestand nur aus Freizeit, denn in Südafrika hat die sogenannte ,,exams“ Phase begonnen. Das kann man in etwa mit unseren Arbeiten in der Schule vergleichen. Jedoch schreibt die ganze Stufe an einem Tag zum Beispiel nur Biologie. Wenn man aber kein Biologie gewählt hat, darf man einfach den ganzen Tag Zuhause bleiben. Wie cool ist das denn, oder?

Das Haus meiner Gastfamilie direkt am Golfplatz.

Kapstadt

An den ersten Wochenende sind wir nach Kapstadt gefahren. Das ist die wohl beliebteste Stadt in Südafrika für Touristen. Da wir gerade mal 30 Minuten davon entfernt wohnen, meinte meine Gastfamilie, dass ich mir das auf keinen Fall entgehen lassen kann. Und ja, sie hatten recht, das konnte ich mir nicht entgehen lassen! Denn das traumhafte Wetter (wie fast immer in Südafrika) machte die Strände von Kapstadt noch schöner, als sie ohne hin schon waren. Durch das eiskalte Atlantikwasser ist natürlich auch für eine Abkühlung von den warmen Temperaturen mehr als gesorgt.

Am nächsten Wochenende machten wir eine Bustour durch Kapstadt, damit ich alle Attraktionen zu sehen bekomme. Dabei stellte ich fest, dass nicht nur der Strand , sondern die ganze Küste wunderschön sind.  Hier ein paar Bilder von Kapstadt:

Häuser im Kolonialstil.

Blick auf Kapstadt von oben.

Bevor ich  nun zum Ende komme, wollte ich noch ankündigen, dass meine Gastfamilie sooooooooooo nett ist und mich in zwei Wochen für 15 Tage mit in den Urlaub nach Namibia nimmt. Also freut euch auf den nächsten Blog, wo ich euch dann noch von einem anderen Land auf dem afrikanischen Kontinent berichten kann.

Bis dahin alles Gute

Paul