Samstag Morgen, fuenf vor halb vier in NYC: Die Betreuerin von unserer Organisation klopft an unsere Tuer, in fuenf Minuten faehrt der Bus los zum Flughafen – wir hatten verschlafen! Schnell alles angezogen, und zwar mehrere Sachen uebereinander um nicht fuer Uebergepaeck zu bezahlen & dann los zum Bus und zum Flughafen. Nachdem ich zehn Minuten am New York Airport war, hatte ich natuerlich alle Austauschschueler und Betreuer verloren und bin verzweifelt durch diesen riesigen Flughafen geirrt. Alle Menschen die mir irgendwie helfen wollten, haben mir einen anderen Weg gesagt. Ich musste noch einchecken, weil der online check-in nicht funktioniert hatte, denn meine Fluege wurden ueberbucht und waren voll. Nach einer Stunde hatte ich den richtigen Check-In gefunden, das Kilo Uebergepaeck hatte die Frau nicht gestoert und ich konnte durch die Sicherheitskontrollen. Auf dem Weg zum Gate hatte ich mich auch tausend mal verlaufen und ich war sooo froh endlich ins Flugzeug steigen zu koennen! – Knapp zwei Stunden Flug bis nach Chicago. Da angekommen, hab ich das Gate fuer den Weiterflug zum Glueck gut gefunden und musste nun nur ne laengere Zeit warten. Der Flug von Chicago nach Traverse City hat nur eine Stunde gedauert..

Als ich ankam und meine Gasteltern, meine oertliche Betreuerin und ihren Mann mit Schildern mich suchend sah, war ich unglaublich froh. Und sie waren es auch! Meine Gastmutter umarmte mich mit Traenen in den Augen und sagte mir mehrmals wie froh sie waere dass ich endlich da bin 🙂

Die Situation war insgesamt schon sehr komisch, wir fuhren mit meinem Gepaeck „nach Hause“, sie zeigten mir die Hunde Jed & Vadasz, mein Zimmer und das Haus. Dann haben wir Hamburger gemacht und sind anschliessend zum Strand gefahren. Es ist ueber dreissig Grad warm hier! 🙂 Mit den Unterhaltungen funktioniert schon ganz gut, sie meinten ich spreche ziemlich gut Englisch und es waere nicht schwer fuer sie mich zu verstehen. Danach sind wir noch kurz einkaufen gefahren, einen Router und einen Laptop fuer meine Gasteltern. Was mich ziemlich fertig macht, ist dass mein bloeder Laptop keine Internetverbindung bekommt & wir absolut nicht wissen woran das liegt 😀 Abends haben wir uns vor den Fernseher gesetzt, und ich bin frueh ins Bett gegangen.

Am naechsten Morgen war ich schon um acht Uhr wach, bin um halb neun fuer eine Stunde joggen gewesen bei einem wunderschoenen Blick auf den Lake Michigan & habe danach allen Leuten in Deutschland mitgeteilt dass es mir gut geht 😀 Danach sind wir zu einem anderen Strand gefahren, aber das Wetter ist schlechter geworden. Dann sind wir wieder nach Hause gefahren.. nachmittags bin ich mit meiner Gastmutter zu Pizza Hut gefahren, danach nochmal einkaufen und dann wieder nach Hause um zu Essen. Abends bin ich mit ihr und meinem Laptop zu meiner oertlichen Betreuerin gefahren, die auch seeehr nett ist, um das Internetproblem zu beheben. Hat aber nicht funktioniert.

Heute ist der erste Tag wo ich bis nachmittags alleine sein werde, weil meine Gasteltern arbeiten sind. Das heisst, nicht ganz alleine, ich habe ja meine zwei tierischen Brueder 🙂

Ich bin um acht Uhr aufgestanden, habe mein Gepaeck ausgepackt, und bin wieder joggen gegangen. Dann habe ich angefangen Postkarten zu schreiben, die ich in NY gekauft habe. Ich muss mich irgendwie beschaeftigen und ablenken, um kein Heimweh zu bekommen, meinte meine Betreuerin gestern. In den naechsten fuenf Tagen wo ich viel alleine sein werde, habe ich wohl den Urlaub und die Ferien, die ich in den letzten sechs Wochen Sommerferien nie hatte 😀 Aber ich denke, genau das werde ich auch in der ersten Zeit vermissen: meine Familie und Freunde, das Lachen, das Unterwegs sein, ..

Mittags kam meine Gastmutter kurz nach Hause um zu essen und die Hunde zu fuettern. Ich kann mich richtig gut mit ihr unterhalten! Und so wirklich traurig war ich noch nicht, das ist auch ihr sofort aufgefallen, das macht sie „happy“, meinte sie 🙂 Heute nachmittag werde ich wohl nochmal mit ihr zusammen joggen gehen, auch wenn ich mir das bei den Temperaturen noch nicht vorstellen kann.

Was ich mir auch noch nicht vorstellen kann, wieso die ganzen Amerikaner so dick sind! 😀 Vielleicht ist meine Gastfamilie aber auch eine Ausnahme.. meine Gasteltern sind sooo sportlich! Und auch mit der Ernaehrung komm ich vollkommen zurecht, nur auf das fettige Fruehstueck habe ich verzichtet. Ansonsten gibt es dann diese eine warme Mahlzeit zum spaeten Nachmittag, und Abendessen eigentlich gar nicht so wirklich. 😛
Ich bin gespannt wie die naechsten Tage so werden & wie ich mir hier die Zeit vertreibe. Ich soll auf jeden Fall das Kontaktieren von Freunden und Familie reduzieren, um mich besser einzuleben und kein Heimweh zu bekommen.. Mittwoch habe ich einen Termin in meiner High School wo ich meine Faecher waehlen muss und einen Laptop bekomme, den ich dann mit nach Hause nehmen kann, und fuer das ganze Jahr behalten darf 🙂 Und ich erfahre wie das mit dem Sport nach der Schule funktioniert. Naechstes Wochenende verbringen wir den den Eltern von meinem Gastvater in Detroit und sehen uns ein Baseballspiel an! 🙂 Und Montag ist der erste Schultag, ich bin gespannt.. 😀

 

Categories: 2012Pia

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