Bevor ich mal anfang ( zum zweiten mal ) muss ich mich erstmal über eine Sache in China aufregen. Das Internet.
Das ist nämlich soooo langsam, dass ich keine Bilder, geschweige denn Videos hochladen kann. Bei meinem letzten Versuch wurde mein erster Artikel gelöscht. Daher schreibe ich jetzt erstmal ohne Bilder und lade diese dann später von den Computern in der Schule aus hoch. Hoff ich.

 

你们好

Wow. Ich hab so viel zu erzählen und das obwohl ich nichtmals ein Monat in Nanchang bin. Aber angefangen hat das ‚Abenteuer-China‘  ja schon in Düsseldorf. Von Düsseldorf dann nach Frankfurt und von dort dann nach Peking. Wodurch die Reise schon selber ein Abenteuer war. 3 Sicherheitskontrollen, Passkontrollen und sogar Fieber messen am Flughafen im Peking (was mir zum Glück erspart bliebe).
In Peking (oder chinesisch Beijing) hatten wir dann unsere ‚Arrival-Orientation‘. Wobei aber die Vorträge eher in den Hintergrund rutschten, viel interessanter war es sich mit den Leuten aus aller Welt über die bevorstehende Zeit zu unterhalten.
Als Höhepunkt besuchten wir dann die chinesische Mauer.

Nach dem 3 tagigen Camp gings dann auch schon per Zug weiter nach Nanchang. Und Zugreisen in China ist schonmal ganz anders als in Deutschland. Eigentlich ist alles in China anders als in Deutschalnd, aber das werd ich noch alles erzählen. Zurück zum Zug. Da haben wir den überfüllten Bahnhof, also wirklich übefüllt, dann die Leute die nur Stehplätze (!) auf einer 12 Stunden Zugfahrt haben und die andauernd auf den Boden spuckenden Chinesen, sodass man nirgendswo mehr hintreten kann.

Angekommen dann, erfuhr ich dann selber warum Nanchang einer der 5 heißesten Orte in China ist. 42°C im Schatten. Es war die Hölle. Wörtlich.

Ich war so glücklich als ich in der kühlen Wohnung ankam. Dort wurde ich dann auch gleich von meiner Gastoma und Gastopa empfangen. Beide sind einfach so lieb und nett und fürsörglich und … Ich glaub ich nehm die mit nach Deutschland.
Mit dem Rest der Familie komm ich auch sehr gut klar. Und inzwischen reicht sogar mein Chinesisch, dass ich sagen kann was ich will oder was ich eben nicht will. Wobei der Satz ‚Wo bao le‘ so ziemlich jeden Tag von mir gesagt wird. ‚wo bao le‘ heißt ich bin satt und ist eine recht gute Ausrede wenn die Hühnerköpfe oder Entenfüße genau so schmecken wie sie aussehen. 🙂

Seit neustem hat auch die Schule hier angefangen. Eigentlich keine schlechte Sache da man dann den Tag über was zu tun hat, aber ich muss um 6 Uhr aufstehen und mein Gastbruder muss manchmal bis 22 Uhr in der Schule bleiben. Ich hab da mehr Glück, denn da ich eh nichts versteh haben die Lehrer mir und den beiden anderen Ausländern eine Sonderklasse, da wir ja sowieso im Unterricht Nichts verstehen.

Das war dann auch erstmal ein kurzer Einblick über meine Ankunft und meine erste kurze Zeit hier.
Nur Eins muss ich noch loswerden und zwar die Top 5 der verrücktesten Dinge in China :
Platz 5 – Der Verker. Auch wenn jeder meint es gäbe hier Regeln gelten die wohl nicht. Vorallem die Roller fahren hier wie so wollen und ich mit meinem klapprigen Fahrrad dazwischen. Aber nach einer Zeit fährt man dann genau so und teilweise machts echt Spaß.
Paltz 4 – Die Ausländer. Immer wieder werd ich hier ‚heimlich‘ fotografiert, in der Schule kommen Leute auf mich zu sagen ‚Hi‘ und rennen dann wieder weg und neulich ist eine fast mit ihrem Roller vor ein Auto gefahren weil sie mich die ganze Zeit angestarrt hat.
Platz 3 – Die Toiletten. Am Anfang war ich schockiert als ich sah, dass die Toiletten im Restaurant nur ein Loch im Boden war wo dann jeder sein Geschäft drin erledigte … aber dann… sah ich die Toiletten in der Schule. Nur eine Fuge im Boden ohne Spülung ohne Toilettenpapier ohne alles. Nur diese Fuge. Da das ‚Geschäft‘ nicht weggespült wird kann man sich ja vorstellen wie diese aussieht b.z.w. riecht. Ich hätte ja gerne Fotos gezeigt aber das geht ja leider nicht. 😀

 

Platz 2 – Der Geruch. In China würd man sich am liebsten auf der Straße die Nase zuhalten. Und den Chinesen machts wohl nicht aus. Die essen bei Geruch wo man in Deutschland am liebsten die nächste Toilette aufsuchen würde.

 

Platz 1 – Die Windeln. Die gibt es nämlich gar nicht. Die Kinder haben nur ein Loch b.z.w. 2 in der Hose und wenn mal Not am Mann ist wird einfach auf die Straße, ins Geschäft oder in den Zug gemacht. Das wird dann ohne jede Beschwerde von der Verkäuferin beseitigt oder auf der Straße übernimmt das der Regen. Nach 2 Wochen.

Das wars dann auch erstmal aus China. 再见。

 

 

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